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Wilhelm Schmied

deutscher Maler und Grafiker

LebenBearbeiten

 
Wilhelm Schmied in seinem Atelier in Sangerhausen Süd-West, 1969, Entstehung Diptychon Bergleute heute und morgen

Wilhelm Schmied wurde als Sohn eines Dekorationsmalers in Dresden geboren. Er verbrachte seine Jugendjahre in Riesa, besuchte dort die Volksschule und absolvierte von 1924 bis 1927 eine Lehre als Dekorationsmaler und Lackierer mit anschließenden Gesellenjahren ab 1928. Er studierte unter anderem 1930 ein Semester an der Kunstgewerbeschule in Nürnberg,[1] war außerdem Malergeselle in Nürnberg, Staffelstein und Schkeuditz und erhielt Weiterbildungen an der Burg Giebichenstein Halle[2] bei Charles Crodel. Seit 1933 gehörte er der NSDAP an.[3] 1934 legte er seine Meisterprüfung als Malermeister in Halle/Saale ab und war als solcher bis 1940 in Sangerhausen tätig. 1940 wurde er in die Wehrmacht einberufen und geriet während des Zweiten Weltkriegs in Gefangenschaft. Nach seiner Rückkehr arbeitete er wieder in seinem Malergeschäft. 1946 begann er seine freiberufliche Tätigkeit mit autodidaktischer Weiterbildung als Maler und Grafiker und wirkte seit 1948 freischaffend in Sangerhausen.[4] 1947 trat er der Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands bei.[2] Von 1959 bis 1973 war Schmied Vorsitzender des Verbandes Bildender Künstler des Bezirkes Halle. Des Weiteren leitete er langjährig den ab 1954 bestehenden Mal- und Zeichenzirkel des Thomas-Müntzer-Schachtes für Bildnerisches Volksschaffen“, in dem er „Laien – Arbeiter, Hausfrauen, Schüler -“ im Sinne des „Bitterfelder Weges[5] weiterbildete. Ab 1970 war Schmied Außerordentliches Mitglied der Akademie der Bildenden Künste der DDR, ab 1974 bis zu seinem Tod Ordentliches Mitglied.[6]

Schmied war seit 1934 mit Johanna Lutze aus Schkeuditz verheiratet. Die gemeinsame Tochter war die Malerin Ursula Rein, geb. Schmied (1936–2014).[7] Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Sangerhausen.

Künstlerisches SchaffenBearbeiten

1951 gewann Schmied den Wettbewerb zur künstlerischen Ausgestaltung des Maxim-Gorki-Theaters in Magdeburg,[2] entwarf 1952 aber auch die Fenster zu Weihnachten, Karfreitag/Ostern und Pfingsten im Chorraum der Jakobikirche in Sangerhausen,[8] illustrierte Christa Wolfs 1962 im Mitteldeutschen Verlag erschienene Moskauer Novelle, beteiligte sich an allen zentralen Ausstellungen in der DDR[9] und erhielt zahlreiche Kunst am Bau-Aufträge, die er im Stil des Sozialistischen Realismus ausführte.[10] Er schuf eine Vielzahl von Gemälden, Grafiken, dekorativen Putzarbeiten an Gebäuden und großformatigen Mosaiken.[10]

Darüber hinaus faszinierten ihn besonders die Städte- und Landschaftsansichten des Mansfelder Landes sowie die Küstenlandschaft der Ostsee und die Region um Ahrenshoop, welche er in seinem umfangreichen Werk von Grafiken, Aquarellen sowie Ölgemälden festhielt. Schmied führte außerdem in den 1960er- und 1970er-Jahren Studienreisen in verschiedene sozialistische Länder und nach Ägypten durch,[4] von denen er eine Vielzahl an Motiven mitbrachte und in späteren Bilderzyklen umsetzte.

Als Vertreter des sozialistischen Realismus gehörte Schmied zu „den politisch ambitionierten Malern“,[11] die mit zahlreichen staatlichen Preisen geehrt wurden. „Schmieds Bilder, zu DDR-Zeiten gestaltet, […] sind wertvolle Dokumente, die Sangerhausen aus der Sichtweise eines Künstlers im Sozialismus zeigen.“[10] Er schuf Werke, „die sich mit den Kupferschächten, den Bergleuten und der vom Bergbau geprägten Kulturlandschaft dieser Region beschäftigen“.[10] Schmied „hat die bildende Kunst in der DDR wesentlich mitgeprägt. Mit seinen Industrielandschaften, Stadtansichten und Landschaftsbildern dokumentierte er die durch den Menschen hervorgerufenen Veränderungen und wurde so zum Zeitzeugen einer entwickelten Industriegesellschaft“,[2] „zum Chronisten der tief in das Leben der Bewohner der Städte und Dörfer des Mansfelder Landes eingreifenden gesellschaftlichen und wirtschaftsstrukturellen Veränderungen“.[12] Viele seiner Auftragsarbeiten befinden sich eingelagert in Archiven, wie die Werke aus dem Bestand der ehemaligen Mansfeld-Galerie, oder zehn Gemälde im Kunstarchiv Beeskow, die heute „fast nur noch von kulturpolitischem Interesse sind“.[11]

Seine Werke befinden sich unter anderem im Kunstarchiv Beeskow, im Kreisarchiv des Landkreises Mansfeld-Südharz (Depot Sangerhausen-Othal, Bestand der ehemaligen Mansfeld-Galerie Eisleben), im Berliner Kunstdepot des Bundesverwaltungsamtes, beim Wilhelm-Schmied-Verein zur Förderung seines künstlerischen Erbes e.V., in der Akademie der Künste Berlin, der Kunsthalle Rostock, im Museum Junge Kunst Frankfurt/Oder, im Schlossmuseum Bernburg, in der Kunstsammlung Neue Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, im Museum Weißenfels, im Kreisheimatmuseum Bad Frankenhausen, auf Burg&Schloss Allstedt und im Kunstmuseum Moritzburg Halle. Das Spengler-Museum Sangerhausen besitzt unter anderem die Ölgemälde Sangerhäuser Blumenstrauß und Goldene Aue sowie weitere frühere Landschaftsbilder und Stillleben aus der Zeit, als er Wohnraumschmuck malte.[10]

Kunst am BauBearbeiten

„Mit seinen überdimensionalen Wandmosaiken avancierte Schmied in der DDR schnell zum gefragten Künstler“.[13] Hauptsächlich in Sangerhausen hat Schmied bleibende Spuren durch seine Kunst am Bau hinterlassen.[10] Zusammen mit Karl Erich Müller schuf er eine Reihe von Mosaiken und Wandbildern, etwa 1955 das Paracelsus-Mosaik für das chemische Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und 1958 ein Kachelwandbild für den Speisesaal der Leunawerke „Walter Ulbricht“.[2] Ab 1970 verwendete er für diese Aufträge, dem Vorbild Willi Neuberts folgend, auch Industrie-Email.[14] Hierbei wird farbiges Email auf Stahlplatten aufgetragen und die so entstandenen Emailplatten zu großflächigen Werken zusammengesetzt.

 
Blick vom Bahnhofsvorplatz in Sangerhausen auf das Mosaik

1963 erstellte er in dem neu errichteten Bahnhofsgebäude von Sangerhausen ein großes Wandmosaik mit dem sozialistischen Realismus verpflichteten Bildmotiven, das heute noch besichtigt werden kann.[10][15] Die „durch das Streben nach Monumentalität charakterisierte typisierende Darstellungsweise“ findet sich auch in diesem Werk, das für die Stadt typische Handwerke und Berufe zeigt.[2][14] Ein weiteres großes Wandmosaik aus dem Jahr 1970 befand sich in der Süd-West-Siedlung, nahe dem Atelier von Wilhelm Schmied, an der nach Juri Alexejewitsch Gagarin benannten Polytechnischen Oberschule (ab 1990 bis zum Abriss "Schiller-Gymnasium" in Sangerhausen). Es behandelte das Thema „Raumfahrt“. Als die Schule 2011 abgerissen wurde, wurde auch das damals schon beschädigte Wandbild, das nicht unter Denkmalschutz stand, zerstört.[16][17] Erhalten geblieben sind indes die zeittypischen Sgraffiti an Hauswänden der Westsiedlung „Am Bergmann“, die 1952 von einem Künstlerkollektiv um Schmied gefertigt wurden.[18] Bei der Stadtsanierung 2014 wurden sie restauriert.[10]

 
Wandmosaik an der Grund- und Sekundarschule in Halle-Neustadt

Weitere Wandgestaltungen Schmieds sind:

  • Fassadenmosaik Einkaufshalle Aschersleben, 1964
  • Innenwandgestaltung der Schwimmhalle Magdeburg, 1965/66, Mosaik Schwimmer
  • Malerei auf Keramikfliesen Musik verbindet die Völker über dem Haupteingang der Grund- und Sekundarschule, Kastanienallee in Halle-Neustadt, 1970
  • Kachelwandbilder für die Mensa der Martin-Luther-Universität in Halle, 1974
  • Die Obstbauern, 1977 Wandbild von 11 Metern Höhe und 5,5 Metern Breite aus 189 Stahlplatten mit Emailglasur im Auftrag der Obstbaugenossenschaft VEG „Walter Schneider“ für eine Giebelwand eines Gebäudes der Siedlung am „Süßen See“ bei Eisleben, Ausführung von Schmieds Entwurf in der Werkstatt von Willi Neubert in Thale als Spezialist für großformatige Emailkunst[19]

GemäldeBearbeiten

Das Mansfelder Land und die nähere und weitere Umgebung seiner Heimat wurden immer wieder zum Bildmotiv.[20] Bereits 1949 beteiligte Schmied sich an der Landeskunstausstellung Sachsen-Anhalts mit dem Aquarell Über Tage.[14] Während der 1950er und ersten Hälfte der 1960er Jahre war sein Schaffen gekennzeichnet durch eine nüchterne, vorwiegend beschreibende Darstellungsweise. Seine Landschaften als auch die figürlichen Darstellungen zeichnen sich „durch klarlinige, in sich geschlossene Konturen aus“. „Durch den engen Kontakt zu halleschen Malern dürfte hauptsächlich das Streben nach konstruktiver Klarheit im kompositionellen Aufbau gefördert worden sein.“ Dazu gehörte, neben „Willi Sitte und Karl Erich Müller, mit dem Schmied bereits früher auf dem Gebiet baugebundener Kunst zusammengearbeitet hatte“, der in Thale lebende Willi Neubert. „Tendenzen zu typisierender Verallgemeinerung, die um 1960 das Schaffen dieser Künstler zu bestimmen begannen, setzten sich bei Schmied ebenfalls durch.“[14]

Sein 85 cm × 180 cm großes Ölgemälde Mansfelder Land, im Eigentum der Staatlichen Kunstsammlung Dresden - Galerie Neue Meister, erregte 1962 auf der V. Kunstausstellung der DDR großes Aufsehen und verhalf Schmied zu überregionaler Bekanntheit.[14] Abgebildet sind „Wolferode, die Anlagen des Mansfelder Bergbaus, Schachtanlagen und die Hütten in Helbra und Eisleben“.[21] Es „stellt eine massive Bergbauhalde erstmals in den Zusammenhang einer weitläufigen Landschaft. Die aufgewühlte Erde wirft bedrohliche Schatten auf das Dorf im Mittelgrund, während der Ausblick in die Ferne von qualmenden Schornsteinen verstellt wird. Der sozialistisch reine Titel verdeckt hier den ambivalenten Inhalt des Bildes.“[22] Sein ebenfalls auf dieser Kunstausstellung ausgestelltes Bild Diskussion - Mansfelder Bergarbeiter war seinerzeit eines der seltenen künstlerischen Beiträge, „die sich der neuen, selbstbewussten Arbeiterpersönlichkeit widmeten“.[12]

Wie viele seiner halleschen Künstlerkollegen, wie etwa Heinz Beberniß und Willi Neubert, folgte Schmied der sich entwickelnden Bewegung, „die zur persönlichen Begegnung zwischen Künstlern und Produktionsbrigaden führte“ und verband sich 1963 durch Abschluss eines Freundschaftsvertrages mit dem VEB Mansfeld-Kombinat „Wilhelm Pieck“.[23][4] Bereits seit 1949 hatte das Mansfeld-Kombinat Auftragswerke an Berufskünstler erteilt, „um Kunstwerke im Stil des sozialistischen Realismus zu schaffen“. Die so entstandene Sammlung von 380 Kunstwerken, heute im Eigentum des Landkreises Mansfeld-Südharz, wurde in der „Mansfeld-Galerie“ ausgestellt.[24] Motive von Schmieds Bildern waren die Veränderung der Landschaft durch den Bergbau und Themen aus der industriellen Produktion. Die „damals weithin übliche Hinwendung zu einem oft ideale Züge aufweisenden Typusportrait“ kennzeichnete seine Darstellung der Arbeiter.[14] 1969 errichtete ihm das Kombinat in Sangerhausen-Südwest ein Atelier, welches noch immer existent ist.[4] Zu Schmieds Auftragsarbeiten gehörten unter anderem das Diptychon Bergleute heute und morgen von 1969 und das Triptychon Menschen des Mansfelder Landes von 1970.[14]

Studienreisen nach Nordkorea 1964, Polen 1966, Ungarn, Rumänien und Bulgarien 1967, Finnland 1972, Ägypten 1976, Jugoslawien 1977 sowie in die CSSR 1971 und mehrfach zwischen 1959 und 1972 in die UdSSR gaben Schmied Impulse zu neuen künstlerischen Ausdrucksmitteln.[14][4] Ab Mitte der 1960er Jahre wandelten sich seine Werke von einer „betont statischen Auffassung“ zu einer dynamischeren Darstellung. „Eine neue Lebhaftigkeit, die sich in in der Vorliebe für bewegtere Formen äußert“, wurde in den Bildern sichtbar. Einblicke in die ostasiatische Kultur während seiner Nordkorea-Reise ließen Schmied „Architektur und Landschaft als Einheit“ erfassen. Seine Farbauswahl wurde ebenso durch die Reisen in südliche Länder beeinflusst, gewann an „Leuchtkraft und Frische“[14] und besonders die Reise nach Ägypten im Jahr 1976 „führte in seine Malerei einen neuen Farbklang ein“.[12], der in Bildern wie Dorf im Nidelta und Boote am Nil aus dem Jahr 1976 sichtbar wird.

 
Vitt auf Rügen, 1972

Daneben hielt Schmied die Küstenlandschaften der Ostsee bildnerisch fest, wie Vitt auf Rügen, 1972 (Mischtechnik auf Hartfaser). Oft hielt er sich, ebenfalls in den 1960er und 1970er Jahren, in Ahrenshoop auf, wo sich eine Künstlerkolonie zusammengefunden hatte. Dort schuf er zahlreiche Landschaftsbilder vom Fischland, beispielsweise Althagen (1960), Gärtnerei in Wustrow (1963), Steilufer bei Ahrenshoop (1964), Kate mit blühenden Bäumen (1964), Bauernhof bei Wustrow (1965), Steilküste bei Ahrenshoop (1972, im Bestand des Landesverwaltungsamtes Halle) Ahrenshoop (1976) und Ahrenshoop (1979).[25]

Weitere Bilder:

 
August-Bebel-Hütte Mansfelderlandschaft, 1962, Öl auf HF
 
Seeburg am Süßen See bei Lutherstadt Eisleben, 1982
 
MS Sangerhausen, 1984
  • In der Ausstellung, 1961, im Bestand des Kunstarchiv Beeskow
  • August-Bebel-Hütte/Mansfelderlandschaft, 1962, im Bestand des Wilhelm-Schmied-Vereins zur Förderung seines künstlerischen Erbes e.V.
  • Halden bei Eisleben, 1963, im Bestand der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister[26][27]
  • Triptychon Bauernkrieg, 1973, im Bestand des Heimatmuseums Bad Frankenhausen
  • Rappbodetalsperre, 1975, Leuna Werke, 1975, Mansfelder Schächte, 1975 (hingen im Palast der RepublikVolkskammer,[28] im Bestand des Kunstdepot des Bundesverwaltungsamtes, derzeit ausgestellt in der Staatskanzlei Magdeburg)
  • Berliner Landschaft, 1976, Öl auf Hartfaser, im Bestand des Kunstarchiv Beeskow
  • Tor – Eishockey, 1976
  • Seeburg am Süßen See bei Lutherstadt Eisleben, 1982, Öl auf Hartfaser (gefertigt für Erich Honecker), im Bestand des Kunstarchiv Beeskow[29]
  • Selbstporträt Wilhelm Schmied, 1982
  • Wehe dem nuklearen Ende, 1983
  • MS Sangerhausen, 1984 (gefertigt als Kapitänsbild für das DSR-Containerschiff „MS Sangerhausen“ im Liniendienst nach Fernost)

AuszeichnungenBearbeiten

AusstellungenBearbeiten

 
In der Ausstellung, 1961, Öl auf HF

Seit 1949 beteiligte sich Wilhelm Schmied mit seinen Werken an allen Kunstausstellungen der DDR, im Albertinum in Dresden und an sämtlichen Kunstausstellungen des Bezirkes Halle sowie an nationalen Ausstellungen in Halle und Leipzig, des Weiteren an internationalen Ausstellungen in Moskau, Sofia und Prag. Personalausstellungen fanden in der Zeit von 1969 bis 1983 unter anderem in Halle, Eisleben, Bernburg, Sangerhausen, Weißenfels, Píšťany, Bad Frankenhausen, Berlin, Köthen und Heringsdorf statt.[32] 1982 fand eine große Ausstellung in der Gedenkstätte „Bauernkriegspanorama“ in Bad Frankenhausen statt.[33] 1983 wurden ca. 200 Arbeiten von Schmied in seiner letzten großen Personalausstellung der Akademie der Künste im Marstall in Berlin gezeigt.

Posthum fanden anlässlich seines Geburtstages 1990 eine Gedenkausstellung in der Galerie Junge Kunst Frankfurt/Oder, 2000 eine umfangreiche Werkschau mit vielen Leihgaben im Spengler-Museum Sangerhausen und 2010 eine Ausstellung in der Galerie „art Kapella“ in Schkeuditz statt. Anlässlich seines 30. Todestages wurden im Dezember 2014 Werke Schmieds in der „Kunstausstellung ‘Vergessene Schätze’“ in seinem ehemaligen Atelier in Sangerhausen Süd-West gezeigt,[10] an seinem 105. Geburtstag erfolgten organisierte Fahrten mit dem Sonderzug (Mansfelder Bergwerksbahn e.V.) „unterwegs auf den Spuren im Mansfelder Land“ zur Schmied-Ausstellung in den Lokschuppen nach Hettstedt. 2018 fand im Galerie Café der Halloren Schokoladenfabrik in Halle die Ausstellung „Wilhelm Schmied. Ein Leben für die Kunst – Stadt- und Landschaftsansichten“ statt.[2]

Seine drei Tafel-Bilder (jeweils 180 cm × 140 cm, Öl auf Hartfaserplatte) aus dem Jahr 1975 – Leunawerke, Rappbode-Talsperre, Mansfelder Schächte – befanden sich im Konferenzraum der Volkskammer im Palast der Republik[34] und sind 2019 Teil der von der des Kulturstiftung des Bundes geförderten Ausstellung Palast der Republik – Utopie, Inspiration, Politikum in der Kunsthalle Rostock.[35]

LiteraturBearbeiten

  • Christine Hofmeister: Industrielandschaft als Zeitaussage. In: Bildende Kunst, 1967, S. 196–200
  • Hans Ahr: Der Sangerhäuser Maler und Grafiker Wilhelm Schmied, Bibliographie, Sangerhausen 1971 (Maschinenschrift)
  • Wolfgang Hütt: Das Werdende sichtbar gemacht. Zu neuen Werken Wilhelm Schmieds. In: Bildende Kunst, 1969, S. 228–231
  • Wolfgang Hütt: Künstler in Halle – Welt der Kunst. Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, Berlin 1977
  • Ruth Kraft: Ocker bis Rot in: Mir scheint, der Kerl lasiert – Dichter über Maler. Buchverlag Der Morgen, Berlin 1978, S. 236–245
  • Ingrid Schulze: Wilhelm Schmied, Kunstheftreihe Maler und Werk. VEB Verlag der Kunst, Dresden 1980
  • Wilhelm Schmied Malerei und Graphik. (Hrsg. von der Akademie der Künste der DDR zur Ausstellung „Wilhelm Schmied, Malerei und Graphik“ vom 14.1. - 27. Februar 1983 in den Ausstellungsräumen der Akademie im Marstall, Berlin), Berlin: Akademie der Künste, 1983

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Einar Schleef. Der Maler. Michael Freitag, Katja Schneider (Hrsg.), DuMont Buchverlag, 2008, S. 11, ISBN 978-3-8321-9089-7
  2. a b c d e f g h i hallelife.de: Ausstellungseröffnung – Wilhelm Schmied “Ein Leben für die Kunst" vom 17. April 2018. Abgerufen am 12. November 2019
  3. Harry Waibel: Diener vieler Herren. Ehemalige NS-Funktionäre in der SBZ/DDR. Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 2011, ISBN 978-3-631-63542-1, S. 295.
  4. a b c d e f g h Ingrid Schulze: Wilhelm Schmied, Kunstheftreihe Maler und Werk. VEB Verlag der Kunst, Dresden 1980, S. 26–27
  5. Wilhelm Schmied, Diskussionsbeitrag auf der II. Bitterfelder Konfernz: Die Menschen sollen unsere Kunst lieben. Hrsg.: Bildende Kunst, 8/1964. 1964, S. 407–410.
  6. Akademie der Künste: Bildende Kunst – Mitglieder. Abgerufen am 12. November 2019
  7. Schmied und Schokolade: Werke des Sangerhäuser Malers bei Halloren zu sehen. In: Fokus online vom 24. Juni 2018. Abgerufen am 11. November 2019
  8. Ev. Kirchengemeinde St. Jacobi: Baugeschichte & Rundgang. Abgerufen am 15. November 2019
  9. Deutsche Biographische Enzyklopädie (DBE). Schlumberger – Thiersch. Rudolf Vierhaus (Hrsg.), 2. Auflg., K. G. Saur Verlag, München 2008, S. 66, ISBN 978-3-598-25030-9
  10. a b c d e f g h i Ralf Poschmann: Bericht des Oberbürgermeisters zur 5. Stadtratssitzung am 4. Dezember 2014. In: Sangerhäuser Nachrichten, Amtliches Mitteilungsblatt für die Stadt Sangerhausen vom 19. Dezember 2014, Sangerhausen/Südharz, Jahrgang 10, Nummer 24/2014, S. 2-3. Abgerufen am 12. November 2019
  11. a b Hildtrud Ebert, Jutta Penndorf in Zusammenarbeit mit Matthias Flügge: Gutachten zum Bestand des Kunstarchivs Beeskow. Im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) des Landes Brandenburg, Berlin und Altenburg, Juli 2014, S. 12, 14 und 18
  12. a b c Wolfgang Hütt: Künstler in Halle. Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, Berlin 1977, Lizenz-Nr. 414.235/61/77. LSV-Nr. 8116, Buchseite 44
  13. Beate Lindner: Wilhelm-Schmied-Verein in Sangerhausen. Im Kletteratelier wird wieder gemalt. In: Mitteldeutsche Zeitung vom 14. November 2014. Abgerufen am 12. November 2019
  14. a b c d e f g h i Ingrid Schulze: Wilhelm Schmied, Kunstheftreihe Maler und Werk. VEB Verlag der Kunst, Dresden 1980, S. 2–7
  15. Cornelia Heller: Ein starkes Stück Ostmoderne. In: Deutsche Bauzeitung vom 7. Februar 2017. Abgerufen am 30. Oktober 2019
  16. Beate Lindner: Sangerhausen: Mosaik treibt Sangerhäuser um. In: Mitteldeutsche Zeitung. 14. Januar 2011, abgerufen am 14. November 2019.
  17. Beate Lindner: Kommentar zur Wilhelm-Schmied-Ausstellung: Ein Auftakt. In: Mitteldeutsche Zeitung. 5. Dezember 2014, abgerufen am 14. November 2019.
  18. Monika Frohriep: Sangerhausen. Sutton Verlag, Erfurt 2004, ISBN 978-3-89702-706-0, S. 36 (google.de [abgerufen am 15. November 2019]).
  19. Daniela Messerschmidt: Kommen Schmieds Obstbauern nach Hause?. In: Wochenspiegel vom 23. Oktober 2015. Abgerufen am 25. November 2019
  20. a b Virtuelle Galerie Dresden: Wilhelm Schmied, Mansfelder Land, 1962. Abgerufen am 9. November 2019.
  21. Heimatverein Wolferode: Bildtafel präsentiert. Abgerufen am 30. Oktober 2019
  22. Anja Hertel: Wolfgang Mattheuer. Die politische Landschaft, S. 3-4. In: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Abgerufen am 14. November 2019
  23. Wolfgang Hütt: Künstler in Halle. Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, Berlin 1977, Lizenz-Nr. 414.235/61/77. LSV-Nr. 8116, S. 8
  24. Daniela Messerschmidt: Wahre Schätze aus der Mansfeld-Galerie – Ein Schmied ist auch dabei. In: Wochenspiegel vom 10. September 2015. Abgerufen am 25. November 2019
  25. Friedrich Schulz: Ahrenshoop Künstler Lexikon. Atelier im Bauernhaus, Fischerhude 2001, ISBN 978-3-88132-292-8, S. 156.
  26. Bildatlas: Kunst in der DDR: Kunst in der DDR. Halden bei Eisleben. Abgerufen am 12. November 2019
  27. Ulrich Kuhirt: Dramatik und Poesie der Landschaft. Zum Bild „Halden bei Eisleben“ von Wilhelm Schmied. In: Bildende Kunst, 1964, S. 137
  28. Deutsches Historisches Museum: Landschaftsgemälde in den Konferenzräumen der Volkskammer. Abgerufen am 25. November 2019
  29. Bildatlas: Kunst in der DDR: Kunst in der DDR. Seeburg am Süßen See bei Lutherstadt Eisleben. Abgerufen am 12. November 2019
  30. Tobias Kühnel: Ein Kunstpreis aus Neustadt? Oder: Wie vor 50 Jahren Kultur „gebaut“ wurde In: Stadtgeschichtsseite im Kulturfalter, Juli/August 2014, auf der Seite des Vereins für hallische Stadtgeschichte. Abgerufen am 12. November 2019
  31. Sangerhäuser Nachrichten – Amtliches Mitteilungsblatt für die Stadt Sangerhausen: Bekanntmachung der Stadt Sangerhausen über die Benennung einer Straße in der Kernstadt Sangerhausen. Sangerhausen/Südharz, Jahrgang 12, 12. Juli 2016, Nummer 13/2016, S. 8
  32. Waldemar Haase: Wilhelm Schmied 1910–1984. Heft zur Ausstellung. Hrsg.: Galerie Junge Kunst. Frankfurt / Oder 1990.
  33. Panorama Museum Bad Frankenhausen (Hrsg.): Wilhelm Schmied Malerei Grafik. Ausstellungskatalog IV/21/5 Pa 212/82. Bad Frankenhausen 1982.
  34. prometheus – Das verteilte digitale Bildarchiv für Forschung und Lehre: Bildserie 24 / 2019: Palast der Republik. Abgerufen am 12. November 2019
  35. Kunsthalle Rostock: Palast der Republik. Abgerufen am 12. November 2019