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Skispringen 28. Vierschanzentournee Fédération Internationale de Ski Logo.svg
Sieger
Tourneesieger OsterreichÖsterreich Hubert Neuper
Oberstdorf Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Jochen Danneberg
Garmisch-Partenkirchen OsterreichÖsterreich Hubert Neuper
Innsbruck OsterreichÖsterreich Hubert Neuper
Bischofshofen Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Martin Weber
Teilnehmer
Nationen 19
Sportler 113
1978/79 1980/81

Die 28. Vierschanzentournee 1979/80 war eine Station des Skisprung-Weltcups 1979/1980, die in Deutschland und Österreich zur Austragung kam. Die Tournee fand vom 30. Dezember 1979 bis zum 6. Januar 1980 auf den Schanzen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen (Deutschland) sowie in Innsbruck und Bischofshofen (Österreich) statt. Die Vierschanzentournee wurde von dem Österreicher Hubert Neuper vor drei Springern aus der DDR gewonnen.

Inhaltsverzeichnis

ModusBearbeiten

Bei der Tournee wurde nach einem neuen Modus verfahren. Zum zweiten Durchgang durften nur noch die besten 50 Springer des ersten Durchganges antreten und zudem schieden die Nichtplatzierten auch aus der Gesamtwertung der Tournee aus.

TeilnehmerBearbeiten

Nation Athleten
Deutschland BR  BR Deutschland Peter Schwinghammer, Hans-Jürgen Eschrich, Hermann Weinbuch, Thomas Klauser, Albert Wursthorn, Peter Leitner, Hubert Schwarz, Thomas Prosser
Deutschland Demokratische Republik 1949  DDR Jochen Danneberg, Martin Weber, Harald Duschek, Falko Weißpflog, Klaus Ostwald, Manfred Deckert, Henry Glaß, Thomas Meisinger
Osterreich  Österreich Hans Millonig, Alois Lipburger, Claus Tuchscherer, Armin Kogler, Hubert Neuper, Hans Wallner, Alfred Groyer, Toni Innauer, Gebhard Aberer, Manfred Steiner, Willi Pürstl, Andreas Felder, Rupert Gürtler, Heinz Koch
Bulgarien 1967  Bulgarien Wladimir Brejtschew, Petar Dimitrov, Angel Stojanow, Walentin Boschkow
Finnland  Finnland Jouko Törmänen, Kari Ylianttila, Jari Puikkonen, Pentti Kokkonen, Keijo Korhonen, Jari Pulkkinen, Kari Heinonen, Jari Larinto
Frankreich  Frankreich Patric Dubiez, Philippe Jacoberger, Bernard Moullier, Gérard Colin
Italien  Italien Ivano Wegher, Lido Tomasi, Massimo Rigoni
Japan  Japan Yūji Kawamura, Sakae Tsuruga, Hirokazu Yagi, Takafumi Kawabata, Masaru Nagaoka, Hiroyasu Aizawa, Masahiro Akimoto
Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Jugoslawien Marko Mlakar, Bogdan Norčič, Miran Tepeš, Ivo Zupan, Primož Ulaga, Brane Benedik, Vasja Bajc
Kanada  Kanada Tauno Käyhkö, Ron Richards, Horst Bulau, Steve Collins
Norwegen  Norwegen Johan Sætre, Per Bergerud, Ulf Jørgensen, Roger Ruud, Dag Holmen-Jensen, Per Steinar Nordlien, Ole Bremseth, Tom Levorstad
Polen 1944  Polen Stanisław Pawlusiak, Pjotr Fijas, Stanisław Bobak, Andrzej Kowalski
Schweden  Schweden Christer Karlsson, Jan Holmlund, Seppo Toivonen, Per Balkaasen, Anders Daun
Schweiz  Schweiz Hansjörg Sumi, Paul Egloff, Robert Mösching, Georges Jaquiery, Placide Schmidinger
Sowjetunion  Sowjetunion Alexei Borowitin, Juri Iwanow, Wladimir Tschernjajew, Waleri Sawin, Wladimir Wlassow, Sergei Saitschik, Anatoli Oparin, Pjotr Sunin
Spanien  Spanien Thomas Cano, Ángel Janiquet
Tschechoslowakei  Tschechoslowakei Leoš Škoda, Ján Tánczos, Josef Samek, František Novák , Josef Brzuchanski
Ungarn  Ungarn László Fischer, Robert Fogarasi, Zoltan Kelemen, Gábor Gellér, Gyula Henyel, Miklos Lovas
Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten Jim Denney, John Broman, Chris McNeill,

AustragungsorteBearbeiten

OberstdorfBearbeiten

Da der Probedurchgang nach 22 Springern wegen Neuschnees abgebrochen und nicht wiederholt wurde, wählte die Jury einen zu langen Anlauf für den ersten Durchgang. So kam es, dass der Schanzenrekord (110 m) einmal eingestellt und fünfmal überboten wurde. Die neue Rekordmarke von 113 m stellte der Österreicher Alfred Groyer auf, mit der er nach dem ersten Durchgang hinter seinen Landsmann Hubert Neuper auf dem zweiten Platz lag. Zum zweiten Durchgang wurde dann der Anlauf bis zur untersten Luke verkürzt. Jochen Danneberg, der nach dem ersten Durchgang auf den sechsten Platz lag, sicherte sich mit der zweitgrößten Weite von 107 m im zweiten Durchgang den Sieg des Auftaktspringens dieser Tournee.

Pos. Springer Punkte Weite 1 Weite 2
01 Deutschland Demokratische Republik 1949  Jochen Danneberg 248,2 111,0 m 107,0 m
02 Osterreich  Hubert Neuper 243,5 112,0 m 100,5 m
03 Osterreich  Alfred Groyer 241,8 113,0 m 099,0 m
04 Finnland  Keijo Korhonen 241,0 104,5 m 108,0 m
05 Deutschland Demokratische Republik 1949  Harald Duschek 239,0 108,0 m 104,5 m
06 Japan  Takafumi Kawabata 235,2 111,0 m 097,0 m
07 Deutschland Demokratische Republik 1949  Klaus Ostwald 234,3 110,0 m 099,5 m
08 Norwegen  Per Bergerud 233,1 104,0 m 105,0 m
Sowjetunion 1955  Wladimir Wlassow 233,1 112,0 m 097,0 m
10 Deutschland Demokratische Republik 1949  Martin Weber 232,7 105,0 m 100,5 m
18 Deutschland Demokratische Republik 1949  Falko Weißpflog 227,6 105,0 m 099,0 m
20 Deutschland Demokratische Republik 1949  Henry Glaß 223,1 104,0 m 097,5 m
24 Deutschland Bundesrepublik  Hermann Weinbuch 220,2 104,0 m 096,5 m
28 Deutschland Demokratische Republik 1949  Manfred Deckert 217,2 102,0 m 098,5 m
39 Deutschland Bundesrepublik  Peter Schwinghammer 209,1 100,5 m 093,5 m
43 Deutschland Demokratische Republik 1949  Thomas Meisinger 203,7 099,0 m 094,0 m
44 Deutschland Bundesrepublik  Hubert Schwarz 203,1 098,5 m 093,0 m
47 Deutschland Bundesrepublik  Peter Leitner 200,1 099,5 m 092,0 m

Garmisch-PartenkirchenBearbeiten

Nach seinem zweiten Platz beim Auftaktspringen in Oberstdorf sicherte sich der 19-jährige Österreicher Hubert Neuper bei besten Bedingungen das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen. Im ersten Durchgang stand zwar der Finne Jari Puikkonen den weitesten Sprung, lag aber aufgrund der schlechteren Haltungsnoten hinter Neuper auf dem zweiten Platz. Bei längerem Anlauf kamen dann beide im zweiten Durchgang auf die gleiche Weite, was Neuper den Sieg bescherte. Der weiteste und zugleich einzige 100-m-Sprung gelang dem Japaner Hirokazu Yagi, was ihm noch den vierten Platz einbrachte. Auftaktsieger Jochen Danneberg verpasste zweimal den Absprung und landete auf dem 28. Platz.

Pos. Springer Punkte Weite 1 Weite 2
01 Osterreich  Hubert Neuper 232,2 96,0 m 99,0 m
02 Finnland  Jari Puikkonen 230,4 96,5 m 99,0 m
03 Norwegen  Johan Sætre 229,7 94,0 m 98,5 m
04 Japan  Hirokazu Yagi 224,6 91,0 m 100,0 m0
05 Osterreich  Alfred Groyer 224,3 94,0 m 97,5 m
06 Polen 1944  Stanisław Bobak 224,1 95,0 m 96,0 m
07 Kanada  Steve Collins 223,7 94,5 m 98,0 m
08 Deutschland Demokratische Republik 1949  Henry Glaß 223,6 94,0 m 97,0 m
09 Finnland  Pentti Kokkonen 221,4 92,5 m 98,0 m
10 Sowjetunion 1955  Wladimir Wlassow 221,0 92,5 m 97,0 m
11 Deutschland Demokratische Republik 1949  Klaus Ostwald 220,1 93,0 m 98,0 m
13 Deutschland Demokratische Republik 1949  Thomas Meisinger 218,8 92,0 m 97,0 m
21 Deutschland Demokratische Republik 1949  Martin Weber 212,4 90,0 m 93,0 m
23 Deutschland Demokratische Republik 1949  Manfred Deckert 212,0 89,0 m 95,5 m
28 Deutschland Demokratische Republik 1949  Jochen Danneberg 209,8 89,0 m 95,0 m
30 Deutschland Demokratische Republik 1949  Falko Weißpflog 208,9 90,0 m 93,0 m
34 Deutschland Demokratische Republik 1949  Harald Duschek 206,8 89,5 m 92,0 m

InnsbruckBearbeiten

Nach dem ersten Durchgang lag der in der Gesamtwertung führende Hubert Neuper nach einem neuen Schanzenrekord von 107 m vor dem Schweizer Hansjörg Sumi und Klaus Ostwald auf dem ersten Platz. Der zweite Durchgang wurde nach zehn Springern erst einmal abgebrochen, um den Anlauf zu verkürzen. Neuper, der seine Spitzenposition aus dem ersten Durchgang vor Sumi verteidigen konnte, gewann sein zweites Springen bei dieser Tournee und baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung aus. Ostwald wurde noch aufgrund schlechterer Haltungsnoten von Henry Glaß und Jari Puikkonen auf den fünften Platz verwiesen.

Pos. Springer Punkte Weite 1 Weite 2
01 Osterreich  Hubert Neuper 250,5 107,0 m 102,0 m
02 Schweiz  Hansjörg Sumi 242,0 105,5 m 101,0 m
03 Deutschland Demokratische Republik 1949  Henry Glaß 239,0 100,0 m 101,5 m
04 Finnland  Jari Puikkonen 238,9 102,0 m 100,5 m
05 Deutschland Demokratische Republik 1949  Klaus Ostwald 238,7 103,5 m 101,0 m
06 Deutschland Demokratische Republik 1949  Martin Weber 237,2 103,0 m 099,0 m
07 Norwegen  Roger Ruud 236,9 102,0 m 103,0 m
08 Norwegen  Johan Sætre 232,5 102,0 m 097,0 m
09 Osterreich  Claus Tuchscherer 230,7 099,0 m 098,0 m
Sowjetunion 1955  Alexei Borowitin 230,7 099,5 m 100,0 m
16 Deutschland Demokratische Republik 1949  Harald Duschek 225,5 098,0 m 098,5 m
17 Deutschland Demokratische Republik 1949  Jochen Danneberg 224,4 100,0 m 095,0 m
18 Deutschland Demokratische Republik 1949  Manfred Deckert 224,3 099,0 m 097,0 m
21 Deutschland Demokratische Republik 1949  Falko Weißpflog 221,5 097,0 m 097,0 m
25 Deutschland Bundesrepublik  Peter Leitner 216,6 098,0 m 095,0 m
43 Deutschland Demokratische Republik 1949  Thomas Meisinger 200,8 094,0 m 089,5 m
45 Deutschland Bundesrepublik  Thomas Klauser 196,2 096,0 m 086,0 m
ausgeschieden nach dem 1. Durchgang
62. Deutschland Bundesrepublik  Thomas Prosser, 75. Deutschland Bundesrepublik  Peter Schwinghammer, 84. Deutschland Bundesrepublik  Eschrich und 92. Deutschland Bundesrepublik  Hermann Weinbuch

BischofshofenBearbeiten

Martin Weber führte das Feld nach dem weitesten Sprung im ersten Durchgang vor Henry Glaß und Hubert Neuper an. Wie schon in Innsbruck musste auch in Bischofshofen der zweite Durchgang erst einmal abgebrochen werden, um den Anlauf zu verkürzen. Danach genügte Weber mit 97 m ein solider Sprung zum Gewinn seines ersten Weltcupspringens. Auf den Plätzen folgten ihm Glaß und der Pole Piotr Fijas, der im zweiten Durchgang mit 101,5 m den weitesten Sprung stand. Hubert Neuper reichte ein zehnter Platz zum Gesamtsieg der Vierschanzentournee.

Pos. Springer Punkte Weite 1 Weite 2
01 Deutschland Demokratische Republik 1949  Martin Weber 230,4 102,0 m 097,0 m
02 Deutschland Demokratische Republik 1949  Henry Glaß 227,2 100,5 m 098,0 m
03 Polen 1944  Piotr Fijas 226,8 098,5 m 101,5 m
04 Deutschland Demokratische Republik 1949  Harald Duschek 225,7 098,5 m 100,0 m
05 Deutschland Demokratische Republik 1949  Manfred Deckert 220,7 099,5 m 099,0 m
06 Deutschland Demokratische Republik 1949  Thomas Meisinger 220,1 097,5 m 099,5 m
07 Finnland  Jari Puikkonen 219,7 100,0 m 093,5 m
08 Deutschland Demokratische Republik 1949  Klaus Ostwald 219,2 098,0 m 098,0 m
09 Osterreich  Alfred Groyer 214,6 095,5 m 094,0 m
10 Osterreich  Hubert Neuper 213,9 097,5 m 091,5 m
14 Deutschland Demokratische Republik 1949  Jochen Danneberg 211,0 097,5 m 090,5 m
19 Deutschland Demokratische Republik 1949  Falko Weißpflog 202,2 094,0 m 089,5 m
24 Deutschland Bundesrepublik  Thomas Klauser 198,6 091,5 m 093,0 m
32 Deutschland Bundesrepublik  Peter Leitner 191,0 091,5 m 089,0 m

Tournee-EndstandBearbeiten

Nach einem zweiten Platz beim Auftaktspringen in Oberstdorf und zwei Tagessiegen in Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck reichte dem 19-jährigen Hubert Neuper ein zehnter Platz in Bischofshofen, um die 28. Vierschanzentournee mit klaren Vorsprung vor Henry Glaß, Martin Weber, Klaus Ostwald (alle aus der DDR) und seinem Landsmann Alfred Groyer zu gewinnen.

Pos. Springer Punkte
01 Osterreich  Hubert Neuper 940,1
02 Deutschland Demokratische Republik 1949  Henry Glaß 912,9
03 Deutschland Demokratische Republik 1949  Martin Weber 912,7
04 Deutschland Demokratische Republik 1949  Klaus Ostwald 912,3
05 Osterreich  Alfred Groyer 904,0
06 Deutschland Demokratische Republik 1949  Harald Duschek 897,0
07 Deutschland Demokratische Republik 1949  Jochen Danneberg 893,4
08 Polen 1944  Piotr Fijas 888,3
09 Norwegen  Johan Sætre 885,2
10 Sowjetunion 1955  Wladimir Wlassow 880,9
11 Schweiz  Hansjörg Sumi 880,3
12 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Bogdan Norčič 880,2
13 Deutschland Demokratische Republik 1949  Manfred Deckert 874,2
14 Schweiz  Robert Mösching 860,8
15 Deutschland Demokratische Republik 1949  Falko Weißpflog 860,2
18 Deutschland Demokratische Republik 1949  Thomas Meisinger 843,4
23 Deutschland Bundesrepublik  Peter Leitner 819,7

LiteraturBearbeiten