Wätzum

Ortsteil der Gemeinde Algermissen

Wätzum ist ein Dorf und nördlicher Ortsteil von Algermissen im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen.

Wätzum
Gemeinde Algermissen
Wappen von Wätzum
Koordinaten: 52° 16′ 26″ N, 9° 58′ 27″ O
Höhe: 84 m ü. NHN
Einwohner: 200 (1. Jan. 2019)[1]
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31191
Vorwahl: 05126
Wätzum (Niedersachsen)
Wätzum

Lage von Wätzum in Niedersachsen

Bruchsteinkapelle
Bruchsteinkapelle

GeografieBearbeiten

Der Ort liegt an der Kreisstraße 522 zwischen Lühnde und Groß Lobke.

GeschichteBearbeiten

Erste urkundliche Erwähnung findet Wätzum mit der Bezeichnung Wetcende im Jahr 1274 in einer Urkunde Papst Gregors X., in dem er dem Sültekloster in Hildesheim seinen dortigen Besitz bestätigte. Es gehörte in altsächsischer Zeit zu den Siedlungen im Hastfalagau und war später kirchlich am Pfarrbereich Lühnde orientiert. Die Bruchsteinkapelle im Dorfzentrum wurde im 14. Jahrhundert von den Bauern des Ortes erbaut.

Grundbesitzer in Wätzum waren neben dem Sültekloster das Johannesstift, die St. Andreaskirche und das Kreuzstift in Hildesheim sowie im 14. Jahrhundert Ritter Hugo von Escherde.

Seit 1885 gehört Wätzum zum Kreis Hildesheim bzw. zum Landkreis Hildesheim-Marienburg.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. März 1974 wurde das Dorf in die Gemeinde Algermissen eingemeindet.[2]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1910 1925 1933 1939 2013 2014 2018 2019
Einwohner 256 287 243 243 212 213 201 200

(Quellen: 1910,[3] 1925–1939,[4] 2013–2014,[5] 2018–2019[1])

FotogalerieBearbeiten

PolitikBearbeiten

Gemeinderat und BürgermeisterBearbeiten

Wätzum wird auf kommunaler Ebene vom Gemeinderat aus Algermissen vertreten.

OrtsvorsteherBearbeiten

Der Ortsvorsteher von Wätzum ist Hans-Jürgen Hennies (CDU).[6]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Rot eine schräglinks gelegte goldene Lanzenspitze.“[7]
Wappenbegründung: Das Kommunalwappen von Wätzum besticht durch seine Einfachheit und erinnert damit an die ältesten Wappen. Es entstammt von einem Kersten von Watekum (Christian von Wätzum), der dieses Wappen in seinem bis heute erhaltenen Siegel führte. Es wird sicher im Staatsarchiv in Hannover verwahrt. Die goldene Lanzenspitze erinnert an Turnier und Ritterspiel und zugleich an Jagd und Fehde. Doch gemahnt sie ebenfalls an edle Rittertugenden.

WeblinksBearbeiten

Commons: Wätzum – Sammlung von Bildern
  • Ortschaft Wätzum auf der Website der Gemeinde Algermissen. Archiviert vom Original am 7. September 2014; abgerufen am 1. April 2019.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Einwohnerzahlen. In: Internetseite der Gemeinde Algermissen. 1. Januar 2019, abgerufen am 1. April 2019.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 209.
  3. Uli Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Hildesheim. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: www.gemeindeverzeichnis.de. 3. Februar 2019, abgerufen am 3. April 2019.
  4. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Siehe unter 37. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. Einwohnerzahlen 2013–2014. In: Internetseite der Gemeinde Algermissen. 1. Januar 2013, archiviert vom Original am 7. September 2014; abgerufen am 3. April 2019.
  6. Ortsvorsteher Wätzum. In: Internetseite Gemeinde Algermissen. Abgerufen am 1. April 2019.
  7. August Söding: Wappenbuch Landkreis Hildesheim-Marienburg. Hrsg.: Heimatbund des Landkreises Hildesheim-Marienburg e. V. (= Heimatkundliche Schriftenreihe. Nr. 7). Schwitalla Verlag, Himmelsthür 1966, S. 230–231.