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Bandama
Flusssystem des Bandama

Flusssystem des Bandama

Daten
Lage Elfenbeinküste
Flusssystem Bandama
Quelle nahe Korhogo
Quellhöhe etwa 500 m[1]
Mündung Golf von GuineaKoordinaten: 5° 8′ 13″ N, 5° 0′ 30″ W
5° 8′ 13″ N, 5° 0′ 30″ W
Mündungshöhe m
Höhenunterschied etwa 500 m
Sohlgefälle etwa 0,48 ‰
Länge 1050 km[1]
Einzugsgebiet 99.700 km²[1]
Abfluss am Pegel Tiassalé[2]
AEo: 95.500 km²
Lage: 110 km oberhalb der Mündung
NNQ
MNQ
MQ
Mq
MHQ
HHQ
0 l/s
58 m³/s
263 m³/s
2,8 l/(s km²)
842 m³/s
2450 m³/s
Linke Nebenflüsse N’Zi
Rechte Nebenflüsse Solomougou, Bou, Badenou, Marahoué
Durchflossene Stauseen Kossoustausee
Bandama1.JPG

Der Bandama ist ein 1050 Kilometer langer Fluss in der mittleren Elfenbeinküste in Westafrika. Er ist der Fluss mit dem größten Einzugsgebiet des Landes.

Inhaltsverzeichnis

VerlaufBearbeiten

 
Der Bandama im Zentrum des Landes

Der Fluss verläuft mittig in der Elfenbeinküste und teilt das Land von Nord nach Süd in zwei Hälften.

Die Namensgebung ist vergleichbar mit der des Volta, bei der der Hauptfluss erst etwa nach der Hälfte der Fließstrecke aus dem Weißen Bandama und dem Roten Bandama (Marahoué) entsteht. Auch sein wichtigster Nebenfluss, der N’Zi, mündet erst sehr spät.

Weißer BandamaBearbeiten

Der Weiße Bandama (oder französisch Bandama Blanc) entsteht in der rund 500 m hohen Trockensavanne im Norden des Landes. Er wird als eigentlicher Quellfluss des Bandama betrachtet. die Grenzen seines Einzugsgebietes erstrecken sich bis an die Grenze zu Mali. Er fließt zunächst über 100 km nach Osten. Dann knickt er nach Süden ab, wo er nach weiteren über 100 km den rechts mündenden Nebenflüsse Bou aufnimmt. Wenig später fließt er durch den Kossoustausee, der 1973 durch die Errichtung des Kraftwerks Kossou bei Kossou gebildet wurde. kurz nach dem Verlassen des Stausees vereinigt er sich mit dem Roten Bandama.

Roter BandamaBearbeiten

Der Roter Bandama (Marahoué, französisch Bandama Rouge) hat eine Länge von 550 km und entspringt als Kahoua nahe Boundiali. Bei der Stadt Mankono ändert er seinen Namen auf Marahoué. Wie der Weiße Bandama fließt er von Nord nach Süd. Er vereinigen sich 30 km nordwestlich von Yamoussoukro mit dem Weisen Bandama.

BandamaBearbeiten

Der weiter nach Süden fließende Fluss wird wiederum durch das Kraftwerk Taabo aufgestaut, bevor er final 100 km vor der Mündung durch die Nebenflüsse N’Zi gespeist wird. Schließlich mündet er in die Tagba-Lagune am Golf von Guinea.

HydrometrieBearbeiten

Die Durchflussmenge des Flusses wurde in Tiassalé bei über 90 % des Einzugsgebietes in m³/s gemessen[2]

 

EinzugsgebietBearbeiten

Das Einzugsgebiet des Bandama hat eine Größe von etwa 99.700 km².[1] Das entspricht knapp über 30 % der Landesfläche.

Flüsse Fläche [km²]
Badenou 2.400
Solomougou 1.600
Bou 5.100
Marahoué 21.600
N'Zi 35.500
Bandama Gesamt 99.700

WasserkraftwerkeBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Wolf Tieltze: Lexikon der Geographie. Braunschweig: Westermann, 1968. Bd. 1, S. 336.

WeblinksBearbeiten