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Westendhall

Politische Fraktion in der Frankfurter Nationalversammlung
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Hotel Westendhall, 1853

Westendhall war die Bezeichnung einer seit August 1848 bestehenden politischen Fraktion in der Frankfurter Nationalversammlung.

Wie bei den meisten Fraktionen der Nationalversammlung bezieht sich der Name auf den üblichen Versammlungsort der Fraktionsangehörigen in Frankfurt am Main. Das Hotel Westendhall lag an der Taunusanlage zwischen Taunusbahnhof und Main-Weser-Bahnhof.[1]

Die Westendhall-Fraktion war eine gemäßigte Abspaltung der linken und demokratischen Fraktion Deutscher Hof und der linksliberalen Fraktion Württemberger Hof. Von der Linken spöttisch als „Linke im Frack“ bezeichnet, unterstützte die Fraktion die Reichsverfassung, war allerdings gegen eine Vereinbarung derselben mit den deutschen Bundesstaaten. Zwar unterstützte die Fraktion eigentlich eine republikanische Staatsform, stimmte jedoch teilweise, um überhaupt einer Staatsform eine Mehrheit zu verschaffen, der Position der Casino-Fraktion zu und unterstützte in der entscheidenden Abstimmung die Erbkaiserlichen.

Als führender Kopf der Fraktion Westendhall galt Heinrich Simon, weitere bekannte Politiker waren Federer, Murschel, Raveaux, Schoder, Temme, Schulz-Bodmer und Vischer.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Grossart: Die Entwicklung der Eisenbahnhochbauten im Rhein-Main-Gebiet. In: Die Reichsbahn 16 (1940), S. 200–215 (200f).

Koordinaten: 50° 6′ 40″ N, 8° 40′ 11″ O