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Akito Watabe

japanischer nordischer Kombinierer
(Weitergeleitet von Watabe Akito)
Akito Watabe Nordische Kombination
Watabe bei der WM 2019 in Seefeld

Watabe bei der WM 2019 in Seefeld

Nation JapanJapan Japan
Geburtstag 26. Mai 1988 (31 Jahre)
Geburtsort Hakuba, Japan
Größe 173 cm
Gewicht 60 kg
Karriere
Disziplin Nordische Kombination
Verein Waseda-Universität
Nationalkader seit 2005
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 2 × Bronze
JWM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Silber0 2014 Sotschi Einzel NH
0Silber0 2018 Pyeongchang Einzel NH
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
0Gold0 2009 Liberec Team
0Silber0 2017 Lahti Einzel LH
0Bronze0 2017 Lahti Teamsprint
0Bronze0 2019 Seefeld Einzel NH
FIS Nordische Junioren-Ski-WM
0Silber0 2006 Kranj Sprint
Platzierungen im Weltcup
 Debüt im Weltcup 18. März 2006
 Weltcupsiege (Einzel) 17  (Details)
 Gesamtweltcup 01. (2017/18)
 Sprintweltcup 50. (2005/06)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzel 17 26 23
 Team 0 1 1
Platzierungen im Grand Prix
 Debüt im Grand Prix 08. August 2009
 Grand-Prix-Siege (Einzel) 03  (Details)
 Gesamtwertung 01. (2013)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzel 3 5 5
letzte Änderung: 2. September 2019

Akito Watabe (jap. 渡部 暁斗, Watabe Akito; * 26. Mai 1988 in Hakuba) ist ein japanischer Nordischer Kombinierer. Er erreichte in den Weltcupwintern 2011/12, 2014/15 und 2015/16 jeweils den zweiten Platz im Gesamtweltcup. In der Saison 2017/18 holte er außerdem den Gesamtweltcup.

WerdegangBearbeiten

Akito Watabe begann seine internationale Karriere 2005 im B-Weltcup der Nordischen Kombination – dem späteren Continental Cup – und nahm an der Junioren-Weltmeisterschaft 2005 im finnischen Rovaniemi teil und erreichte dort im Sprint den 50. Platz und mit dem Team konnte er Achter werden. Ein Jahr später bei der Junioren-Weltmeisterschaft im slowenischen Kranj konnte er sich im Sprint die Silbermedaille sichern und im Gunderson-Wettbewerb kam er auf den siebten Platz. Mit dem Team konnte er den elften Platz erreichen. Durch diese guten Ergebnisse konnte er sich für die Olympischen Spiele in Turin empfehlen und wurde auch in das Aufgebot für die Olympischen Spiele aufgenommen. Im Sprint belegte er den 19. Platz. Bei dem Heimweltcup im Sapporo gab er sein Debüt im Weltcup der Nordischen Kombination und konnte durch einen Platz in den Weltcuppunkten seine Leistungen bestätigen. In den beiden folgenden Wintern wurde er kaum bis gar nicht im Weltcup eingesetzt. Im heimischen Hakuba gelangen ihm am 17. und 18. Februar 2008 seine einzigen beiden Podiumsplatzierungen im B-Weltcup, als er sowohl im Massenstart als auch im Sprint den zweiten Platz erreichte.

In der Weltcupsaison 2008/09 konnte Watabe sich langsam im Weltcupteam etablieren und belegt am Ende des Weltcupwinters mit 97 Punkten den 38. Platz gemeinsam mit Georg Hettich belegen. Zudem durfte er an den Nordischen Skiweltmeisterschaften im slowenischen Liberec teilnehmen, wo er mit Yūsuke Minato, Taihei Katō und Norihito Kobayashi im Team die Goldmedaille gewinnen konnte. Damit konnte nach 1993 und 1995 wieder eine japanische Staffel eine Goldmedaille bei einer nordischen Skiweltmeisterschaft gewinnen. In der folgenden Saison 2009/10 konnte Watabe sich im Bezug auf das Vorjahr noch verbessern und belegte schlussendlich im Gesamtweltcup mit 285 Punkten gemeinsam mit David Kreiner den 18. Platz. Beim Sieg von Eric Frenzel in Seefeld am 30. Januar 2010 stand er mit Platz Drei zum ersten Mal auf den Podest. Bei den Olympischen Spielen in Vancouver konnte er im Einzel von der Großschanze den neunten Platz und von Normalschanze den 21. Platz belege. Mit dem Team reichte es nur zum sechsten Platz. Mit den elften Platz im Gesamtweltcup konnte er in der Saison 2010/11 seine Leistungen aus den Vorjahr bestätigen. Bei den nordischen Skiweltmeisterschaften in Oslo sicherte er sich im Einzel von der Normalschanze den fünften Platz und mit dem Team wurde er von der Großschanze Fünfter und von der Normalschanze Sechster.

Akito Watabe gelang in der Saison 2011/12 sein Durchbruch in die Weltspitze. In der Saison konnte er insgesamt vier Einzelrennen gewinnen. Den ersten Sieg in seiner Karriere konnte er am 5. Februar 2012 im Val di Fiemme vor Mikko Kokslien und Bill Demong feiern. Seine weiteren Siege feierte er am 18. Februar 2012 in Klingenthal, am 26. Februar 2012 in Liberec und am 9. März 2012 in Oslo. Weitere viermal lief er auf das Podium. Durch diese Ergebnisse sicherte er sich im Gesamtweltcup den zweiten Platz hinter Jason Lamy Chappuis. In der folgenden Saison konnte er keinen Sieg feiern, aber konnte sich sechsmal eine Podiumsplatzierung sichern und erreichte im Gesamtweltcup den dritten Platz hinter den Sieger Eric Frenzel und den zweiten Jason Lamy Chappuis. Bei den nordischen Skiweltmeisterschaften im Val di Fiemme musste er sich im Einzel von der Großschanze, in der Staffel und im Teamsprint mit den vierten Platz begnügen.[1] Im Einzel von der Normalschanze belegte er den neunten Platz.

In der olympischen Saison konnte Watabe vor Olympia fünfmal einen Platz auf den Podest bejubeln. Bei den Olympischen Spielen sicherte er sich von der Normalschanze hinter Eric Frenzel die Silbermedaille. Nach den Olympischen Spielen konnte er bei der WM-Generalprobe in Falun den Gunderson-Wettkampf von 15. März 2014 vor Jørgen Graabak und Alessandro Pittin und dadurch seinen fünften Weltcupsieg feiern. Im Gesamtweltcup der Saison 2013/14 sicherte er sich den dritten Platz hinter Eric Frenzel und Johannes Rydzek. Bei den nordischen Skiweltmeisterschaften in Falun belegte er in der Mannschaft und im Teamspringen jeweils den sechsten Platz und im Einzel von der Groß- und Normalschanze jeweils den siebten Platz. Nach den nordischen Skiweltmeisterschaften konnte er seinen sechsten und siebten Weltcupsieg einfahren. Am 6. März 2015 siegte er in Lahti vor Johannes Rydzek und Fabian Rießle und am 14. März 2015 in Oslo vor Johannes Rydzek und Alessandro Pittin. Hinter Eric Frenzel belegte Watabe Platz Zwei in der Gesamtwertung der Saison 2014/15. Diese Platzierung konnte er auch in der darauffolgenden Saison 2015/16 erreichen.

Nachdem Watabe beim letzten Weltcup vor den Weltmeisterschaften 2017 in Lahti seinen ersten Saisonsieg erzielen konnte, ging er als einer der Topfavoriten in Lahti an den Start. Dort errang Watabe mit Silber im Einzelwettbewerb von der Großschanze seine erste WM-Medaille in einem Einzelwettbewerb und konnte darüber hinaus mit seinem Bruder Yoshito Bronze im Teamsprint gewinnen. Beim darauffolgenden Weltcup in Oslo fuhr er seinen neunten Weltcupsieg ein und wurde letztlich Dritter im Gesamtweltcup. Bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang gewann er wie vier Jahre zuvor von der Normalschanze und wieder hinter Eric Frenzel die Silbermedaille. In der Weltcup-Saison 2017/18 gewann Watabe acht Weltcup-Wettbewerbe und wurde schließlich erstmals Gesamtweltcupsieger.

Seinen zweiten Grand-Prix-Sieg erreichte Watabe beim Gundersen-Wettkampf von der Großschanze in Oberstdorf im August 2018. Diese Platzierung konnte er zwar im Winter nie erreichen, gehörte aber dennoch konstant zur Weltspitze, sodass er in der Gesamtwertung der Saison 2018/19 nach fünf Podiumsplätzen den zweiten Rang hinter Jarl Magnus Riiber, womit er zum achten Mal in Folge auf dem Podest des Gesamtweltcups stand. Bei den Weltmeisterschaften 2019 in Seefeld verpasste Watabe zwar sowohl im Team als auch im Teamsprint als Vierter knapp die Medaillenränge, konnte jedoch beim Einzel von der Normalschanze Bronze holen.

ErfolgeBearbeiten

Weltcupsiege im EinzelBearbeiten

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 05. Februar 2012 Italien  Val di Fiemme Gundersen
2. 18. Februar 2012 Deutschland  Klingenthal Gundersen
3. 26. Februar 2012 Tschechien  Liberec Gundersen
4. 09. März 2012 Norwegen  Oslo Gundersen
5. 15. März 2014 Schweden  Falun Gundersen
6. 06. März 2015 Finnland  Lahti Gundersen
7. 14. März 2015 Norwegen  Oslo Gundersen
8. 11. Februar 2017 Japan  Sapporo Gundersen
9. 11. März 2017 Norwegen  Oslo Gundersen
10. 25. November 2017 Finnland  Ruka Gundersen
11. 26. Januar 2018 Osterreich  Seefeld Gundersen1
12. 27. Januar 2018 Osterreich  Seefeld Gundersen1
13. 28. Januar 2018 Osterreich  Seefeld Gundersen2
14. 03. Februar 2018 Japan  Hakuba Gundersen
15. 10. März 2018 Norwegen  Oslo Gundersen
16. 24. März 2018 Deutschland  Schonach Gundersen
17. 25. März 2018 Deutschland  Schonach Gundersen
1 Etappensieg beim Nordic Combined Triple.
2 Gleichzeitig Gesamtsieg beim Nordic Combined Triple.

Grand-Prix-Siege im EinzelBearbeiten

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 25. August 2013 Deutschland  Oberwiesenthal Gundersen
2. 25. August 2018 Deutschland  Oberstdorf Gundersen
3. 25. August 2019 Deutschland  Oberwiesenthal Gundersen

StatistikBearbeiten

Platzierungen bei Olympischen WinterspielenBearbeiten

Jahr und Ort Wettbewerb
Gundersen NH Sprint Gundersen LH Team
2006 Turin 19.
2010 Vancouver 21. 09. 06.
2014 Sotschi 02. 06. 05.
2018 Pyeongchang 02. 05. 04.

Platzierungen bei WeltmeisterschaftenBearbeiten

Jahr und Ort Wettbewerb
Sprint Gundersen NH Gundersen LH Massenstart Team NH Team LH Teamsprint
2007 Sapporo 31. 35. 08.
2009 Liberec 33. 01.
2011 Oslo 05. 13. 05. 05.
2013 Val di Fiemme 09. 04. 04. 04.
2015 Falun 06. 07. 06. 06.
2017 Lahti 05. 02. 04. 03.
2019 Seefeld 03. 06. 04. 04.

Weltcup-GesamtplatzierungenBearbeiten

Saison Platz Punkte
2005/06 47. 0061
2008/09 38. 0097
2009/10 18. 0285
2010/11 11. 0315
2011/12 02. 1238
2012/13 03. 0721
2013/14 03. 0730
2014/15 02. 0777
2015/16 02. 1070
2016/17 03. 1086
2017/18 01. 1495
2018/19 02. 0893

Grand-Prix-PlatzierungenBearbeiten

Saison Platz Punkte
2009 47. 0006
2012 02. 0269
2013 01. 0290
2015 03. 0236
2017 07. 0181
2018 05. 0184
2019 04. 0278

B-Weltcup-PlatzierungenBearbeiten

Saison Platz Punkte
2005/06 24. 0176
2006/07 48. 0048
2007/08 05. 0474

PrivatesBearbeiten

Akito Watabes jüngere Bruder Yoshito ist ebenfalls Nordischer Kombinierter und startet ebenfalls im Weltcup.[2] Watabe lebt in der japanischen Stadt Tokorozawa.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Akito Watabe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://nordicjumpworld.com/2014/10/10/no-more-three-times-4th-place-akito-watabe-im-interview/
  2. Das Interview führte Johannes Markus Stettner: Das ist UNSER Heimweltcup – Yoshito Watabe im Interview. NORDICJUMPWORLD, 27. Februar 2010, abgerufen am 5. Dezember 2015.