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Die deutschen Spieleautoren Wolfgang Kramer (links) und Michael Kiesling auf der Spiel 2017 in Essen

Wolfgang Kramer (* 29. Juni 1942 in Stuttgart) ist ein deutscher Spieleautor.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Kramer verließ das Gymnasium nach der elften Klasse, um eine kaufmännische Ausbildung zu absolvieren. Danach arbeitete er 27 Jahre lang bei der Kfz-Zuliefererfirma Bosch. 1988 kündigte er, ließ sich jedoch ein dreijähriges Rückkehrrecht einräumen. Der gelernte Betriebswirt und Informatiker wurde selbstständig und ist seit 1989 hauptberuflich mit dem Entwickeln von Brett- und Kartenspielen beschäftigt. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des weltweit anerkannten deutschsprachigen Autorenspieles.

Insgesamt hat Kramer mehr als 100 Spiele veröffentlicht. Fünfmal erhielt er die begehrte Auszeichnung Spiel des Jahres.[1] Als Autor von Rätselbüchern („Der Palast der Rätsel“, „Die Rätsel der Pyramide“) hat sich Kramer ebenfalls einen Namen gemacht.

Zu den Besonderheiten der Kramer-Spiele gehört, dass sie oftmals in Zusammenarbeit mit anderen Autoren entstehen. Kramer gründete 1989 das KRAG-Team zur Entwicklung von kommunikativen Spielen. Das Spiel des Jahres 1996 El Grande wurde gemeinsam mit Richard Ulrich, die Spiele Tikal und Torres gemeinsam mit Michael Kiesling entwickelt.

KramerleisteBearbeiten

 
Kramerleiste aus Heimlich & Co.

Nach Wolfgang Kramer ist die Kramerleiste benannt: In seinem 1984 erschienenen Spiel Heimlich & Co. ist am Rande des Spielbrettes eine Leiste abgebildet, auf der man markiert, wie viele Punkte jeder Spieler hat. Diese Form, Punkte zu zählen, ist seitdem in vielen Spielen verwendet worden.

Ludographie (Auswahl)Bearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

2012 wurde er mit dem Sonderpreis zum Deutschen Spiele Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet.[2]

SchriftenBearbeiten

  • Der Palast der Rätsel: Ein Buch zum Nachdenken, Rätseln und Staunen. Hugendubel, München 1995, ISBN 3-88034-843-X.
  • Das Rätsel der Pyramide: Wer löst die Geheimnisse des unterirdischen Labyrinths? Hugendubel, München 1997, ISBN 3-88034-921-5.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 25. September 2010, Seite C3
  2. Deutsche Spiele Preis 2012 – Preisträger (Memento des Originals vom 20. September 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutscherspielepreis.de