Hauptmenü öffnen
WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG

Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1824
Sitz Wien, Österreich
Leitung
  • Manfred Bartalszky, Vorstandsdirektor
  • Christine Dornaus, Vorstandsdirektorin
  • Manfred Rapf, Vorstandsdirektor
  • Roland Gröll, Vorstandsdirektor
  • Doris Wendler, Vorstandsdirektorin
Mitarbeiterzahl rd. 3.500, davon rd. 2.000 Berater (2010)[1]
Branche Versicherungen
Website www.wienerstaedtische.at

Die Wiener Städtische Versicherung AG Vienna Insurance Group ist die größte Einzelgesellschaft des internationalen Versicherungskonzerns Vienna Insurance Group mit Sitz in Wien. Gegründet im Jahr 1824 zählt sie mit einem Marktanteil von rund 13,7 Prozent[2] zu den größten Versicherungsgesellschaften in Österreich. Die Wiener Städtische ist in allen Sparten (Schaden/Unfall, Leben und Kranken) tätig, sowohl für private Kunden als auch im Gewerbe- und Firmenkundenbereich.

Bei mehr als 1,3 Mio. Kunden erlangte das Unternehmen 2014 in Österreich ein Gesamtprämienvolumen von rund 2,38 Mrd. Euro. Auf die Schaden-/Unfallsparten entfielen dabei Prämieneinnahmen von rund 1,18 Mrd. Euro, in der Lebensversicherung wurden rund 0,80 Mrd. Euro und in der Krankenversicherung rund 0,36 Mrd. Euro an Prämien eingenommen.[3]

Weiters verfügt die Wiener Städtische über Zweigniederlassungen in den südlichen Nachbarländern Italien und Slowenien: In Italien ist sie seit 1999 unter dem Namen Wiener Städtische Versicherung AG Vienna Insurance Group tätig, die Geschäftstätigkeit in Slowenien wurde im Jahr 2004 unter dem Namen Wiener Städtische zavarovalnica podružnica aufgenommen.

Die Wiener Städtische ist Arbeitgeber für rund ein Drittel aller Lehrlinge, die österreichweit zu Versicherungskaufleuten ausgebildet werden, und ist damit der größte Lehrlingsausbildner in der Branche.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

1824 wurde die „Wechselseitige k.k. priv. Brandschadenversicherungsanstalt“ durch Georg von Högelmüller gegründet. 364 Persönlichkeiten, darunter Fürsten, Grafen, Barone und Industrielle sowie kirchliche Institutionen wie Klöster und Stifte, waren an der Gründung beteiligt. Auf Betreiben des Mathematikprofessors Josef Salomon nahm 1839 die erste Lebensversicherung in Österreich, die „Allgemeine wechselseitige Capitalien- und Renten-Versicherungsanstalt“, in Wien ihren Betrieb auf. Später wurde diese Gesellschaft in „Janus wechselseitige Lebensversicherung-Anstalt“ umbenannt.

Anlässlich des 50-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. beschloss der Wiener Gemeinderat im Jahr 1898 die Gründung der „Städtische Kaiser Franz Joseph-Jubiläums-Lebens- und Rentenversicherungs-Anstalt“. Dieser Firmenname wurde 1919 in „Gemeinde Wien-Städtische Versicherungsanstalt“ geändert. Seither wird die Kurzform Wiener Städtische verwendet. Der Geschäftsbetrieb wurde auf den Nichtlebensbereich ausgeweitet.

10 Jahre später, 1929, übernahm die Wiener Städtische ein Aktienpaket der „Union Versicherungs-Aktiengesellschaft“. Dadurch hatte sie die Möglichkeit, auch die Transport-, Hagel- und Viehversicherung zu betreiben. 1934 erwarb die Wiener Städtische die von der „Wechselseitigen Krankenversicherungsanstalt“ begebenen Anteilsscheine und übernahm die Verwaltung dieser Gesellschaft. 1947 wurde der Firmenname geändert in „Wiener Städtische Wechselseitige Versicherungsanstalt“.

Am 14. Juni 1955 wurde der heutige Unternehmenssitz am Schottenring auf der Wiener Ringstraße eröffnet. Der Ringturm war das erste Bürohochhaus Wiens. 1971 übernahm die Wiener Städtische die Aktienmehrheit an der „Donau Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft“.

Im Jahr 1990 unternahm die Wiener Städtische die erste Aktivität im Ausland im Rahmen des Einstiegs in den Versicherungsmarkt der damaligen Tschechoslowakei durch Beteiligung an der Neugründung der Kooperativa. 1994 erfolgte die Emission von Vorzugsaktien an der Wiener Börse.

Im Jahr 2006 wurde die Dachmarke „Vienna Insurance Group“ eingeführt, zwei Jahre später folgte der Abschluss einer gegenseitigen Vertriebsvereinbarung mit der Erste Group Bank AG sowie der Erwerb der s Versicherung.

Mit 3. August 2010 erfolgte die Trennung des operativen Versicherungsgeschäftes von der internationalen Tätigkeit des Konzerns in die börsennotierte Konzernholding VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe und die größte Einzelgesellschaft des Konzerns in Österreich, die WIENER STÄDTISCHE Versicherung AG Vienna Insurance Group.

Die Wiener Städtische Versicherung feierte am 24. Dezember 2014 ihr 190-jähriges Bestehen. Mit neun Landesdirektionen und 140 Geschäftsstellen ist sie in ganz Österreich präsent und verfügt über einen Marktanteil von rund 13,7 Prozent.

Am 1. Oktober 2018 fusionierte die Wiener Städtische Versicherung mit der s Versicherung, welche als Bankenvertriebsmarke erhalten bleibt. Die Wiener Städtische Versicherung wurde damit mit einem Prämienvolumen von knapp 1,4 Mrd. Euro und einem Marktanteil von mehr als 23 Prozent der größte Lebensversicherer in Österreich.[4]

ManagementBearbeiten

Das Vorstandsteam der Wiener Städtischen Versicherung besteht aus sechs Mitgliedern:[5]

  • Generaldirektor Robert Lasshofer
  • Vorstandsdirektorin Christine Dornaus
  • Vorstandsdirektor Manfred Rapf
  • Vorstandsdirektor Roland Gröll
  • Vorstandsdirektor Manfred Bartalszky
  • Vorstandsdirektorin Doris Wendler

Der Aufsichtsrat besteht aus zehn Mitgliedern und wird von Günter Geyer geleitet.[6]

LandesdirektionenBearbeiten

Die Wiener Städtische Versicherung ist mit Landesdirektionen in allen Bundesländern und rund 130 Geschäftsstellen flächendeckend in ganz Österreich vertreten.

Corporate ResponsibilityBearbeiten

Die Wiener Städtische Versicherung engagiert sich in folgenden Bereichen:

  • Kunst und Kultur
  • Kinder, Jugend und Familie
  • Soziales Engagement
  • Sport und Bewegung

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Geschäftsbericht 2014 (PDF)
  2. Geschäftsbericht 2014 (PDF)
  3. Geschäftsbericht 2014 (PDF)
  4. Pressemeldung vom 1. Oktober 2018
  5. Webseite Management, Wiener Städtische, abgerufen am 8. Februar 2019
  6. Webseite Der Aufsichtsrat, Wiener Städtische, abgerufen am 8. Februar 2019