Wolfgang Curilla

deutscher Jurist und Politiker, MdHB
Wolfgang Curilla

Wolfgang Curilla (* 14. August 1942 in Hamburg) ist ein deutscher Jurist und Politiker (SPD).

LebenBearbeiten

Curilla machte 1962 in Hamburg das Abitur und studierte danach von 1962 bis 1967 Rechtswissenschaften. Es folgte von 1968 bis 1972 ein Gerichtsreferendariat. 1972 legte er das Zweite Staatsexamen ab und erhielt die Zulassung als Rechtsanwalt.

Er war Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft von 1970 bis 1997, nach der Bürgerschaftswahl im September 1997 schied er aus.

1978 wurde er erstmals in den Hamburger Senat gewählt (Senat Klose II) und gehörte sechs Senaten in Folge bis 1993 an (Senat von Dohnanyi I bis IV, Senat Voscherau I und II). Senator Curilla war zunächst Präses der „Behörde für Bezirksangelegenheiten, Naturschutz und Umweltgestaltung“ und baute die Umweltbehörde auf (Präses der ab 1985 eigenen Umweltbehörde), wechselte 1986 ins Justizressort und schließlich 1991 bis 1993 (Senat Voscherau II) ins Finanzressort. Während seiner Senatorentätigkeit ruhte das Amt als Bürgerschaftsabgeordneter.

Curilla war an der Gründung der „Stiftung Naturschutz Hamburg“ maßgeblich beteiligt und ist Stiftungsratsvorsitzender der nachfolgenden Loki Schmidt Stiftung. Während seiner Zeit als Umweltsenator konstituierte sich 1982 erstmals der Naturschutzrat, ein ehrenamtliches Gremium von Sachverständigen.[1]

Curilla hat 2006 und 2011 zwei umfangreiche, auf Quellen beruhende historische Studien zur Wirkung der deutschen Ordnungspolizei in besetzten Gebieten Osteuropas während des Zweiten Weltkriegs und im Holocaust veröffentlicht. Im Jahr 2019 veröffentlichte er eine weitere Studie zur Ordnungspolizei in allen besetzten bzw. annektierten Ländern des westlichen Europas (z. B. Luxemburg und Elsass).

EhrungenBearbeiten

WerkeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Commons: Wolfgang Curilla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Der Naturschutzrat Hamburg. In: hamburg.de, abgerufen am 7. Januar 2020.
  2. Preisverleihung. Pressemeldung. (Nicht mehr online verfügbar.) In: fhh.hamburg.de. 1. Juni 2006; ehemals im Original; (keine Mementos).@1@2Vorlage:Toter Link/fhh.hamburg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  3. Jörg Magenau: Schmidt – Lenz. Geschichte einer Freundschaft. Hoffmann und Campe, Hamburg 2014, ISBN 978-3-455-50314-2, urn:nbn:de:101:1-2014110418714, S. 109 (Vorschau in der Google-Buchsuche).