Hauptmenü öffnen

Wolfgang Warsch

österreichischer Molekularbiologe und Spieleautor

Wolfgang Warsch (geboren am 19. Februar 1980 in Steyr, Oberösterreich) ist ein österreichischer Molekularbiologe und Spieleautor. Als Molekularbiologe arbeitet er im Bereich der Krebsforschung und wurde für seine Arbeiten mit mehreren Preisen sowie einem Stipendium ausgezeichnet. Sein Brettspiel Die Quacksalber von Quedlinburg, das Kartenspiel The Mind und das Würfelspiel Ganz schön clever erschienen alle im Jänner 2018 und wurden im gleichen Jahr zum Spiel des Jahres oder zum Kennerspiel des Jahres nominiert, Die Quacksalber von Quedlinburg wurde als Kennerspiel des Jahres ausgezeichnet.[1]

Inhaltsverzeichnis

BiografieBearbeiten

Wolfgang Warsch studierte Genetik und Mikrobiologie an der Universität Wien und schloss sein Studium mit dem Master ab. Danach ging er an die Medizinische Universität Wien und später an das Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien, wo er im Labor von Veronika Sexl an der Rolle des JAK-STAT-Signalweges in der chronischen myeloischen Leukämie forschte. Er wurde 2012 promoviert und wechselte im Herbst desselben Jahres an das Cambridge Institute for Medical Research in England, wo er bis April 2016 unter anderem an der Entwicklung einer neuen Screening-Methode für essentielle Kinasen in Krebszelllinien arbeitete. Diese Arbeit wurde durch den Erhalt des Erwin-Schrödinger-Stipendiums unterstützt, welches er 2014 erhielt.[2] Seit seiner Rückkehr aus England 2016 war er am CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und am Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Veterinärmedizinischen Universität Wien tätig.

Wolfgang Warsch entwickelt in seiner Freizeit Spiele. Nach eigenen Angaben begann er damit etwa im Alter von 20 Jahren, wobei er versuchte, aus einem Billard-Spiel ein Brettspiel zu machen. Später trat er mit einem Spiel an den Goldsieber Verlag heran, der Interesse an einem Prototyp hatte, das Spiel dann jedoch nicht veröffentlichte.[3] 2015 erschien sein erstes kommerziell erhältliches Spiel Dream Team beim Zoch Verlag, 2016 folgte Schattenmeister bei Piatnik. Nach einer Pause wurden zeitgleich zur Nürnberger Spielwarenmesse die Spiele Illusion und The Mind beim Nürnberger-Spielkarten-Verlag (NSV) sowie Die Quacksalber von Quedlinburg und Ganz schön clever bei Schmidt Spiele veröffentlicht.

Warsch ist Vater zweier Kinder und lebt in Wien.[3]

AuszeichnungenBearbeiten

Auszeichnungen für medizinische ArbeitenBearbeiten

Wolfgang Warsch wurde für seine Arbeiten am Zellprotein STAT5 und dessen Bedeutung in der Resistenzentwicklung gegenüber der medikamentösen Behandlung der chronischen myeloischen Leukämie mit dem Wilhelm Türk-Preis der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie & Onkologie ausgezeichnet.[4] Anfang 2013 wurde er gemeinsam mit seinen Kollegen für die gleiche Arbeit, die in der Fachzeitschrift Blood 2011 veröffentlicht wurde,[5] mit dem Krebsforschungspreis der Stadt Wien prämiert.[6]

Auszeichnungen für GesellschaftsspieleBearbeiten

Mehrere Spiele, die von Wolfgang Warsch entwickelt wurden, wurden für Spielepreise nominiert:

LudographieBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kennerspiel des Jahres 2018 | Spiel des Jahres e.V. Abgerufen am 8. Januar 2019.
  2. Wolfgang Warsch in der Liste der Erwin-Schroedinger-Stipendiaten; abgerufen am 30. Mai 2018.
  3. a b Brettspielbox Interview – Wolfgang Warsch. Interview auf brettspielbox.de, 1. März 2018; abgerufen am 30. Mai 2018.
  4. Der Wilhelm Türk-Preis der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie & Onkologie, Preisverleihung 2011 auf der Website der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie & Onkologie, 2011; abgerufen am 30. Mai 2018.
  5. Wolfgang Warsch, Karoline Kollmann, Eva Eckelhart, Sabine Fajmann, Sabine Cerny-Reiterer, Andrea Hölbl, Karoline V. Gleixner, Michael Dworzak, Matthias Mayerhofer, Gregor Hoermann, Harald Herrmann, Christian Sillaber, Gerda Egger, Peter Valent, Richard Moriggl, Veronika Sexl: High STAT5 levels mediate imatinib resistance and indicate disease progression in chronic myeloid leukemia. Blood 117, 2011; S. 3409–3420 doi:10.1182/blood-2009-10-248211.
  6. Dreimal Krebsforschungspreis der Stadt Wien für das Team Sexl. Pressemitteilung der Veterinärmedizinischen Universität Wien vom 19. März 2013; abgerufen am 30. Mai 2018.

WeblinksBearbeiten