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Waldaschaff

Gemeinde im Landkreis Aschaffenburg in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Waldaschaff
Waldaschaff
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Waldaschaff hervorgehoben

Koordinaten: 49° 58′ N, 9° 18′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Aschaffenburg
Höhe: 196 m ü. NHN
Fläche: 6,6 km2
Einwohner: 4059 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 615 Einwohner je km2
Postleitzahl: 63857
Vorwahl: 06095
Kfz-Kennzeichen: AB, ALZ
Gemeindeschlüssel: 09 6 71 156
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Mühlbach 5
63857 Waldaschaff
Website: www.waldaschaff.de
Bürgermeister: Marcus Grimm (CSU)
Lage der Gemeinde Waldaschaff im Landkreis Aschaffenburg
AlzenauKahl am MainKarlstein am MainKleinostheimStockstadt am MainGroßostheimMainaschaffMömbrisJohannesberg (Bayern)GlattbachWiesener ForstForst Hain im SpessartHeinrichsthaler ForstHeinrichsthaler ForstWaldaschaffer ForstSchöllkrippener ForstSailaufer ForstRohrbrunner ForstRothenbucher ForstDammbachDammbachGoldbach (Unterfranken)GeiselbachWesterngrundSchöllkrippenKleinkahlWiesen (Unterfranken)Krombach (Unterfranken)SommerkahlBlankenbachHösbachSailaufHaibach (Unterfranken)HeigenbrückenHeinrichsthalLaufachWeibersbrunnRothenbuchWaldaschaffBessenbachMespelbrunnHeimbuchenthalDammbachWeibersbrunnAschaffenburgHessenLandkreis MiltenbergLandkreis Main-SpessartKarte
Über dieses Bild
Der Burgstall Wahlmich vor den Ausgrabungen 2016/2018
Der Triftsee-Staudamm

Waldaschaff ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg.

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Die Gemeinde liegt im westlichen Franken an der Schwelle zum Hochspessart, ca. 15 km von Aschaffenburg entfernt und auf halber Strecke zwischen Würzburg und Frankfurt am Main. Waldaschaff ist wie viele Dörfer dieser Gegend ein lang gezogener Ort, der sich entlang der Aschaff und der heutigen Hauptstraße konzentriert. Um den Ort herum befinden sich die Wälder des Naturparks Bayerischer Spessart, welcher als Naherholungsgebiet überregionale Bekanntheit genießt. Der staatlich anerkannte Erholungsort liegt an der Bundesautobahn 3 (A 3), welche 2011 durch den Ausbau auf sechs Spuren und den Neubau der Kauppenbrücke aus Lärmschutz-Gründen bis zu 500 Meter weiter vom Ort weg verlegt wurde. Der topographisch höchste Punkt der Gemeindegemarkung befindet sich mit 353 m ü. NN (Lage) unterhalb des Kauppengipfels (der Gipfel selbst liegt im gemeindefreien Gebiet Waldaschaffer Forst), der niedrigste liegt in der Nähe von Weiler an der Aschaff auf 167 m ü. NN (Lage).

GemeindegliederungBearbeiten

Waldaschaff hat drei Ortsteile[2] auf einer Gemarkung:

NachbargemeindenBearbeiten

Waldaschaffer Forst
(Gemeindefreies Gebiet)
Gemeinde
Bessenbach
  Waldaschaffer Forst
(Gemeindefreies Gebiet)
Waldaschaffer Forst
(Gemeindefreies Gebiet)

NameBearbeiten

EtymologieBearbeiten

Seinen ursprünglichen Namen hat der Ort Aschaff vom Fluss Aschaff an dem er liegt. Später wurde zur Unterscheidung vom in der Nähe liegenden Ort Aschaff (heute Mainaschaff) der Zusatz Wald, wegen der Lage im Waldgebiet, hinzugefügt.[3] Im Volksmund wird der Ort Wallooscheff ['wal̆ɔʊʃəf] genannt.

Frühere SchreibweisenBearbeiten

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 1184: Aschapha
  • 1346: Waltaschaff
  • 1542: Waldaschaff

GeschichteBearbeiten

Frühzeitliche Siedlungsbewegungen durch die Franken (Merowinger und Karolinger) im oberen Aschafftal werden bereits vom 5. Jahrhundert bis in das Jahr 982 n. Chr. vermutet. Trotz fortlaufender Konflikte um die Grundherrschaft im Spessart und insbesondere im Aschafftal durch die Herren von Rieneck und den Mainzer Kurfürsten gehörte das obere Aschafftal als Bestandteil des Domkapitels Aschaffenburg ab dem Jahr 982 bis in das Jahr 1803 dem Kurfürstentum Mainz an. Erste nachweisbare Besiedlungen sind erst im 11. Jahrhundert n. Chr. durch die Grafen von Rieneck fassbar. Erste Rodungen auf der Nordflanke des westlichen Birkenberges wurden vom Bessenbachtal aus vorgetragen. In deren Folge wurden die ersten Bauernhöfe wie der heute noch stehende Hockenhof gegründet. Auch eine sog. erste Molstatt (Mühle) war dabei. Das bedeutendste Niederadelsgeschlecht, die Herren von Wyler (von Weiler)[4], wurden durch die Grafen von Rieneck mit der von Ihnen erbauten Burgstelle (Wylerburg) belehnt. Diese lag oberhalb der Höfe auf einem Bergsporn an der Nordflanke des Birkenberges. Die erste bislang bekannte schriftliche Erwähnung von "Waltaschaff" findet man in dem Försterweistum des Kurfürstentums Mainz, das in den Jahren 1330–1350 für die Mainzer Besitzungen erstellt wurde. Dort ist die Anfang des 14. Jahrhunderts im Autenbachtal erbaute Forsthube, genannt "Ziehlhube bei Waltaschaff", erwähnt. Durch diese Siedlungsbestrebungen der Mainzer Kurfürsten im Osten und der Bebauungen der Grafen von Rieneck von Westen her, wuchs Waldaschaff über die Jahrhunderte am Zusammenfluss von Autenbach und Kleinaschaff zu einem zusammenhängenden Straßendorf zusammen.

 
Waldaschaff – Katholische Pfarrkirche St. Michael
 
Beispiel eines Fachwerkhauses im Ort
 
Das Kriegerdenkmal von 1870/71

Das Dorfleben der Waldaschaffer Bevölkerung, die stetig anwuchs, war geprägt von Frondiensten, Hungersnöten/Krankheiten, Waldarbeit und Landwirtschaft. Infolge des Dreißigjährigen Krieges wurde die von Armut geplagte Dorfbevölkerung nahezu ausgelöscht, was durch staatlich geförderte Zuwanderung in der zweiten Hälfte des 17. Jh. vermieden werden konnte.

Nach der Auflösung des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation 1806 gehörte Waldaschaff zu dem kurzlebigen Fürstentum Aschaffenburg und mit diesem ab 1810 zum Großherzogtum Frankfurt, wo es zusammen mit den Seehäusern und der Spatzenmühle eine Mairie auf dem Verwaltungsgebiet der Districtsmairie Rothenbuch im Departement Aschaffenburg bildete. Maire war Philipp Hussy. Seine Adjuncte hießen Franz Bahmer und Anton Schmitt. Schullehrer war Peter Breunig. 1814 kam Waldaschaff zum Königreich Bayern wo es im Verwaltungsgebiet des Landgerichtes älterer Ordnung Rothenbuch lag.

Am 1. Juli 1862 wurde aus den Landgerichten Aschaffenburg und Rothenbuch das Bezirksamt Aschaffenburg gebildet. 1939 wurde dafür wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Waldaschaff war damit eine der 33 Gemeinden im Altkreis Aschaffenburg. Dieser schloss sich am 1. Juli 1972 mit dem Landkreis Alzenau in Unterfranken zum neuen Landkreis Aschaffenburg zusammen.

Durch die einsetzende Industrialisierung wurde in Waldaschaff ein Eisenhammer errichtet, der wie die Schwerspat-Gruben rund um Waldaschaff für Arbeitsplätze im Ort sorgten. Trotzdem mussten viele Waldaschaffer Männer aus dem strukturschwachen Spessart (vor allem nach der Schließung des Eisenhammers 1856) bis in das 20. Jahrhundert hinein in die Ferne reisen, um einer geregelten Arbeit nachgehen zu können.

1893/1894 wurde die Kirche St. Michael in Waldaschaff errichtet, zuvor war Waldaschaff der Pfarrei Keilberg zugehörig.

Die Infrastruktur der Gemeinde entwickelte sich durch den Bau der A 3 1958 und ab Mitte der 1960er Jahre deutlich, als die YMOS-Metallwerke erweitert wurden und weitere Betriebe wie die Getränkeindustrie angesiedelt bzw. ausgebaut wurden. Das Gewerbegebiet am Heerbach sowie ein Schul- und Sportzentrum samt einer Turnhalle entstanden. Das bisher einzige Deutsche Medaillenmuseum wurde 1997 auf dem Gelände der Firma Göde eröffnet. Von 1977 bis 1993 bildete Waldaschaff eine Verwaltungsgemeinschaft mit Weibersbrunn und Rothenbuch.

Im Jahr 2005 entstand im Norden der Gemeinde das Neubaugebiet Ebets-Rodwiese. Seit dem Jahr 2002 kämpfte die Waldaschaffer Ortsbevölkerung mit einer Bürgerinitiative im Zuge des Ausbaus auf sechs Spuren, für die Verlegung der A 3 (bis zu 500 Meter) nach Süden und für ausreichende Lärmschutzmaßnahmen. Diese Forderungen wurden, mit der Unterstützung aus der Landes- und Bundes-Politik im Jahr 2011 in die Tat umgesetzt und somit eine deutliche Verbesserung für die Lebensqualität Waldaschaffs erreicht.

Nach deren Abriss entsteht auf dem Gelände der „alten Kauppenbrücke“ seit dem Jahre 2013 ein Freizeitzentrum (mit Sportplätzen, einem See, Wasserlehrpfad) neben der angrenzenden Festhalle und dem Wanderheim. Die zwei östlichen Brückenpfeiler der ehemaligen Kauppenbrücke blieben erhalten und dienen dem Alpenverein als beliebte Klettermöglichkeit.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat setzt sich aus 16 Gemeinderätinnen und Gemeinderäten zusammen.

CSU SPD Gesamt
9 7 16 Sitze
(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

BürgermeisterBearbeiten

  • 1966–1984: Herbert Brehm (SPD)
  • 1984–2004: Peter Winter (CSU)
  • seit Januar 2004: Marcus Grimm (CSU), zuletzt im März 2014 wiedergewählt[5]

WappenBearbeiten

  • Blasonierung: In Rot ein silberner Schrägwellenbalken belegt mit einem schräg liegenden grünen Eichenblatt; oben ein sechsspeichiges silbernes Rad, unten ein silbernes Zahnrad.
  • Wappengeschichte: Das sechsspeichige silberne Rad in Rot ist das Wappen des Erzstifts und des Kurstaats Mainz, zu dem die Gemeinde historisch bis 1803 gehörte. Der Schrägwellenbalken und das Eichenblatt stehen für die geografische Lage der Gemeinde an der Aschaff im eichenreichen Wald des Spessart. Beide, der Fluss und der Wald, sind auch im Ortsnamen enthalten. Das Zahnrad weist als Industriesymbol auf die neuzeitliche Entwicklung der Gemeinde zu einem bedeutenden Industriestandort hin. Das Wappen wird seit dem 21. August 1968 geführt.
  • Das Wappen wurde 2014 durch die Gemeinde Waldaschaff aktualisiert und angepasst.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten Waldaschaffs sind das Rathaus, die Kirche St. Michael, das Kauppenkreuz auf dem Kauppenberg, der restaurierte Triftdamm samt Seehaus im Autenbachtal, sowie das Medaillen- und Heimatmuseum. Mehrere restaurierte Bildstöcke prägen ebenso das Ortsbild wie auch einige ältere Fachwerkhäuser, das älteste (ein früherer Hof der Herren von Hettersdorf) aus dem Jahre 1665 befindet sich an der heutigen Hauptstraße. Westlich des Ortes über die A3 hinweg liegt der Burgstall Wahlmich, der 2016 in Zusammenarbeit des ASP mit dem Verein für Heimatpflege Waldaschaff archäologisch ergraben wurde.

BaudenkmälerBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

InfrastrukturBearbeiten

Die Gemeinde Waldaschaff ist über die A 3 (Anschlussstelle Bessenbach/Waldaschaff) und die Bundesstraßen B 8 und B 26 (jeweils über die Ortsstraße AB 4 erreichbar)an das Verkehrsnetz angeschlossen, wodurch eine schnelle und verkehrsgünstige Anbindung an die Region Würzburg und das Rhein/Main-Gebiet gewährleistet wird. Die nächstgelegenen Städte sind Aschaffenburg im Westen und Lohr am Main im Osten. Der nächste Bahnhof befindet sich im fünf Kilometer entfernten Hösbach-Bahnhof. Der nächste Hafen ist der Bayernhafen Aschaffenburg. Drei Buslinien stellen den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) Richtung Aschaffenburg über den Bahnhof Hösbach und Richtung Weibersbrunn/Rothenbuch/Lohr sicher. Eine leistungsfähige DSL-Anbindung ist seit März 2012 vorhanden. Im Westen der Gemeinde befindet sich das Gewerbegebiet „Am Heerbach“ mit zahlreichen ansässigen Unternehmen.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Die bekanntesten Unternehmen in Waldaschaff sind Waldaschaff Automotive GmbH (vormals WAGON GmbH bzw. YMOS AG), ein Automobilzulieferer, die Spessartquellen GmbH (Heerbach Mineralwasser), ein Getränkehersteller, Gagarin Arbeitsbühnen GmbH, ein Baumaschinenvermieter und das Bayerische Münzkontor – sie machen den Ort zu einem der bedeutendsten Industriestandorte im Spessart. Die selbständige Raiffeisenbank Waldaschaff-Heigenbrücken eG hat ihren Sitz in Waldaschaff. Auch viele kleinere Firmen haben sich aufgrund der günstigen Lage in dem ehemaligen Luftkurort angesiedelt.

ForschungBearbeiten

Waldaschaff ist Sitz der 1998 von Michael Göde gegründeten Göde-Stiftung mit angeschlossenem „Institut für Gravitationsforschung“, das verschiedene Experimente, die angeblich einen antigravitativen Effekt zeigen sollen, zu reproduzieren versucht hat. Die Stiftung hat einen Preis von einer Million Euro für eine definierte Experimentalaufgabe zum Nachweis der Antigravitation ausgelobt.[6]

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

FeuerwehrBearbeiten

Die Feuerwehr Waldaschaff wurde 1873 als Freiwillige Feuerwehr gegründet. Bis in die 1950er Jahre war die Hauptaufgabe der Feuerwehr Waldaschaff die Brandbekämpfung, bis die technische Hilfeleistung, zum Beispiel auf der Autobahn A3, Einzug hielt. Der Fuhrpark wurde entsprechend angepasst.

Das Einsatzgebiet umfasst auf der Autobahn A3 die Strecke bis nach Marktheidenfeld in Fahrtrichtung Würzburg und auf der Gegenfahrbahn in Fahrrichtung Frankfurt bis zur hessischen Landesgrenze. Des Weiteren ist die Feuerwehr Waldaschaff in diverse Alarmpläne der anderen Landkreiswehren eingebunden. Die erklärt auch die hohe Einsatzzahl von über 300 Einsätzen pro Jahr (Durchschnitt von 2008 bis 2014). Von der Gesamtzahl der Einsätze sind zwei Drittel Technische Hilfeleistungen (THL), der Rest teilt sich in Brände, Sicherheitswachen und Sanitätseinsätze auf. Zur Jahrtausendwende wurde durch die Feuerwehr Waldaschaff, die „First-Responder“ (FR) Gruppe gegründet. Die Aufgaben der FR-Gruppe ist es, mit qualifizierter Erste-Hilfe die Zeit zwischen dem Eintreffen des ersten Fahrzeuges des Rettungsdienstes zu überbrücken. Das Einsatzgebiet umfasst den Ortsbereich von Waldaschaff, in Ausnahmefällen auch benachbarte Orte.[7]

Des Weiteren befindet sich bei der Firma Waldaschaff Automotive eine Werkfeuerwehr.

BildungBearbeiten

Die Volksschule Waldaschaff untergliedert sich in eine Grund-, Haupt- und Mittelschule, die aktuell knapp 300 Schülern Platz bietet. Dem Schulverband Waldaschaff gehören auch die Gemeinden Rothenbuch und Weibersbrunn an, von wo Schüler ab der 5. Jahrgangsstufe die Haupt- oder Mittelschule in Waldaschaff besuchen. Die ehemals zwei in Waldaschaff ansässigen Kindergärten wurden im Jahr 2011 zur „Kinderwelt Waldaschaff“ zusammengeschlossen.

VereineBearbeiten

Die mitgliederstärksten Vereine sind der Sportverein SV Viktoria Waldaschaff, die Feuerwehr Waldaschaff, der Musikverein Waldaschaff und der Ringerverein KSV Bavaria Waldaschaff, der außerdem eine 2010 gegründete Radsport Abteilung hat. Des Weiteren gibt es den Tischtennisclub TTC Waldaschaff, die Modellsportgruppe 1977, den Motorsportclub, die SC Breite Wiese, den Schützenverein "Grünthal" 1903, den Angelsportverein 1975, den Freundeskreis Clonakilty und einen Vereinsring.

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

KuriosesBearbeiten

Die Waldaschaffer werden als „Herrgottsdiebe“ gehänselt, weil Ortsansässige am 11. September 1811 das Bessenbacher Posthalterkreuz entwendet haben sollen.

Der in Waldaschaff öfter vorkommende Familienname Hussy geht zurück auf den Waldaschaffer Jäger Philipp Adolph Hussy. Vermutlich in den Türkenkriegen in der Festung Munkatsch gefangen, getauft und christlich erzogen, soll er ursprünglich Husseyn geheißen haben, sich später Hussy geschrieben und 1698 in Waldaschaff eingeheiratet haben.[8]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Waldaschaff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111122/222801&attr=OBJ&val=1555
  3. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 232 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Örtliches Niederadelsgeschlecht im Spessartbereich; nicht identisch mit den schwäbischen Herren von Weiler.
  5. http://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/
  6. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 15. Mai 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gravitation.org Göde Wissenschafts-Stiftung
  7. Freiwillige Feuerwehr Waldaschaff mit allen aktuellen Informationen; abgerufen am 6. Juni 2017
  8. Adalbert von Herrlein: Aschaffenburg und seine Umgegend - Ein Handbuch für Fremde, Aschaffenburg 1857, S. 116