Hauptmenü öffnen

Wikipedia β

Verlauf der beiden Venenstämme des Armes

Die Vena basilica (arab.: al-baslik - innen)[1] ist die Vene, die als Vene basilica antebrachii an der Kleinfingerseite des Handrückens beginnt und auf die Beugeseite zieht. In der Ellenbeuge nimmt sie die Vena mediana cubiti oder Vena mediana basilica auf und heißt nun Vena basilica. Sie mündet in der Mitte der medialen Bizepsfurche im Hiatus basilicus in eine der beiden Venae brachiales.

Medizinische BedeutungBearbeiten

Die Vena basilica wird in der Ellenbeuge, wie die Vena cephalica auf der Außenseite des Oberarms, häufig für Blutentnahmen oder intravenöse Injektionen genutzt. Dabei muss sie von einer Arteria brachialis superficialis unterschieden werden, da es im Fall einer Injektion von bestimmten Pharmaka zu schwerwiegenden Schädigungen kommen kann.[2]

SonstigesBearbeiten

Die deutsche Bezeichnung als „Königsvene“ von der (lateinischen Wortbedeutung basilica - Säulenhalle/Königshalle) ist irreführend und ohne Bezug zu der Bedeutung oder Funktion dieser Vene. Die rechte Vena basilica trug früher die Namen vena hepatica und Leberader[3] und war eine wichtige Aderlass-Stelle.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. dartmouth.edu
  2. Detlev Drenckhahn, Jens Waschke (Hrsg.): A. Benninghoff, D. Drenckhahn: Benninghoff Taschenbuch Anatomie. Elsevier, 2007, ISBN 978-3-437-41194-6.
  3. Thomas Gleinser: Anna von Diesbachs Berner ‚Arzneibüchlein‘ in der Erlacher Fassung Daniel von Werdts (1658), Teil II: Glossar. (Medizinische Dissertation Würzburg). (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. 46). Königshausen & Neumann, Würzburg 1989, S. 179.