Wilhelm-Langrehr-Stadion

Fußballstadion in Garbsen, Region Hannover, Deutschland

Das Wilhelm-Langrehr-Stadion (bis 2000 TSV-Kampfbahn an der Hannoverschen Straße) ist ein Fußballstadion im Stadtteil Havelse der niedersächsischen Stadt Garbsen und ist die Spielstätte des Fußballvereins TSV Havelse. Das bis zu 3500 Zuschauer fassende Stadion hat 500 überdachte Sitzplätze auf der Haupttribüne, der Rest sind Stehplätze auf der Gegentribüne (überdacht) und der Osttribüne. Die Flutlichtanlage leistet eine Beleuchtungsstärke von 280 Lux.

Wilhelm-Langrehr-Stadion
Das Wilhelm-Langrehr-Stadion während der 2. Hauptrunde im DFB-Pokal zwischen dem TSV Havelse und dem VfL Bochum (1:3) am 8. Dezember 2012
Das Wilhelm-Langrehr-Stadion während der 2. Hauptrunde im
DFB-Pokal zwischen dem TSV Havelse und dem VfL Bochum (1:3) am 8. Dezember 2012
Frühere Namen
  • TSV-Kampfbahn an der Hannoverschen Straße (1933–2000)
Daten
Ort Hannoversche Straße 90
Deutschland 30823 Garbsen-Havelse, Deutschland
Koordinaten 52° 24′ 31,9″ N, 9° 36′ 6,5″ OKoordinaten: 52° 24′ 31,9″ N, 9° 36′ 6,5″ O
Eigentümer Stadt Garbsen
Eröffnung 1933
Renovierungen 2010, 2015, 2018
Oberfläche Naturrasen
Kapazität 3500 Plätze
Heimspielbetrieb
Lage
Wilhelm-Langrehr-Stadion (Niedersachsen)

GeschichteBearbeiten

1933 wurde das Gelände an der Hannoverschen Straße für die Spielstätte von einem Landwirt für eine Summe von 100 Mark gepachtet. Ein alter Eisenbahnwaggon wurde als Umkleidekabine aufgestellt. Bis in die frühen 1970er Jahre wurde die TSV-Kampfbahn als Heimspielstätte genutzt. Nachdem man einige Jahre auf einem Spielfeld gespielt hatte, wo zwischenzeitlich eine Bezirkssportanlage bestand und sich heute die Trainingsanlagen befinden, kehrte der TSV bald wieder in die Kampfbahn zurück.

Anlässlich des Aufstiegs 1990 wurde die Anlage für die Spiele in der Zweiten Bundesliga ausgebaut. In der Saison 1990/91 musste das Fernsehen reichlich improvisieren, um Zusammenfassungen der Spiele filmen zu können. Letztendlich wurden die Kameras auf dem Dach der Haupttribüne in einem kleinen Container untergebracht. Mithilfe der Transfererlöse wurde nach dem Abstieg aus der Zweiten Bundesliga die Gegentribüne erneuert und erhielt auch ein Dach. Im Laufe der Zeit wurde die angrenzende Turnhalle umgebaut, um dort mehrere Umkleidekabinen unterzubringen. Durch diverse Sicherheitsauflagen verringerte sich die Kapazität von ursprünglich fast 6000 über die Jahre auf mittlerweile 3500 Plätze.

2000 wurde die TSV-Kampfbahn zu Ehren Wilhelm Langrehrs umbenannt. Diese Namensänderung wurde aufgrund der großen Verdienste Wilhelm Langrehrs um den TSV Havelse beschlossen.[1]

Im Jahr 2010 wurden aufgrund des Aufstiegs des TSV Havelse in die Regionalliga Nord umfassende Sanierungs- und Umbaumaßnahmen am Stadion vorgenommen. Die zwei größeren Hintertortribünen wurden komplett erneuert und die Gegentribüne mit Wellenbrechern und einem Zaun versehen. Es wurden außerdem weitere Fluchttore geschaffen. Im Sommer 2014 wurde der Kabinentrakt der Herrenmannschaft, im Sommer 2015 ein Teil der Haupttribüne saniert, indem Zuschauerbänke in Sitzschalen umgewandelt wurden. 2018 fand ein weiterer Umbau statt, bei dem eine LED-Videowand im Stadion installiert wurde.[2]

Der TSV Havelse stieg zur Saison 2021/22 in die 3. Liga auf. Da das Wilhelm-Langrehr-Stadion nicht den Anforderungen der 3. Liga entsprach, trug der Verein seine Heimspiele im Niedersachsenstadion in Hannover aus.[3] Nach dem direkten Wiederabstieg kehrt man zur Saison 2022/23 in das Wilhelm-Langrehr-Stadion zurück.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Anke Lütjens: Name des Stadions weist auf Verdienste hin. In: haz.de. HAZ, 2. Oktober 2017, abgerufen am 20. Juni 2021.
  2. TSV Havelse feiert Saisoneröffnung gegen Hannover 96. In: tsv-havelse.de. TSV Havelse, 28. Mai 2018, abgerufen am 20. Juni 2021.
  3. Christoph Hage: Bei Aufstieg: TSV Havelse spielt in der HDI-Arena, 96-Boss Kind kommt entgegen. In: sportbuzzer.de. HAZ / Neue Presse, 1. März 2021, abgerufen am 20. Juni 2021.