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Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße

Verbandsgemeinde in Rheinland-Pfalz
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße
Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße hervorgehoben
Koordinaten: 49° 49′ N, 6° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Fläche: 164,41 km2
Einwohner: 28.075 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 171 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Verbandsschlüssel: 07 2 35 5006
Verbandsgliederung: 19 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Brückenstraße 26
54338 Schweich
Website: www.schweich.de
Bürgermeisterin: Christiane Horsch (CDU)
Lage der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße im Landkreis Trier-Saarburg
LuxemburgSaarlandEifelkreis Bitburg-PrümLandkreis BirkenfeldTrierBescheid (Hunsrück)Beuren (Hochwald)DamflosGeisfeldGrimburgGusenburgHermeskeilHinzert-PölertNaurath (Wald)Neuhütten (Hochwald)RascheidReinsfeldZüschBaldringenGreimerath (bei Trier)HeddertHenternKell am SeeLampadenMandernPaschelSchillingenSchömerichVierherrenbornWaldweilerZerfKanzemKonzNittelOberbilligOnsdorfPellingenTawernTemmelsWasserlieschWawern (Saar)Wellen (Mosel)WiltingenBonerathFarschweilerGusterathGutweilerHerlHinzenburgHolzerathKasel (bei Trier)KorlingenLorscheidMertesdorfMorscheidOllmuthOsburgPluwigRiveris (Gemeinde)Schöndorf (an der Ruwer)Sommerau (an der Ruwer)ThommWaldrachAylFisch (Saargau)FreudenburgIrsch (bei Saarburg)Kastel-StaadtKirfMannebach (bei Saarburg)MerzkirchenOckfenPalzemSaarburgSchodenSerrigTaben-RodtTrassemWincheringenBekondDetzemEnschFell (Mosel)FöhrenKennKlüsserathKöwerichLeiwenLongenLonguichMehring (Mosel)Naurath (Eifel)PölichRiolSchleichSchweichThörnichTrittenheimAach (bei Trier)FranzenheimHockweilerIgel (Mosel)Kordel (Eifel)LangsurNewelRalingenTrierweilerWelschbilligZemmerKarte
Über dieses Bild
Blick von Schweich moselabwärts

Die Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße liegt nordöstlich von Trier und hat über 28.000 Einwohner. Zur Verbandsgemeinde an der Römischen Weinstraße gehören die Stadt Schweich an der Mosel und die 18 selbstständigen Ortsgemeinden Bekond, Detzem, Ensch, Fell, Föhren, Kenn, Klüsserath, Köwerich, Leiwen, Longen, Longuich, Mehring, Naurath, Pölich, Riol, Schleich, Thörnich und Trittenheim.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Die Höhenlage der Verbandsgemeinde erstreckt sich von 114 m ü. NHN auf der Mosel bei Trittenheim bis auf 493 m ü. NHN bei Neu-Mehring.

Benachbarte KommunenBearbeiten

Benachbarte Kommunen sind (im Uhrzeigersinn beginnend im Norden):

Verbandsangehörige GemeindenBearbeiten

Die Auflistung enthält die Wappen, die Gemeindenamen, die Gemarkungsflächen, beispielhaft die Einwohnerzahlen von 1950 sowie die aktuellen Einwohnerzahlen.

Wappen und Gemeindename Fläche
(km²)
Einwohner
(1950)
Einwohner
(31. Dezember 2017)[1]
  Bekond 3,81 591 957
  Detzem 5,56 658 605
  Ensch 6,83 532 470
  Fell 15,73 1.843 2.500
  Föhren 9,79 1.903 2.812
  Kenn 3,88 960 2.607
  Klüsserath 11,70 1.239 1.061
  Köwerich 2,31 375 355
  Leiwen 12,71 1.360 1.557
  Longen 0,97 135 104
  Longuich 8,82 1.069 1.293
  Mehring 22,37 1.774 2.383
  Naurath (Eifel) 5,18 367 359
  Pölich 3,20 331 497
  Riol 6,31 688 1.249
  Schleich 1,59 225 223
  Schweich, Stadt 31,09 4.597 7.844
  Thörnich 2,49 229 184
  Trittenheim 10,10 1.389 1.015
  VG Schweich an der Röm. Weinstr. 164,50 20.265 28.075

GeschichteBearbeiten

Die Verbandsgemeinde Schweich entstand durch das Landesgesetz zur Änderung kommunalverfassungsrechtlicher Vorschriften und zur Vorbereitung der Neugliederung der Gemeinden vom 16. Juli 1968, das die Umgestaltung der bisherigen Ämter zu Verbandsgemeinden bestimmte. Die Verbandsgemeinde Klüsserath wurde im Zuge der vom Land Rheinland-Pfalz durchgeführten Territorialreform 1969/1970 aufgelöst und die Gemeinden Klüsserath, Leiwen, Köwerich, Detzem, Thörnich, Ensch, Schleich, Pölich und Bekond kamen zur Verbandsgemeinde Schweich. Die amtlich verliehene Zusatzbezeichnung an der Römischen Weinstraße trägt die Verbandsgemeinde seit dem 1. Januar 1989.[2] Am 1. Januar 2012 wurde die Ortsgemeinde Trittenheim in die Verbandsgemeinde eingegliedert, sie gehörte zuvor der Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron im Landkreis Bernkastel-Wittlich an.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Die Entwicklung der Einwohnerzahl, bezogen auf das heutige Gebiet der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 9.227
1835 13.655
1871 15.320
1905 16.497
1939 19.015
1950 20.265
1961 21.304
Jahr Einwohner
1970 22.729
1987 23.154
1997 24.962
2005 25.800
2011 26.532
2017 28.075

PolitikBearbeiten

VerbandsgemeinderatBearbeiten

Verbandsgemeinderat
8
2
10
16
10 16 
Insgesamt 36 Sitze

Der Verbandsgemeinderat Schweich besteht aus 36 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der hauptamtlichen Bürgermeisterin als Vorsitzender.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU GRÜNE FWG Gesamt
2019 8 16 2 10 36 Sitze
2014 9 16 11 36 Sitze
2009 10 15 11 36 Sitze
2004 10 16 10 36 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe der Verbandsgemeinde Schweich e. V.

BürgermeisterBearbeiten

  • Bernhard Becker, 1963 bis 1985, zunächst Amtsbürgermeister und später Bürgermeister
  • Harald Bartos, bis 1996
  • Berthold Biwer, 1996 bis 2011
  • Christiane Horsch, ab 2012

KommunalpartnerschaftenBearbeiten

Die Verbandsgemeinde unterhält Partnerschaften zum englischen Portishead (seit 1992), zum italienischen Murialdo (seit 1995) und zum polnischen Krokowa (Krockow, seit 1995).

HaushaltBearbeiten

Der Haushalt der Verbandsgemeinde wurde 2009 von der kameralistischen auf die doppische Buchführung umgestellt. Seit 2017 wird der Haushalt als Bürgerhaushalt geführt. Die Schulden der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße betragen 11.198.00 € (399 € pro Einwohner) und des Verbandsgemeindebereiches (Verbandsgemeinde sowie deren Ortsgemeinden) 36.866.000 € (1.314 € je Einwohner).[5]

WirtschaftBearbeiten

Zwischen Föhren, Hetzerath und Bekond befindet sich der 1992 ins Leben gerufene Industriepark Region Trier. Dort haben sich rund 120 Betriebe mit etwa 2200 Arbeitsplätzen angesiedelt. Die Größe des Gebietes beträgt etwa 2,4 Quadratkilometer. Auch Weinbau und Tourismus sind in der Verbandsgemeinde von großer wirtschaftlicher Bedeutung.

Solar-, Wind- und Wasserkraft werden in der Verbandsgemeinde intensiv genutzt. Die maximale Leistung aller installierten Photovoltaikanlagen (Stromerzeugung durch direkte Sonneneinstrahlung) betrug im Jahre 2010 circa 27 Megawatt. Die Leistung der Windkraftanlagen betrug im Jahre 2010 etwa 20 Megawatt.[6]

Ein Projekt in der Verbandsgemeinde ist die Errichtung des Pumpspeicherkraftwerkes Rio auf den Gemarkungen Schweich/Longen/Mehring (am Hummelsberg) und Ensch (im Kautenbachtal) durch die Stadtwerke Trier mit einer vorgesehenen Leistung von 300 Megawatt.[7]

VerkehrBearbeiten

 
Moseltalbrücke A 1

Die Autobahn A 1 führt durch das Gebiet der Verbandsgemeinde und quert bei Schweich über die Moseltalbrücke die Mosel. Am Autobahndreieck Moseltal bei Longuich zweigt die A 602 nach Trier ab. Über die A 64 besteht eine Anbindung nach Luxemburg. Die B 53 führt entlang der Mosel von Trier über Schweich und Mehring nach Bernkastel-Kues und Alf.

Die Verbandsgemeinde ist ebenfalls angeschlossen an die Eisenbahnstrecke Trier-Koblenz. Es gibt Bahnhöfe in Schweich und Föhren. Rechts der Mosel verlief die Moselbahn (Kleinbahn), auf deren Trasse heute ein Teil des Mosel-Radweges verläuft. Der Radweg Wittlicher Senke führt von Schweich durch die Wittlicher Senke nach Wittlich und der Salm-Radweg verläuft entlang der Salm von Klüsserath nach Dreis.

Bei Föhren befindet sich ein Flugplatz mit dem Namen Trier-Föhren. Für die Personen-Schifffahrt auf der Mosel gibt es Anlegestellen in Schweich, Mehring, Klüsserath, Leiwen und Trittenheim.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 186 (PDF; 2,8 MB).
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Regionaldaten.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl, Verbandsgemeinderatswahlen
  5. Schulden 2017, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz
  6. Berichterstattung im Trierischen Volksfreund
  7. Informationen bei den Stadtwerken Trier