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Walter Eckhardt

deutscher Politiker (CSU), MdL, MdB, MdEP

LebenBearbeiten

Eckhardt, der evangelischen Glaubens war, war seit 1925 Mitglied des Corps Teutonia Marburg[1] und trat 1932 in die Reichsfinanzverwaltung ein. 1933 wurde er als Regierungsrat Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnummer 2.393.809).[2] Er war von 1938 bis 1944 Ministerialrat im Reichsfinanzministerium. Nach Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft kam er 1948 nach Bayern und arbeitete ab 1950 in München als Rechtsanwalt und Steuerberater.

Eckhardt war 1949/50 bayerischer Landesvorsitzender und Bundesvorsitzender der Deutschen Union. Er war von 1950 bis 1954 Mitglied des Bayerischen Landtages. Von 1953 bis zur Bundestagswahl 1957, vom 27. Dezember 1957, als er für Otto Freiherr von Feury nachrückte, bis 1961 und erneut vom 21. Juli 1964, als er für seinen verstorbenen Parteifreund Josef Lermer nachrückte, bis 1969 war er Abgeordneter des Deutschen Bundestages. Ursprünglich für den GB/BHE gewählt, verließ er die Fraktion mit der „K.-O.-Gruppe“ um Waldemar Kraft und Theodor Oberländer am 12. Juli 1955. Am 15. Juli 1955 wurde er Gast der CDU/CSU-Fraktion, deren Mitglied er nach seinem Beitritt zur CSU am 20. März 1956 wurde. Bis zu seinem Fraktionswechsel war er stellvertretender Vorsitzender der GB/BHE-Fraktion.

Vom 1. Juli 1954 bis zum 1. Juli 1956 war Eckhardt auch Mitglied des Europaparlaments.

Der geschichtsrevisionistische Verein „Zeitgeschichtliche Forschungsstelle Ingolstadt“ vergibt seit 1986 die sogenannte Dr.-Walter-Eckhardt-Ehrengabe für Zeitgeschichtsforschung.

Veröffentlichungen (Auswahl)Bearbeiten

  • mit Harry von Rosen-von Hoewel: Deutsche Verfassungsgeschichte vom germanischen Volksstaat bis zum Dritten Reich. Kohlhammer Verlag, Leipzig 1940 (= Neugestaltung von Recht und Wirtschaft, H. 13, Tl. 3); unter dem Titel: Deutsche Verfassungsgeschichte, Kohlhammer Verlag, Stuttgart; Schwann Verlag, Düsseldorf 1955 (= Schaeffers Grundriß des Rechts und der Wirtschaft, Abt. II, Bd. 26); Kohlhammer Verlag, Stuttgart 1971.
  • Ist der Deutsche Bundestag faul? In: Finanz Rundschau, 1965, Heft 14, S. 311–312.
  • Vom Beruf unserer Zeit zur Gesetzgebung. Savigny und die Gegenwart. In: Gerhard Thoma, Ursula Niemann: Die Auslegung der Steuergesetze in Wissenschaft und Praxis, Köln 1965, S. 39–55.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kösener Corpslisten 1960, 102, 1208.
  2. Helmut Gewalt: Angehörige des Bundestags / I. - X. Legislaturperiode ehemaliger NSDAP- & / oder Gliederungsmitgliedschaften (Memento vom 18. Januar 2012 im Internet Archive) (pdf-Datei, abgerufen am 22. November 2011; 63 kB).