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Wieland Schinnenburg (2011)

Wieland Albert Wilhelm Schinnenburg (* 12. November 1958 in Norden) ist ein deutscher Politiker (FDP), Zahnarzt und Rechtsanwalt. Er war Landesvorsitzender der FDP Hamburg und gehörte von 2001 bis 2004 und von 2011 bis 2017 der Hamburgischen Bürgerschaft an. Seit 2017 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Wieland Schinnenburg studierte von 1978 bis 1984 Zahnmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover und der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Nach seinem Staatsexamen wurde er 1985 als Zahnmediziner promoviert und arbeite von 1984 bis 1987 als angestellter Zahnarzt. Von 1987 bis zu seiner Wahl in den Deutschen Bundestag 2017 betrieb er seine eigene Praxis in Oststeinbek bei Hamburg.[1]

Neben seiner Zahnarzttätigkeit begann er 1989 an der Universität Hamburg ein Studium der Rechtswissenschaften, das er 1994 mit dem Ersten Staatsexamen abschloss; 1997 folgte das Zweite Staatsexamen am Oberlandesgericht Celle. Während seines Studiums absolvierte er Studienaufenthalte und Praktika in Port-au-Prince, Los Angeles, Chiang Mei, Jerusalem und Washington, D.C. 1998 eröffnete Schinnenburg neben seiner Zahnarztpraxis eine Rechtsanwaltskanzlei. Seit 2006 ist Schinnenburg Fachanwalt für Medizinrecht und seit 2007 Mediator. Er ist verheiratet und hat drei Kinder.

PolitikBearbeiten

Schinnenburg trat 1981 in die FDP ein. Von 1981 bis 1983 war er Mitglied des Bundesvorstandes der Jungen Liberalen und von 1987 bis 1989 Mitglied im Landesvorstand der Hamburger FDP.

Von 2001 bis 2004 gehörte Schinnenburg der Hamburgischen Bürgerschaft an und war dort stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion. Von 2006 bis 2007 war er Vorsitzender des Landesvorstands der Hamburger FDP. 2007 wählte ihn die Hamburger FDP als Nachfolger von Leif Schrader zum Spitzenkandidaten für die Bürgerschaftswahl 2008, Schinnenburg legte aber einen Monat später alle Ämter nieder. Als Begründung gab er „mangelnde Unterstützung in der Führungsebene“ an.[2] Sein Nachfolger im Amt des Vorsitzendes des Landesvorstandes wurde Hinnerk Fock. Als die FDP nach der Bürgerschaftswahl 2011 erstmals seit 2004 wieder in das Parlament einziehen konnte, wurde Schinnenburg Vizepräsident. Bei der Bürgerschaftswahl 2015 erlangte Schinnenburg erneut ein Mandat.[3]

Bei der Bundestagswahl 2017 wurde Schinnenburg neben Katja Suding über die Hamburger Landesliste der FDP in den 19. Deutschen Bundestag gewählt und legte sein Bürgerschaftsmandat nieder; für ihn rückte Ewald Aukes nach.[4] Im Bundestag trägt er das Amt eines Schriftführers und ist Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, stellvertretendes Mitglied im Rechtsausschuss und stellvertretender Vorsitzender der deutsch-koreanischen Parlamentariergruppe. Für die FDP-Fraktion ist er der Sprecher für Drogen- und Suchtpolitik[5] sowie zuständig für Psychotherapie, Heil- und Hilfsmittel, Prävention, HIV und Europarecht.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zahnarzt Schinnenburg will nur noch für die FDP nachbohren. In: abendblatt.de. Hamburger Abendblatt, 9. November 2017, abgerufen am 15. Mai 2018 (kostenpflichtig).
  2. Plötzlich und unerwartet - FDP-Führung gibt auf in Die Welt-Online vom 10. Juli 2007.
  3. Vorläufiges Ergebnis der Bürgerschaftswahl 2015: Gewählte Kandidatinnen und Kandidaten auf den Seiten des Statistikamtes Nord, abgerufen am 17. Februar 2015
  4. „Dr. Kurt Duwe ist neuer Vizepräsident der Hamburgischen Bürgerschaft“ auf www.hamburgische-buergerschaft.de, abgerufen am 9. November 2017.
  5. Besetzung Sprecher. In: fdpbt.de. FDP-Fraktion, 30. Januar 2018, abgerufen am 15. Mai 2018.