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Verbandsgemeinde Brohltal

Verbandsgemeinde in Rheinland-Pfalz
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Brohltal
Verbandsgemeinde Brohltal
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Brohltal hervorgehoben
Koordinaten: 50° 27′ N, 7° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Ahrweiler
Fläche: 138,44 km2
Einwohner: 18.329 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 132 Einwohner je km2
Verbandsschlüssel: 07 1 31 5004
Verbandsgliederung: 17 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Kapellenstraße 12
56651 Niederzissen
Webpräsenz: www.brohltal.de
Bürgermeister: Johannes Bell
Lage der Verbandsgemeinde Brohltal im Landkreis Ahrweiler
RemagenGrafschaft (Rheinland)Bad Neuenahr-AhrweilerSinzigBad BreisigBrohl-LützingGönnersdorf (bei Bad Breisig)Waldorf (Rheinland-Pfalz)BurgbrohlWassenachGleesNiederzissenWehr (Eifel)GalenbergOberzissenBrenkKönigsfeld (Eifel)SchalkenbachDedenbachNiederdürenbachOberdürenbachWeibern (Eifel)KempenichHohenleimbachSpessart (Brohltal)HeckenbachKesselingKalenborn (bei Altenahr)Berg (bei Ahrweiler)KirchsahrLind (bei Altenahr)RechDernauMayschoßAltenahrAhrbrückHönningenKaltenbornAdenauHerschbroichMeuspathLeimbach (bei Adenau)DümpelfeldNürburg (Gemeinde)Müllenbach (bei Adenau)QuiddelbachHümmelOhlenhardWershofenArembergWiesemscheidKottenbornWimbachHonerathBauler (Landkreis Ahrweiler)SenscheidPomsterDankerathTrierscheidBarweilerReifferscheidSierscheidHarscheid (bei Adenau)DorselHoffeld (Eifel)WirftRodderMüschEichenbachAntweilerFuchshofenWinnerathInsulSchuld (Ahr)Nordrhein-WestfalenLandkreis NeuwiedLandkreis VulkaneifelLandkreis Mayen-KoblenzKarte
Über dieses Bild
Abtei Maria Laach, Ortsgemeinde Glees

Die Verbandsgemeinde Brohltal ist eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Landkreis Ahrweiler im Norden von Rheinland-Pfalz. Der Verwaltungssitz befindet sich in der Ortsgemeinde Niederzissen. Die Verbandsgemeinde wurde 1970 gebildet.

Charakteristisch ist für das Brohltal der ihm den Namen gebende Brohlbach. Touristisch interessant sind der Laacher See mit der Abtei Maria Laach, die Burg Olbrück und der Vulkan-Express, eine historische Schmalspurbahn.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Die Verbandsgemeinde Brohltal bildet zusammen mit den Verbandsgemeinden Vordereifel, Mendig und Pellenz die Vulkanische Osteifel, eine von drei Teilregionen in die sich die Vulkaneifel gliedert.

Verbandsangehörige GemeindenBearbeiten

Ortsgemeinde Fläche (km²) Einwohner
Brenk 3,08 171
Burgbrohl 10,62 3.182
Dedenbach 7,63 448
Galenberg 2,28 210
Glees 11,45 601
Hohenleimbach 10,17 364
Kempenich 11,91 1.873
Königsfeld 7,20 691
Niederdürenbach 6,82 958
Niederzissen 11,95 2.683
Oberdürenbach 6,94 646
Oberzissen 2,73 1.092
Schalkenbach 10,29 816
Spessart 8,72 768
Wassenach 6,16 1.190
Wehr 9,93 1.121
Weibern 10,56 1.515
Verbandsgemeinde Brohltal 138,45 18.329

(Einwohner am 31. Dezember 2016)[1]

GeschichteBearbeiten

VerbandsgemeindeBearbeiten

Im Rahmen der Gebiets- und Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz, die in der Zeit zwischen 1965 und 1975 erfolgte, wurden bezogen auf das Gebiet der heutigen Verbandsgemeinde Brohltal, zunächst mit Wirkung vom Oktober 1968 die bisherigen Ämter Burgbrohl und Kempenich im Landkreis Mayen und das Amt Niederzissen im Landkreis Ahrweiler in Verbandsgemeinden umgewandelt.[2]

Die Verbandsgemeinde Brohltal wurde im Rahmen des Achten Verwaltungsvereinfachungsgesetzes des Landes Rheinland-Pfalz (8. VwVeinfG) vom 28. Juli 1970 mit Wirkung vom 7. November 1970 neu gebildet. Sie entstand aus Teilen des aufgelösten Landkreises Mayen mit den Gemeinden

  • Brenk, Burgbrohl, Galenberg, Glees, Wassenach und Wehr (Verbandsgemeinde Burgbrohl),
  • Engeln, Hohenleimbach, Kempenich, Spessart und Weibern (Verbandsgemeinde Kempenich),

sowie aus den zuvor schon zum Landkreis Ahrweiler gehörenden Gemeinden

  • Dedenbach, Königsfeld, Niederdürenbach, Niederzissen, Oberdürenbach, Oberzissen und Schalkenbach (Verbandsgemeinde Niederzissen).

Die vorläufigen Verbandsgemeinden Niederzissen, Burgbrohl und Kempenich wurden gleichzeitig aufgelöst.[3][4]

In einer ersten Phase war am 7. Juni 1969 die Gemeine Burgbrohl aus den aufgelösten Gemeinden Burgbrohl, Niederoberweiler und Oberlützingen neu gebildet worden.

Kommunale GebietsveränderungenBearbeiten

Nach der Bildung der Verbandsgemeinde:[3]

  • Die Gemeinde Ramersbach wurde am 16. März 1974 in Bad Neuenahr-Ahrweiler eingemeindet.
  • Die Gemeinde Engeln wurde am 10. Juni 1979 in die Gemeinde Kempenich eingemeindet.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das Gebiet der heutigen Verbandsgemeinde Brohltal; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][5]

Jahr Einwohner
1815 6.243
1835 8.225
1871 8.953
1905 10.911
1939 11.633
1950 12.766
Jahr Einwohner
1961 13.322
1970 14.863
1987 15.938
1997 17.955
2005 18.606
2016 18.329

ReligionBearbeiten

Die überwiegend katholische Bevölkerung gehört zum Bistum Trier, die evangelischen Christen gehören zur Evangelischen Kirche im Rheinland.[5]

PolitikBearbeiten

VerbandsgemeinderatBearbeiten

Der Verbandsgemeinderat Brohltal besteht aus 32 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU GRÜNE FDP FWG Gesamt
2014 8 14 1 10 32 Sitze
2009 8 12 2 10 32 Sitze
2004 7 17 0 8 32 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Verbandsgemeinde Brohltal e.V.

BürgermeisterBearbeiten

Bei der Wahl zum Bürgermeister wurde 2007 Johannes Bell (FWG) gewählt.

WahlkreiseBearbeiten

Die Gemeinden innerhalb der Verbandsgemeinde gehören zum Wahlkreis Remagen/Sinzig bei den Landtagswahlen und zum Wahlkreis Ahrweiler bei den Bundestagswahlen.

InfrastrukturBearbeiten

Gemäß Landesplanung sind Burgbrohl und Niederzissen als Grundzentrum ausgewiesen.[5]

BehördenBearbeiten

Die zuständigen Gerichte sind das Oberlandesgericht und das Landgericht in Koblenz sowie das Amtsgericht Sinzig. Die Gemeinden sind der Polizeiinspektion Remagen und Adenau (Kempenich, Weibern, Spessart) zugeordnet. Die Verbandsgemeinde liegt im Finanzamtsbezirk Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die zuständige Industrie- und Handelskammer hat ihren Sitz in Koblenz.[5]

In Niederzissen ist eine KFZ-Zulassungsstelle des Landkreises Ahrweiler als Außenstelle eingerichtet.

BildungBearbeiten

In der Verbandsgemeinde stehen sieben Grundschulen in Burgbrohl, Kempenich, Niederdürenbach, Schalkenbach, Wassenach, Wehr und Weibern, eine Realschule plus in Niederzissen sowie eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen in Burgbrohl zur Verfügung. Weiterhin gibt es sechs katholische und drei kommunale Kindergärten.[7]

FremdenverkehrBearbeiten

Die Verbandsgemeinde liegt im Fremdenverkehrsgebiet Eifel/Ahr. Mit dem Prädikat Erholungsort sind die Gemeinden Kempenich und Wassenach versehen, die Gemeinden Burgbrohl, Glees und Niederzissen sind als Fremdenverkehrsorte ausgewiesen.[5]

LiteraturBearbeiten

  • Matthias Röcke: Burgen und Schlösser zwischen Ahr und Brohlbach - Berühmte und unbekannte Anlagen im Kreis Ahrweiler. (Mit Photos von Karl Heinz Thurz und mit Übersichtskarte und Markierung der einzelnen Objekte und der wichtigsten Städte. Sehr zahlreiche Literaturnachweise). Köln: J. P. Bachem 1984, 119 S, Abb.
  • Werner D´hein: Natur- und Kulturführer Vulkanland Eifel. Mit 26 Stationen der „Deutschen Vulkanstraße“. Gaasterland-Verlag, Düsseldorf 2006, ISBN 3-935873-15-8.
  • Manfred Mehlhop: Alte Steinkreuze im Gebiet der Verbandsgemeinde Brohltal. Niederzissen 1993

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Dietz: Kommunale Gebiets- und Verwaltungsreform am Beispiel der Verbandsgemeinde Brohltal, Heimatjahrbuch 1996 Kreis Ahrweiler (Online-Ausgabe)
  3. a b Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 147 (PDF; 2,8 MB; siehe auch S. 158 und 167).
  4. Heinz Korbach: Verwaltungsreform im Landkreis Ahrweiler, Heimatjahrbuch 1972 Kreis Ahrweiler (Online-Ausgabe)
  5. a b c d e Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Verbandsgemeinderatswahlen
  7. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Eckdaten einzelner Schulen nach Schulstandort