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Wahlkreis Gera I

Landtagswahlkreis in Thüringen, Deutschland

Der Wahlkreis Gera I (Wahlkreis 41) ist ein Landtagswahlkreis in Thüringen. Der Wahlkreis umfasst den nördlichen Teil der kreisfreien Stadt Gera mit den Stadtteilen Aga, Cretzschwitz, Ernsee, Frankenthal, Hain, Hermsdorf, Milbitz, Roben, Röpsen, Rubitz, Scheubengrobsdorf, Söllmnitz, Thieschitz, Trebnitz und Windischenbernsdorf.[1] Wahlberechtigt waren bei der letzten Landtagswahl 42.961 Einwohner, von denen 20.816 zur Wahl gingen. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 48,5 %.

Wahlkreis 41: Gera I
Staat Deutschland
Bundesland Thüringen
Region Stadt Gera
Wahlkreisnummer 41
Wahlbeteiligung 48,5 %
Wahldatum 14. September 2014
Wahlkreisabgeordneter
Name
Foto des Abgeordneten

Margit Jung
Partei Die Linke
Stimmanteil 34,5 %

Die Stadt Gera gilt als traditionell stark umkämpft zwischen CDU, SPD und PDS/Linke, wobei insbesondere bei den letzten Landtagswahlen eine Tendenz zur Linken hin feststellbar ist.

Ergebnis 2014Bearbeiten

Die Landtagswahl in Thüringen 2014 erbrachte folgendes Wahlkreisergebnis:[2]

Name Partei Anteil der Erststimmen
Margit Jung Die Linke 34,5 %
Birgit Diezel CDU 33,5 %
Stephan Brandner AfD 14,4 %
Kirsten Breuer SPD 8,4 %
Ulrich Kiethe Bündnis 90/Die Grünen 5,3 %
Gordon Richter NPD 2,3 %
Jörg Schmidt Freie Wähler 1,6 %

Anders als 2009 gewann Birgit Diezel, die zum Zeitpunkt der Wahl amtierende Landtagspräsidentin war, diesmal auch kein Mandat über die CDU-Landesliste und schied somit aus dem Thüringer Landtag aus.

Ergebnis 2009Bearbeiten

Die Landtagswahl in Thüringen 2009 erbrachte folgendes Wahlkreisergebnis:[3]

Name Partei Anteil der Erststimmen
Margit Jung Die Linke 36,2 %
Birgit Diezel CDU 31,5 %
Sigrid Müller SPD 13,9 %
Dieter Bernd Baumberger FDP 8,1 %
Christel Wagner-Schurwanz Bündnis 90/Die Grünen 5,8 %
Gordon Richter NPD 4,4 %

Birgit Diezel hatte bereits 2004 den Wahlkreis Gera II, den sie von 1994 bis 2004 im Landtag vertreten hatte, an den Kandidaten der PDS verloren.

Einen Zwischenfall gab es bei der Wahl 2009 im Stadtteil Frankenthal (Wahlbezirk 048): Wie etwa 90 Minuten nach Beginn der Wahl auffiel, waren im Wahllokal versehentlich Stimmzettel des Wahlkreises Gera II ausgegeben worden. Daraufhin mussten 47 Stimmen, die bis dahin auf den falschen Stimmzetteln abgegeben worden waren, komplett für ungültig erklärt werden. Auf den Wahlausgang hatte dies keinen Einfluss.[4]

Ergebnis 2004Bearbeiten

Bei der Landtagswahl in Thüringen 2004 traten folgende Kandidaten an:[5]

Name Partei Anteil der Erststimmen
Margit Jung PDS 38,5 %
Bernd Koob CDU 36,6 %
René Gäbler SPD 12,6 %
Eugen Weber Bündnis 90/Die Grünen 6,5 %
Percy Wesselly FDP 5,7 %

Die PDS gewann 2004 fünf der 44 Thüringer Wahlkreise (darunter beide in der Stadt Gera), alle anderen gingen an die CDU. Bernd Koob war der einzige Wahlkreisbewerber der CDU, der nicht über einen Listenplatz in den Landtag einziehen konnte.

Bisherige AbgeordneteBearbeiten

Direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Gera I waren:

Jahr Name Partei Anteil der Erststimmen
2014 Margit Jung Die Linke 34,5 %
2009 Margit Jung Die Linke 36,2 %
2004 Margit Jung PDS 38,5 %
1999 Eckehard Kölbel CDU 40,9 %
1994 Eckehard Kölbel CDU 37,9 %
1990 CDU 38,0 %

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landtagswahl 2014 in Thüringen - Einteilung der Wahlkreise (Memento vom 10. Oktober 2014 im Internet Archive)
  2. Wahlkreis Gera I: Endgültiges Ergebnis beim Landeswahlleiter
  3. Wahlkreis Gera I: Endgültiges Ergebnis beim Landeswahlleiter
  4. Uwe Müller: Gera bleibt knallrot: Jung und Hausold verteidigen Direktmandate – Zwischenfall in Frankenthal, Ostthüringer Zeitung (Lokalausgabe Gera), 31. August 2009
  5. Wahlkreis Gera I: Endgültiges Ergebnis beim Landeswahlleiter