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Der Weltraumfernwirkfunkdienst (englisch space operation service) ist entsprechend der Definition der Vollzugsordnung für den Funkdienst[1] (VO Funk) der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) ein Funkdienst, der ausschließlich dem Betrieb der Weltraumfahrzeuge dient, insbesondere der Weltraumbahnverfolgung, dem Weltraumvermessen und dem Weltraumfernsteuern.

FrequenzbereicheBearbeiten

 
ITU-Regionen
  • Region 1
  • Region 2
  • Region 3
  • Diesem Funkdienst stehen in der ITU-Region 1 und insbesondere auf deutschem Hoheitsgebiet u. a. folgende Frequenzbereiche zur Verfügung.

    Zuweisung an Funkdienste[2] gemäß VO Funk
    Deutschland Nutzer Bemerkung
    Frequenzbereiche MHz
    184 30,005–30,01 WELTRAUMFERNWIRKFUNKDIENST ziv., mil. ziv – zivile Nutzer
    mil – militärische Nutzer

    Fußnoten: 5[3] 31[4]

    206 bis 208 137–138 WELTRAUMFERNWIRKFUNKDIENST ziv. 5 31
    213 148–149.9 WELTRAUMFERNWIRKFUNKDIENST ziv. 3[5] 5 31
    228 227–273 WELTRAUMFERNWIRKFUNKDIENST 13 mil. D254[6]
    5 31
    239 400,15–401 Weltraumfernwirkfunkdienst
    (Richtung Weltraum – Erde)
    ziv. 5 31
    240 401–402 WELTRAUMFERNWIRKFUNKDIENST
    (Richtung Weltraum – Erde)
    ziv. 5 31
    262 1 427–1 429 WELTRAUMFERNWIRKFUNKDIENST
    (Richtung Weltraum – Erde)
    ziv., mil. D338A
    5 31
    267 und 268 1 525–1 535 WELTRAUMFERNWIRKFUNKDIENST
    (Richtung Weltraum – Erde)
    ziv. D351
    5 31
    294 2 025–2 110 Weltraumfernwirkfunkdienst
    (Richtung Weltraum – Erde)
    ziv., mil. 5 31
    298 2 200–2 290 Weltraumfernwirkfunkdienst
    (Richtung Weltraum – Erde)
    ziv., mil. 5 31

    WeblinksBearbeiten

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. VO Funk, Ausgabe 2012, Artikel 1.23
    2. Versalschrift: primäre Zuweisung
    3. Fußnote 5: ISM-Anwendungen können Frequenzbereiche mitbenutzen, die Funkdiensten im Frequenzbereich 9 kHz – 300 GHz zugewiesen sind, wenn die für diese Nutzung erforderlichen Frequenzen aufgrund des gewünschten physikalischen Effekts vorgegeben und nicht frei wählbar sind. Die Grenzwerte der zulässigen Abstrahlung und sonstigen störrelevanten Parameter für diese ISM-Anwendungen werden aus der Sicht der Funkverträglichkeit in der erforderlichen Frequenzzuteilung festgelegt. Die ISM-Nutzungen nach dieser Nutzungsbestimmung dürfen keine Störungen bei anderen gegenwärtig und zukünftig betriebenen Funkanlagen und Funkdiensten verursachen. Die Mitnutzung von Frequenzen durch ISM-Anwendungen in Frequenzbereichen, die sicherheitsrelevanten Funkanwendungen gewidmet sind, ist ausgeschlossen.
    4. Fußnote 31: Die Frequenzbereiche oberhalb von 30 MHz können von Funkanlagen geringster Leistung mitgenutzt werden. Bei der Auswahl der Frequenzbereiche sind die erhöhten Schutzanforderungen von sicherheitsrelevanten Funkanwendungen zu gewährleisten. Die Frequenzbereiche, Grenzwerte der zulässigen Strahlungsleistung und sonstigen störrelevanten Parameter von Funkanlagen geringster Leistung werden im Frequenzplan oder der erforderlichen Frequenzzuteilung festgelegt. Funkanlagen geringster Leistung dürfen keine Störungen bei anderen gegenwärtig und zukünftig betriebenen Funkanlagen und Funkdiensten, denen die entsprechenden Frequenzbereiche auf primärer oder sekundärer Basis zugewiesen sind, verursachen. Störungen durch diese anderen Funkanlagen und Funkdienste müssen von Funkanlagen geringster Leistung hingenommen werden.
    5. Fußnote 3: In den Frequenzbereichen 9 – 14 kHz, 72 – 112 kHz, 115 – 126 kHz, 3 500 – 3 800 kHz, 4 063 – 4 438 kHz, 5 900 – 6 525 kHz,  300 – 7 350 kHz, 8 195 – 8 815 kHz, 9 400 – 9 900 kHz, 11 600 – 11 650 kHz, 12 050 – 12 100 kHz, 12 330 – 1 200 kHz, 13 570 – 13 600 kHz, 13 800 – 13 870 kHz, 15 600 – 15 800 kHz, 16 460 – 17 360 kHz, 17 480 – 17 550 kHz, 18 900 – 19 020 kHz, 22 000 – 22 720 kHz, 25 070 – 25 110 kHz, 26 100– 26 175 kHz, 28 000 – 29 700 kHz, 34,35 – 36,55 MHz, 38,45 – 39 MHz, 137 – 138 MHz, 144 – 223 MHz, 410 – 862 MHz, 1 525 – 1 535 MHz, 1 660,5 – 1 700 MHz, 2 290 – 2 300 MHz, 3 400 – 3 600 MHz, 5 150 – 5 255 MHz, 5 850 – 6 525 MHz, 14 – 14,62 GHz, 15,23 – 15,35 GHz, 17,3 – 17,7 GHz, 23 – 23,6 GHz, 31 – 31,3 GHz und 66 – 71 GHz werden Einzelfrequenzen für militärische Zwecke genutzt.
    6. Fußnote D254: Frequenzbereiche 235 – 322 MHz und 335,4 – 399,9 MHz dürfen vom Mobilfunkdienst über Satelliten unter der Bedingung benutzt werden, dass Funkstellen dieses Dienstes bei Funkstellen anderer Dienste, die in Übereinstimmung mit der Frequenzzuweisungstabelle arbeiten oder deren Betrieb in Übereinstimmung mit der Frequenzzuweisungstabelle geplant ist, keine Störungen verursachen.