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Versandung entspricht zum einen der Verschlammung oder Verschlickung und ist ein Prozess der Sedimentation. Zum anderen kommt es zur Versandung von Kulturfeldern und Siedlungen durch die Ausbreitung von Sand am Rand von Wüsten.

Versandung von FließwasserBearbeiten

 
Verschlickung im Hafen von Neuhaus (Oste)

Versandung tritt bei Gewässern, aber auch in Behältern und Rohrsystemen, in der Kanalisation oder in Brunnenanlagen auf. Hierdurch wird die eigentliche Funktion eingeschränkt oder unmöglich gemacht. Versandungen und Verschlammungen treten besonders auch dann auf, wenn der Mensch durch bauliche Veränderungen in natürliche Wasserläufe eingreift. Der Assuan-Staudamm im Verlauf des Nils ist dafür ein Beispiel.

  • Versandung natürlicher Wasserläufe
  • Versandung von künstlichen Wasserläufen und Stauseen
  • Versandung von technischen Anlagen

Hafenbecken oder Wasserstraßen werden daher häufig mit großem Aufwand immer wieder ausgebaggert. Dies ist nicht immer unbedenklich, da Schlämme häufig mit abgesetzten Industrieabfällen (auch Altlasten) belastet sind. In den Wattengebieten wurden zur Reinigung der Fahrrinne zu Sielorten im 19. Jahrhundert bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts so genannte Mudderboote eingesetzt.

Versandung durch WindverwehungBearbeiten

 
Versandung der Dattelpalm-Oase Chinguetti, Mauretanien

Die Ausbreitung von Sand erfolgt in trockenen, meist wüstenartigen Gebieten durch die vom Wind bewirkte Wanderbewegung von Dünen oder durch die eher flache Anwehung von Flugsand. Besonders bei Sandstürmen in Wüsten werden große Mengen Sand über den Boden transportiert und entfernt abgelagert. Oasen in den Wüsten sind ebenso wenig vor Versandung geschützt wie Felder und Weideland an den Rändern.