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Wirtschaftswald

forstwirschaftlich genutzter Wald
Dieser Artikel stellt nur die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.
Nutzwald in Südmecklenburg

Als Wirtschaftswald oder Nutzwald werden umgangssprachlich Wälder bezeichnet, die forstwirtschaftlich genutzt werden.

BegriffeBearbeiten

Der Wirtschaftswald unterscheidet sich vom Urwald und anderen nichtbewirtschafteten Waldflächen, zum Beispiel vom Sekundärwald. In der Forstverwaltung wird der Begriff Wirtschaftswald in der Betriebsplanung verwendet und hierbei wesentlich enger ausgelegt. Grundsätzlich gehören nur Holzbodenflächen zum Wirtschaftswald. Diese werden zum Beispiel im Saarland unterschieden in[1]:

  • den „Wirtschaftswald im regelmäßigen Betrieb“ (WW i. r. B), der alle Holzbodenflächen, die einer regelmäßigen Bewirtschaftung unterliegen, umfasst;
  • den „Wirtschaftswald außer regelmäßigem Betrieb“ (WW a. r .B), der alle Holzbodenflächen, die nicht regelmäßig bewirtschaftet werden können, oder deren nachhaltige Nutzungsmöglichkeit für absehbare Zeit unter 1 Erntefestmeter Derbholz je Jahr und ha liegt, umfasst;
  • oder den „Sonderwirtschaftswald mit erhöhtem Betriebsaufwand“ (WW m.e.B). Dieser umfasst Waldflächen die nicht regelmäßig bewirtschaftet werden können, aber im Unterschied zum WW a.r.B besonderen Arbeitsaufwand erfordern. Hierunter fallen insbesondere Flächen in Bereichen mit erhöhter Verkehrssicherungspflicht wie zum Beispiel Steilhänge an Bebauungsrändern oder an Straßen.

Der „Wirtschaftswald außer regelmäßigem Betrieb“ wird gelegentlich auch als Nichtwirtschaftswald oder Ausschlusswald bezeichnet.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Verwaltungsvorschriften Saarland (PDF; 407 kB) Anweisung für die Forstplanung in den Wäldern des Saarlandes (1. September 2002)