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Wala (Karolinger)

sächsischer Graf und später Abt

Wala (* wohl 773; † 31. August 836 in Bobbio) war ein Sohn des Karolingers Bernhard, eines unehelichen Sohns Karl Martell. Aufgrund einer anderweitigen Bemerkung des Radbertus Paschasius in der Vita Wala ist vermutet worden, dass es sich bei Walas Mutter um eine Sächsin handeln könnte. Ein Name ist nicht überliefert.[1]

Er war verheiratet mit Rothlindis, einer Tochter des heiligen Wilhelm von Gellone, Graf von Toulouse und Markgraf von Septimanien. Er wurde Graf in Sachsen und 811 Pfalzgraf, gab aber 814, nach dem Tod seiner Frau, alle weltlichen Ämter auf und trat in den Kirchendienst ein. 824 soll er gemeinsam mit Kaiser Lothar I. die Constitutio Romana verfasst haben.

Von 826 bis 831 war er Abt von Corbie und Corvey, ab 834 Abt von Bobbio, in dessen Klosterkirche er auch begraben wurde.

LiteraturBearbeiten

AnmerkungenBearbeiten

  1. Ludwig Oelsner: Jahrbücher des fränkischen Reiches unter König Pippin. Leipzig 1871, S. 425 Anmerkung 4
VorgängerAmtNachfolger
AdalhardAbt von Corvey
826–831
Warin I.