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Villers-Saint-Martin

französische Gemeinde

GeographieBearbeiten

Villers-Saint-Martin liegt auf 350 m, vier Kilometer ostsüdöstlich von Baume-les-Dames und etwa 31 km ostnordöstlich der Stadt Besançon (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im Jura, in einer Senke zwischen der Jura-Randkette im Norden und den westlichen Ausläufern der Lomontkette im Süden.

Die Fläche des 8,90 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des französischen Juras. Der zentrale Teil des Gebietes wird von der Senke von Villers eingenommen, die maximal 1,5 Kilometer breit, etwa 6 Kilometer lang ist und durchschnittlich auf 350 m liegt. Sie ist gemäß der Streichrichtung des Juras in dieser Region in Richtung Westsüdwest-Ostnordost orientiert. Die Fläche ist überwiegend von Acker- und Wiesland bestanden und besitzt keine oberirdischen Fließgewässer, weil das Niederschlagswasser im verkarsteten Untergrund versickert.

Nach Norden erstreckt sich das Gebiet bis auf die schmale Krete des Bois de Babre (512 m), die zur Jura-Randkette gehört. Sie trennt die Senke von Villers vom nördlich verlaufenden Doubstal. Begrenzt wird die Krete im Westen vom Durchbruch des Cusancin und im Osten vom Quertal des Doubs. Im Süden reicht das Gemeindeareal auf den Höhenrücken des Bois du Saussoi, der den westlichsten Ausläufer der Lomontkette bildet. Hier wird mit 520 m die höchste Erhebung von Villers-Saint-Martin erreicht.

Zu Villers-Saint-Martin gehören neben dem eigentlichen Ort auch verschiedene Weiler und Einzelhöfe, darunter:

  • Sur la Layenne (360 m) im westlichen Abschnitt der Senke von Villers
  • Sur Plénise (352 m) in der Senke von Villers
  • Plénise (345 m) in der Senke von Villers

Nachbargemeinden von Villers-Saint-Martin sind Baume-les-Dames und Hyèvre-Magnin im Norden, Lomont-sur-Crête im Osten, Guillon-les-Bains im Süden sowie Pont-les-Moulins im Westen.

GeschichteBearbeiten

Im Mittelalter gehörte Villers zur Kastellanei Baume. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte das Dorf mit dem Frieden von Nimwegen 1678 an Frankreich. Die Gemeinde hieß bis 1922 Villers-le-Sec, bevor sie offiziell den heutigen Namen erhielt.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Dorfkirche von Villers-Saint-Martin wurde im 18. Jahrhundert im klassischen Stil erbaut.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 131
1968 116
1975 119
1982 161
1990 198
1999 190
2005 200

Mit 216 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) gehört Villers-Saint-Martin zu den kleinen Gemeinden des Département Doubs. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts abgenommen hatte (1901 wurden noch 204 Personen gezählt), wurde seit Mitte der 1970er Jahre wieder ein Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Villers-Saint-Martin war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Viehzucht) und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Viele Erwerbstätige sind auch Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen an einer Departementsstraße, die von Pont-les-Moulins nach Hyèvre-Magny führt. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Baume-les-Dames und Lomont-sur-Crête.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Villers-Saint-Martin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien