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Die Wahl zum 18. Landtag von Rheinland-Pfalz wird zwischen dem 21. Februar und dem 16. Mai 2021 stattfinden.

Inhaltsverzeichnis

TerminBearbeiten

Nach Artikel 84 der Verfassung für Rheinland-Pfalz findet die Wahl frühestens 57, spätestens 60 Monate nach dem Zusammentritt des 17. Landtags statt. Der 17. Landtag konstituierte sich am 18. Mai 2016. Demzufolge würde die Wahl, die an einem Sonntag durchgeführt werden muss (§ 16 LWahlG), am 21. oder 28. Februar, dem 7., 14., 21., 28. März, dem 4., 11., 18. oder 25. April, dem 2., 9. oder spätestens dem 16. Mai 2021 stattfinden.

Der Wahltag wird von der Landesregierung festgelegt.

AusgangslageBearbeiten

Landtagswahl 2016[1]
Wahlbeteiligung: 70,4 %
 %
40
30
20
10
0
36,2
31,8
12,6
6,2
5,3
2,8
2,2
2,8

2016 wurde die SPD erneut stärkste Partei im Landtag von Rheinland-Pfalz und steigerte ihr Ergebnis um etwa 0,5 Prozentpunkte auf 36,2 %. Da bei dieser Wahl weit weniger Landesstimmen an Parteien fielen, die an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterten, erhielt die SPD jedoch trotz dieses Zugewinns, der auch einem Zuwachs an absoluten Stimmenzahlen bedeutete, drei Sitze weniger als noch im 16. Landtag und somit nur noch 39. Die CDU steigerte zwar ihre absolute Stimmenanzahl ebenfalls, verlor jedoch relativ mehr als 3 Prozentpunkte und erhält im 17. Landtag nur noch 35 Sitze. Den größten Stimmengewinn erzielte die erstmals bei einer Landtagswahl in Rheinland-Pfalz angetretene AfD, die aus dem Stand heraus mit 12,6 % der Landesstimmen und 14 Sitzen drittstärkste Kraft im Landtag wurde. Der FDP gelang der Wiedereinstieg in den Landtag mit sieben Sitzen. Bündnis 90/Die Grünen verloren dagegen zwei Drittel ihrer Sitze und sind nur noch mit sechs Mandaten im Landtag vertreten. Dem Landtag von Rheinland-Pfalz gehören somit nun erstmals fünf Parteien an und die seit 2011 regierende rot-grüne Koalition hat nicht mehr die Sitzmehrheit im Landtag. Die Linke (2,8 %) sowie die Freien Wähler (2,3 %) verfehlten die Fünf-Prozent-Hürde, qualifizierten sich jedoch für die staatliche Parteienfinanzierung. Alle übrigen angetretenen Parteien blieben unter der dafür notwendigen Schwelle von 1 % der Landesstimmen.

Die Wahlbeteiligung stieg auf 70,4 %, was eine Steigerung um 8,6 Prozentpunkte gegenüber der Landtagswahl von 2011 und die höchste Wahlbeteiligung bei einer Landtagswahl in Rheinland-Pfalz seit 1996 darstellt.

Umfragen und PrognosenBearbeiten

SonntagsfrageBearbeiten

Infratest dimap-Umfrage vom 21. März 2019
im Vergleich zur Wahl 2016 (auf halbe %-Punkte gerundet)
 %
40
30
20
10
0
31
24
14
11
10
6
4
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2016
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-1
-12
+8,5
-1,5
+4
+3
-1
Institut Datum SPD CDU AfD FDP Grüne Linke Sonst.
Infratest dimap[2] 21.03.2019 24 % 31 % 11 % 10 % 14 % 6 % 4 %
Forsa[2] 11.02.2019 26 % 31 % 10 % 8 % 14 % 5 % 6 %
Infratest dimap[2] 13.12.2018 24 % 31 % 13 % 7 % 16 % 4 % 4 %
Infratest dimap[2] 18.10.2018 24 % 28 % 13 % 8 % 18 % 5 % 4 %
Infratest dimap[2] 21.06.2018 29 % 31 % 13 % 7 % 11 % 5 % 4 %
Infratest dimap[2] 08.03.2018 37 % 33 % 8 % 7 % 8 % 3 % 4 %
INSA[2] 10.01.2018 33 % 34 % 10 % 7 % 7 % 5 % 4 %
Landtagswahl 2016 13.03.2016 36,2 % 31,8 % 12,6 % 6,2 % 5,3 % 2,8 % 5 %

Ältere UmfragenBearbeiten

2016 – 2017
Institut Datum SPD CDU AfD FDP Grüne Linke Sonst.
Infratest dimap[2] 14.12.2017 38 % 37 % 6 % 6 % 7 % 3 % 3 %
Infratest dimap[2] 14.09.2017 36 % 36 % 8 % 6 % 6 % 4 % 4 %
GESS Phone & Field[2] 19.07.2017 33 % 37 % 8 % 6 % 7 % 3 % 6 %
Infratest dimap[2] 22.06.2017 32 % 37 % 8 % 7 % 7 % 5 % 4 %
Infratest dimap[2] 09.03.2017 40 % 35 % 7 % 6 % 6 % 3 % 3 %
GESS Phone & Field[2] 23.12.2016 34 % 36 % 11 % 5 % 9 % 3 % 6 %
Infratest dimap[2] 15.12.2016 32 % 36 % 10 % 5 % 5 % 4 % 4 %
Infratest dimap[2] 14.07.2016 33 % 33 % 10 % 8 % 7 % 4 % 5 %
GESS Phone & Field[2] 22.06.2016 36 % 31 % 12 % 6 % 6 % 3 % 6 %
Landtagswahl 2016 13.03.2016 36,2 % 31,8 % 12,6 % 6,2 % 5,3 % 2,8 % 5 %

VerlaufBearbeiten

 
Sonntagsfragen zur Bürgerschaftswahl von Infratest Dimap (D), GESSPhone & Field (P) und INSA (I) sowie Ergebnis der Wahl 2016.

Direktwahl MinisterpräsidentinBearbeiten

Institut Datum   Malu Dreyer (SPD)   Julia Klöckner (CDU) keiner der Abgefragten
Infratest dimap[3] 08.03.2018 56 % 31 % 5 %
Infratest dimap[4] 14.12.2017 56 % 30 % 6 %
Infratest dimap[5] 22.06.2017 50 % 31 % 9 %
Infratest dimap[6] 09.03.2017 52 % 34 % 6 %

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesergebnis Rheinland-Pfalz - Endgültiges Ergebnis Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz
  2. Direktwahlfrage: Dreyer weiterhin deutlich vor Klöckner, auf swr.de, abgerufen am 8. März 2018.
  3. Rheinland-Pfalz Dezember 2017 im Auftrag des SWR, auf infratest-dimap.de, abgerufen am 11. Januar 2018.
  4. Rheinland-Pfalz Juni 2017 im Auftrag des SWR, auf infratest-dimap.de, abgerufen am 11. Januar 2018.
  5. Rheinland-Pfalz März 2017 im Auftrag des SWR, auf infratest-dimap.de, abgerufen am 11. Januar 2018.