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Vincent Kriechmayr

österreichischer Skirennläufer
Vincent Kriechmayr Ski Alpin
Nation OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag 1. Oktober 1991 (28 Jahre)
Geburtsort Linz, Österreich
Größe 185[1] cm
Karriere
Disziplin Riesenslalom, Super-G,
Abfahrt, Kombination
Verein TVN Wels
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Junioren-WM 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
0Silber0 Åre 2019 Super-G
0Bronze0 Åre 2019 Abfahrt
FIS Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
0Silber0 Crans-Montana 2011 Riesenslalom
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Einzel-Weltcupdebüt 19. Dezember 2010
 Einzel-Weltcupsiege 4
 Gesamtweltcup 5. (2018/19)
 Abfahrtsweltcup 3. (2018/19)
 Super-G-Weltcup 2. (2017/18, 2018/19)
 Riesenslalomweltcup 48. (2014/15)
 Kombinationsweltcup 9. (2018/19)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 2 1 0
 Super-G 2 3 2
letzte Änderung: 17. März 2019

Vincent Kriechmayr (* 1. Oktober 1991 in Linz, Oberösterreich)[2] ist ein österreichischer Skirennläufer. Seine stärkste Disziplin ist der Super-G.

BiografieBearbeiten

Kriechmayr, der im oberösterreichischen Gramastetten wohnt, erlernte das Skifahren von seinem Vater, der Skilehrer im salzburgischen Obertauern war.[3] Seine Mutter ist eine Kunstgeschichte-Lehrerin aus Belgien, die ihren Sohn nach dem Maler Vincent van Gogh benannte.[4]

Nach Erreichen des Alterslimits von 15 Jahren nahm Kriechmayr in der Saison 2006/2007 erstmals an FIS-Rennen teil, erreichte aber zunächst keine vorderen Platzierungen. Erst im Winter 2009/2010 gelangen dem damaligen Landeskader-Läufer in mehreren FIS-Rennen Top-10-Platzierungen, worauf er ab Mitte Jänner 2010 auch im Europacup zum Einsatz kam. Er konnte auch an der Juniorenweltmeisterschaft 2010 teilnehmen, bei der er als bestes Ergebnis den vierten Platz im Riesenslalom erreichte und einen Medaillenrang nur knapp verfehlte. Wenige Tage vor der Junioren-WM sicherte er sich in seiner Altersklasse Jugend II die österreichischen Juniorenmeistertitel im Riesenslalom und im Super-G. Am Saisonende kam neben einigen Siegen in FIS-Rennen noch der Juniorentitel in der Abfahrt hinzu.[5]

Im Frühjahr 2010 wurde Kriechmayr vom oberösterreichischen Landeskader in den B-Kader des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) aufgenommen.[6] Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2011 in Crans-Montana gewann er hinter Alexis Pinturault die Silbermedaille im Riesenslalom. Zudem kam er in Super-G, Abfahrt und Kombination unter die besten zehn. Auf nationaler Ebene verteidigte er 2011 erfolgreich seinen Juniorenmeistertitel in der Abfahrt.[5] Im Europacup erzielte er 2010/2011 die ersten Top-10-Platzierungen, während er im Weltcup bei seinen ersten drei Riesenslalom-Einsätzen noch nicht bis in den zweiten Durchgang kam.

Am 23. Februar 2012 feierte Kriechmayr in der Super-Kombination von Sella Nevea seinen ersten Sieg im Europacup, womit er sich auch den Sieg in der Super-Kombinations-Disziplinenwertung der Saison 2011/12 sicherte. Im Weltcup kam er in diesem Winter nur einmal zum Einsatz: Im Riesenslalom von Sölden konnte er sich erneut nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren. Im Frühjahr 2012 stieg Kriechmayr vom B- in den A-Kader des ÖSV auf. Die ersten Weltcuppunkte gewann er am 7. Dezember 2013, als er im Super-G von Beaver Creek auf den 16. Platz fuhr. Am 2. März 2014 fuhr er mit Rang 5 im Super-G von Kvitfjell zum ersten Mal in die Top-10.

In der Saison 2014/15 bestätigte Kriechmayr seine Leistungen durch konstante Ergebnisse in den Top 30. Am 20. Dezember 2014 erreichte er im Super-G von Gröden den 4. Platz.[7] Am 8. März 2015 fuhr er im Super-G von Kvitfjell hinter Kjetil Jansrud auf den 2. Platz; es war dies seine erste Weltcup-Podestplatzierung.[8] Der erste Weltcupsieg gelang ihm am 1. Dezember 2017 im Super-G von Beaver Creek. Am 27. Jänner 2018 gelang ihm mit dem 2. Platz bei der Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen erstmals der Sprung auf ein Abfahrtspodest.

Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang wurde er am 15. Februar in der Abfahrt als bester Österreicher Siebter. Beim Weltcupfinale in Åre gewann er auf der WM-Strecke von 2007 und 2019 zeitgleich mit seinem Teamkollegen Matthias Mayer erstmals eine Abfahrt und bewahrte die österreichische Herrenmannschaft damit vor einer Saison ohne Abfahrtssieg. In der Weltcupsaison 2018/19 gewann Kriechmayr die Lauberhornabfahrt, hinzu kamen zwei Medaillen bei der Weltmeisterschaft 2019 in Åre.

ErfolgeBearbeiten

Olympische SpieleBearbeiten

WeltmeisterschaftenBearbeiten

  • St. Moritz 2017: 5. Super-G, 8. Alpine Kombination, 19. Abfahrt
  • Åre 2019: 2. Super-G, 3. Abfahrt, 17. Alpine Kombination

WeltcupBearbeiten

  • 10 Podestplätze, davon 4 Siege:
Datum Ort Land Disziplin
1. Dezember 2017 Beaver Creek USA Super-G
14. März 2018 Åre Schweden Abfahrt *
15. März 2018 Åre Schweden Super-G
19. Jänner 2019 Wengen Schweiz Abfahrt

* zeitgleich mit Matthias Mayer

WeltcupwertungenBearbeiten

Saison Gesamt Abfahrt Super-G Riesenslalom Kombination
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2013/14 59. 104 23. 79 18. 25
2014/15 24. 356 21. 112 6. 196 48. 6 12. 42
2015/16 14. 555 18. 182 4. 298 10. 75
2016/17 28. 309 14. 160 14. 117 17. 32
2017/18 7. 704 5. 384 2. 320
2018/19 5. 739 3. 339 2. 346 55. 1 9. 53

JuniorenweltmeisterschaftenBearbeiten

EuropacupBearbeiten

  • Saison 2011/12: 1. Super-Kombinations-Wertung
  • Saison 2012/13: 3. Gesamtwertung, 2. Super-G-Wertung, 4. Super-Kombinations-Wertung, 7. Abfahrtswertung
  • Saison 2013/14: 8. Gesamtwertung, 1. Super-Kombinations-Wertung
  • 8 Podestplätze, davon 3 Siege:
Datum Ort Land Disziplin
23. Februar 2012 Sella Nevea Italien Super-Kombination
28. Jänner 2014 Crans-Montana Schweiz Super-G
29. Jänner 2014 Crans-Montana Schweiz Super-Kombination

Weitere ErfolgeBearbeiten

  • 3 österreichische Meistertitel (Super-G 2017 und 2018, Kombination 2017)
  • Österreichischer Jugendmeister (Jugend II) in Riesenslalom, Super-G und Abfahrt 2010 sowie in der Abfahrt 2011
  • 6 Siege in FIS-Rennen

WeblinksBearbeiten

  Commons: Vincent Kriechmayr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Österreichischer Skiverband (Hrsg.): Nationalkader 2011/12. Ablinger & Garber, Hall in Tirol 2011, S. 32.
  2. Olympic Team Austria – KRIECHMAYR Vincent. ÖOC, abgerufen am 8. Februar 2018.
  3. 3 Fragen an…Vincent Kriechmayr. Oberösterreichische Nachrichten, 20. Dezember 2010, abgerufen am 29. Februar 2012.
  4. Vincent Kriechmayr malt sich einen Sieg aus. (Nicht mehr online verfügbar.) skionline.ch, 8. März 2015, archiviert vom Original am 2. April 2015; abgerufen am 8. März 2015.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.skionline.ch
  5. a b Medaillengewinne von Vincent Kriechmayr bei österreichischen Jugendmeisterschaften. Österreichischer Skiverband, abgerufen am 25. Februar 2012.
  6. ÖSV gibt Kaderaufstellungen für 2010-2011 mit großer OÖ Beteiligung bekannt. (Nicht mehr online verfügbar.) Landesskiverband Oberösterreich, 10. Mai 2010, archiviert vom Original am 2. April 2015; abgerufen am 25. Februar 2012.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.skiverband-ooe.at
  7. Vincent Kriechmayr in der FIS Datenbank. FIS-Ski, 21. Februar 2015, abgerufen am 21. Februar 2015.
  8. Jansrud gewinnt vor Kriechmayr in Kvitfjell. ORF, 8. März 2015, abgerufen am 8. März 2015.