Višňov

Gemeinde in der Slowakei
Višňov
Wappen Karte
Wappen fehlt
Višňov (Slowakei)
Višňov
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Košický kraj
Okres: Trebišov
Region: Dolný Zemplín
Fläche: 4,763 km²
Einwohner: 239 (31. Dez. 2020)
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km²
Höhe: 122 m n.m.
Postleitzahl: 076 61 (Postamt Bačkov)
Telefonvorwahl: 0 56
Geographische Lage: 48° 45′ N, 21° 40′ OKoordinaten: 48° 44′ 56″ N, 21° 40′ 8″ O
Kfz-Kennzeichen: TV
Kód obce: 543934
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Verwaltung (Stand: November 2018)
Bürgermeister: Marta Pejová
Adresse: Obecný úrad Višňov
Hlavná 71/22
076 61 Bačkov
Webpräsenz: www.visnov.ocu.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Višňov (ungarisch Visnyó)[1] ist eine Gemeinde im Osten der Slowakei mit 239 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2020), die zum Okres Trebišov, einem Kreis des Košický kraj, gehört. Sie ist Teil der traditionellen Landschaft Zemplín.

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde befindet sich im westlichen Teil des Ostslowakischen Tieflands, genauer im Ostslowakischen Hügelland, am östlichen Fuß des Gebirges Slanské vrchy, am Bach Bačkovský potok im Einzugsgebiet der Ondava. Das Ortszentrum liegt auf einer Höhe von 122 m n.m. und ist sechs Kilometer von Sečovce sowie 17 Kilometer von Trebišov entfernt (Straßenentfernung).

Nachbargemeinden sind Stankovce im Norden, Parchovany im Osten, Dvorianky im Südosten, Sečovce im Süden und Südwesten, Bačkov im Westen und Kravany im Nordwesten.

GeschichteBearbeiten

 
Kirche in Višňov

Višňov wurde zum ersten Mal 1270 als Wysno schriftlich erwähnt, weitere historische Bezeichnungen sind unter anderen Fuluisno (1306), Nogvisnow, Kis Visnod, Eghazas Wysnow (1329), Nogvysnyo (1355), Kyswysnyo, Naghwysnyo (1459) und Wissnow (1773). Im Jahr der Ersterwähnung schenkte ein gewisser Stephan das Dorf an den Magister Rajnold, dem Gründer des Geschlechts Rozgonyi. Später war Višňov Gut in der Herrschaft der Burg Čičava, 1598 Besitz der Pfarrei von Vranov und danach der Herrschaft von Humenné. Im Jahr 1672 erhielten die Pauliner aus Vranov den Ort durch eine Schenkung des Geschlechts Drugeth. Im späten 18. Jahrhundert gehörte das Dorf der Kammer und ab 1820 der griechisch-katholischen Eparchie von Prešov.

1493 standen im Ort 14 Ansiedlung, sechs davon waren unbewohnt. 1715 gab es 12 verlassene und sechs bewohnte Haushalte. 1787 hatte die Ortschaft 35 Häuser und 289 Einwohner, 1828 zählte man 54 Häuser und 413 Einwohner. Von 1880 bis 1910 wanderten viele Einwohner aus.

Bis 1918/1919 gehörte der im Komitat Semplin liegende Ort zum Königreich Ungarn und kam danach zur Tschechoslowakei beziehungsweise heutigen Slowakei.

BevölkerungBearbeiten

Nach der Volkszählung 2011 wohnten in Višňov 246 Einwohner, davon 233 Slowaken, zwei Russinen sowie jeweils ein Tscheche und Ukrainer. Neun Einwohner machten keine Angabe zur Ethnie.

163 Einwohner bekannten sich zur römisch-katholischen Kirche, 39 Einwohner zur griechisch-katholischen Kirche, sieben Einwohner zu den Zeugen Jehovas, jeweils drei Einwohner zur Evangelischen Kirche A. B. und zur reformierten Kirche und ein Einwohner zur evangelisch-methodistischen Kirche. 13 Einwohner waren konfessionslos und bei 17 Einwohnern wurde die Konfession nicht ermittelt.[2]

Bauwerke und DenkmälerBearbeiten

  • römisch-katholische Peter-und-Paul-Kirche im Secessionsstil aus dem Jahr 1936[3]

VerkehrBearbeiten

Durch Višňov passiert die Cesta III. triedy 3650 („Straße 3. Ordnung“) zwischen Dargov und Parchovany (Anschluss an die Cesta I. triedy 79 („Straße 1. Ordnung“)). Der nächste Bahnanschluss ist in Sečovce an der Bahnstrecke Trebišov–Vranov nad Topľou, seit 2003 wird der dortige Bahnhof im regelmäßigen Personenverkehr nicht mehr angefahren, der nächste angefahrene Bahnhof ist seither in Trebišov.

WeblinksBearbeiten

Commons: Višňov – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Slovníkový portál Jazykovedného ústavu Ľ. Štúra SAV. Abgerufen am 5. August 2021 (slowakisch).
  2. Ergebnisse der Volkszählung 2011. Abgerufen am 5. August 2021 (slowakisch).
  3. Višňov - Kostol sv. Petra a Pavla In: pamiatkynaslovensku.sk, abgerufen am 5. August 2021 (slowakisch)