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Weißrussische Fußballnationalmannschaft

Fußballnationalmannschaft
Republik Belarus
Respublika Belarus
Logo der Nationalmannschaft
Verband Belaruskaja Federazyja Futbola
(Беларуская Федэрацыя Футбола)
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor Macron
Cheftrainer WeissrusslandWeißrussland Igor Kriushenko (seit 2017)
Kapitän Aljaksandr Martynowitsch
Rekordtorschütze Maksim Ramaschtschanka (20)
Rekordspieler Aljaksandr Kultschy (101)
Heimstadion Baryssau-Arena
FIFA-Code BLR
FIFA-Rang 84. (1286 Punkte)
(Stand: 25. Juli 2019)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Bilanz
229 Spiele
70 Siege
60 Unentschieden
100 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
LitauenLitauen Litauen 1:1 Weißrussland Weissrussland 1991Weißrussland
(Vilnius, Litauen; 20. Juli 1992)
Höchste Siege
WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 5:0 Litauen LitauenLitauen
(Minsk, Weißrussland; 8. Juni 1998)
WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 6:1 Tadschikistan TadschikistanTadschikistan
(Baryssau, Weißrussland; 4. September 2014)
WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 5:0 San Marino San MarinoSan Marino
(Minsk, Weißrussland; 8. September 2018)
Höchste Niederlage
OsterreichÖsterreich Österreich 5:0 Weißrussland WeissrusslandWeißrussland
(Innsbruck, Österreich; 11. Juni 2003)
(Stand: 18. November 2018)

Die weißrussische Fußballnationalmannschaft ist die Vertretung Weißrusslands im Fußball und wird vom weißrussischen Fußballverband Belaruskaja Federazyja Futbola organisiert. Sie trägt alle ihre Spiele im Stadion des FK Dinamo Minsk aus.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Der Verband wurde am 22. Dezember 1989 gegründet, aber erst 1992 als selbständig anerkannt und nimmt seitdem auch an den Qualifikationen zu Welt- und Europameisterschaften teil.

Erstmals Beachtung fand die weißrussische Nationalmannschaft als sie im Juni 1995 gleich bei ihrer ersten Teilnahme an einer EM-Qualifikationsrunde die Niederlande mit 1:0 bezwingen konnte.

Am nächsten kamen die Weißrussen der Teilnahme an einem großen Turnier während der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002. Damals gewannen sie vier ihrer fünf Heimspiele, unter anderem gegen die hoch eingeschätzten Norweger und Polen. Am letzten Spieltag hatten sie es somit selbst in der Hand die Relegation zu erreichen. Allerdings ging das letzte Gruppenspiel in Wales verloren, dadurch wurde Weißrussland nur Dritter.

Die erste Partie gegen die deutsche Fußballnationalmannschaft fand am 27. Mai 2008 in Kaiserslautern statt und endete mit 2:2 nach einem 0:2-Pausenrückstand.

Dank eines 1:0-Sieges gegen Tschechien der U-21 Nationalmannschaft bei der U-21-Fußball-Europameisterschaft 2011 war Weißrussland erstmals beim Olympischen Fußballturnier 2012 vertreten.

Teilnahmen an Fußball-WeltmeisterschaftenBearbeiten

In der Qualifikation für die WM 2014 trifft Weißrussland auf Titelverteidiger Spanien sowie Finland, Frankreich und Georgien. Nach einem Sieg, einem Remis und vier Niederlagen hat Weißrussland bei zwei noch ausstehenden Spielen bereits am 6. September 2013 keine Chance mehr sich zu qualifizieren.

Teilnahmen an Fußball-EuropameisterschaftenBearbeiten

Weißrussland nahm als Teil der UdSSR bzw. der GUS an den Europameisterschaften 1960 bis 1992 teil. In der sowjetischen Nationalmannschaft spielten weißrussische Spieler aber keine große Rolle. 1988 standen mit Sjarhej Alejnikau und Sergei Gozmanow aber zwei weißrussische Spieler von FK Dinamo Minsk im Kader des Vizeeuropameisters. Nach der Auflösung der Sowjetunion in mehrere selbständige Staaten nahm Weißrussland erstmals an der Qualifikation zur EM 1996 teil, konnte sich aber bisher nie qualifizieren und kam nie über den vierten Platz der Qualifikationsgruppe hinaus.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1996 England nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Vizeeuropameister Tschechien und den Niederlanden gescheitert.
2000 Niederlande und Belgien nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Vizeeuropameister Italien und Dänemark gescheitert.
2004 Portugal nicht qualifiziert In der Qualifikation erneut an Tschechien und den Niederlanden gescheitert.
2008 Österreich und Schweiz nicht qualifiziert In der Qualifikation an Rumänien und wieder an den Niederlanden gescheitert.
2012 Polen und Ukraine nicht qualifiziert In der Qualifikation an Frankreich und Bosnien und Herzegowina gescheitert.
2016 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation traf Weißrussland auf Spanien, die Slowakei, die Ukraine, Mazedonien und Luxemburg. Bereits nach 7 Spielen bestand keine Chance mehr auf eine erfolgreiche Qualifikation.
2020 Europa In der Qualifikation trifft Weißrussland in einer Gruppe auf Deutschland, Estland, die Niederlande und Nordirland.

Teilnahmen an den Olympischen SpielenBearbeiten

1924–1992 siehe UdSSR/GUS
1996–2008 nicht qualifiziert
2012 in London  In der Vorrunde ausgeschieden

Kader der weißrussischen Fußballnationalmannschaft 2016Bearbeiten

Folgende Spieler wurden für die Spiele im Rahmen der WM-Qualifikation 2018 im Oktober berufen:

Stand: 7. Oktober 2016

Name Geburtsdatum Spiele Tore Verein
Tor
Sjarhej Tschernik 20. Juli 1988 08 00 Frankreich  AS Nancy
Andrej Harbunou 25. Mai 1983 10 00 Griechenland  Atromitos Athen
Aljaksandr Hutar 19. April 1989 07 00 Russland  FK Orenburg
Abwehr
Aljaksandr Martynowitsch (C) 26. August 1987 51 02 Russland  FK Krasnodar
Jahor Filipenka 10. April 1988 44 01 Israel  Maccabi Tel Aviv
Maksim Bardatschou 18. Juni 1986 43 02 Russland  Tom Tomsk
Dsjanis Paljakou 17. April 1991 21 00 Weissrussland  BATE Baryssau
Maksim Waladsko 10. November 1992 14 01 Weissrussland  BATE Baryssau
Michail Siwakou 16. Januar 1988 13 00 Ukraine  Sorja Luhansk
Sjarhej Palizewitsch 9. April 1990 13 00 Turkei  Gençlerbirliği Ankara
Jauhen Klapozki 12. August 1993 00 00 Weissrussland  Torpedo Schodsina
Mittelfeld
Zimafej Kalatschou 1. Mai 1981 75 10 Russland  FK Rostow
Aljaksandr Hleb 1. Mai 1981 74 06 Weissrussland  BATE Baryssau
Sjarhej Kisljak 6. August 1987 62 09 Turkei  Gaziantepspor
Stanislau Drahun 4. Juni 1988 38 05 Russland  FK Dynamo Moskau
Sjarhej Krywez 8. Juni 1986 38 05 Polen  Wisła Płock
Ihar Stassewitsch 21. Oktober 1985 30 02 Weissrussland  BATE Baryssau
Michail Hardsjajtschuk 23. Oktober 1989 16 04 Weissrussland  BATE Baryssau
Iwan Majeuski 5. Mai 1988 08 00 Russland  Anschi Machatschkala
Mikita Korsun 6. März 1995 04 00 Ukraine  Dynamo Kiew
Aljaksej Ryas 14. Mai 1987 02 01 Weissrussland  BATE Baryssau
Sturm
Sjarhej Karnilenka 14. Juni 1983 75 17 Russland  Krylja Sowetow Samara
Mikalaj Sihnewitsch 20. Februar 1992 07 01 Weissrussland  BATE Baryssau

RekordspielerBearbeiten

Aljaksandr Kultschy ist seit dem 14. November 2009 weißrussischer Rekordnationalspieler, als er beim 1:1 gegen Saudi-Arabien mit seinem 81. Länderspiel Sjarhej Hurenka ablöste.

Rekordspieler
Spiele Spieler Zeitraum Position Tore
ref101[2] Aljaksandr Kultschy 1996–2012 Defensives Mittelfeld 05
80 Sjarhej Hurenka 1994–2006 Abwehr 03
79 Aljaksandr Hleb 2001– Offensives Mittelfeld 06
78 Sjarhej Karnilenka 2003–2016 Angriff 17
76 Zimafej Kalatschou 2004– Mittelfeld 10
74 Sjarhej Ameljantschuk 2002–2011 Abwehr 01
71 Sjarhej Schtanjuk 1995–2007 Abwehr 03
69 Sjarhej Kisljak 2009– Mittelfeld 09
64 Maksim Ramaschtschanka 1998–2008 Offensives Mittelfeld 20
63 Aljaksandr Martynowitsch 2009– Abwehr 02
62 Ihar Schytau 2008– Abwehr 01
58 Juryj Schaunou 2003–2012 Tor 00
56 Waljanzin Bjalkewitsch 1992–2005 Mittelfeld 10
56 Stanislau Drahun 2011– Angriff 10
54 Anton Puzila 2008– Mittelfeld 06
52 Andrej Astrouski 1994–2005 Abwehr 01
52 Jahor Filipenka 2007–2017 Abwehr 01
52 Wital Kutusau 2002–2011 Angriff 13
Rekordschützen
Tore Spieler Zeitraum Spiele Quote
20 Maksim Ramaschtschanka 1998–2008 63 0,32
17 Sjarhej Karnilenka 2003– 78 0,22
13 Wital Kutusau 2002–2011 52 0,25
12 Wjatschaslau Hleb 2004–2011 45 0,27
10 Waljanzin Bjalkewitsch 1992–2005 56 0,18
10 Stanislau Drahun 2011– 56 0,18
10 Zimafej Kalatschou 2004–2016 76 0,13
10 Wital Radsiwonau 2007– 48 0,21
10 Raman Wassiljuk 2000–2008 24 0,42
09 Sjarhej Kisljak 2009– 62 0,16
08 Wital Bulyha 2003–2008 37 0,22

Quellen:[3][4]

SpielerBearbeiten

TrainerchronikBearbeiten

Name Amtszeit Spiele Siege Remis Niederl. Tore Erfolge
Weissrussland 1991  Michail Werhejenka 28. Oktober 1992
bis 25. Mai 1994
Weissrussland  Sjarhej Barouski 17. August 1994
bis 9. Oktober 1996
Weissrussland  Michail Werhejenka 5. Januar 1997
bis 8. September 1999
Weissrussland  Sjarhej Barouski 9. Oktober 1999
bis 4. Juni 2000
Russland  Eduard Malofejew 16. August 2000
bis 12. Juni 2003
22 10 5 7 31:31
Weissrussland  Waleryj Stralzou (Interim) 7. September 2002 1 0 0 3 0:3
Russland  Anatoli Baidatschny 8. August 2003
bis 10. Dezember 2005
22 10 4 8 34:29
Weissrussland  Juryj Puntus 24. Februar 2006
bis 21. Juni 2007
14 3 4 7 19:26
Deutschland  Bernd Stange 31. Juli 2007
bis 2011
49 17 14 18 65:54
Weissrussland  Heorhij Kandrazjeu 8. Dezember 2011
bis 13. Oktober 2014
7 2 2 3 6:10
Weissrussland  Andrej Syhmantowitsch seit 27. Oktober 2014 10 4 2 4 11:14

Spiele gegen deutschsprachige NationalmannschaftenBearbeiten

Spiele gegen DeutschlandBearbeiten

Datum Ort Ergebnis Anlass
27. Mai 2008 Kaiserslautern 2:2 Freundschaftsspiel
8. Juni 2019 Baryssau 0:2[5] EM-Qualifikation
16. November 2019 Mönchengladbach –:– EM-Qualifikation

Spiele gegen LiechtensteinBearbeiten

Datum Ort Ergebnis Anlass
21. Mai 2014 Vaduz 1:5[6] Freundschaftsspiel

Spiele gegen ÖsterreichBearbeiten

Datum Ort Ergebnis Anlass
10. September 1997 Minsk 0:1 WM-Qualifikation
11. Oktober 1997 Wien 0:4 WM-Qualifikation
12. Oktober 2002 Minsk 0:2 EM-Qualifikation
11. Juni 2003 Innsbruck 0:5 EM-Qualifikation

Spiele gegen die SchweizBearbeiten

Datum Ort Ergebnis Anlass
27. März 1999 Minsk 0:1 EM-Qualifikation
8. September 1999 Lausanne 0:2 EM-Qualifikation
1. Juni 2017 Neuchâtel 0:1 Freundschaftsspiel

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Weißrussische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com. 25. Juli 2019, abgerufen am 25. Juli 2019.
  2. In einigen Statistiken wird ein Spiel gegen die rumänische Ligaauswahl am 19. Februar 2004 mitgezählt.
  3. eu-football.info: „Players for Belarus“´ (Stand: 18. November 2018)
  4. rsssf.com: „Belarus – Record International Players“ (Stand: 18. November 2018)
  5. EM-Qualifikation: Erst Sané, dann Reus – Deutschland gewinnt in Weißrussland. In: sportschau.de. Sportschau, 8. Juni 2019, abgerufen am 11. Juni 2019.
  6. http://football.by/stat/natteam/friendly/23/3/

Hinweis: Die deutschsprachige Wikipedia bezieht sich bei der Umschreibung der kyrillischen Schrift auf die vom Duden vorgegebene deutsche Transkription (siehe Wikipedia:Namenskonventionen/Kyrillisch). Beim Verfassen von Artikeln zu den einzelnen Spielern ist es allerdings erwünscht, dass eine Weiterleitung mit der englischen Transkription angelegt wird.