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Viermünden

Stadtteil von Frankenberg (Eder)

Viermünden ist ein Stadtteil von Frankenberg (Eder) im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg. Viermünden ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Viermünden
Koordinaten: 51° 6′ 7″ N, 8° 49′ 43″ O
Höhe: 282 (265–322) m ü. NHN
Fläche: 11,74 km²
Einwohner: 804 (2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1970
Postleitzahl: 35066
Vorwahl: 06451
Der Ort im Februar
Der Ort im Februar

Geografische LageBearbeiten

Der Ort liegt etwa sechs Kilometer nördlich der Kernstadt. Östlich des Ortes verläuft die Bundesstraße 252, daneben fließt die Eder. Durch den Ort verläuft die Bahnstrecke Warburg–Sarnau.

GeschichteBearbeiten

 
Hallenkirche von Viermünden, erbaut 1770–1780
 
Gutshof Viermünden, erbaut 1633

Viermünden (Fiormenni) wurde im Jahre 850 n. Chr. erstmals erwähnt. Ein gewisser Gozmar, vermutlich ein Vorfahre der Ziegenhainer Grafen, schenkte in diesem Jahr von seinen Besitzungen sieben Dörfer im Hessengau dem Kloster Fulda. Die Urkunde war ausgefertigt in Affoldern, ist aber im Original nicht mehr erhalten. Die in dieser Urkunde erwähnten Dörfer sind Affoldern, Buhlen, Gleichen, Haine, Wollmar Mehlen, Schreufa (Scroufin) und Viermünden. Die Petri Kirche ist eine der ältesten Hallenkirchen in Hessen (1770–1780). Unter der Kirche liegt die Gruft derer von Dersch. Das Adelsgeschlecht derer von Viermund stammt ursprünglich aus Viermünden und ist nach dem Ort benannt.

Am 31. Dezember 1970 wurde Viermünden im Zuge der Gebietsreform in Hessen in die Stadt Frankenberg (Eder) (damalige Schreibweise Frankenberg-Eder) eingegliedert.[2]

WappenBearbeiten

Am 9. Oktober 1968 wurde der Gemeinde Viermünden im damaligen Landkreis Frankenberg ein Wappen mit folgender Blasonierung verliehen: In Silber ein schwarz-gold quadrierter Schrägbalken, beseitet von zwei grünen vierblättrigen Kleeblättern.[3]

VerkehrBearbeiten

Seit 11. September 2015 halten hier wieder Züge der Bahnstrecke Korbach–Frankenberg–Marburg.

TriviaBearbeiten

Der Volksmund nennt den Ort heute noch "Vermen".

Söhne und TöchterBearbeiten

  • Karl Heldmann (1869–1943), Historiker, Kriegsgegner und Anhänger eines föderalen Neuaufbaus in der Weimarer Republik

WeblinksBearbeiten

  Commons: Viermünden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. „Zahlen, Daten, Fakten“ im Internetauftritt der Stadt Frankenberg, abgerufen im Juli 2016.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 389.
  3. Der Hessische Minister des Inneren: Genehmigung eines Wappens der Gemeinde Viermünden, Landkreis Frankenberg, Regierungsbezirk Kassel vom 9. Oktober 1968. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1968 Nr. 44, S. 1626, Punkt 1252 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,9 MB]).