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Volcano (Film)

Film von Mick Jackson (1997)

Volcano (Alternativtitel: Volcano – Heißer als die Hölle) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1997. Der Regisseur war Mick Jackson, das Drehbuch schrieben Jerome Armstrong und Billy Ray. Die Hauptrollen spielten Tommy Lee Jones und Anne Heche.

Filmdaten
Deutscher TitelVolcano
OriginaltitelVolcano
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1997
Länge100 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegieMick Jackson
DrehbuchJerome Armstrong, Billy Ray
ProduktionNeal H. Moritz, Andrew Z. Davis
MusikAlan Silvestri
Titelsong: Wendy Melvoin
KameraTheo van de Sande
SchnittDon Brochu, Michael Tronick
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Mike Roark leitet das Los Angeles County Office of Emergency Management, welches für den Katastrophenschutz in Los Angeles verantwortlich ist. Er macht gerade Urlaub mit seiner Tochter Kelly, als ein leichtes Erdbeben die Stadt erschüttert. Roark bricht deswegen seinen Urlaub ab und fährt zu seinem Arbeitsplatz. Gleich danach kommt es in einem Abwassertunnel unter dem MacArthur Park zu einem Riss an der Erdoberfläche, durch den brennend heißer Rauch entweicht und sieben Kanalarbeiter getötet werden. Roark bemerkt, dass der Tunnel, in dem es zu dem Unglück kam, und eine städtische U-Bahn-Linie parallel zueinander verlaufen und vermutet einen Zusammenhang. Bis die Ursache geklärt ist, will Roark den betroffenen Streckenabschnitt stilllegen lassen, stößt jedoch bei seinem Vorgehen auf Ablehnung. Bei einer anschließenden Besichtigung werden er und ein Arbeitskollege beinahe ebenfalls getötet. Die Geologin Dr. Amy Barnes macht Roark darauf aufmerksam, dass die Explosion möglicherweise auf austretendes Magma infolge plattentektonischer Aktivitäten zurückzuführen ist. Solange sie es aber nicht beweisen kann, sind Roark die Hände gebunden.

In der Nacht kommt es zu einem neuen, stärkeren Beben. Roark will daraufhin seine Tochter an einen sicheren Ort bringen. Als sie bei den La Brea Teergruben halten, bricht plötzlich ein Vulkan aus. Es entsteht ein gewaltiges Flammeninferno. Lavabrocken fliegen wie tödliche Geschosse durch die Luft, verletzen Roarks Tochter am Bein und ein alles vernichtender Lavastrom bahnt sich seinen Weg durch die Innenstadt. Roark trifft auf Barnes, die Zweifel hat, dass es sich hierbei um die einzige Ausbruchstelle handelt. Für den Umgang mit der Lava gibt sie Roark noch einen wichtigen Rat, ehe sie nach weiteren Anomalien sucht.

Mithilfe der Feuerwehr, der Polizei und Löschhubschraubern gelingt es Roark, den Strom am Wilshire Boulevard zum Stillstand zu bringen. Die Freude darüber währt allerdings nur kurz. Barnes meldet sich telefonisch und erzählt Roark, dass der größte Teil des Magmas sich nun in einem U-Bahn-Schacht unterhalb der Stadt ausbreitet. Den Berechnungen zufolge wird er beim Cedars-Sinai Krankhaus erneut durchbrechen – genau dort wo Roark zuvor seine Tochter und etliche andere Verletzte hinbringen ließ.

Da die Zeit nicht reicht, um alle Menschen zu evakuieren, trifft Roark die Entscheidung, ein unbewohntes Hochhaus zu sprengen, damit die Trümmer als eine Barriere wirken und den Lavastrom in einen Kanal umleiten. Gerade als sie anfangen zu sprengen, bemerkt Roark, dass seine Tochter und ein kleiner Junge unmittelbar neben dem Hochhaus stehen. Da die Sprengsequenz nicht mehr abgebrochen werden kann, eilt ihnen Roark sofort zu Hilfe. Das Hochhaus stürzt ein und alle drei werden verschüttet. Dank eines Hohlraums am Nachbargebäude können sie nur wenig später leicht verletzt geborgen werden. Roarks Plan hat funktioniert: Der Lavastrom wurde blockiert und in den Ballona Creek umgeleitet, durch den der Rest der Lava in den Pazifik fließt. Am Schluss fährt Roark mit Barnes und seiner Tochter in den wohlverdienten Urlaub.

KritikBearbeiten

  • Das Lexikon des internationalen Films schrieb, „mangels einer tragfähigen Story, die die Charaktere zu Kinorobotern“ degradiere, „nutzen sich die Spezialeffekte (…) schneller ab, als der Laufzeit des Films lieb sein“ könne.[1]

„NASA-Experten haben unlängst das Sci-Fi-Genre auf die Goldwaage gelegt: die unrealistischsten Szenarios? ‚2012‘, ‚The 6th Day‘ und ‚Volcano‘. Recht haben sie: Die Story ist lachhaft und völlig absurd. Heiße Action, coole Ironie und die ‚schadensfrohe‘ Zerstörungsorgie machen aber dennoch Laune – ist ja nur ein Film. – Magma cum laude – dank Fehlertoleranz.“

AuszeichnungenBearbeiten

Der Film wurde für die Goldene Himbeere nominiert.

BelegeBearbeiten

  1. Volcano. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins; abgerufen am 4. Juli 2017.
  2. Volcano – Filmkritik auf der Internetpräsenz von TV Spielfilm, abgerufen am 6. Februar 2011

WeblinksBearbeiten