Verband Physikalische Therapie

Der Verband Physikalische Therapie (VPT) ist eine Vereinigung für die physiotherapeutischen Berufe und wurde am 30. Oktober 1948 in Hamburg gegründet.[1][2] Der Verband bezweckt auf der Grundlage freiwilliger Mitgliedschaft den Zusammenschluss der Berufe in der Physiotherapie zur Wahrnehmung der Interessen, die sich aus ihrer beruflichen Tätigkeit ergeben.

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RechtsformBearbeiten

Der VPT ist in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins (e.V.) organisiert und beim Amtsgericht in Hamburg, dem Sitz des Verbandes, in das Vereinsregister eingetragen. Gemäß der Satzung des VPT können Physiotherapeuten sowie Masseure und medizinische Bademeister aus der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union Mitglied werden.

OrganisationBearbeiten

LandesgruppenBearbeiten

Der VPT gliedert sich in 13 Landesgruppen,[3] die Kontakt zu den in ihrem Bereich zuständigen Behörden, den regional ärztlichen Verbänden und Organisationen sowie mit den Landesorganisationen der Versicherungsträger halten. Sie sind innerhalb der vom Bundesvorstand beschlossenen Rahmenbedingungen bevollmächtigt, für den Bereich ihres Bundeslandes Verträge und Vereinbarungen abzuschließen. Jede Landesgruppe hat eine Geschäftsstelle eingerichtet, welche die Geschäftsführung der Landesgruppe wahrnimmt. Die Interessenvertretung auf Bundes- und Landesebene erfolgt bundesweit einheitlich.

BezirksstellenBearbeiten

Innerhalb der Landesgruppen ist der VPT in Bezirksstellen gegliedert, dabei fällt der Bezirksstelle und der Landesgruppe die direkte Betreuung der Mitglieder zu. Die Bezirksstellen unterstehen der jeweiligen Landesgruppe, die Landesgruppen dem Bundesvorstand.

BundesvorstandBearbeiten

Der Bundesvorstand setzt sich aus den von der Bundesdelegiertenversammlung gewählten Vorsitzenden und den Landesgruppenvorsitzenden zusammen. Er leitet die Verbandsarbeit, richtet die Arbeit der Landesgruppe und Bezirksstellen einheitlich aus und sorgt für die Durchführung der Beschlüsse der Bundesdelegiertenversammlung.[4] Er vertritt weiterhin die Ziele des VPT gegenüber den obersten Behörden, Ministerien, Körperschaften und Gerichten sowie gegenüber ärztlichen Verbänden und Organisationen und den Spitzenverbänden der Versicherungsträger, wie Krankenkassen und Berufsgenossenschaften.

Bisherige VorstandsvorsitzendeBearbeiten

  • Walter Nordbrink (30. Oktober 1948 – 18. September 1975)
  • Horst Speier (19. September 1975 – 7. Januar 1976)
  • Bruno Blum (8. Januar 1976 – 25. Mai 1981)
  • Günter Bernhard Robert Schmidt (26. Mai 1981 – 1. Juni 1981)
  • Rudi Arenz (2. Juni 1981 – 4. Oktober 1981)
  • Bruno Blum (5. Oktober 1981 – 24. Juni 2011)
  • Karl-Heinz Kellermann (25. Juni 2011 – 21. Juni 2019)
  • Hans Ortmann (seit dem 22. Juni 2019)

BundesdelegiertenversammlungBearbeiten

Neben dem Bundesvorstand ist das maßgebliche Entscheidungsgremium des VPT die Bundesdelegiertenversammlung, die von den Bezirksvorsitzenden gebildet wird und die ordentlich Mitgliederversammlung darstellt. Sie tritt in der Regel einmal jährlich zusammen und wählt die Bundesvorsitzenden, überwacht die Arbeit des Bundesvorstandes und legt die Richtlinien für die gesamte Verbandsarbeit fest. Weiterhin nimmt die Bundesdelegiertenversammlung den jährlichen Geschäftsbericht entgegen und beschließt über die Entlastung des Vorstandes im Sinne des §26 BGB und des Bundesvorstandes.

ZielsetzungBearbeiten

Das wesentliche Ziel des VPT ist die Sicherung der Qualität in der Physiotherapie bei gleichzeitiger Sicherung der Finanzierbarkeit. Der Verband vertritt die Gruppe der Physiotherapeuten und allen Angehörigen im globalen Wettbewerb, gegenüber den Leistungsanbietern im Gesundheitswesen, sowie der Politik und den Kostenträgern.

Er will zudem zur Förderung der Physikalischen Therapie beitragen und im Zusammenwirken mit anderen der Volksgesundheit dienenden Organen für die Verbreitung und Vertiefung der wissenschaftlichen Erkenntnisse auf dem Gebiet der Physikalischen Therapie und deren praktische Anwendung durch die Mitglieder des Verbandes Sorge tragen.

GründungsbeteiligungBearbeiten

Der VPT war maßgeblich an der 1994 in Kraft getretenen Neufassung des Masseur- und Physiotherapeutengesetzes beteiligt. Der VPT konnte im Rahmen der Verhandlungen die verkürzte Ausbildung vom Masseur/med. Bademeister zum Physiotherapeuten durchsetzen, hatte aber sein primäres Ziel, die Berufsbezeichnung Physiotherapeut für den Beruf der Masseure zu erringen, an den Deutschen Verband für Physiotherapie (ZVK) verloren. Seitdem führen die ehemaligen Krankengymnasten die Berufsbezeichnung Physiotherapeut. 1997 war der VPT Gründungsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft der Heilmittelverbände (BHV), welche die Interessen aller Heilmittelerbringer in Deutschland vertritt. Darüber hinaus war der VPT 2003 an der Gründung der Bundesarbeitsgemeinschaft Osteopathie (BAO)[5] maßgeblich beteiligt sowie 2014 an der Gründung des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände (SHV).[6][7]

KooperationenBearbeiten

Im Einzelnen arbeitet der VPT mit folgenden wissenschaftlichen Einrichtungen und Fachgesellschaften zusammen:

MitgliedschaftenBearbeiten

Der VPT ist Mitglied der Konföderation der deutschen Rückenschule (KddR)[8], sowie des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände e.V.[9]

LiteraturBearbeiten

  • meine Physiopraxis
  • VPT Magazin

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. VPT Verband Physikalische Therapie - VPT Meldungen. In: www.vpt.de. Abgerufen am 27. November 2015.
  2. http://www.vpt.de/der-vpt/wir-stellen-uns-vor/#Interessen
  3. VPT Verband Physikalische Therapie - Kontaktadressen/ Landesgruppen. In: www.vpt.de. Abgerufen am 27. November 2015.
  4. VPT Verband Physikalische Therapie - Wir stellen uns vor. In: www.vpt.de. Abgerufen am 27. November 2015.
  5. Geschichte – BAO. In: www.bao-osteopathie.de. Abgerufen am 27. November 2015.
  6. SHV HEILMITTELVERBAENDE – MITGLIEDSVERBÄNDE. In: www.shv-heilmittelverbaende.de. Abgerufen am 27. November 2015.
  7. SHV HEILMITTELVERBAENDE – ÜBER UNS. In: www.shv-heilmittelverbaende.de. Abgerufen am 27. November 2015.
  8. Mitgliedsverbände | KddR - Konföderation der deutschen Rückenschulen. In: www.kddr.de. Abgerufen am 27. November 2015.
  9. SHV HEILMITTELVERBAENDE – MITGLIEDSVERBÄNDE. In: www.shv-heilmittelverbaende.de. Abgerufen am 27. November 2015.