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Velesmes-Essarts

französische Gemeinde

GeographieBearbeiten

Velesmes-Essarts liegt auf 275 m, etwa zwölf Kilometer westsüdwestlich der Stadt Besançon (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich in der leicht gewellten Landschaft zwischen den Flussläufen von Doubs im Süden und Ognon im Norden.

Die Fläche des 2,92 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt nördlich des Doubstals. Die teils mit Acker- und Wiesland, teils mit Wald bestandene Landschaft zeigt nur geringe Reliefunterschiede. Ein kurzer Bach entwässert das Gebiet nach Südwesten zum Doubs. Die nördliche Abgrenzung verläuft entlang der Hauptstraße N73, die Besançon mit Dole verbindet. Mit 295 m wird auf einer Anhöhe südwestlich des Dorfes am Rand des Bois d’Ambre die höchste Erhebung von Velesmes-Essarts erreicht.

Zu Velesmes-Essarts gehört der Weiler Les Essarts-Martin (260 m) westlich des Dorfes. Nachbargemeinden von Velesmes-Essarts sind Dannemarie-sur-Crète im Norden, Grandfontaine im Osten, Torpes im Süden sowie Osselle-Routelle und Saint-Vit im Westen.

GeschichteBearbeiten

Die erste schriftliche Erwähnung von Velesmes datiert von 1289 (unter dem Namen von Vilema); von 1385 ist Velimme überliefert. Im Mittelalter gehörte Velesmes zunächst zur Herrschaft Thoraise und nach deren Güterteilung zur Herrschaft Torpes. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte das Dorf mit dem Frieden von Nimwegen 1678 definitiv an Frankreich. Um eine Verwechslung mit anderen gleichnamigen Gemeinden zu vermeiden, wurde Velesmes im Jahr 1922 offiziell in Velesmes-Essarts umbenannt.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten von Velesmes-Essarts zählt der Dorfbrunnen, der 1821 erstellt und seither mehrmals restauriert wurde.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 103
1968 163
1975 253
1982 312
1990 318
1999 302

Mit 343 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) gehört Velesmes-Essarts zu den kleinen Gemeinden des Département Doubs. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stets im Bereich zwischen 95 und 125 Personen gelegen hatte, wurde in den 1960er und 1970er Jahren ein markantes Bevölkerungswachstum verbunden mit einer Verdreifachung der Einwohnerzahl verzeichnet. Seither verblieb sie auf konstantem Niveau.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Velesmes-Essarts war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Milchwirtschaft) geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute verschiedene Betriebe des Klein- und Mittelgewerbes, vor allem in den Branchen Oberflächenbehandlung und Transportgewerbe. Mittlerweile hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde gewandelt. Viele Erwerbstätige sind Wegpendler, die in der Agglomeration Besançon ihrer Arbeit nachgehen. Velesmes-Essarts ist Sitz der Union professionnelle des éleveurs de montbéliardes (Verband der Viehzüchter von Montbéliard-Rindern).

Die Ortschaft ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Sie liegt nahe der Hauptstraße N73, die von Besançon nach Dole führt. Der nächste Anschluss an die Autobahn A36 befindet sich in einer Entfernung von ungefähr 8 km. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Routelle, Torpes und Grandfontaine.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Velesmes-Essarts – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien