VfL Geseke
Vereinslogo
Voller Name Verein für Leibesübungen
09 Geseke e.V.
Ort Geseke, NRW
Gegründet 1909
Aufgelöst 2003
Vereinsfarben grün-weiß
Stadion Stadion Kreuzbreite
Höchste Liga Landesliga Westfalen
Erfolge keine

Der VfL Geseke (offiziell: Verein für Leibesübungen 09 Geseke e.V.) war ein Sportverein aus Geseke im Kreis Soest. Die erste Fußballmannschaft spielte drei Jahre in der höchsten westfälischen Amateurliga.

GeschichteBearbeiten

Der Verein wurde im Jahre 1909 gegründet. Die Fußballer stiegen im Jahre 1934 in die seinerzeit zweitklassige Bezirksklasse Ostwestfalen auf, mussten aber nach einem Jahr wieder absteigen. Nach dem direkten Wiederaufstieg konnten sich die Geseker in der Bezirksklasse etablieren.[1] Im Jahre 1937 verpassten die Geseker die Qualifikation für den Tschammerpokal, dem Vorläufer des DFB-Pokals nur knapp. Das entscheidende Spiel auf westfälischer Ebene wurde gegen Borussia Dortmund mit 2:3 nach Verlängerung verloren.[2]

Im Jahre 1948 erreichte der VfL die Aufstiegsrunde zur Landesliga, die damals die höchste Amateurliga Westfalens war. Die Geseker scheiterten allerdings an Sparta Nordhorn. Drei Jahre später wurde die Mannschaft Meister der Bezirksklasse Paderborn und stieg in die kurzlebige 2. Landesliga Westfalen auf.[3] Aus dieser stieg der VfL als Drittletzter prompt wieder ab. 1953 wurden die Geseker erneut Bezirksklassenmeister und stiegen in die Landesliga auf. Der sportliche Zenit wurde in der Saison 1954/55 erreicht, als die Geseker Tabellensiebter wurden. Ein Jahr später verpasste die Mannschaft die Qualifikation für die neu geschaffene Verbandsliga Westfalen und spielte nur noch viertklassig. Im Jahre 1958 ging es für den VfL erneut zurück in die Bezirksklasse.

Der Wiederaufstieg in die Landesliga gelang erst im Jahre 1976 und die Geseker wurden in dort in der folgenden Spielzeit 1976/77 auf Anhieb Vizemeister hinter der TSG Harsewinkel. Drei Jahre später folgte eine erneute Vizemeisterschaft, dieses Mal hinter dem SC Eintracht Heessen sowie dritte Plätze in den Jahren 1980 und 1988. Im Jahre 1993 stieg die Mannschaft wieder in die Bezirksliga ab, wo die Geseker mehrfach den dritten Platz belegten.[4] Mit Josef Marx brachte der VfL Geseke einen deutschen Nationalspieler hervor. Ferner wurde der VfL zeitweilig von Dettmar Cramer trainiert, der 1975 und 1976 mit dem FC Bayern München den Europapokal der Landesmeister gewann.

Nachfolgeverein SV 03 GesekeBearbeiten

SV 03 Geseke
Name SV 03 Geseke
Spielstätte Stadion Kreuzbreite
Plätze 5.000
Cheftrainer Bastian Rehborn
Liga Bezirksliga Westfalen 13
2020/21 Saison annulliert
Website sv03geseke.de

Im Jahre 2003 fusionierte der VfL Geseke mit DJK Blau-Weiß Geseke zum SV 03 Geseke.[5] Die DJK Blau-Weiß Geseke spielte in der Saison 1990/91 sowie von 1994 bis 1997 in der Bezirksliga.[6]

Der SV 03 Geseke stieg prompt in die Landesliga auf, musste aber nach zwei Jahren wieder in die Bezirksliga absteigen ehe es 2010 runter in die Bürener Kreisliga A runterging. Zwei Jahre später folgte der Wiederaufstieg in die Bezirksliga, dem jedoch der direkte Wiederabstieg in die Paderborner Kreisliga A folgte. Nach drei Vizemeisterschaften in vier Jahren wechselte der Verein 2017 in den Fußballkreis Lippstadt und schaffte auf Anhieb den Aufstieg in die Bezirksliga.[7] Nach nur einer Saison stieg die Mannschaft wieder ab, schaffte aber bereits 2020 den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksliga.

PersönlichkeitenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Frank Müller: Tabellen der Jahre 1906 bis 1945. Blaue Daten, abgerufen am 1. November 2015.
  2. Dietrich Schulze-Marmeling: Der Ruhm, der Traum und das Geld. Die Geschichte von Borussia Dortmund. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2005, ISBN 3-89533-480-4, S. 469.
  3. Deutscher Sportclub für Fußball-Statistiken: Fußball in Westdeutschland 1945 - 1952. Hövelhof 2011, S. 79, 195.
  4. VfL Geseke. Tabellenarchiv.info, abgerufen am 17. Mai 2019.
  5. Verein. SV 03 Geseke, abgerufen am 13. August 2014.
  6. DJK Blau-Weiß Geseke. Tabellenarchiv.info, abgerufen am 20. Juli 2020.
  7. SV Geseke. Tabellenarchiv.info, abgerufen am 17. Mai 2019.