Wikipedia:Review/Naturwissenschaft und Technik

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Explosion des Oppauer StickstoffwerkesBearbeiten

Die Explosion des Oppauer Stickstoffwerkes der Badischen Anilin- & Soda-Fabrik (heute BASF) ereignete sich am 21. September 1921 und forderte 559 Todesopfer. Bei dem Unglück kam es durch Auflockerungssprengungen in einem Lager- und Produktionsgebäude zu einer Explosion von ca. 400 t von Ammoniumsulfatnitrat, einer Substanz, die als Stickstoffdünger in der Landwirtschaft verwendet wird. Die Wucht der Explosion war so gewaltig, dass ein Krater mit einer Länge von 165 m, einer Breite von 95 m und einer Tiefe von 18,5 m entstand, es noch bis zu einer Entfernung von 75 km zu Gebäudeschäden kam und die Detonation noch im 300 km entfernten München zu hören war. Dieses Unglück ist der folgenschwerste Chemieunfall in Deutschland und nach der Katastrophe von Bhopal der zweitschwerste weltweit.

Ich habe den Artikel in den letzten Wochen in großem Umfang mit zahlreichen Hintergundinformationen ausgebaut und bequellt und glaube, dass er im aktuellen Zustand durchaus auszeichnungswürdig ist. Es gibt sicherlich noch ein paar kleinere Baustellen, was Formulierungen betrifft. Viel Spaß beim Lesen, ich freue mich auf Eure Kommentare. Gruß -- Bert (Diskussion) 15:51, 1. Feb. 2020 (CET)

Ergänzung: Das Ziel des Reviews ist eine Kandidatur in WP:KALP, und dann WP:AdT zum 100. Jahrestag am 21. September 2021. Daher interessiert mich natürlich Eure Meinung, ob der Artikel aus Eurer Sicht aktuell als Lesenswert oder vielleicht schon als Exzellent daher kommt (oder was dazu noch geändert werden müsste). Ist der Artikelname die beste Wahl und fehlen aus Eurer Sicht entscheidende Informationen oder sind einzelne Abschnitte deutlich zu lang? Ich habe versucht die verschiedenen Bereiche möglichst ausgewogen zu halten und hoffe natürlich, dass dies gut gelungen ist. Gruß --Bert (Diskussion) 22:08, 2. Feb. 2020 (CET)

Hallo Bert, der Artikel gefällt mir gut, und vielleicht habe ich später mal Zeit für ein ausführliches Review. Auf den ersten Blick ist mir der Satz über die Ammoniumnitrat-Explosion in der Düngemittel-Fabrik AZF aufgefallen. Da es im Laufe der Jahre eine Menge Ammoniumnitrat-Explosionen gegeben hat (Texas City, Tianjin, West Fertilizer etc.) würde ich diese nicht besonders erwähnen. --Mister Pommeroy (Diskussion) 22:41, 2. Feb. 2020 (CET)

Hallo Mister Pommeroy:Danke für den Hinweis. Dieser Passus stammt nicht von mir, sondern aus der Version vor meinen Bearbeitungen. In der aktuellen Version macht das auch keinen Sinn mehr, da wir hier Apfel mit Birnen vergleichen. Wurde inzwischen übrigens gelöscht  Ok. Freue mich auf deinen ausführlichen Review als Carl-Bosch "Fachmann". Gruß --Bert (Diskussion) 18:12, 3. Feb. 2020 (CET)
Ich habe mir den Artikel durchgelesen und halte ihn im aktuellen Zustand schon für auszeichnungswürdig, trotzdem ein paar Verbesserungsvorschläge:
  1. Der Einleitungssatz gefällt mir nicht, insbesondere ist die Definition von Chemiekatastrophe unklar und nach welchen Maßstäben die Größe bewertet wird. Die verlinkte Liste definiert zwar für sich welche Ereignisse aufgenommen werden aber das scheint mir keine allgemein bekannte und anerkannte Definition zu sein. Eine Einleitung wie in diesem Review Abschnitt halte ich für besser.
  2. Der Abschnitt "Die Geschichte des Oppauer Stickstoffwerkes" enthält viele Informationen bei denen der Bezug zu dem Artikelthema unklar ist. Da wären ein paar vorausschauende erläuternde Sätze "Aus Ammoniak wird unter anderem das Düngemittel hergestellt das später explodiert ist..." hilfreich. Die Erläuterungen (Druck usw.) der Haber-Bosch Synthese helfen mMn nicht beim Verständnis des Artikelgegenstands, die gehören nur in den Artikel zur Haber-Bosch Synthese. Ähnliches gilt für andere Erläuterungen im Abschnitt, wobei ich manchmal nicht weiß ob vielleicht nur ein Satz fehlt, der diesen Bezug herstellt. Wesshalb beispielsweise die Chlorgas Produktion erwähnt wird erschließt sich erst wenn man die Abschnitte zu Verschwörungstheorien liest.
  3. Im Abschnitt "Chemische Grundlagen" fände ich eine Struktur- oder Summenformel des tatsächlichen Ammoniumnitratsulfats hilfreich. Außerdem fehlt mir eine Erklärung welche Stoffe explosiv, giftig oder ähnliches sind und welche nicht, das ist zumindest für nicht-Chemiker nicht offensichtlich. Zum Beispiel den Satz "wurde aus Sicherheitsgründen bewusst ein 5 %iger Überschuss an Ammoniumsulfat gewählt" verstehe ich ohne weitere Informationen nicht. Ist Ammoniumsulfat explosiv? Ist Ammoniumnitrat explosiv? Ist die Mischung explosiv? Braucht die Mischung Sauerstoff zum explodieren? Wenn ja, was ist die Reaktionsgleichung? Was passiert wenn ich das Mischverhältnis anders wähle? Oder "luftgekühlte Eisenrinne": Ist die Reaktion Exotherm? Unter welchen Bedingungen läuft sie spontan ab? Teilweise werden diese Fragen zwar im weiteren Text beantwortet, aber die zentrale Frage ob die Mischung explosiv ist, wird erst bei "Bei sprengtechnischen Untersuchungen konnte Kast schließlich zeigen..." erklärt. Bei den Sätzen "alle durchgeführten Versuche zur Brennbarkeit verliefen negativ" fragt man sich daher: Wurden die Versuche korrekt durchgeführt? Ist die Mischung tatsächlich nicht brennbar? Falls sie doch brennbar ist, warum wurde es nicht festgestellt... usw.
  4. Der Abschnitt über die Explosion und deren Auswirkungen sollte man hinsichtlich überflüssigen Füllwörtern wie WP:Wiesel durchgehen, z.B. "lediglich 89 Gebäude wiesen nur leichte Schäden auf" -> "89 Gebäude wiesen leichte Schäden auf" Gab es auch Gebäude ohne Schäden? Sonst: "die übrigen 89 Gebäude..."
  5. Interressant fände ich noch aus was die beobachteten dunkelgrünen Wolken bestanden und ob neben dem wahrscheinlich ehr unproblematischen Düngemittel noch weitere, evtl. gesundheitsschädliche Stoffe freigesetzt wurden.
--Debenben (Diskussion) 01:06, 3. Feb. 2020 (CET)
Hallo Debenben: Vielen Dank für die umfassenden und hilfreichen Kommentare und das zu so vorgerückter Stunde.
zu 1. Das sehe ich ähnlich. Die Explosion in Oppau passt nicht unbedingt unter die Definition von Chemiekatastrophe, auch wenn sie durch eine Chemikalie in einem chemischen Betrieb verursacht wurde, da sie verhältnismäßig wenig giftige Chemikalien freisetzte. Auf der anderen Seite ist dies sicherlich die größte Katastrophe in der deutschen Chemie-Geschichte.
zu 2. Ich habe versucht, den Abschnitt "Geschichte" nicht zu umfangreich werden zu lassen, was offensichtlich nicht zur Verständlichkeit beigetragen hat. Die hohen Drücke beim Haber-Bosch-Prozess waren immer wieder ein Grund zur Besorgnis in der Bevölkerung und es wurde auch über eine Explosion der H-B-Anlage spekuliert. Luftgekühlte Eisenrinne = Abkühlung der heißen Lösung -> Kristallisation. Chlorgas wurde in Oppau nicht produziert. Der Bezug zu Oppau ist, dass Oppau zusammen mit Ludwighafen Ziel von Luftangriffen wurde, nachdem die Deutschen Chlorgas als Waffe eingesetzt hatten. Das Chlorgas wurde in Ludwigshafen produziert.
zu 3. Eine Struktur von ASN gibt es, aber die ist vermutlich eher verwirrend als hilfreich, eine einfache Strukturformel baue ich noch mit ein. Die Informationen, welche Substanz explosiv ist und welche nicht, sind im Artikel verteilt, füge ich nochmal weiter oben ein. AN liefert den Sauerstoff für eine Explosion (z. B. in Ammonal oder ANC-Sprengstoffen), detoniert aber auch alleine. Das Problem ist, dass man bis zur Explosion (und Jahre danach) nicht verstand, dass die Untersuchungen durchaus gewissenhaft aber leider lückenhaft waren. Das ursprünglich hergestellte ASN zeigt sich in den Versuchen mit kleinen Mengen nicht als explosiv. Aber ein trockeneres ASN mit geringer Dichte, in lockerer Schüttung, gut verdämmt, mit einem starken Zünder, detoniert umso heftiger, je mehr Material verwendet wird.
zu 4. okay.
zu 5. Diese Information gehört vermutlich zu den von Haller erwähnten "Übertreibungen". Aus dem Lageplan erkennt man, dass in dem zerstörten Bereich AN, AS, ASN, Schwefelsäure und Salpetersäure-Produktion liegen. Neben einer riesigen grau bis schwarzen Staubwolke, könnte man vor allen Dingen noch nitrose Gase (rotbraun), Ammoniak oder Schwefeldioxid (farblos) als Zersetzungsprodukte erwarten.
Gruß --Bert (Diskussion) 23:33, 3. Feb. 2020 (CET)

300km? Never ever--2003:6:1343:2F49:38:7D43:CBF4:EAD2 02:52, 3. Feb. 2020 (CET)

and ... why not?
Da das von dir (oder einer anderen IP) schon mal auf der Diskussionsseite angezweifelt wurde, habe ich dort geantwortet um die Diskussion nicht weiter auseinander zu pflücken. Da es aber reputable Quellen gibt und auch bei Explosionen mit deutlich geringer Explosionkraft der Knall über weite Strecken zu hören war, gibt es aus meiner Sicht keinen Grund die 300 km zu bezweifeln. Gruß --Bert (Diskussion) 23:41, 3. Feb. 2020 (CET)

Unter "Weblinks" gibt es einen Eintrag "Der 28. Juli 1948. Explosionsunglück bei BASF" (Landeshauptarchiv Koblenz). Er betrifft nicht dieses Lemma, sondern die Kesselwagenexplosion in der BASF. Wenn Bedarf besteht, zum Vergleich auf diese andere Katastrophe hinzuweisen, dann sollte es im Artikel selbst erfolgen, aber bitte nicht durch diesen Weblink. --Pinguin55 (Diskussion) 12:46, 3. Feb. 2020 (CET)

Hallo Pinguin55: danke für den Hinweis. Der Weblink stammte noch von einer älteren Version, in der die Kesselwagen-Explosion noch vorkam. Habe den Link gerade entfernt. Gruß --Bert (Diskussion) 23:48, 3. Feb. 2020 (CET)

"Der Himmel über Ludwigshafen und Mannheim war von einer dunkelgrünen Wolke bedeckt und die gesamte Region war in dichtem Rauch gehüllt.[38] Auch in der näheren Umgebung Ludwigshafens, der Vorderpfalz sowie in Mannheim wurden große Schäden angerichtet und Menschen durch einstürzende Gebäude getötet.[37] Im 13 km entfernten Wormser Dom gingen alle mittelalterlichen Buntglasfenster zu Bruch.[39] Noch im 25 km entfernten Heidelberg wurden Dächer abgedeckt und eine Straßenbahn sprang aus den Schienen. Gebäudeschäden wurden noch bis zu einer Entfernung von 75 km beobachtet.[27] Die Erschütterungen waren noch in Frankfurt und Mainz zu spüren und im Nordosten Frankreichs und sogar in München, Zürich und Göttingen waren die Explosionen zu hören.[40][41][42]

Nach dem Unglück kursierten zahlreiche Gerüchte über die Katastrophe. Die deutsche Presse berichtete von teilweise apokalyptischen Szenen, die jedoch vielfach als übertrieben angesehen werden müssen"

Defintiv gerüchte, spätestens ab dem 13 km --2003:6:1343:2F49:741A:C27B:1C52:5BB 16:46, 3. Feb. 2020 (CET)

siehe Antwort oben. Gruß --Bert (Diskussion) 23:41, 3. Feb. 2020 (CET)

Aus Interesse und Neugier habe ich die Lektüre bei der „Ursachenforschung“ begonnen. Interessante und gut verständliche Beschreibung. Trotzdem: bitte an den Leser denken, auch an den chemisch nicht so bewanderten! Konkreter Anlass dieser Satz: „Er waren also nicht die chemische Zusammensetzung, sondern die physikalischen Daten für die Explosionsfähigkeit verantwortlich.“ Es war eine Explosion! Schon in der Schule lernt man, dass es dafür eine Energiezufuhr und einen Explosivstoff braucht (sofern er nicht ohnehin selbstentzündlich ist). Beides war vorhanden: Sprengung durchaus absichtlich und Ammoniumnitrat mit Sprengstoffqualität. Die Ursache war also im Prinzip die gezielte Sprengung eines Explosivstoffes ! Das sollte man dem Laien auf jeden Fall so oder so ähnlich sagen. Das Erstaunliche war weniger die Explosion, sondern die Fähigkeit der Techniker, die Sprengung im Normalfall unter geschickter Ausnutzung physikalisch-chemischer Parameter ohne explosive Folge durchführen zu können. Die Ursache war also das, was ich eben vor dem Ausrufezeichen schrieb in Verbindung mit der Annahme der Techniker, die günstigen explosionsunterdrückenden Eigenschaften blieben unter allen möglichen Versuchsgeschehnissen erhalten. Im weiteren steht die Beurteilung der BASF, es sei eine Art Naturkatastophe gewesen. Weitere Kommentare dazu, damals oder aus heutiger Sicht, fehlen. Es ist klar, dass sich die BASF damals möglichst rein wusch, heute würde man das wohl „tieferhängen“ nennen. Aber ich habe Bauchschmwerzen, wenn das so auf die heutigen Leser übergebracht werden soll.

Danach habe ich mir die Unfallfolgen vorgenommen. Schon eindrucksvoll, was da alles passierte und in welcher Entfernung noch. Sogar die Straßenbahn in HD und der Dom in WO (wir erfahren sogar, was da kaputt ging, nämlich die Buntglasfenster aus dem Mittelalter). Ganz zu Schweigen von den Erschütterungen in Carl Boschs Villa. Mit diesen Details steht der Auszeichnung ja nichts mehr im Wege. Allerdings habe ich mich gefragt, ob auch Leute zu Schaden kamen. Tatsächlich, bei aufmerksamem Lesen kriegt man mit, dass auch „mehrere“ Menschen getötet wurden. Wieviel ist wohl unwichtig. Weiter nach oben lesend endete ich bei der Einleitung und fand dort tatsächlich eine Zahl. Eine Zahl, die im Fließtext nicht mehr auftaucht, obwohl die „Einleitung“ eine Kurzfassung des Textes sein soll. Weiter die Bemerkung („s.Anm“), sowas geht gar nicht in einem auszuzeichnenden Artikel ! In den zwischen Links und Literatur gut versteckten Anm finde ich auf den ersten Blick tatsächlich Opferzahlen, habe das aber nicht mehr gelesen. Denn unter „Anmerkungen“ versteht man üblicherweise (in WP, aber auch außerhalb) Detailangaben, die eher überflüssig oder beiläufig sind, die man ohne Vewrlust ignorieren kann, um den Text dennoch verstehen zu können. Solche Marginalien (deutlicher kann man es dem Leser nicht machen) muss man dann auch nicht mehr lesen.

Diese inhaltliche Asymmetrie zwischen Schadensbeschreiber und Opfererwähnung beruht möglicherweise auf der Literaturlage, Techniker sind halt mehr an Sachfragen interessiert, aber in Hinblick auf eine Auszeichnung hätte ich da arge Bauchschmerzen. (Ich schreibe das Ganze nicht aus Mangel an Beschäftigung, sondern weil es mich wirklich bewegt !).

Die einzelnen Leseabschnitte sind oft zu voluminös, Untergliederung wäre ratsam. --Dioskorides (Diskussion) 21:12, 3. Feb. 2020 (CET) Zusatz: Die Lit. „Sanner“ finde ich im Text (Einzelnachweise) nicht verarbeitet. Als Dissertation, also als hier höchst anzusiedelnde Publikation, könnte sie meiner Vermutung nach einiges an nützlichem Stoff bieten. --Dioskorides (Diskussion) 21:20, 3. Feb. 2020 (CET)

Hallo Dioskorides: Selbstverstandlich gehe ich davon aus, dass jeder Leser immer alles und dann auch von oben nach unten liest   . Nein, Scherz beiseite, deine Kommentare sind konstruktiv und absolut passsend, vielen Dank dafür. In Anbetracht der schon etwas vorgerückten Stunde würde ich gerne später im Detail drauf antworten. Bezgl. der Explosionfahigkeit ist es nicht immer so trivial, nicht nur chemische, sondern auch physikalische Eigenschaften spielen eine Rolle, s. Mehlstaubexplosion und auch meine Antworten weiter oben bei Debenben. Alles andere später hier und dann natürlich auch im Artikel. Gruß --Bert (Diskussion) 00:13, 4. Feb. 2020 (CET)
OK. Zu Mehlstaub, schönes Beispiel. Natürlich kann da auch etwas passieren und ist schon einiges passiert. Als da zum erstenmal etwas passierte, könnte ich das viel eher mit dem Umstand „mangelnde Erfahrung“ durchgehen lassen als bei einem Stoff, von dem schon bekannt war, dass er weit brisanter ist als Mehl. --Dioskorides (Diskussion) 19:19, 4. Feb. 2020 (CET)
Ich stimme mit dir überein: Es war sicher eine Kombination von Unwissenheit, mangelnder Erfahrung, und verschiedener anderer Parameter, die man nicht beachtet/ignoriert/falsch gedeutet hat. Der Wissenstand war definitiv anders. Wenn man sich durch die verschiedenen Artikel arbeitet, dann findest man z. B. auch, dass das Unglück ebenso hätte vermieden werden können, wenn man nur ein paar Tage mit dem Ausspeichern gewartet hätte, damit sich das (ungefährlichere) Doppelsalz hätte vollständig bilden können ... Aber 20.000 Spregungen in Oppau ware sicherlich auch mehr als nur Glück. Aus damaliger Sicht war das Risiko minimal. Wöhler, der als Gerichtsgutachter tätig war, schreibt dazu (S. 498): Wer hätte auch Einwände gegen ein Verfahren zu erheben, dessen Berechtigung durch 30 000 malige Bestätigung nachgewiesen war. (Das Risiko, dass ein laufendes Kernkraftwerk explodiert ist - nach den Erfahrungen von Tschernobyl und Fukushima - bekanntermassen deutlich größer als 1 : 30 000). Die Risiken, die durch die Umstellung auf das Spritzverfahren entstanden, fasst Hörcher in einer Tabelle (S. 748) gut zusammen. Ich überlege, eine ähnliche Tabelle evtl. noch mit einzubauen Gruß --Bert (Diskussion) 01:12, 5. Feb. 2020 (CET)
Da spielte sicher auch eine Rolle, dass im Akkord mit Lohnprämien jede Tonne (und entsprechend vielen Sprengungen) gearbeitet wurde, jedenfalls war das ein Kritikpunkt des kommunistischen Abgeordneten Remmele und des Betriebsrats im bayerischen Untersuchungsausschuss (siehe den von dir bei commons eingestellten Artikel von Kast von 1925, S.3)--Claude J (Diskussion) 10:44, 5. Feb. 2020 (CET)
Diese Behauptung wurde durch die Gutachter widerlegt, denn - und deswegen habe ich den Teil zur Sprengung so ausführlich beschrieben - am Tag der Explosion, hatte der Sprengmeister nur insgesamt 66 Patronen für den Morgen zur Verfügung, was ein Bruchteil ist, von dem was zuvor in einer Sprengung (bis zu 250 Patronen gleichzeitig) gezündet wurden.
Es wurden noch eine Reihe von anderen Ursachen angeführt, dass ein Elmsfeuer die Explosion ausgelöst hat, dass sich das ASN von selbst erhitzt und entzündet hat, dass AS (hoch)explosiv sei, ..., die aber alle verworfen wurden. Die Gratwanderung ist halt, was schreibt man nocht mit rein und was erwähnt man nicht. Mit dem, was behauptet und untersucht wurde, könnte man den Artikelumfang spielend verdreifachen. Ich denke, man könnte noch ein paar Theorien kurz erwähnen und dann hoffen, dass in der Kandidatur die Artikellänge nicht als Kritikpunkt hängen bleibt. Gruß --Bert (Diskussion) 18:12, 5. Feb. 2020 (CET)

Hallo Bert, hier mein weiterer Senf:

  • im Geschichtsteil würde ich Zentner und Pfund in Kilogramm umrechnen.
  • Die Oxidation von Ammoniak wurde nicht mit Platinnetzen durchgeführt, sondern mit dem von Mittasch entwickelten Eisen-Mangan-Bismut-Kontakt. Ich bin mir nicht sicher, ob man da vom Ostwald-Verfahren reden sollte.
  • Im Artikel steht, dass die zweite Explosion 4 Sekunden später erfolgte, im Zeitungsartikel oben im Artikel ist von 22 Sekunden die Rede, die in Stuttgart gemessen wurden.
  • Die Bilder von der Explosion könnte man in der Fotowerkstatt vorstellen, vielleicht kann man die noch etwas überarbeiten und qualitativ verbessern.

Ansonsten viel Erfolg bei der weiteren Arbeit. --Mister Pommeroy (Diskussion) 21:17, 4. Feb. 2020 (CET)

Hallo Mister Pommeroy: *Die Umrechnung könnte man machen, ist allerdings ein Zitat. *Hast Du eine Referenz für den Mittasch Katalysator? Eine solche Literaturstelle suche ich noch.*Die Zeitdiffernz von 4 Sekunden ist gut belegt (Kast und FFI), als Referenz wird u.a. die Erdbebenwarte Jena angeführt. Alle anderen Zeitangaben (bis zu 20 min findet man) sind wohl falsch.*Bezgl. Bilder habe ich noch beim Stadtarchiv Ludwigshafen und bei der BASF angefragt, vielleicht gibt es ja mehr/bessere. Gruß --Bert (Diskussion) 01:12, 5. Feb. 2020 (CET)
Hallo Bert, hier findest Du einige Lit.-Stellen dazu. --Mister Pommeroy (Diskussion) 06:10, 5. Feb. 2020 (CET)

Dank an alle für die fortlaufenden Kommentare. Einiges habe ich inzwischen geändert bzw. ergänzt:

  • der Zusammenhang zwischen Ammoniak, Düngemittel und Sprengstroff deutlicher dargestellt und dabei der Abschnitt Geschichte weiter untergliedert. (Debenben, Dioskorides)
  • den Indirekter Bezug zwischen Luftangriffen und Chlorgas dargestellt. (Debenben)
  • die dunkelgrünen Wolken wurden aus den o.g. Gründen entfernt. (Debenben)
  • die Anmerkung entfernt und die Personenschäden an prominenterer Stelle eingearbeitet und ergänzt (danke für den Hinweis Dioskorides)

Weiteres folgt. Gruß --Bert (Diskussion) 01:12, 5. Feb. 2020 (CET)

Letzte Änderungen:

  • Zentner und Pfund umgerechnet, Referenz auf Oswald-Verfahren entfernt (Mr. Pommeroy)
  • weitere Ereignisse am 25. Sep. erg., weitere Informationen zu Personenschäden (Dioskorides)
  • explosive Eigenschaften von AS, AN, ASN weiter ergänzt, Zugabe von 5 % AS zum Doppelsalz erklärt (Debenben)
  • RG zur Bildung von ASN eigefügt (Debenben)

Gruß --Bert (Diskussion) 00:31, 6. Feb. 2020 (CET)

Danke für die Überarbeitungen, ich habe den Artikel nochmal durchgelesen und muss sagen dass er nochmal besser und einfacher verständlich geworden ist, die von mir genannten Punkte sind jetzt sehr gut dargestellt. Mein einziger Kritikpunkt den ich noch nicht ganz ausgeräumt sehe wäre der Einleitungssatz, da gibt es eigentlich zwei Aspekte die mich stören:
  • Chemiekatastrophe ist das zentrale Wort in dem Satz. Was eine Chemiekatastrophe ist, ist aber unklar. Wenn er auf den Link klickt, kommt man auf die Liste mit der fragwürdigen Definition nach der Brand- und Explosionskatastrophen keine Chemiekatastrophen seien. Der Unfall war aber eben genau das, nämlich eine Explosion bei der nicht mehr schädliche Substanzen ausgetreten sind als bei regulären Bränden und Explosionen auch. Die verlinkte Liste widerspricht also sich selbst und dem Einleitunssatz in dem sie als Erläuterung verlinkt ist. Ich würde "Chemiekatastrophe" durch "Explosion" oder "Unfall in der Chemischen Industrie" ersetzen.
  • Um eine Katastrophe nach Größe zu sortieren muss man Tote, Verletzte, Umweltschäden, wirtschaftliche und Sachschäden, langfristige Schäden und andere langfristige Auswirkungen gegeneinander aufrechnen und das ist prinzipiell sehr schwierig. Wenn es die größte in Deutschland gemessene Explosion war sollte man schreiben größte Explosion, da ist das Kriterium klar. Industrieunfall mit den meisten Todesopfern wäre auch eine Möglichkeit, wenn beides zutrifft dann gerne auch beides.
Gruß--Debenben (Diskussion) 16:59, 15. Feb. 2020 (CET)

Ein inhaltlich sehr interessanter Artikel und auch spannend geschrieben! An einigen Stellen liest er sich m.E. aber noch etwas schwergängig, ich schau da bei Gelegenheit noch mal drüber. Über einen Satz bin ich aber richtig gestolpert, nämlich "In Oppau wurden täglich 600 t Ammoniumsulfat hergestellt, von denen 100 t pro Tag zu ASN weiterverarbeitet wurden, was eine tägliche Produktionsmenge von 200 t ASN ergibt." Wenn nur 100 Tonnen pro Tag zu ASN weiterverarbeitet wurden, wie kann dann die tägliche Produktionsmenge 200 Tonnen sein? Auch würde ich mir in der Einleitung noch ein oder zwei allgemeinverständliche Sätze zur Explosionsursache wünschen. Viele Grüße, Schnurrikowski (Diskussion) 10:12, 22. Feb. 2020 (CET)

Danke für deine Kommentare. Bezgl. Mengen: Produktion von 600 t AS pro Tag, wovon 100 t zur ASN Herstellung verwendet werden: Es werden also 100 t AS mit 100 t AN gemischt = 200 t ASN. Ich habe gerade noch am Abschnitt Unglücksursache und -verlauf gearbeitet. Das Ganze ist insgesamt recht komplex, mal sehen, wie ich das in 2 - 3 Sätzen in die Einleitung bringen kann. Gruß --Bert (Diskussion) 11:08, 22. Feb. 2020 (CET)

Änderungen seit 6. Februar:

  • Begriff Chemiekatastrophe in Einleitung ersetzt, Text erweitert (Debenben, Schnurrikowski)
  • Bilder ergänzt: Portrait Fritz Haber, Gemälde Bollhagen (ich versuche noch weitere Bilder zu bekommen)
  • Produktionsmenge AS und ASN besser erklärt (Schnurrikowski)
  • Versuche der BASF zur Explosionsfähigkeit ergänzt (Dioskorides)
  • Schäden in der Ortschaft Edigheim und Sicherungsmaßnahmen an der Unglücksstelle ergänzt
  • ursprüngliche Aussage 4000 Zentner ASN, wieder eingefügt
  • Spekulationen über andere Unglücksursachen (HB-Anlage, Kesselhaus, Akkordsystem, Selbstentzündung) ergänzt (Claude J)
  • Einfluss physikalischer Parameter und Umstände der Zündung auf die Explosionsfähigkeit - neben chemischer Zusammensetzung - besser herausgearbeitet (Dioskorides)
  • Abschnitt Ähnliche Unfälle in Siehe auch umgewandelt

Gruß --Bert (Diskussion) 14:30, 22. Feb. 2020 (CET)

Danke erstmal für die Änderungen. Ich habe den Artikel nochmal auf mich wirken lassen. So gut er auch recherchiert und geschrieben ist, störte und stört mich etwas daran. Und das sind die ersten beiden Kapitel, Geschichte des Werkes und Produktionssprozess. Sie haben mit dem Lemma und eigentlichem Ereignis - der Explosion und ihren Folgen - nicht viel gemein. Ich würde sie in eigene Artikel auslagern und auf die dann im restlichen Teil des Explosionsartikels verwiesen werden kann. Mich als chemischen Laien interessiert beispielsweise der Herstellunsgprozess überhaupt nicht. Mir reicht es, wenn der nur angerissen wird und dann bei der Ursache auf eine Verkettung unglücklicher Umstände hingewiesen wird. Den Rest findet man ja dann im Kapitel zur Ursachenforschung. Wenn überhaupt, könnte man dort noch etwas mehr in die chemische Tiefe gehen. Die Auslagerung hätte auch den Vorteil, dass man drei Artikel kandidieren lassen könnte ;o) Viele Grüße, Schnurrikowski (Diskussion) 13:16, 23. Feb. 2020 (CET)
Mmmh, du bist der Erste, der sich daran stört. Die Geschichte und den Produktionsprozess habe ich eingefügt, weil sie ein Gefühl für die Dynamik dieser Zeit geben (Weltkrieg, rasanter Auf- und Ausbau, Inflationszeit, "alles ist im Wandel") und viele Hintergrundinformationen enthalten (Prozesse werden kontinuierlich geändert), die für das tiefere Verständnis wichtig sind. Der Leser, der an der Geschichte oder an den chemischen Prozessen kein Interesse hat, kann diese ja überspringen, andere Leser mögen gerade diese Hintergrundinformationen interessant und spannend finden. Die Auslagerung der Geschichte in einen eigenen Artikel (Lemma "Oppauer Stickstoffwerk" ??) wäre vermutlich möglich, aber dann unvollständig. Auch ist das Oppauer Werk inzwischen Teil des BASF Werkes Ludwigshafen, welches aber kein eigenes Lemma hat und nur in BASF#Geschichte abgehandelt wird. Gerade die Unterkapitel Produktionsanlage und Handhabung sind nmM sehr wichtig um zu verstehen, wie es zu dem Unglück kommen konnte (wie wurde das ASN produziert, warum wurde gesprengt?), daher würde ich diese wirklich nur ungern auslagern. Trotzdem vielen Dank für die Zeit, die du dir genommen hast um den Artikel zu lesen und natürlich für deine Vorschläge. Gruß --Bert (Diskussion) 18:22, 23. Feb. 2020 (CET)
Sehr technisch, der Artikel. Und bei den Abläufen der Explosion ziemlich detailiert, aber bei der Nachsorge - ab den ersten Hilfseinsätzen (Abschnitt Nach dem Unglück)- und beim Wiederaufbau mir deutlich zu oberflächlich. Das wird von Sanner deutlich ausführlicher dargestellt (einschließlich Katastrophentourismus). Ich finde es sehr bedauerlich, dass die aktuellste und überhaupt umfangreichste Darstellung der Katastrophe bisher gar nicht in den Artikel eingegangen ist. Das ist aus meiner Sicht ein schweres Manko. --jergen ? 18:44, 23. Feb. 2020 (CET)
Hallo jergen, danke für deinen Review. Letztendlich spiegelt ein Artikel immer den Stand der verfügbaren Literatur wieder. Über den Wiederaufbau findet man erwartungsgemäß eher wenig. Die Literatur, die ich gefunden habe (Haller, Kast, Woehler, Kristensen, Abelshauser, Hörcher, Reichsanzeiger, ARIA, etc.), ist weitreichend eingearbeitet. Die Sanner-Literatur habe ich bisher nirgendwo gefunden, daher kann ich sie auch nicht zitieren. Und auch wenn inzwischen über 80 % des Artikels von mir stammen: Wikipedia ist ein Gemeinschaftsprojekt, da du offensichtlich Zugriff auf die Sanner-Arbeit hast, könntest du den Abschnitt Nach dem Unglück ja entsprechend ergänzen. Gruß --Bert (Diskussion) 20:22, 23. Feb. 2020 (CET)
Ich habe das Buch nur im Buchhandel in der Hand gehabt. Es steht aber in vielen Bibliotheken, sollte also über Fernleihe verfügbar sein. Oder über Wikipedia:Förderung/Zugang zu Fachliteratur. --jergen ? 20:39, 23. Feb. 2020 (CET)

Änderungen seit 22. Februar:

  • Einleitung geändert
  • Erklärung zur Verwendung des Begriffs Stickstoffs eingefügt
  • Details zum Unglücksmorgen mit Literatur Hecker (2 Explosionen unterschiedlicher Stärke) und Anzahl der beschädigten Gebäude ergänzt
  • Abschnitt Schadensregulierung und Wiederaufbau in zwei Abschnitte Erste Hilfe und Schadensregulierung und Wiederaufbau aufgeteilt
  • Abschnitt Ursachenforschung weiter ergänzt.

Gruß --Bert (Diskussion) 20:31, 14. Mär. 2020 (CET)

Hallo Bert, im Artikel steht, dass die Tagesproduktion 30 t/d betrug und man damit 36.000 t/a Ammoniumsulfat hergestellt werden konnten. Stöchiometrisch passt das irgendwie nicht, oder? Es müssten eher um die 40.000+ t/a sein.

  • 30 t NH3/d
  • = 10.950 t NH3/a
  • 25,8% NH3 in Ammoniumsulfat
  • = 42.482 t Ammoniumsulfat/a

Grüße, --Mister Pommeroy (Diskussion) 18:36, 3. Apr. 2020 (CEST)

Rein rechnerisch ist das richtig. Das würde allerdings voraussetzen, dass man (a) ununterbrochen 365 Tage/24 Stunden produziert hat, was aufgrund von immer wieder notwendigen Wartungsarbeiten and den HB-Reaktoren nicht zu erwarten ist und (b) dass es nur ein Produkt gab und alles NH3 100 %ig zu Ammoniumsulfat weiterverarbeitet wurde. Gruß --Bert (Diskussion) 19:00, 3. Apr. 2020 (CEST)
Naja, schon klar, aber Wartungsarbeiten sind bei der Angabe einer Tagesproduktion normalerweise schon eingerechnet; die anderen Produkte sollte man eventuell im Artikel erwähnen, dann wird das klarer. Hast Du dieses Foto schon gesehen? Könnte vielleicht im Artikel verwendet werden. --Mister Pommeroy (Diskussion) 21:11, 3. Apr. 2020 (CEST)

Teilweise erscheinen mir die Ausdrücke etwas unenzyklopädisch, wie rieselte als feiner Schnee zu Boden; machte sich der Architekt Albert Boßlet einen Namen; um eine Bewucherung (?) zu verhindern.... Dazu sind mir zu viele „auch“´s und „aber“s im Artikel. Der Verweis "→ Hauptartikel: Hilfswerk Oppau" steht aks Link mitten im Artikel statt nach der Überschrift. --Mister Pommeroy (Diskussion) 21:32, 3. Apr. 2020 (CEST)

Danke für deine Kommentare. Das Bild kannte ich noch nicht. Ich hab es mal mit eingebaut, auch wenn ich nicht ganz sicher bin, ob es wirklich lizenzfrei ist. Formulierungen wie rieselte als feiner Schnee und Bewucherung stammen sprachlich aus der Originalliteratur, fand ich eigentlich ganz nett, diese so zu übernehmen. Bei den Füllwörtern aber und insbesondere auch habe ich die Formulierungen überarbeitet und beide zusammen auf weniger als die Hälfte reduziert. Ich denke es passt jetzt so. Der Hauptartikel-Link steht dort, wo der ausgelagerte Text ursprünglich stand. Ich setze ihn noch nach oben. Bzgl. Produktionsmenge: einerseits stammen die beiden Zahlen aus zwei verschieden Quellen und dafür passt es eigentlich ganz gut, andererseits wurde Ammoniak wahrscheinlich auch ausgeschleust. Gruß --Bert (Diskussion) 16:03, 4. Apr. 2020 (CEST)

Hallo Bert, im Abschnitt Weimarer Republik stimmt irgend etwas nicht: Am 6. Dezember 1918 marschierte die französische Armee ein. […] Die beiden linksrheinischen Chemiewerke Oppau und Ludwigshafen unterlagen danach bis 1930 französischer Besatzung. Durch den im Januar 1920 in Kraft getretenen Versailler Vertrag endete die direkte Besatzung dieser beiden BASF Werke. Wie lange waren die Werke denn besetzt? --Mister Pommeroy (Diskussion) 16:37, 4. Apr. 2020 (CEST) Den zuständigen Aufsichtsbehörden war das Verfahren bekannt und es wurde von ihnen gebilligt. Gebilligt oder genehmigt? Die vielen "man" solltest Du Dir auch mal anschauen und eliminieren. --Mister Pommeroy (Diskussion) 16:55, 4. Apr. 2020 (CEST)

Bezgl. Besetzung könnte man ein aber einfügen, damit es klarer wird  : Durch den im Januar 1920 in Kraft getretenen Versailler Vertrag endete aber die direkte Besatzung dieser beiden BASF Werke. Die französische Besatzung der linksrheinischen Gebiete ging bis 1930. Bis zur Unterzeichnung des Versailler Vertrages unterlagen die Werke direkter französischer Kontrolle. Ich habe einen Link zu Alliierte Rheinlandbesetzung eingefügt, ich glaube, damit wird es klarer. Die Sprengungen waren den Behörden bekannt und wurden nicht untersagt, also gebilligt. Eine Genehmigung war nmM auch gar nicht notwendig, denn erlaubt ist alles, was nicht verboten ist. Entsprechend wurden am 16. Dezember 1921 dann Sprengungen in Düngemitteln verboten. Soweit sinnvoll, habe ich "man" ersetzt. Gruß --Bert (Diskussion) 11:40, 5. Apr. 2020 (CEST)

Hallo Bert, Du könntest vielleicht noch darauf hinweisen, dass an der Stelle des Oppauer Trichters heute die Trichterstraße verläuft. --Mister Pommeroy (Diskussion) 10:03, 5. Apr. 2020 (CEST)

Steht unter Explosion_des_Oppauer_Stickstoffwerkes#Gedenken. Gruß --Bert (Diskussion) 11:40, 5. Apr. 2020 (CEST)
Ok, hatte ich übersehen. --Mister Pommeroy (Diskussion) 18:30, 5. Apr. 2020 (CEST)

Hallo Bert, ein paar Anmerkungen habe ich noch:

  • Der ARIA-Report sollte erklärt werden, ebenso der FFI-Report.
    • Aw: Die sind unmittelbar nach Nennung im entsprechenden EN verlinkt. Was sollte noch gemacht werden?
      • Für mich suggeriert es, dass es sich um zeitgenössische Untersuchungen zB durch die französische Armee handelt, die dann einen Aria Report herausgegeben hat. Das es sich dabei um eine Datenbank des fr. Umweltministeriums handelt, hat einige Recherche erfordert. Ich weiß auch nicht, wie dieser Report zustande gekommen ist.
  • 1908 wurde dieses Verfahren zur Direktsynthese von Ammoniak erstmals durch die Badische Anilin- & Soda-Fabrik zum Patent angemeldet. Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass Fritz Haber angemeldet hat.
    • Aw: Ich habe nur das Patent der BASF von 1908 gefunden. Hast Du eine Patentnummer für das Haber-Patent?
      • Muss ich nachschauen, aber ich habe es auch so wie hier beschrieben in Erinnerung
  • Das Datum dort (13. Oktober 1908) ist das gleiche, wie beim BASF Patent (Patent DE235421A: Verfahren zur synthetischen Darstellung von Ammoniak aus den Elementen. Veröffentlicht am 13. Oktober 1908, Anmelder: Badischen Anilin- & Soda-Fabrik.). Im Patent wird allerdings kein Erfinder genannt. Dass Haber daran beteiligt war, ist logisch, aber wie belegen wir das? --Bert (Diskussion) 09:07, 6. Apr. 2020 (CEST)
  • Siehe Margit Szöllösi-Janze: Fritz Haber. 1868–1934. Eine Biographie. Beck, München 1998, ISBN 3-406-43548-3, S. 176: 12.10.1908: Habers "Zirkulationspatent"; 13.9.1909: Habers "Hochdruckpatent". In den US-amerikanischen Patenten (zB US 971,501) sind Haber und Rossignol als "Assignors to BASF" genannt.
  • Ab 1909 arbeitete Carl Bosch zusammen mit seinem Assistenten Alwin Mittasch, der sich mit der Optimierung der verwendeten Katalysatoren beschäftigte, im neu gegründeten Ammoniaklaboratorium der BASF an der industriellen Umsetzung des Verfahren. ME arbeitete nur Alwin Mittasch im Ammoniaklaboratorium, und nicht Carl Bosch.
    • Aw: habe ich umformuliert.
  • Schutzleute sollte verlinkt oder erklärt werden (evt. auf Geheime Feldpolizei (Erster Weltkrieg))
  • warum eigentlich die Formatierung der Zehntausender/Hunderttausender mit „&nbsp“ statt 100.000 mit Tausenderpunkt?
    • Aw: Beides ist möglich, ich persönlich bevorzuge geschützte Leerzeichen statt den Punkt.
      • Hallo Bert, die von Dir gewählte Schreibweise bezieht sich aber ausdrücklich auf die Schweiz oder Liechtenstein bezogene Artikel; bei diesem Artikel eigentlich nicht gegeben. --Mister Pommeroy (Diskussion) 19:41, 7. Apr. 2020 (CEST)
Unter Wikipedia:Schreibweise_von_Zahlen#Zifferngruppierung findet man in der Tabelle für gewöhnliche (nicht schweizbezogene) Artikel: Punkte oder umbruchgeschützte Zwischenräume ( ) zur Tausendertrennung und als Beispiel 34.000 kg Birnen oder 34 000 kg Birnen. Gruß --Bert (Diskussion) 22:41, 7. Apr. 2020 (CEST)
  • Mio. sollte ausgeschrieben werden.
    • Aw: erledigt.
  • Die Staatsanwaltschaft Frankenthal leitete gegen die Mitglieder der Unternehmensführung Karl Krauch (stellv. Direktor): gab es den? Oder war es Carl Krauch?
    • Aw: Deine Vermutung würde ich teilen, aber sowohl Sanner als auch Haller schreiben Karl Krauch. Was tun ohne Beleg?
  • war der kommunistische Abgeordnete Remmele eventuell Hermann Remmele?
    • Aw: Ja, passt. Habe ich verlinkt.
  • Bezüglich der zwei aufeinanderfolgenden Explosionen kommt Kast somit zu der Schlussfolgerung: in einigen Sätzen steht das Verb im Präsens statt im Präteritum, mE sollte dort das Präteritum verwendet werden
    • Aw: erledigt.

Und danke für deine Überarbeitungen! --Mister Pommeroy (Diskussion) 18:30, 5. Apr. 2020 (CEST)

Hallo Mister Pommeroy danke für die weiteren Kommentare. Antworten oben. Gruß --Bert (Diskussion) 00:59, 6. Apr. 2020 (CEST)
Fabelhafte Artikelarbeit, höchste Respektpunktzahl dafür! Mir fiel nur auf, das es uns Heutigen wohl schwerfällt, den Wert von z. B. 500 Mio. Inflationsmark (1921, der Höhepunkt d. Geldentwertung kam ja dann noch) einigermaßen korrekt einzuschätzen. --SemiKo (Diskussion) 18:20, 16. Aug. 2020 (CEST)

USS America (CV-66)Bearbeiten

Die USS America (CV-66) war ein im Januar 1965 in Dienst gestellter Flugzeugträger der United States Navy. Sie gehörte der aus vier Einheiten bestehenden Kitty-Hawk-Klasse an, die in den Jahren 1961 bis 1968 fertiggestellt wurde. Den ersten aktiven Einsatz hatte das Schiff 1967 während des Sechstagekrieges. Die America verbrachte einen Großteil ihrer aktiven Dienstzeit im Atlantik- und Mittelmeerraum, nahm aber auch an drei Einsätzen während des Vietnamkriegs teil, bei denen Bordflugzeuge des Trägers an mehreren Luftangriffen beteiligt waren. In den 1970er und 1980er Jahren folgten Operationen in Krisengebieten wie dem Libanon und Libyen. Während des Zweiten Golfkriegs war die America Teil der Operationen Desert Shield und Desert Storm.

Ich habe diesen ursprünglich vom zuletzt 2012 aktiven Benutzer:Florian Adler erstellten Artikel vor geraumer Zeit grundlegend ausgebaut. Ich bin mittlerweile der Ansicht, dass alles Nennenswerte über dieses Schiff im Artikel genannt ist und würde ihn gerne demnächst für eine Lesenswert-Kandidatur aufstellen lassen. Ideen und Meinungen sind gerne willkommen! :) MfG --Lindemann97 (Diskussion) 19:07, 8. Aug. 2020 (CEST)

Anmerkungen vom Yeti-HunterBearbeiten

Hallo Lindemann97, ich habe mir den von Dir überarbeiteten Artikel durchgelesen und mir sind folgende Punkte aufgefallen.

- Zu den Angaben in der Infobox zum Teil abweichende Werte und Angaben fand ich auf http://www.uscarriers.net/cv66.htm Dort wird z.B. die Länge über alles mit 1,048 feet (319.4 meters) angegeben. Auch über die Anzahl der Fluggeräte fand ich unterschiedliche Angaben (ca. 85 auf https://www.navysite.de/cvn/cv66.htm vs. ca. 75 auf http://www.uscarriers.net/cv66.htm). Bei der Anzahl der Waffensysteme findet man dort auch differierende Angaben (je drei Mk 29 NATO Sea Sparrow Starter und 20mm Phalanx CIWS Mk 15 vs. je zwei Sea Sparrow Starter und 20mm Phalanx CIWS) Da ich auf Fachliteratur/reputable Quellen keinen Zugriff habe kann ich nicht beurteilen, welche Angaben korrekt sind aber vielleicht gibt es da etwas in gedruckter Form. Bei fehlenden Quelle wäre es aus meiner Sicht auch in Ordnung darauf hinzuweisen das es unterschiedliche Angaben gibt.

- Ein Leerzeichen zuviel im ersten Satz des Kapitels Technikː ... während das Flugdeck an seiner breitesten Stelle 76, 8 Meter maß.

- Der Satzː "Die RIM-2 Terrier-Raketen und die später ausgerüsteten RIM-7 Sea Sparrow-Raketen dienten der Flugzeugabwehr, während die Phalanx CIWS-Kanonen für die Nahverteidigung zur Abwehr von Raketen genutzt wurden." fiel mir in mehrfacher Hinsicht auf. Zum einen finde ich die explizite Unterteilung in Flugzeugabwehr und Abwehr von Seezielraketen nicht korrekt da im verlinkten Artikel zum Waffensystem RIM-7 Sea Sparrow aufgeführt wird dass das System das erste war welches speziell zur Bekämpfung von Anti-Schiff Raketen konzipert wurde. Zur Verteidigung des Nahbereiches kam ergänzend das Waffensystem Phalanx Mk15 zum Einsatz.

 
Die Entwicklung der Flugdecks bei US-amerikanischen Flugzeugträgern
 
USS America 1967 auf hoher See

- Da ich mich mit den Merkmalen von Flugzeugträgern nicht so gut auskenne habe ich mich gefragt was mit Winkelbauweise (englischː angled flightdecks?) gemeint sein könnte. Die Antwort fand ich nach einigem Suchen im Artikel zur Kitty-Hawk-Klasse. Wahrscheinlich meinst du damit die Schräglandedecks (englischː angled flight decks?). Eine kleine Erklärung wie dort aufgeführt fände ich gut. Evtl. soː Das Flugdeck ist in Winkelbauweise, also mit aus der geraden Achse heraus abgewinkelten Start- und Landebahnen, ausgelegt. Das das Flugdeck der America hier sehr gut zu sehen auf einem Bild aus dem englischen Wikipedia Artikel dem Entwicklungsstand der 1960er Jahre entsprach konnte ich sehr gut anhand dieser Graphik entnehmen die ich im Artikel Flugzeugträger fand.

- Im Kapitel Dienstzeit, Absatz Vietnam erwähnst du die Test mit der U2R. Dazu habe ich im Kitty Hawk Artikel das passende Bild gefunden sowie zwei weitere Quellen die nähere Angaben zum CIA-Projekt Project Whale Tale liefern. Ich finde dieses Projekt bemerkenswert und fände es klasse wenn es nicht einfach nur bei dem Vietnam Einsatz aufgeführt wird. Die Vermutung auf der Webseite https://www.ussamerica.org/airwing dass wohl kein U2 Einsatz von einem Träger mehr geflogen worden sei, würde ich nicht so einfach übernehmen, da es ja nur eine Vermutung ist und keine belegbare Aussage.

 
Eine U-2 auf America

- Im Kapitel Versenkung fielen mir folgender Satz aufː "Nach einer offiziellen Zeremonie zur Verabschiedung des Schiffes am 25. Februar 2005 verließ die America am 19. April im Tau von Schleppern den Hafen von Philadelphia, um im Rahmen einer Ship Sinking Exercises vor die US-Ostküste gebracht zu werden." Die Verwendung des Wortes "einer" im Zusammenhang mit der Mehrzahl von Übung (Exercisces) passt nicht. Wie wäre es mitː "Nach einer offiziellen Zeremonie zur Verabschiedung des Schiffes am 25. Februar 2005 wurde die America am 19. April aus dem Hafen von Philadelphia geschleppt, um mehr als 200 Kilometer vor der Küste des Bundesstaats North Carolina im Rahmen von Ship Sinking Exercises versenkt zu werden. Diese Übungen dienten der Erprobung von Abwehr und Schadensbegrenzungssystemen für das Navy CVN-21 Aircraft Carrier Program. Quelleː http://www.uscarriers.net/cv66.htm

- Ergänzung der Weblinks um http://www.uscarriers.net/cv66.htm

- Die detailierte Angabe aller Kommandanten des Schiffes ist aus meiner Sicht nicht notwendig und ich habe dies auch bei anderen ausgezeichneten Artikeln zu Flugzeugträgern so nicht gesehen, zumal gerade einer von ihnen (Thomas B. Hayward) einen eigenen Artikel aufweist.

So, das solls aus meiner Sicht gewesen sein.

Mit den besten Grüßen vom --Yeti-Hunter (Diskussion) 09:38, 21. Aug. 2020 (CEST)

Hallo Yeti-Hunter. Vielen Dank für deine umfangreiche Antwort! :) Zu den einzelnen Punkten:
  • Die abweichenden Werte habe ich dementsprechend eingepflegt bzw. mit Hinweisen versehen. Leider weichen die Angaben teilweise auch in der Literatur ab, weshalb ich mich da nicht auf einen Wert festlegen kann. Das Waffensystem halte ich Anhand der Fachquellen als im Artikel richtig angegeben.
  • Das Leerzeichen zu viel ist weg ;)
  • Den Satz über die Bewaffnung habe ich mal dementsprechend umgebaut. So müsste es jetzt auch nach Angaben in den jeweiligen Artikel eigentlich passen.
  • Deinen erklärenden Satz zum Flugdeck habe ich einfach mal so übernommen :) Hätte auch die beigefügte Grafik eingefügt, aber sie zeigt leider keinen Träger der Kitty-Hawk-Klasse, sondern nur des Vorgängers.
  • Der Test mit der U-2 hat jetzt seinen eigenen kleinen Abschnitt. Werde auch noch schauen, ob ich das noch etwas ergänzen und das beigefügte Bild einpflegen kann. Die Angabe dass dieser Flugtyp danach nie wieder auf einem Träger zum Einsatz kam halte ich eigentlich schon für relativ sicher. Es hätte dementsprechend sicher Fotos oder Berichte gegeben, wenn dieser Flieger nochmal vom Boden abgehoben wäre. Vielleicht finde ich noch etwas dazu.
  • Satz im Abschnitt zur Versenkung ist verbessert.
  • Die Auflistung der Kommandanten habe ich aus einem anderen Artikel zu einem US-Kriegsschiff übernommen. Die Tabelle hat sich mal jemand anderes ausgedacht :) Weiß leider nicht mehr, welcher Artikel das war. Ich fand es eigentlich recht informativ. Bislang hat zwar nur einer der Kommandanten einen deutschen Artikel, aber auch weitere Kommandanten des Schiffes waren relevant und besitzen als spätere Vizeadmirale oder Admirale auch eigene Artikel in der englischen Wikipedia.

MfG und nochmals vielen Dank! :) --Lindemann97 (Diskussion) 12:14, 21. Aug. 2020 (CEST)

KreiszahlBearbeiten

Die Kreiszahl   (Pi), auch Ludolphsche Zahl, Ludolfsche Zahl oder Archimedes-Konstante, ist eine mathematische Konstante, die als Verhältnis des Umfangs eines Kreises zu seinem Durchmesser definiert ist. Dieses Verhältnis ist unabhängig von der Größe des Kreises.   ist eine transzendente und somit auch irrationale Zahl und kommt in zahlreichen Teilgebieten der Mathematik, auch außerhalb der Geometrie, vor. Die Dezimalbruchentwicklung der Kreiszahl beginnt mit   wobei in praktischen Berechnungen mit   oft nur drei signifikante Stellen verwendet werden:  .

Der Artikel wurde 2004 als exzellent ausgezeichnet, ist aber mE nach derzeit in keinem exzellenten Zustand. Einige grundlegende Punkte müssen dringend überarbeitet werden. Es scheint, als hätten im Laufe der Zeit sehr viele Autoren das ein oder andere hie und da hinzugefügt. Ich werde selber ein paar Sachen überarbeiten, da ich derzeit jedoch wenig Zeit habe, würde ich mich über Unterstützung freuen. Anschließend würde ich eine erneute Kandidatur empfehlen.

Jetzt zur Sache:

  • Die Einleitung ist denke ich zu kurz. Neben der geometrischen Definition von   sind kaum weitere Daten zusammengefasst. Zumindest sollte die Entdeckungsgeschichte und ein paar weitere Daten, wie die aktuelle Berechnung von Nachkommastellen und einige offene Fragen, wie die der Normalität, zusammenfassend gegeben werden.
  • Die Gliederung ist mMn nicht gut. Zum Beispiel stört mich der Abschnitt Mathematische Grunddaten ein bisschen, da dort etwas durcheinander alle möglichen Eigenschaften der Zahl   aufgeführt sind, jedoch nicht ganz klar ist, nach welchen Kriterien. Ich hätte eher eine Überschrift wie Eigenschaften oder meinetwegen auch Grundlegende Eigenschaften gewählt, und zum Beispiel noch den Aspekt der Normalität eingebracht. Außerdem sollte meines Erachtens bereits hier auf die zentrale Eulersche Identität hingewiesen werden (bisher wird dieser zentralen Formel erst ganz unten bei der Formelsammlung eine Zeile eingeräumt). Weiter unten wird es dann teilweise chaotischer. Warum wird die „Experimentelle Konstruktion“ nicht als Unterkapitel zur geometrischen Konstruktion gewählt? Sowohl die Berechnungen über die Flächenformel als auch die Statistische Bestimmung sind alles mögliche, nur keine modernen Berechnungsverfahren, da sie äußerst ineffizient sind.
  • Einige Abschnitte sind nicht hinreichend mit Einzelnachweisen belegt. Das betrifft zum Beispiel Sphärische Geometrie, weite Teile der Geschichte der Berechnung und Berechnung mittels Flächenformel.
  • Auch fachlich gibt es noch das ein oder andere. Zum Beispiel wird im Abschnitt zu Die handwerkliche Praxis gestern und heute behauptet, dass die Formel von Ramanujan „noch nicht“ für eine effiziente Berechnung der Zahl   geeignet war. Davon ist in der angegebenen Quelle jedoch nicht die Rede. Im Gegenteil: Bill Gosper hat diese sehr schnell konvergente Reihe verwendet, um einige Million Stellen der Kreiszahl zu berechnen.
  • Es fehlt noch sehr viel: Historisch wird kein Wort über die Kreiszahl in der Bibel verloren. Auch gibt es (noch) keinen Abschnitt zu Ramanujan und  . Der Artikel enthält außerdem u.a. zu wenig über den Chudnovsky-Algorithmus, die Verfahren der Gebrüder Borwein, dem Tröpfelverfahren, dem arithmetisch geometrischem Mittel und dessen Hintergründe, Konvergenzverhalten bzw. -effekt des Leibniz-Reihe.

Ich bin dankbar für Vorschläge. Beste Grüße -- Googolplexian (Diskussion) 21:37, 9. Aug. 2020 (CEST)

Deine Anregung, den Artikel zu überarbeiten, finde ich begrüßenswert.
  • Mein Vorschlag ist: Experimentelle Konstruktion sollte ohne Konsens kein Unterkapitel von Geometrische Konstruktionen werden. Unter einer geometrischen Konstruktion verstehe ich z. B. in der Mathematik, das Zeichnen von Objekten der Geometrie (Vielecken, Kreisen, Kurven, div. Körperformen etc.). Der in Experimentelle Konstruktion beschriebene Umfüllvorgang bedarf aber einer technischen Konstruktion, mit anderen Worten (wie in der Beschreibung ewähnt), die Darstellung zeigt ein physikalisches Experiment. Mit Gruß--Petrus3743 (Diskussion) 00:30, 10. Aug. 2020 (CEST)
@Petrus3743: Das kann gerne auch so gelöst werden, finde ich okay. Im Idealfall haben wir nachher ohnehin ein größeres und vor allen Dingen stärker differenziertes Spektrum an Konstruktionsverfahren. -- Googolplexian (Diskussion) 22:03, 11. Aug. 2020 (CEST)

Indische KönigslibelleBearbeiten

Die Indische Königslibelle (Anax immaculifrons) ist eine Libelle aus der Familie der Edellibellen (Aeshnidae) und die größte in Europa vorkommende Libellenart, obgleich das Verbreitungsgebiet der vornehmlich in Süd- und in Teilen Ostasiens anzutreffenden Art im europäischen Kontinent lediglich auf kleine Gebiete Südosteuropas mitsamt der Balkanhalbinsel beschränkt ist. Eine weitere besondere Eigenschaft der Indischen Königslibelle ist die für Libellen ungewöhnliche Bewachung des Männchens eines zuvor begatteten Weibchens.

Hiermit stelle ich die als größte geltende Libelle Europas vor (die sie aber zusammen mit der Sibirischen Mosaikjungfer sein dürfte). Mit der Mehrheit des Inhalts bin ich zufrieden, würde ihn aber besser staffeln. Ferner würde ich auch die Systematik ausbauen. Vielleicht hat noch irgendwer Verbesserungsvorschläge? -- Prianteltix (Diskussion) 18:04, 30. Okt. 2020 (CET)

1902 Wright GliderBearbeiten

Der 1902 Wright Glider war ein Experimental-Gleitflugzeug der Brüder Wright, mit dem sie weltweit erstmalig im Jahr 1902 eine vollständige aerodynamische Flugsteuerung für alle drei Raumachsen entwickelten. Das heißt, die Flugzeugbewegungen um Längsachse, Querachse und Gierachse werden in der Luftströmung mit beweglichen Steuerflächen bzw. mit Tragflächenverwindung kontrolliert. Die Maschine mit ihrer Flugsteuerung war die Grundlage für das 1903 von den Wrights beantragte und im Jahr 1906 erteilte Patent einer Flying Machine (dt. „Flugmaschine“).

Ich würde den Artikel gerne auf Lesenswert-Niveau bringen. Hat jemand Verbesserungsvorschläge? --Michael (Diskussion) 12:05, 28. Nov. 2020 (CET)

Hallo Michael. Ich hab deine Anfrage auf dem Luftfahrtportal gesehen. Bitte nenne die Stelle(n) in den Quellen für den/die Fesseldrachen. Einer oder mehrere?
"Drehen der Stange" ist nicht wirklich nachvollziehbar. Stange produziert ein falsches Bild. Es ist auch von der Funktion her eher eine Rolle oder eine Walze. Welches Wort passt für dich besser?
Dritte Frage: Wie trägt die Stoffbespannung zur Stabilität bei?--Caumasee (Diskussion) 02:19, 1. Dez. 2020 (CET)
Hallo Caumasee, vielen Dank für Deine Anregungen und Fragen.
zu 1: Orville Wright beschreibt selbst den Bau und Tests mit einem Fesseldrachen. Ich habe das geändert und eine Referenz hinzugefügt.
zu 2: „Drehen der Stange“ sei das falsche „Bild“. Da die Höherruder-Steuerungskonstruktion irgendwie einer Leiter ähnlich sieht, schlage ich drehbare Sprosse vor. Ist das ein besseres Bild?
zu 3: Beitrag der Stoffbespannung zur Stabilität. Ich übersetze als Anwort mal grob einen Absatz aus Wolko: The Wright Flyer: An Engineering Perspective, S. 98:
„Besondere Aufmerksamkeit verdient die Methode der Wrights den Belastungen von Seiten- und Längskräften auf den Flügel standzuhalten, da ihre Tragfläche keinen aussteifenden Binder in der Ebene der Auftriebsfläche hatte. Stattdessen wurde die in Leinwandbindung gewebte Stoffbespannung verwendet. Durch Ausrichten von Kette und Schuss des Gewebes in einem Winkel von 45 Grad zu den Flügel-Holmen und -Rippen wird die rechteckige Flügelstruktur ausreichend stabil gemacht, um seitlichen und longitudinalen Kräften standzuhalten, während ihre Verdrehungsfähigkeit für die Flügelverwindung erhalten bleibt.“
Ob das so im Detail in den Artikel gehört?
Liebe Grüße --Michael (Diskussion) 00:20, 3. Dez. 2020 (CET)

Warmhaus-RiesenkrabbenspinneBearbeiten

Die Warmhaus-Riesenkrabbenspinne (Heteropoda venatoria) ist eine Spinne aus der Familie der Riesenkrabbenspinnen (Sparassidae). Die sehr große Spinnenart war ursprünglich in den tropischen Teilen Asiens heimisch, hat sich jedoch mittlerweile weltweit ausgebreitet. Dazu kommt die Warmhaus-Riesenkrabbenspinne in Gebieten, die klimatisch kein Überleben in freier Natur gewährleisten, synanthrop (menschliche Siedlungsbereiche bevorzugend) in beheizten Gebäuden, vorzugsweise Warmhäusern vor, was auch zu ihrer Trivialbezeichnung geführt hat.

Im Englischen wird die Warmhaus-Riesenkrabbenspinne, da sie mitunter ebenso Bananenplantagen bewohnt und an erwerbbaren Bananen gefunden werden kann, auch als Banana spider bezeichnet. Diese Trivialbezeichnung findet im englischen Sprachgebrauch aus selbigem Grund jedoch auch bei einzelnen Arten der Gattung Cupiennius aus der Familie der Fischerspinnen (Trechaleidae) als auch bei Vertretern der Gattung Phoneutria innerhalb der Familie der Kammspinnen (Ctenidae) Verwendung. Im Gegensatz zu manchen Arten letzterer Gattung (etwa der Brasilianischen Wanderspinne (P. nigriventer)) ist die Warmhaus-Riesenkrabbenspinne allerdings für den Menschen weitestgehend harmlos.

Die nachtaktive Warmhaus-Riesenkrabbenspinne legt wie alle Angehörigen der Familie der Riesenkrabbenspinnen kein Spinnennetz zum Fangzweck an, sondern erlegt Beutetiere freilaufend als Lauerjäger. Aufgrund ihrer für Spinnen beachtlichen Dimensionen weist die Warmhaus-Riesenkrabbenspinnen ein verglichen mit anderen Vertretern dieser Ordnung großes Beutespektrum auf und vermag auch das erfolgreiche Jagen größerer sowie wehrhafterer Gliederfüßer oder kleinerer Wirbeltiere. Eine weitere besondere Eigenschaft der Art ist die Fähigkeit des Männchens zur Lauterzeugung durch Stridulation (Lauterzeugung durch Reiben zweier Körperteile), die von diesem für die Balz angewandt wird.

Ein weiterer Artikel, der auch beim Schreibwettbewerb kanidierte. Ich bin mir bei einer Sache aber etwas unsicher. Soll ich die Toxikologie hier noch weiter ausbauen, oder ginge man da schon zu sehr in Details? - Prianteltix (Diskussion) 13:06, 3. Dez. 2020 (CET)