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Wolfgang Fiedler (Politiker)

deutscher Politiker, MdV, MdL

Wolfgang Fiedler (* 20. November 1951 in Jena) ist ein thüringischer Politiker (CDU) und thüringischer Landtagsabgeordneter.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung und BerufBearbeiten

Nach dem Besuch der POS (1958–1968) in Stadtroda absolvierte Fiedler von 1968 bis 1970 eine Ausbildung zum Vorfertigungsmechaniker im VEB Carl Zeiss Jena.

Von 1980 bis 1982 nahm er am Meisterstudium teil und schloss dieses als Meister für Feinwerktechnik ab. Anschließend arbeitete Fiedler bis 1990 als Meister und Abteilungsleiter beim VEB Carl Zeiss in Jena.

PersönlichesBearbeiten

Wolfgang Fiedler ist evangelischen Glaubens, verheiratet und hat zwei Kinder. Er engagiert sich ehrenamtlich in verschiedenen Vereinen. Als ehrenamtlicher Vorsitzender des Kuratoriums bei der Stiftung Leuchtenburg[1] war und ist Fiedler maßgeblich bei der Weiterentwicklung der Burganlage mit dem Projekt der Porzellanwelten beteiligt.

PolitikBearbeiten

1985 trat Wolfgang Fiedler in die Blockpartei CDU der DDR ein.

Im März 1990 wurde er im Wahlkreis 06 (Gera) als Mitglied der Volkskammer gewählt. Seit der ersten Landtagswahl 1990 ist Fiedler Mitglied des Landtages und darüber hinaus ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Tröbnitz. 1991 wurde er durch den Bundestag als Beobachter aus dem früheren Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik ins Europäische Parlament entsandt.[2]

Wolfgang Fiedler ist außerdem stellvertretender Kreisvorsitzender der CDU im Kreistag des Saale-Holzland-Kreis.

Im Thüringer Landtag ist er Mitglied des Innenausschusses und innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. In der parlamentarischen Kontrollkommission ist er ebenfalls Mitglied.

Im September 1996 sorgte eine Prügelei in einem Erfurter Bordell, bei der Fiedler verletzt wurde, in Thüringen für einen innenpolitischen Skandal. Fiedler musste danach von fünf Ämtern zurücktreten.[3] [4] [5]

Im Vorfeld der Landtagswahl in Thüringen 2014 wandte sich Fiedler gegen die Linie der CDU-Parteiführung im Land, nach der Wahl mit der Alternative für Deutschland keinesfalls Gespräche über eine mögliche Regierungsbildung zu führen.[6]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kuratorium der Stiftung Leuchtenburg. Abgerufen am 15. Oktober 2017.
  2. Antrag der Fraktionen der CDU/CSU und FDP vom 19. Februar 1991 (PDF-Datei); Stenographischer Bericht der Bundestagssitzung vom 21. Februar 1991, S. 404 (PDF-Datei)
  3. Deckname Bomber. In: Der Spiegel. Nr. 23, 1997 (online2. Juni 1997).
  4. Verlierer mit goldener Nase. In: Der Spiegel. Nr. 51, 2000 (online18. Dezember 2000).
  5. s. auch Die Zeit Ausgabe 17/2002
  6. MDR-Nachrichten vom 19. August 2014 (mdr.de)