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Verkehrsbetriebe Zürich

Verkersbetriebe der Stadt Zürich
Verkehrsbetriebe Zürich
Logo Verkehrsbetriebe Zürich
Basisinformationen
Webpräsenz www.vbz.ch
Bezugsjahr 2016
Eigentümer Stadt Zürich
Vorstand Michael Baumer
Betriebsleitung Guido Schoch
Verkehrsverbund Zürcher Verkehrsverbund
Mitarbeiter 2576
Linien
Spurweite 1000 mm (Meterspur)
Straßenbahn 15 (17)
Trolleybus 5 (seit 10.12.2017)
Bus 22 (+ 33 Agglomeration)
Sonstige Linien eine Standseilbahn
Anzahl Fahrzeuge
Straßenbahnwagen 258
Trolleybusse 70
Omnibusse 150
Statistik
Fahrgäste 303,1 Mio (+ 20,9 Agglomeration)
Fahrleistung 36,122 Mio. km pro Jahr
Haltestellen 437 (+ 253 Agglomeration)
Länge Liniennetz
Straßenbahnlinien 136 km
Buslinien 163,6 (+ 223,6 Agglomeration)dep1
Betriebseinrichtungen
Betriebshöfe 5 Tramdepots
2 Busgaragen
Sonstige Betriebseinrichtungen Zentralwerkstätte Altstetten
1 Bus-Stützpunkt
Länge Gleisanlagen 166 km
Netzplan
Liniennetzplan Zürich

Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) sind das kommunale Verkehrsunternehmen der Schweizer Stadt Zürich und gehören zum Departement der Industriellen Betriebe (DIB), einer Untereinheit der Stadtverwaltung. Die VBZ, gegründet 1896 als Städtische Strassenbahn Zürich (StStZ), betreiben heute den Grossteil des öffentlichen Nahverkehrs in der Stadt, einige Linien in der Region und sind eines von acht marktverantwortlichen Unternehmen (MVU) im 1990 gegründeten Zürcher Verkehrsverbund (ZVV). Zum Unternehmen gehören die 15 Linien der Strassenbahn Zürich, die Seilbahn Rigiblick, die fünf Linien des Trolleybus Zürich sowie der städtische Autobusverkehr mit 15 Hauptlinien, sieben Quartierslinien und 33 Regionallinien ausserhalb der Stadt Zürich (Agglomeration Zürich). Zudem sind die VBZ mit dem Betrieb von drei Privatbahnen betraut. Dies sind die Polybahn (eine Standseilbahn im Eigentum der UBS), die Dolderbahn (seit 1973 eine Zahnradbahn) und die schmalspurige Forchbahn. Zum Liniennetz der Strassenbahn wird manchmal die Linie S 18 der Forchbahn und die Museumslinie 21 dazugezählt.

GeschichteBearbeiten

 
StStZ-Billett aus den 1940er Jahren mit schematischem Netzplan

Mitte 1896 gründete die Stadt Zürich den kommunalen Betrieb Städtische Strassenbahn Zürich (StStZ), nachdem sie die erst 1894 gegründete private Gesellschaft Elektrische Strassenbahn Zürich (ESZ) erworben hatte. Anfang 1897 wurde auch die ebenfalls private Zürcher Strassenbahn Gesellschaft (ZStG), die seit dem 5. September 1882 das normalspurige Rösslitram betrieb, von der Stadt übernommen und in die StStZ integriert. In den folgenden Jahren übernahm die StStZ auch alle anderen parallel entstandenen privaten Tramunternehmen:

1927 verkehrte die erste städtische Autobuslinie, der Busbetrieb gehörte anfangs zum rechtlich eigenständigen Unternehmen Kraftwagenbetrieb der Städtischen Strassenbahn Zürich. Dieser wurde 1935 in Autobusbetrieb der Städtischen Strassenbahn Zürich umbenannt.[1] Ab 1939 wurden die ersten Trolleybusse eingesetzt, sie gehörten anfangs organisatorisch ebenfalls zum Autobusbetrieb. Im März 1949 wurden alle drei Betriebsteile zusammengelegt, es entstanden die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich.[2] 1978 erfolgte die Umbenennung in die heute gültige Kurzform Verkehrsbetriebe Zürich sowie die Einführung der Marketingbezeichnung VBZ Züri-Linie.

KritikBearbeiten

Am 20. Mai 2011 betrieb die Gewerkschaft VPOD eine Streikaktion[3] gegen die VBZ. Dabei ging es um Pausenregelungen und Schichtzeiten. In der Zeitung 20minuten war in dessen Vorfeld am 10. Mai ein Inserat mit den Anstellungsbedingungen der VBZ als Eigenwerbung der VBZ erschienen.[4] Die Arbeitsbedingungen waren jedoch nicht Bestandteil des Streits; es ging um die gestiegene Belastung und zu kurze Pausen. Aufgrund der Wohnungsknappheit in Zürich wohnen die Angestellten immer weiter entfernt, sodass die echten Ruhezeiten kaum mehr den Ruhezeiten eines Schichtplans entsprechen.

NetzBearbeiten

TramBearbeiten

TrolleybusBearbeiten

 
Ein Swisstrolley 3 vor dem Bahnhof Tiefenbrunnen, der Endstelle der Linie 33

AutobusBearbeiten

 
Autobusnetz Zürich

Gemäß einem Liniennummernkonzept aus den 1950er-Jahren ist der Nummernbereich 61–99 den Autobussen vorbehalten, wobei die innerstädtischen Linien hauptsächlich tiefere Nummern haben, die Verbindungen in den Aussenquartieren meist höhere. Jedoch wurde der grosszügig dimensionierte Nummernbereich für Trolleybuslinien (31–60) im Laufe der Jahre auch für Autobuslinien verwendet. Mehrheitlich ausserhalb der Stadtgrenzen verkehrende Buslinien besitzen seit Betriebsaufnahme der Zürcher Verkehrsverbunds im Mai 1990 dreistellige Regionalbusnummern, basierend auf den alten «städtischen» Nummern, denen die Ziffer der jeweiligen Region vorangestellt wurde.

Grundsätzlich unterscheiden die VBZ nicht zwischen den Betriebsarten der «Pneulinien»; Signaturen, Linienpläne, Haltestellenaushänge und Durchsagen sind einheitlich und lassen keine Rückschlüsse darauf zu ob es sich um eine Trolleybuslinie oder eine Autobuslinie handelt. Intern besteht insbesondere eine technische Unterscheidung, aufgrund von Infrastruktur, Strassennetz, Gefässgrösse, Erschliessungsfunktion, Betriebszeiten und Taktintervall, wobei Übergänge fliessend sein können.

Stadtbusnetz

Das Stadtbusnetz besteht aus den sechzehn Linien 40, 61, 62, 64, 66, 67, 69, 70, 75, 76, 77, 78, 80, 83, 89 und 94. Die üblichen Gefässgrössen sind 18 Meter lange Gelenkbusse und zwölf Meter lange Standardbusse, wobei insbesondere zu den Randzeiten auf kleinere Einheiten gewechselt wird. Der Charakter der einzelnen Linien unterscheidet sich teilweise stark, neben eigentlichen Hauptlinien (61, 62, 67, 70, 75, 77 und 80), die ganztägig im üblichen städtischen Taktintervall verkehren, orientieren sich andere Linien an Arbeits- und Ladenöffnungszeiten (76, 89, 94), oder universitären Vorlesungszeiten (69, 80), wobei deutlich abweichende Taktintervalle verwendet werden. Ein Sonderfall ist die Linie 83, die nur werktags zu den Hauptverkehrszeiten verkehrt und die auf Teilstrecken die stark frequentierten Trolleybuslinien 33 und 72 entlastet. Auch die Linie 66 fährt nur werktags und zu den Hauptverkehrszeiten in die Innenstadt, während sie in den übrigen Zeit nur eine kleine Teilstrecke am Stadtrand als Quartierbus fährt.

Quartierbusnetz

Das Quartierbusnetz ist ein eigentliches Ergänzungsnetz, das die Feinstverteilung übernimmt und sieben Linien (35, 37, 38, 39, 64, 66, 73 und 79) umfasst. Übliche Gefässgrössen sind zehn Meter lange Midibusse und sogenannte Quartierbusse in der Grösse eines Kleintransporters, oftmals bedingt durch enge Quartierstrassen in Tempo-30-Zonen, sowie knappe Wendeplätze an den Endpunkten. Charakteristisch ist die Erschliessung von Friedhöfen, Alterswohnsiedlungen und Pflegeheimen, sowie ferner auch isolierten Wohnquartieren, insbesondere an Hanglagen ohne Hauptverkehrsachse. Die Betriebszeiten dieser Buslinien sind in der Regel eingeschränkt, Frühdienste am Wochenende sind unüblich und die üblichen Taktintervalle betragen 30, 20 oder 15 Minuten.

Regionalnetz

Das Regionalbusnetz in den unmittelbaren Agglomerationsgemeinden Zürichs unterstand bis 1990 vollständig der Verwaltung der VBZ, teilweise aufgrund eigener Linienkonzessionen, andernfalls im Auftrag des Kantons Zürich. Mittlerweile besteht es noch aus den zwei stark geschrumpften Marktgebieten Agglomeration Ost (oberes Glatttal, unterer Pfannenstiel) und West (Limmattal, unterer Zimmerberg), die von den VBZ betreut werden. Wie alle Regionalbusse im Gebiet des Zürcher Verkehrsverbunds haben diese Linien seit Mai 1990 dreistellige Nummern, die ursprünglich auf den von den VBZ vergebenen zweistelligen Nummern basierten.

Im Gegensatz zum Stadtnetz, das vollständig durch die VBZ betrieben wird, arbeiten die VBZ beim Regionalnetz seit Jahrzehnten mit Subunternehmen zusammen. Für den Eigenbetrieb der Regionallinien verfügen die Garagen Hardau und Hagenholz/Sonnental jeweils über eine Gruppe von Autobussen, die mit Kassensystemen und Entwertern ausgerüstet ist, da die Nachbargemeinden nicht flächendeckend über Billettautomaten an den Haltestellen verfügen.

Agglomeration West
Unterer Zimmerberg: Eigenbetrieb Linien 161, 165, 184 und 185; Betrieb der Linien 162 und 163 durch AHW Busbetriebe AG, Horgen
Limmattal: Eigenbetrieb Linien 307; Mischbetrieb Linien 304, 308; Betrieb der Linien 301, 302, 303, 305, 306, 309, 311, 314 und 325 durch Limmat Bus AG, Dietikon
Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2012 teilen sich VBZ und Limmatbus die Linien 304 und 308. Die VBZ betreibt zwei Standardbusse, Limmatbus fährt mit drei Gelenkbussen. Bis circa 20:00 Uhr und am Abend bis Betriebsschluss werden nur noch Standardbusse eingesetzt. Die Linie 323 wurde per Dezember 2012 eingestellt und die Fahrten in die Linie 304 und 308 integriert.[5]
Agglomeration Ost
Oberes Glatttal: Eigenbetrieb der Linien 743, 744 und 751; Betrieb der Linien 701, 703, 704 und 705 durch ATE Bus AG, Illnau-Effretikon
Unterer Pfannenstiel: Betrieb der Linien 91, 910, 912, 916, 917, 918, 919 durch Autobusbetrieb H. Baumgartner AG, Zollikon

Nachtnetz

In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag verkehren nach Betriebsschluss ab Zürich 14 Nachtbuslinien im 30-Minuten-Takt, die teilweise auch Nachbargemeinden bedienen.

RollmaterialBearbeiten

TramBearbeiten

Das Rollmaterial für den Trambetrieb der VBZ umfasst seit 2010 für den Fahrplanbetrieb zwei Generationen von Tramfahrzeugen: die in 171 Exemplaren von 1976 bis 1993 beschafften «Tram 2000», sowie die 88 von 2001 bis 2010 beschafften «Cobra». Seit 2019 im Bau sind die «Flexity Zürich», von denen 70 Exemplare zwischen 2020 und 2024 in Betrieb kommen sollen. Weitere Details finden sich im Hauptartikel unter Fahrzeuge.

Fahrzeuge Baujahr Stückzahl Ausrangiert Bemerkungen
Hersteller Serie Nummern total heute
Motorwagen
SWS/BBC/SWP Be 4/6 2001–2045 1976–1978 45 45 «Tram 2000» Serie 1
SWP/BBC/SIG 2046–2098 1985–1987 53 52 «Tram 2000» Serie 2
SWP/ABB/SIG
.../Stadler
Be 4/6
Be 4/8
2099–2121 1991–1992
2004–2005
23 23 «Tram 2000» Serie 3
«Sänfte» (Umbau)
BT/Alstom Be 5/6 3001–3006 2001 6 6 «Cobra» Nullserie (Serienumbau 2009)
3007–3074 2006–2009 68 68 «Cobra» Hauptserie
3075–3088 2009–2010 14 14 «Cobra» Nachbestellung
BT Be 6/8 2019– 70 1 «Flexity Zürich»
Motorisierte Anhängewagen
SWS/BBC/SWP Be 4/6 2301–2315 1978 15 15 «Tram 2000» Serie 1
SWP/BBC/SIG Be 2/4 2401–2420 1985–1987 20 20 «Tram 2000» Serie 2, «Pony»
SWP/ABB/SIG 2421–2435 1992–1993 15 15 «Tram 2000» Serie 3, «Pony»

TrolleybusBearbeiten

Das Rollmaterial für den Trolleybusbetrieb der VBZ umfasst seit 2018 für den Fahrplanbetrieb rund 70 konventionelle Trolleybusse mit sogenanntem Batterypack anstelle des zuvor üblichen Dieselmotor-Hilfsantriebs. Der 2016 zusammen mit der Industrie und der ETH Zürich in Betrieb genommene Versuchsträger für In Motion Charging (IMC) ist der Vorläufer der fünften Swisstrolley-Generation, mittlerweile vertreten durch drei Exemplare bei den VBZ. Weitere acht Exemplare sollen 2020 in Betrieb kommen und erstmals auf einer nur teilelektrifizierten Linie zum Einsatz kommen. Weitere Details finden sich im Hauptartikel unter Fahrzeuge.

Fahrzeuge Baujahr Stückzahl Ausrangiert Bemerkungen
Hersteller Serie Nummern total heute
Gelenktrolleybusse
Hess/Kiepe BGT-N2C 144–161 2006–2007 18 18 «Swisstrolley 3»
BGT-N2D 162–182 2012–2013 21 21 «Swisstrolley 4»
Hess/ABB BGT-N2__ 183 2016 1 1 «Swisstrolley plus» (IMC-fähig)
Hess/ABB BGT-_2__ 2020 8 0 «Swisstrolley 5» (IMC-fähig)
Doppelgelenktrolleybusse
Hess/Kiepe BGGT-N2C 61–77 2007–2008 17 17 «lighTram 3»
BGGT-N2D 78–89 2012 12 12 «lighTram 4»
90–91 2014 2 2
Hess/ABB BGT-N2__ 92–94 2018 3 3 «lighTram plus» (IMC-fähig)

AutobusBearbeiten

Fahrzeuge Baujahr Stückzahl Ausrangiert Bemerkungen
Hersteller Serie Nummern total heute
Quartierbusse
Mercedes-Benz Sprinter (616 CDI) 322–324 2006 3
325–327 2013 3 3
Midibusse
MAN A35 310–313 2006 4 «Lion’s City M»
331–339 2011–2012 9 9
Standardbusse
Neoplan N 4516 243 2003 1 0 «Centroliner Evolution» Vorführfahrzeug
244–263 2003 20 13 «Centroliner Evolution»
mit Überlandkasse (264–283)
264–283 2004 20 18
Mercedes-Benz O 530 601–614 2008 14 14 «Citaro»
615–619 2009 5 5
Volvo 7900 EH 620–635 2019 16 16 Plug-in-Hybrid
Gelenkbusse
Neoplan N 4522 516–525 2004 10 9 «Centroliner Evolution»
mit Überlandkasse (548–562)
526–540 2005 15 15
541–562 2006 22 20
Mercedes-Benz O 530 G 401–410 2008 10 10 «Citaro»
411–424 2009 14 14
425–427 2014 3 3
428–431 2015 4 4
MAN A40 510–515 2015 6 6 «Lion’s City GL»
Volvo 7900 LAH 190 2015 1 1 Vorführfahrzeug
440–452 2017 13 13
453–457 2018 5 5
 
Quartiersbus Fiat Ducato

Beschaffungen

Eine Ersatzbeschaffung für die noch im Einsatz stehenden O 405 N und O 405 GN wurde Mitte 2007 öffentlich nach GATT/WTO ausgeschrieben. Die Offerte der EvoBus (Schweiz) AG erfüllte die gestellten Vorgaben mit dem wirtschaftlich günstigsten Angebot und erhielt im Januar 2008 den Lieferauftrag für insgesamt 34 Fahrzeuge des Typs Mercedes-Benz Citaro (O 530) im Wert von knapp 19 Mio. Schweizer Franken. Geliefert werden die Fahrzeuge in zwei Losen; ab Oktober 2008 14 O 530 (12-Meter-Standardbusse) und zehn O 530 G (18-Meter-Gelenkbusse), in einem zweiten Los 2009 weitere zehn O 530 G. Zudem besteht eine Option über maximal 25 weitere Fahrzeuge in frei wählbarer Anzahl und Länge;[6] aus dieser wurden mittlerweile weitere fünf Standardbusse und vier Gelenkbusse bestellt, die ebenfalls 2009 zur Ablieferung kamen.[7] Aufgrund von Fahrzeugbränden und punktuellen Angebotsausbauten wurden in den Jahren 2014 und 2015 nochmals sieben Fahrzeuge aus der bestehenden Option bezogen, womit insgesamt 16 der maximal möglichen 25 Fahrzeuge bezogen wurden.

Im Jahr 2017 beschaffte die VBZ 13 neue Hybrid-Gelenkbusse der Marke Volvo. Zudem wurde das Testfahrzeug desselben Types in den Bestand aufgenommen und ins Zürcher Farbschema umlackiert, womit nun insgesamt 14 Hybridbusse unterwegs sind.[8]

Ausmusterungen

Von den ab 2003 beschafften Neoplan Centroliner Evolution wurde als erster Standardbus (N 4516) das Vorführfahrzeug 243 ausgemustert und an den Automobilverkehr Frutigen-Adelboden (AFA) verkauft. Die mit Überlandkassen ausgerüsteten Fahrzeuge 258 und 259 wurden 2010 an die Maag Busbetrieb AG verkauft und ins Farbschema der auftraggebenden Verkehrsbetriebe Glattal (VBG) überführt; die analog ausgerüsteten Fahrzeuge 260–262 gingen 2011/2012 an die Limmat Bus AG, welche im Limmattal im Auftrag der VBZ fährt. Zustandsbedingt wurden ab 2016 die Fahrzeuge 244–245, 251–252, 274, und 277 ausgemustert.

Von den entsprechenden Gelenkbussen (N 4522) fielen Fahrzeuge 520 im Jahre 2013[9] und 559 im Jahre 2015[10] jeweils Fahrzeugbränden zum Opfer. Fahrzeug 553 wurde 2016 zustandsbedingt ausgemustert.

Ehemalige Fahrzeuge Baujahr Stückzahl Ausrangiert Bemerkungen
Hersteller Serie Nummern total heute
Quartierbusse
Renault Master (T35) 331–350 1989–1991 20 0 ?
Fiat Ducato (2.8 JTD) 314–321 2002 8 0 ?
Midibusse
Neoplan N 4009 301–309 1998–1999 9 0 2011(?)
Standardbusse
Mercedes-Benz O 405 601–690 1987–1989 90 0 ?
Mercedes-Benz O 405 N 201–242 1990 42 0 2009-12
Gelenkbusse
Mercedes-Benz O 405 G 568–593 1988–1990 26 0 2010-07
Mercedes-Benz O 405 GN 501–515 1992 15 0 2009-01

Garagen

Die Autobusse sind in den beiden Busgaragen Hagenholz und Hardau untergebracht; letztere beherbergt auch sämtliche Trolleybusse, und ist für den Unterhalt aller Diesel-Elektro-Hybridbusse der VBZ zuständig. Der mittlerweile stillgelegte Busstützpunkt Sonnental in Dübendorf war die einzige VBZ-Depotanlage ausserhalb der Stadt und diente zuletzt noch der Garagierung von Fahrzeugen der Linien 743, 744, 745 und 751, sowie von Fahrzeugen der Maag Busbetrieb AG und der «Eurobus» Welti-Furrer AG. Der schwere Unterhalt der Pneufahrzeuge erfolgt durch die Zentralwerkstätte Altstetten.

FarbgebungBearbeiten

Die Farben der Verkehrsbetriebe Zürich sind weiss und blau, abgeleitet aus dem Wappen der Stadt. Der ursprüngliche Blauton, nach 1995 als NCS S 4637-R96B standardisiert, wurde auch von der Münchner Verkehrsgesellschaft übernommen.

ZentralwerkstätteBearbeiten

Die 1975 in Altstetten bezogene Zentralwerkstätte (ZW) ersetzte die Strassenbahnwerkstätte im Depot Seefeld und die Buswerkstätte im Depot Oerlikon. Während kleinere Wartungsarbeiten auch die Depots und Garagen erledigen können, gehört zum Aufgabengebiet der ZW alles von Revisionen, über Umrüstungen und Umbauten bis hin zu vollständigen Rekonstruktionen von Unfallfahrzeugen.

Seit Sommer 1993 beherbergt das Areal der ZW auch das operative Betriebszentrum der VBZ (Silberwürfel) und die Bahnbauwerkstätte. Im Rahmen dieser Erweiterung erhielt das Areal ein normalspuriges Anschlussgleis, welches vom Anschlussgleis des Zollfreilagers abzweigt und beim Areal der ehemaligen SBB-Hauptwerkstätte Herdern, beim Bahnhof Altstetten beginnt. Geliefert werden über dieses Gleis regelmässig Schienen für das Gleisbaulager, sowie seit Mitte 2006 auch wieder Tramfahrzeuge, die auf normalspurigen Rollschemeln angeliefert werden.

Die Zentralwerkstätte betreut ausserdem die Fahrzeuge der Forchbahn bei sämtlichen Arbeiten, welche die Möglichkeiten der Depotwerkstätte Forch übersteigen.

LiteraturBearbeiten

  • Unterwegs mit Alberto Venzago. 125 Jahre Verkehrsbetriebe Zürich. Wörterseh, Zürich 2007, ISBN 978-3-9523213-6-2.
  • Peter Kamm: Zürich Transport 1882–1996. Von der Pferdebahn zur Züri-Linie. Selbstverlag (via Verein «Aktion Pro Sächsitram»), Zürich 1996.
  • Peter Willen: Strassenbahnen der Schweiz. Triebwagen. Orell Füssli, Zürich 1978, ISBN 3-280-00998-7.
  • Hans Bodmer: Das Tram in Zürich 1928 bis 1962: Auf Schienen unterwegs. Sutton, Erfurt 2011, ISBN 978-3-86680-929-1.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Verkehrsbetriebe Zürich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Unternehmensgeschichte der Verkehrsbetriebe Zürich auf der Website der Stadt Zürich
  2. 125 Jahre Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich auf reflektion.info
  3. VPOD Streik gegen die VBZ
  4. Anstellungsbedingungen im Inserat der VBZ auf Seite 14 (Memento des Originals vom 3. Juni 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/epaper.20minuten.ch
  5. Fahrplan 2013: Mehr Kapazität und Anschlüsse an die S-Bahn - Stadt Zürich. Abgerufen am 18. Juni 2018.
  6. Einzelheiten durch Datenbankanfrage via simap.ch abrufbar.
  7. Verkehrsbetriebe Zürich: Neue Busse im VBZ-Einsatz@1@2Vorlage:Toter Link/www.vbz.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF), Communiqué vom 15. Oktober 2008.
  8. «Ende September sind alle 14 Fahrzeuge im Einsatz» | vbzonline.ch. Abgerufen am 18. Juni 2018.
  9. Blick: Pannenserie bei der VBZ: Wieso brennt immer der gleiche Bus? (blick.ch [abgerufen am 18. Juni 2018]).
  10. www.20minuten.ch, 20 Minuten, 20 Min, www.20min.ch: VBZ-Bus steht bei Haltestelle in Flammen. In: 20 Minuten. (20min.ch [abgerufen am 18. Juni 2018]).