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Wüstenrot Bank

Bank mit Sitz in Ludwigsburg
  Wüstenrot Bank Aktiengesellschaft Pfandbriefbank
Logo
Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz Ludwigsburg
Rechtsform Aktiengesellschaft
Bankleitzahl 604 200 00[1]
BIC WBAG DE61 XXX[1]
Gründung 9. August 1968
Auflösung 29. November 2019
Website www.wuestenrotdirect.de
Leitung
Vorstand Rüdiger Maroldt
Olaf Mohrschladt
Aufsichtsrat Wolfgang Klein, Vors.

Die Wüstenrot Bank Aktiengesellschaft Pfandbriefbank ist ein deutsches Kreditinstitut der Oldenburgischen Landesbank mit Sitz in Ludwigsburg. Als filiallose Direktbank bietet sie Girokonten, Zahlungskarten und Wertpapierhandel.

UnternehmensgeschichteBearbeiten

Am 9. August 1968 wurde die Wüstenrot Bank AG für Wohnungswirtschaft ins Handelsregister beim Amtsgericht Ludwigsburg eingetragen. Die Hauptaufgabe der Bank bestand damals darin, die Kunden der Bausparkasse bei der Finanzierung ihrer Immobilienvorhaben zu unterstützen. Später wurde außerdem das gesamte außerkollektive Einlagengeschäft von der Bausparkasse übernommen.

1985 wurde mit dem Aufbau der ersten 10 Bankfilialen begonnen. Im Jahr 1988 gab es bereits 34 Filialen mit 300 Beschäftigten vor Ort, und die Angebotspalette wurde auf alle Formen der Geld- und Vermögensbildung, den Zahlungsverkehr über Girokonten, Privatkredite und Wertpapiergeschäfte erweitert. Dabei wurde der Bankname auch in Wüstenrot Bank AG verkürzt.

Allerdings sah der Außendienst – vor allem der Wüstenrot Bausparkasse – die Filialen zunehmend als Konkurrenz an. Die Umsätze der Bank entwickelten sich nicht entsprechend den Erwartungen und es fehlten die notwendigen Erträge. 1990 fand eine Neustrukturierung statt, bei der alle Verwaltungsaufgaben in der Hauptverwaltung zentralisiert und neue kostengünstigere Standorte für die verbliebenen Filialen gesucht wurden. Ende 2002 war die letzte Filiale aufgelöst.

2005 fusionierte die Wüstenrot Bank AG mit der Wüstenrot Hypothekenbank zur Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank. Es entstand eine der ersten Universalbanken mit Pfandbrieflizenz nach neuem Recht.

Am 1. Juni 2017 verkündete die Muttergesellschaft Wüstenrot & Württembergische AG, dass ein Verkauf der Bank geprüft würde.[2] Ende März 2018 wurde der Verkauf an die Bremer Kreditbank besiegelt, was mit dem 31. Mai 2019 endgültig vollzogen wurde.[3][4] Inzwischen ist die Bremer Kreditbank AG mit der Oldenburgischen Landesbank verschmolzen. Ab November 2019[veraltet] sollen die Kunden auf die Oldenburgische Landesbank migriert werden.[5]

ZugehörigkeitBearbeiten

Kundengelder sind durch den Einlagensicherungsfonds[6] des Bundesverbandes deutscher Banken und der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH abgesichert. 2017 wurde das selbstentwickelte Kernbanksystem durch das von der Fiducia & GAD IT entwickelte Kernbanksystem agree21 ersetzt, das auch von den Volks- und Raiffeisenbanken verwendet wird. Des Weiteren sind die Wüstenrot-Geldautomaten dem Cashpool[7] angeschlossen.

WeblinksBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Stuttgarter Nachrichten, Stuttgart, Germany: Wüstenrot Bank: W&W prüft Verkauf der Banktochter. In: stuttgarter-nachrichten.de. (stuttgarter-nachrichten.de [abgerufen am 1. Juni 2017]).
  3. W&W-Konzern verkauft Bank an BKB, abgerufen am 28. März 2018
  4. https://www.wuestenrotdirect.de/de/willkommen_zukunft.html
  5. Kunden der Wüstenrot Bank werden zur OLB migriert. In: modern-banking.de. 3. Oktober 2019, abgerufen am 6. Oktober 2019.
  6. Wüstenrot Bank Aktiengesellschaft Pfandbriefbank. In: einlagensicherungsfonds.de. Abgerufen am 15. Oktober 2019.
  7. CashPool Partner. Abgerufen am 15. Oktober 2019.

Koordinaten: 48° 52′ 59,9″ N, 9° 11′ 23,4″ O