Wolfgang Specht

deutscher Arzt und Anatom

Wolfgang Specht (* 26. November 1926; † 10. Juni 2020 in Homburg) war ein deutscher Arzt und Professor für Anatomie an der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes in Homburg. Er wurde von der Staatlichen Medizinischen Akademie im russischen Twer zum Ehrenprofessor ernannt.[1]

LebenBearbeiten

Wolfgang Specht studierte nach dem Zweiten Weltkrieg Humanmedizin an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und schloss dort auch seine Promotion ab. 1963 wurde er Assistent am Anatomischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 1967 ging Wolfgang Specht nach Homburg an das Anatomische Institut, wo er sich 1969 für das Fach Anatomie habilitierte. 1970 wurde er Leiter der Abteilung für experimentelle Morphologie und 1975 ordentlicher Professor. Trotz eines Rufes auf eine Professur an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main blieb Specht bis zu seiner Emeritierung 1995 in Homburg. Er engagierte sich stark in der Lehre und war auch lange Jahre Kapazitätsbeauftragter der Medizinischen Fakultät.[2] Besondere Verdienste erwarb er sich durch die von ihm maßgeblich betriebene Kooperation der Medizinischen Fakultät in Homburg mit der Staatlichen Medizinischen Akademie in Twer (Russland).[3][4] Specht war auch an der Begutachtung einer kleinen Totenkopfplastik aus Alabaster beteiligt, die von Leonardo da Vinci stammen soll.[5]

Publikationen (Auswahl)Bearbeiten

  • Über die Bildung des sog. achromatischen Teilungsapparates der Zelle: Untersuchungen an d. ersten Reifungsspindel im Ei v. Tubifex. Dissertation, Universität Würzburg, 1959
  • Bildung, Bau und Funktion des sog. achromatischen Teilungsapparates der Zelle, erläutert am Beispiel der Reifungsspindel im Ei von Tubifex. In: Z. Anat. Entwickl. Gesch. 122, (1961), S. 266–288. https://doi.org/10.1007/BF00529317
  • In: Examens-Fragen Anatomie. H. Frick, M. Kantner, H. Leonhardt, T. H. Schiebler (Hrsg.). Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg/New York 1973 (2. Auflage), ISBN 978-3-642-96144-1.
  • mit R. Stober: Wasserlösliche Schwefelfarbstoffe – Ein Farbstoffsortiment für die Licht- und Elektronenmikroskopie. In: Verhandl. Anat. Gesellschaft. Band 67, 1973, S. 637–644

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Nachruf Professor Specht. Saarbrücker Zeitung vom 4./5. Juli 2020, Seite E3.
  2. Wolfgang Kerkhoff: Vier Augen und ein Mikroskop. In: Die Zeit. Nr. 47. 18. November 1979.
  3. Delegation of University of Saarland Visists Tver State Medical Academy
  4. Nachruf Professor Specht. Saarbrücker Zeitung. 4./5. Juli 2020, Seite E3.
  5. Urs Willmann: Des Schädels Kern. In: Die Zeit. Nr. 40., 29. September 2011.