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Wasdow

Ortsteil der Gemeinde Behren-Lübchin

Koordinaten: 54° 0′ N, 12° 46′ O

Wasdow ist ein Ortsteil der Gemeinde Behren-Lübchin im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland).

Die vormals eigenständigen Gemeinde Wasdow mit ihren Ortsteilen Alt Quitzenow, Bobbin, Friedrichshof und Neu Quitzenow wurde am 5. September 2011 nach Behren-Lübchin eingemeindet.[1] Auf einer Fläche von 26,06 km² lebten am 31. Dezember 2010 392 Einwohner.

GeografieBearbeiten

 
Warbel bei Wasdow

Wasdow liegt an der Mündung der Warbel in die Trebel, deren breites Urstromtal im Bereich Wasdows als etwa 8 km² großes Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Die Trebel bildet hier die historische Grenze zwischen Mecklenburg und Vorpommern. Nördlich von Wasdow liegt das Gebiet des Landkreises Vorpommern-Rügen, im Südosten schließt sich der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte an. Die Umgebung ist überwiegend flach – mit 22 m ü. NN ist der Schwedenberg die höchste Erhebung in der Gemarkung Wasdow –, der Wasserspiegel der Trebel liegt dagegen nur wenige Zentimeter über dem Meer, obwohl die Peenemündung (Peenestrom / Stettiner Haff) noch etwa 85 Kilometer entfernt ist. Die Kleinstadt Gnoien ist sechs Kilometer von Wasdow entfernt, die Hansestadt Rostock 48 Kilometer.

GeschichteBearbeiten

Wasdow wurde Mitte des 14. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname zeigt, dass es sich um von Wenden gegründete Siedlungen handelt. Die Fachwerkkirche stammt von 1754 und hat einen separaten neugotischen Glockenstuhl. Gutsbesitzer waren u. a. die Familien von Hobe (um 1376 bis 1779), von Blücher und Carl Schmidt (ab 1895). Das Gut wurde 1932 aufgesiedelt. Das Gutshaus stammt von 1911 und war nach 1945 Wohn- und Kulturhaus mit Werkküche, Gaststätte und Kindergarten; ab 2002 Dorfgemeinschaftshaus. Im Gutspark sind noch Reste der Burg Wasdow zu sehen.

Neu Quitzenow: Hinter dem ehemaligen Ortsteil liegen zwei Hügelgräber aus der Zeit um 1800-600 v. Chr.

Bobbin wurde 1283 in einer Urkunde Heinrich I. von Werle erstmals erwähnt. Der Ort wurde am 1. Januar 1951 eingemeindet.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Dorfkirche in Wasdow: Fachwerkbau von 1754. Im Inneren befinden sich ein spätgotischer Flügelaltar mit einer Mondsichelmadonna, eine historische Kombination aus Kanzel und Beichtstuhl, zwei Emporen aus der Zeit der Renaissance sowie eine kleine Lütkemüller-Orgel. Im Kirchenraum ist außerdem ein altes schmuckvolles Epitaph ausgestellt.
  • Gutshaus Wasdow von 1911 mit Marstall, Wohnhaus, Stall
  • Burgruine Wasdow im Gutspark
  • Ehemalige Wassermühle von 1880 des Lehnguts an der Warbel in Wasdow
  • Gutshaus Bobbin: Gut u. a. der Familien von Hobe und von Blücher. Zweigeschossiger klassizistischer Putzbau von nach 1908 mit Mittelrisalit und Krüppelwalm; nach 1945 Wohnhaus; Landschaftspark zersiedelt.
  • Gutshaus Alt Quitzenow von 1842 mit klassizistischem Säulenvorbau.
  • Wasserturm bei Alt Quitzenow
  • Naturschutzgebiet im Trebel-Niedermoor

VerkehrsanbindungBearbeiten

Durch die nahe Kleinstadt Gnoien führt die Bundesstraße 110 (RostockDemmin). Über die Anschlussstellen Tessin und Bad Sülze ist Wasdow von der Bundesautobahn 20 aus zu erreichen (Entfernung ca. 17 km). Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Tessin, Demmin und Teterow.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Wasdow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011 Statistisches Bundesamt