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Westfriedhof (München)

Friedhof in München
Westfriedhof Ostseite
Kreuzigungsgruppe von Thomas Buscher
Familiengrab von Soraya und den Esfandiarys
Denkmal für die Bayerische Polizei

Der Münchner Westfriedhof liegt im Süden des Stadtbezirks Moosach. Der Haupteingang befindet sich in der Baldurstraße 28. Er wurde im Jahr 1898 angelegt, 1902 wurden die Friedhofsbauten des Architekten Hans Grässel fertiggestellt. Der Westfriedhof verfügt über circa 40.000 Grabplätze. An der Hauptallee liegen die Grabdenkmäler, zum Teil geschaffen von dem Münchner Bildhauer Heinrich Waderé.

Gräber bekannter PersönlichkeitenBearbeiten

Zwei Gräber erinnern an die Schrecken zur Zeit der (zweiten) Münchner Räterepublik. Die Sekretärin Hella von Westarp (1887–1919, Grabstelle 9-6-12) hatte den falschen Arbeitgeber – die Thule-Gesellschaft. Sie wurde beim Münchner Geiselmord miterschossen. Das andere Grabmal wird das Gesellengrab genannt (51-1). Es erinnert an 22 junge Männer, Mitglieder des katholischen Gesellenvereins St. Joseph, die im Mai 1919 in ihrem Vereinslokal gezecht hatten und danach die noch gültige Ausgangssperre nicht beachtet hatten. Sie wurden von einem Berliner Regiment aufgegriffen und für Spartakisten gehalten. Den Gesellen gelang es nicht, die Situation aufzuklären, was auch an Verständigungsproblemen zwischen den Bayern und den Preußen gelegen haben soll. Sie wurden alle erschossen.

LiteraturBearbeiten

  • Erich Scheibmayr: Letzte Heimat. Eigenverlag, München 1985.
  • Erich Scheibmayr: Wer? Wann? Wo?. 3 Teile, Eigenverlag, München 1989–2002.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Nina Bautz: Togal-Boss ein Jahr nicht beigesetzt!. In: tz, Jahrgang 41, Nr. 290, vom 15. Dezember 2010, S. 3
  2. Soraya in München: Die Kaiserin auf dem Westfriedhof
  3. Werner Ebnet: Sie haben in München gelebt: Biografien aus acht Jahrhunderten. Allitera Verlag, München, 2016, ISBN 978-3-86906-744-5, S. 631

Koordinaten: 48° 10′ 16″ N, 11° 31′ 21″ O