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Hochschulrektorenkonferenz

freiwilliger Zusammenschluss der deutschen Hochschulen
(Weitergeleitet von Westdeutsche Rektorenkonferenz)

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) – bis 1990: Westdeutsche Rektorenkonferenz (WRK) – ist ein freiwilliger Zusammenschluss der deutschen Hochschulen und vertritt diese gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Sie hat gegenwärtig 268 Mitgliedshochschulen, an denen rund 94 Prozent aller Studierenden in Deutschland immatrikuliert sind.[1] Die HRK befasst sich mit allen Themenfeldern, die Rolle und Aufgaben der Hochschulen in Wissenschaft und Gesellschaft betreffen, vor allem mit Lehre und Studium, Forschung, Innovation und Transfer, wissenschaftlicher Weiterbildung, Internationalisierung sowie den Fragen der hochschulischen Selbstverwaltung und Governance.

Die HRK ist Mitglied in der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen.

OrganisationBearbeiten

Die Hochschulrektorenkonferenz wird von einem achtköpfigen Präsidium geleitet und nach außen vertreten. Präsident der HRK ist seit 2018 der Literaturwissenschaftler Peter-André Alt. Grundsatzbeschlüsse und Empfehlungen werden von der zweimal jährlich tagenden Mitgliederversammlung (früher: Plenum) sowie vom Senat gefasst.

Die HRK unterhält eine Geschäftsstelle in Bonn mit Außenstellen in Berlin und Brüssel.[2] Finanz- und Rechtsträger der HRK ist die Stiftung zur Förderung der Hochschulrektorenkonferenz.[3] Ihre Bibliothek verfügt über eine der größten hochschul- und wissenschaftspolitischen Spezialsammlungen der Bundesrepublik Deutschland mit über 70.000 Monographien, 800 laufend gehaltenen Zeitschriften und den Vorlesungsverzeichnissen aller deutschen Hochschulen seit 1945.[4]

Die HRK betreibt unter ihrem Dach eine Reihe von Projekten, darunter das Projekt „nexus – Übergänge gestalten, Studienerfolg verbessern“, verleiht zusammen mit dem Stifterverband für die deutsche Wissenschaft den ars legendi-Preis für exzellente Hochschullehrer und bietet den Hochschulen ein Audit ihrer Internationalierungsstrategien. Gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung hat sie 1994 das gemeinnützige Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) als Denkfabrik und Beratungsunternehmen für die Reform des deutschen Hochschulwesens gegründet.

PositionenBearbeiten

Die Hochschulrektorenkonferenz befürwortet u. a. eine stärkere Beteiligung der Hochschulen an der Studierendenauswahl, die Einführung von Studienbeiträgen sowie die Exzellenzinitiative der Bundesregierung.

PublikationenBearbeiten

Die Hochschulrektorenkonferenz gibt seit 1996 die Reihe „Beiträge zur Hochschulpolitik“ heraus, in der bisher (Stand 2018) 152 Bände erschienen sind.[5]

GeschichteBearbeiten

Die HRK wurde am 21. April 1949 als Westdeutsche Rektorenkonferenz (WRK) gegründet. Sie umfasste anfangs nur Universitäten und – damals so bezeichnete – Wissenschaftliche Hochschulen der früheren Bundesrepublik und West-Berlins. 1951 wählte sie erstmals einen Präsidenten; 1954 wurde Jürgen Fischer als erster hauptamtlicher Sekretär eingestellt.[6] Ab 1970 wurden auch Pädagogische Hochschulen aufgenommen, seit 1974 auch Fachhochschulen sowie Kunst- und Musikhochschulen, kirchliche und Philosophisch-theologische Hochschulen sowie die Hochschulen der Bundeswehr.[7]

Nach der deutschen Wiedervereinigung und dem Beitritt von Hochschulen aus den neuen Bundesländern erfolgte im November 1990 die Umbenennung in Hochschulrektorenkonferenz (HRK).

Präsidenten der WRK/HRK seit 1951Bearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.hrk.de/hrk/aufgaben-und-struktur
  2. http://www.hrk.de/hrk/geschaeftsstelle
  3. http://www.hrk.de/hrk/aufgaben-und-struktur/stiftung
  4. http://www.hrk.de/hrk/bibliothek/
  5. siehe Bestand in der Deutschen Nationalbibliothek unter http://d-nb.info/018874428
  6. Anja Hauck: Die Stimme der Hochschulen. Die Hochschulrektorenkonferenz feiert ihr 70-jähriges Bestehen. In: Physik Journal, Jg. 18 (2009), Heft Juni, S. 7.
  7. Chronik der Hochschulrektorenkonferenz, abgerufen am 3. Oktober 2019.