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Mit Warmumformung werden all diejenigen Umformschritte bezeichnet, die oberhalb der Rekristallisationstemperatur eines Metalls stattfinden. Die während der Umformung ablaufende Verfestigung wird durch während und nach dem Umformschritt ablaufende Erholungs- und Entfestigungsprozesse begleitet. Dadurch können sehr hohe Umformgrade erreicht werden.

Verfahren der Warmumformung können unter anderem sein:

Ausgewählte Vorteile und Nachteile der WarmumformungBearbeiten

Vorteile:

  • Kleine Umformkräfte notwendig
  • Hohes Maß an Umformbarkeit erreichbar
  • Keine Verfestigung

Nachteile:

  • Höhere Zunderbildung
  • Möglicher Bauteilverzug[1]

Vergleich von Warm- und KaltumformenBearbeiten

Warmumformung Kaltumformung
Umformung oberhalb der Rekristallisationstemperatur Umformung unterhalb der Rekristallisationstemperatur
Große Formänderungen möglich Geringere Formänderungen möglich
Geringe Umformkräfte Höhere Kräfte bei vergleichbaren Umformgrad
Maßtoleranzen und Oberflächengüte schlechter als bei Kaltumformung Enge Maßtoleranzen möglich
Verzunderte Oberfläche Kein Verzundern der Oberfläche
Verfestigung wird ständig wieder abgebaut Die Verfestigung kann nach der Umformung durch Rekristallisationsglühen abgebaut werden.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Alles zur Warmumformung: Funktionsweise, Umsetzung und Optimierung. Abgerufen am 17. Dezember 2018.