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Wolfgang Wiehle (* 20. Oktober 1964 in München)[1] ist ein deutscher Informatiker und Politiker (CSU, AfD). Er sitzt für seine Partei im 19. Deutschen Bundestag.

LebenBearbeiten

Nach dem Ende seiner Schulzeit nahm er 1982 ein Studium an der Technischen Universität München auf, das er 1990 als Diplom-Informatiker abschloss. Seitdem ist er als Softwareingenieur und IT-Berater tätig.[1]

Wolfgang Wiehle war von 1982 bis 2002 in der CSU aktiv. Er saß acht Jahre lang im Stadtrat von München, wo er sich hauptsächlich um verkehrspolitische Themen kümmerte. Insbesondere war er in der Initiative zur Untertunnelung des staugeplagten "Mittleren Rings" in München sehr aktiv.

Im Jahr 2013 trat er in die AfD ein, weil er laut Die Zeit der Ansicht ist, die CSU sei „im Schlepptau“ der „Merkel-CDU“ gefangen. Damit sei die CSU in eine „links-grüne Richtung abgedriftet“.[2] Während des Studiums war er im Ring Christlich Demokratischer Studenten (RCDS) an der TU-München aktiv - u. a. als stv. Gruppenvorsitzender. Nach seiner Zeit im Gruppenvorstand des RCDS an der TU-München war er im Landesvorstand aktiv - u. a. als Landesvorsitzender des RCDS in Bayern. In seiner Zeit als RCDS Landesvorsitzender formulierte ein RCDS / JU internes Positionspapier unter dem Titel "Bleibt die Wende schon im Ansatz stecken?" Hierbei setzte er sich kritisch mit den Ankündigungen einer geistig-moralischen Wende aus dem Wahlkampf von Helmut Kohl und der tatsächlichen Regierungspolitik auseinander. Hierin beklagte er, dass eine ausschließlich auf den Pragmatismus des Tagesgeschäftes ausgerichtete Regierungspolitik keine langfristigen politischen Perspektiven entwickeln würde.

Während des Studiums trat Wolfgang Wiehle der Wissenschaftlichen Verbindung Palladia in München bei, der er heute als Alter Herr angehört.

Wolfgang Wiehle ist geschieden und hat zwei Kinder aus dieser Ehe.

Wolfgang Wiehle ist AfD-Kreisvorsitzender im Münchner Süden. Er kandidierte auf Landeslistenplatz 14 der AfD Bayern bei der Bundestagswahl 2017.[2]

PositionenBearbeiten

Wiehle forderte im Bundestagswahlkampf „mehr nationale Selbstbestimmung in einem Europa der Vaterländer!“ Er schloss an die Forderungen seiner Partei an und forderte eine Ahndung von Verbrechen „statt Kuscheljustiz“[3] sowie die Ausweisung krimineller Ausländer. Eine erbrachte Lebensleistung solle sich wieder lohnen und bei der Rente angemessen berücksichtigt werden.

Wolfgang Wiehle forderte des Weiteren, verschuldeten europäischen Ländern finanziell nicht zu helfen. Die Euro-Währung sollte unbedingt geschützt werden. „Notfalls muss das Währungsgebiet aufgeteilt oder die D-Mark wieder eingeführt werden“, schrieb Wiehle. Schließlich forderte er in der Rhetorik der AfD, die „unkontrollierte Massenzuwanderung aus fremden Kulturkreisen, und auch eine Islamisierung, die sich gegen den demokratischen Verfassungsstaat wendet“,[3] sofort zu stoppen.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Biografie beim Deutschen Bundestag
  2. a b Kai Biermann, Astrid Geisler, Christina Holzinger, Paul Middelhoff, Karsten Polke-Majewski: AfD-Fraktion: Rechts bis extrem im Bundestag. In: Die Zeit. 26. September 2017, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 3. Oktober 2017]).
  3. a b https://www.wolfgang-wiehle.de Seite von Wolfgang Wiehle, MdB, abgerufen am 3. Oktober 2017