Verwaltungsgliederung Sambias

Verwaltungseinheiten Sambias

Die Verwaltungsgliederung Sambias kennt zwei Verwaltungsebenen. Seit 2011 gliedert sich Sambia in zehn Provinzen (provinces), die wiederum in 89 local authorities untergliedert sind: Davon haben 69 einen Status als District Council, vier als City Council und 16 als Municipal Council.

Unterhalb dieser beiden Ebenen existieren noch die Wards, denen jedoch keine Verwaltungsaufgaben zugeteilt und die lediglich bei Wahlen von Bedeutung sind.

EntwicklungBearbeiten

Die territoriale Einteilung Sambias nach Provinzen und Distrikten beruht in wesentlichen Grundzügen auf den historischen administrativen Festlegungen mittels Court Areas, die 1911 von der British South Africa Company nach deren Gesichtspunkten eingerichtet wurden.[1] Der Staat Sambia bestand bei seiner Gründung im Jahre 1964 aus 8 Provinzen. Von den ursprünglichen Provinznamen änderten sich 1969 zwei, Barotseland in Western und die bisherige Provinz Western in Copperbelt. Drei Hauptorte trugen bis zu demselben Jahr noch ihre Namen aus der britischen Kolonialzeit. die sich nun auch änderten. Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht die ehemalige administrative Gliederung des unabhängigen Sambias vor diesen Veränderungen.[2] Innerhalb der damaligen Territorialgliederung gab es 43 ländliche und 9 städtische Distrikte.[3]

Provinz (vormalige Gliederung) Hauptstadt
01 Barotseland Mongu
02 Central Broken Hill
03 Eastern Fort Jameson
04 Luapula Fort Rosebery
05 Northern Kasama
06 North-Western Solwezi
07 Southern Livingstone
08 Western Ndola

Im Jahre 1973 entstand durch Abtrennung der Distrikte Lusaka und Luangwa (früher Feira) von der Central Province die neue Lusaka Province. Bei ihrer Gründung umfasste sie eine Fläche von nur 360 km2. Das Wachstum ihrer gleichnamigen Hauptstadt machte 1988 eine Flächenerweiterung erforderlich.[2] Der Staat Sambia umfasste seither 9 Provinzen, die wiederum in 63 Distrikte aufgeteilt waren.[4][5] Mit Bildung der Provinz Muchinga im Jahre 2011 kam diese als zehnte hinzu. Zu diesem Zweck wurden die Distrikte Chinsali, Isoka, Mafinga, Mpika und Nakonde der Nordprovinz sowie der Distrikt Chama der Ostprovinz zusammengeführt.[2]

ProvinzenBearbeiten

 
Provinzen in Sambia

Der Staat gliedert sich in zehn Provinzen. Die jüngste ist Muchinga.

Provinz Hauptstadt
01 Zentralprovinz Kabwe
02 Copperbelt Ndola
03 Ostprovinz Chipata
04 Luapula Mansa
05 Lusaka Lusaka
06 Muchinga Chinsali
07 Nordprovinz Kasama
08 Nordwestprovinz Solwezi
09 Südprovinz Choma
10 Westprovinz Mongu

DistrikteBearbeiten

Die Provinzen sind in Distrikte (Districts) unterteilt. Diese tragen den Namen der Distriktshauptstadt. Unterschieden werden beide durch den Zusatz boma bei der Hauptstadt und dem Zusatz district beim Distrikt, also beispielsweise Mansa boma und Mansa district. Jede boma hat für gewöhnlich ein Krankenhaus, Haupt- und Sekundarschulen, letztere zumeist mit Internat für 1000 Schüler.

Die Zahl der Distrikte hat mit den Jahren stark zugenommen. Die 116 Distrikte (Stand: 2022) sind in Wards aufgeteilt. Für jeden Ward wird von der Bevölkerung ein Councillor gewählt. Mehrere Wards/Councillors werden zu einem Rat zusammengefasst.

Im Jahr 2022 bestanden die folgenden 116 Distrikte:

Zentralprovinz (11)

  • Chibombo
  • Chisamba
  • Chitambo
  • Kabwe
  • Kapiri Mposhi
  • Luano
  • Mkushi
  • Mumbwa
  • Ngabwe
  • Serenje
  • Shibuyunji

Copperbelt (10)

  • Chililabombwe
  • Chingola
  • Kalulushi
  • Kitwe
  • Luanshya
  • Lufwanyama
  • Masaiti
  • Mpongwe
  • Mufulira
  • Ndola

Ostprovinz (15)

  • Chama
  • Chadiza
  • Chasefu
  • Chipangali
  • Chipata
  • Kasenengwa
  • Katete
  • Lumezi
  • Lundazi
  • Lusangazi
  • Mambwe
  • Nyimba
  • Petauke
  • Sinda
  • Vubwi

Luapula (12)

Lusaka (6)

Muchinga (8)

Nordwestprovinz (11)

  • Chavuma
  • Ikelenge
  • Kabompo
  • Kalumbila
  • Kasempa
  • Manyinga
  • Mufumbwe
  • Mushindano
  • Mwinilunga
  • Solwezi
  • Zambezi

Nordprovinz (12)

Südprovinz (15)

  • Chikankanta
  • Chirundu
  • Choma
  • Gwembe
  • Itezhi-tezhi
  • Kalomo
  • Kazungula
  • Livingstone
  • Mazabuka
  • Monze
  • Namwala
  • Pemba
  • Siavonga
  • Sinazongwe
  • Zimba

Westprovinz (16)

  • Kalabo
  • Kaoma
  • Limulunga
  • Luampa
  • Lukulu
  • Mitete
  • Mongu
  • Mulobezi
  • Mwandi
  • Nalolo
  • Nkeyema
  • Senanga
  • Sesheke
  • Shang'ombo
  • Sikongo
  • Sioma

WeblinksBearbeiten

Commons: Verwaltungsgliederung Sambias – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jürgen Schultz: Zambia. (= Wissenschaftliche Länderkunden, Band 23) Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1983, S. 9.
  2. a b c Gwillim Law: Provinces of Zambia. In: Administrative subdivisions of countries: a comprehensive world reference 1990 through 1998. McFarland & Company, Jefferson (NC) 1999. hier online (englisch).
  3. Jürgen Schultz: Zambia. (= Wissenschaftliche Länderkunden, Band 23) Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1983, S. 8.
  4. Republic of Zambia − The Provincial and District Boundaries Act.
  5. Republic of Zambia: Provincial and District Boundaries Act, Chapter 286. Rechtsstand 1. Januar 2006, auf www.leap.unep.org (englisch).