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Wells Fargo Center (Philadelphia)

Eishockeystadion in den Vereinigten Staaten

Das Wells Fargo Center ist eine Multifunktionsarena in der US-amerikanischen Stadt Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania. Es ist die Heimspielstätte der Philadelphia Flyers aus der National Hockey League (NHL) sowie der Philadelphia 76ers aus der National Basketball Association (NBA). Des Weiteren nutzen die Teams der Philadelphia Soul aus der Arena Football League (AFL) und die Villanova Wildcats (NCAA-Big East Conference), neben dem Finneran Pavilion mit 6.500 Plätzen, die Halle.

Wells Fargo Center
The Broadstreet Arena
Das Wells Fargo Center (2010)
Das Wells Fargo Center (2010)
Frühere Namen

CoreStates Center (1996–1998)
First Union Center (1998–2003)
Wachovia Center (2003–2010)

Daten
Ort 3601 South Broad Street
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Philadelphia, Pennsylvania 19148
Koordinaten 39° 54′ 4″ N, 75° 10′ 19″ WKoordinaten: 39° 54′ 4″ N, 75° 10′ 19″ W
Eigentümer Comcast-Spectator L.P.
Betreiber Comcast Spectacor
Baubeginn 14. September 1994
Eröffnung 13. August 1996
Oberfläche Beton
Parkett
Eisfläche
Kunstrasen
Kosten 210 Mio. US-Dollar
Architekt Ellerbe Becket
Kapazität 21.600 Plätze (Basketball)
19.519 Plätze (Eishockey)
17.486 Plätze (Arena Football)
Verein(e)
Veranstaltungen

GeschichteBearbeiten

Die Arena wurde 1996 auf dem Gelände des früheren John F. Kennedy Stadium fertiggestellt, die Baukosten beliefen sich auf 206 Mio. US-Dollar, welche zum größten Teil von privaten Investoren aufgebracht wurden. Das Gebäude befindet sich im südöstlichen Bereich des South Philadelphia Sports Complex, zu dem auch das Lincoln Financial Field, der Citizens Bank Park sowie die alte Arena, das Philadelphia Spectrum, gehören.

 
Ehemaliges Logo des Wachovia Center

Die Zuschauerkapazität der Arena zu Basketballspielen liegt bei 21.600 sowie 19.519 bei Eishockeyspielen. Das Wells Fargo Center bietet zudem 126 Luxussuiten sowie 1.880 Logenplätze. Ursprünglich war der Namenssponsor der Arena die CoreStates Bank, welche sich bereiterklärte 40 Mio. US-Dollar für sie zu bezahlen, doch schon 1998 gingen die Namensrechte an die First Union Bank und fünf Jahre später an die Wachovia Bank über, die der Halle ihren Namen gab. 2010 wurde die Wells Fargo neuer Namensgeber und die Arena heißt seitdem Wells Fargo Center.

Im März 2018 wurden Pläne für die Modernisierung der Veranstaltungshalle veröffentlicht. Für etwa 200 Mio. Euro soll die Spielstätte der 76ers und Flyers bis 2021 auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Auch ein Neubau wurde in die Planungen mit einbezogen, aber bei Kosten von etwa 605 Mio. Euro entschied man sich dagegen.[1][2] Im Februar 2019 wurden weitere Details der Modernisierung bekannt. Die Arbeiten für 250 Mio. US-Dollar mit dem Titel „Transformation 2020“ werden mehrere Jahre andauern. Die Halle soll die erste kinetische 4K-Videoanzeigetafel, die in einer Halle unter dem Dach installiert wurde, erhalten. Das System kann u. a. vertikal bewegt werden und hat mit insgesamt 6.000  eine 65 % größere LED-Bildschirmfläche als das alte System. Neben der neuen Videoanlage sollen einige V.I.P.-Logen in Court- und Rink-Side-Suiten umgewandelt werden. Die Flure in der Arena sollen um einige Meter verbreitert werden. Geplant ist auch der Einbau von 8.000 neuen Sitzen mit Becherhaltern und neue Fensterflächen Richtung Norden mit Blick auf die Skyline der Stadt. Das Angebot an Ständen für Getränke und Essen soll erweitert werden sowie die Erneuerung der Spielerumkleidekabinen und der Austausch des Bodenbelages stehen auf der Liste der Arbeiten.[3][4]

NutzungBearbeiten

Während des NHL-Lockouts in der Saison 2004/05, nutzte das Farmteam der Flyers, die Philadelphia Phantoms, die Halle um seine Heimspiele vom alten Wachovia Spectrum in die neue Arena zu verlegen. Mit einer Kulisse von 20.103 Zuschauern im 4. Finalspiel um den Calder Cup brachen die Phantoms während der Play-offs der AHL zudem ihren eigenen Zuschauerrekord deutlich.

In der Arena werden des Weiteren andere Sportveranstaltungen, wie z. B. College-Basketball (Rekordkulisse bei einem solchen Spiel in Pennsylvania beim Aufeinandertreffen der Villanova University und der UConn) ausgetragen sowie zahlreiche Konzerte veranstaltet. So traten u. a. verschiedene Künstler und Bands wie die Guns N’ Roses (6. Dezember 2002, Chinese Democracy Tour), Billy Joel (2006) oder auch Britney Spears (2011, Femme Fatale Tour) im Wells Fargo Center auf.[5]

GalerieBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Wells Fargo Center – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Update für das Wells Fargo Center. In: stadionwelt.de. 6. März 2018, abgerufen am 14. Februar 2019.
  2. Wells Fargo Center Reveals Next Phase Of Extensive, Multi-Year Redesign. In: wellsfargocenterphilly.com. 5. März 2018, abgerufen am 14. Februar 2019 (englisch).
  3. Premiere im Wells Fargo Center. In: stadionwelt.de. 12. Februar 2019, abgerufen am 14. Februar 2019.
  4. Wells Fargo Center to Introduce the World’s First Kinetic 4K Center-Hung Scoreboard. In: wellsfargocenterphilly.com. 11. Februar 2019, abgerufen am 14. Februar 2019 (englisch).
  5. setlist.fm: Konzertliste des CoreStates Center, des First Union Center, des Wachovia Center und des Wells Fargo Center (englisch)