Villers-sous-Montrond

französische Gemeinde

Villers-sous-Montrond ist eine französische Gemeinde mit 210 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2018) im Département Doubs in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Villers-sous-Montrond
Villers-sous-Montrond (Frankreich)
Villers-sous-Montrond
Staat Frankreich
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département (Nr.) Doubs (25)
Arrondissement Besançon
Kanton Ornans
Gemeindeverband Loue-Lison
Koordinaten 47° 9′ N, 6° 5′ OKoordinaten: 47° 9′ N, 6° 5′ O
Höhe 444–624 m
Fläche 6,44 km²
Einwohner 210 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 33 Einw./km²
Postleitzahl 25620
INSEE-Code

Mairie Villers-sous-Montrond

GeographieBearbeiten

Villers-sous-Montrond liegt auf 470 m über dem Meeresspiegel, etwa elf Kilometer südsüdöstlich der Stadt Besançon (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im Jura, auf dem ersten Plateau zwischen der Jura-Randkette im Norden und dem Rocher de Punay im Süden.

Die Fläche des 6,44 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt der Schichtstufenlandschaft des westlichen französischen Juras. Der Hauptteil des Gebietes wird vom Plateau von Villers eingenommen, das durchschnittlich auf 450 m liegt. Es ist überwiegend von Acker- und Wiesland bestanden. Das gesamte Plateau besitzt außer ein paar kurzen Rinnsalen keine oberirdischen Fließgewässer, weil das Niederschlagswasser im verkarsteten Untergrund versickert. Eine Geländestufe von 50 bis 80 Meter Höhe leitet nach Süden zur nächsthöheren Schichtstufe, der Höhe von Malbrans über. Auf dem Kamm des Rocher de Punay (südliche Grenze) wird mit 624 m die höchste Erhebung von Villers-sous-Montrond erreicht. Nach Norden erstreckt sich das Gemeindeareal mit einem schmalen Zipfel über das Plateau hinaus bis in das Waldgebiet des Bois l’Essart.

Nachbargemeinden von Villers-sous-Montrond sind Tarcenay-Foucherans im Osten, Malbrans im Süden sowie Montrond-le-Château und Mérey-sous-Montrond im Westen.

GeschichteBearbeiten

Im Mittelalter gehörte Villers zur Herrschaft Montrond. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte das Dorf mit dem Frieden von Nimwegen 1678 an Frankreich. Heute ist Villers-sous-Montrond Mitglied des Gemeindeverbandes Loue-Lison.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Dorfkirche Saint-Didier in Villers-sous-Montrond wurde im 18. Jahrhundert an der Stelle eines früheren Gotteshauses erbaut und besitzt eine reiche Innenausstattung (zumeist aus dem 18. Jahrhundert). Im Ortskern sind zahlreiche Bauernhäuser im charakteristischen Stil der Franche-Comté aus dem 17. bis 19. Jahrhundert erhalten.

BevölkerungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2016
Einwohner 95 113 112 139 148 163 159 211
Quellen: Cassini und INSEE

Mit 210 Einwohnern (1. Januar 2018) gehört Villers-sous-Montrond zu den kleinen Gemeinden des Départements Doubs. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte (1891 wurden noch 203 Personen gezählt), wurde seit Mitte der 1970er Jahre wieder ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Villers-sous-Montrond war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Viehzucht) und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Mittlerweile hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde gewandelt. Viele Erwerbstätige sind Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen, ist aber von der Hauptstraße D67, die von Besançon nach Ornans führt, leicht erreichbar. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Mérey-sous-Montrond und Malbrans.

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes du Doubs. Band 2, Flohic Editions, Paris 2001, ISBN 2-84234-087-6, S. 861–862.

WeblinksBearbeiten

Commons: Villers-sous-Montrond – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien