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Klassifikation nach ICD-10
N90.0 Niedriggradige Dysplasie der Vulva, [VIN] I. Grades
N90.1 Mittelgradige Dysplasie der Vulva, [VIN] II. Grades
N90.2 Hochgradige Dysplasie der Vulva, anderenorts nicht klassifiziert
D07.1 Intraepitheliale Neoplasie der Vulva [VIN] III. Grades, mit oder ohne Angabe einer hochgradigen Dysplasie
N90.3 Dysplasie der Vulva, nicht näher bezeichnet
ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Die Vulväre intraepitheliale Neoplasie (VIN) ist eine Erkrankung des Plattenepithels der Vulva von der leichten Dysplasie bis zum Carcinoma in situ.

Man unterscheidet:

  • leichte Dysplasie des Plattenepithels (VIN I): Es finden sich im histologischen Präparat basale Zellen mit gesteigerter Proliferation und atypische Zellen, Plattenepithelien mit erhaltenen atypischen Kernen und deutlicher Erhöhung der Kern-Plasmarelation. Im Vulvaabstrich findet man Dyskeratozyten mit leichter bis mittelschwerer Kernatypie.
  • mäßige Dysplasie des Plattenepithels (VIN II): Es finden sich im histologischen Präparat eine hyperkeratotisch verhornende Epidermis mit unvollständiger Ausreifung, dyskeratotische Einzelzellverhornung und Mitosen bis in das obere Drittel der Haut. Melanophagen finden sich in der oberflächlichen Dermis.
  • schwere Dysplasie des Plattenepithels (VIN III): Carcinoma in situ. Im histologischen Präparat ist eine Ausreifung nur ganz oberflächlich oder vollständig fehlend. Im Vulvaabstrich sind Plattenepithelien mit atypischen Kernen und deutlicher Erhöhung der Kern-Plasmarelation zu sehen.

VIN I und II stellen eine fakultative Präkanzerose dar, während die VIN III eine obligate Präkanzerose ist.

LiteraturBearbeiten

  • Haag, Hanhart, Müller: Gynäkologie und Urologie für Studium und Praxis. 3. Auflage Med. Verlags- und informationsdienste, Breisach 2007/2008, ISBN 3-929851-72-5
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