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Vaulx-en-Velin

französische Gemeinde

Vaulx-en-Velin [ˌvoɑ̃v(ə)ˈlɛ̃] ist eine französische Stadt mit 45.294 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im östlichen Ballungsgebiet von Lyon in der Métropole de Lyon in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Die Einwohner nennen sich Vaudais.

Vaulx-en-Velin
Wappen von Vaulx-en-Velin
Vaulx-en-Velin (Frankreich)
Vaulx-en-Velin
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Métropole de Lyon
Arrondissement Lyon
Koordinaten 45° 47′ N, 4° 56′ OKoordinaten: 45° 47′ N, 4° 56′ O
Höhe 165–193 m
Fläche 20,95 km2
Einwohner 45.294 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 2.162 Einw./km2
Postleitzahl 69120
INSEE-Code
Website vaulx-en-velin.net

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Vaulx-en-Velin wird von der Vieux-Rhone und dem Canal de Jonage, einem natürlichen und einem künstlichen Arm der Rhone, passiert. Die Rize war ein Flussarm, der zugeschüttet wurde.

ChronikBearbeiten

Die Flüsse, darunter die Rhone, traten regelmäßig über die Ufer und hinterließen ein Sumpfgebiet. Eine erste nachweisliche Erwähnung des Dorfes Vaulx-en-Velin stammt aus dem Jahr 1225. Wiederholt zogen erneute Hochwasser der Rhone das Dorf in Mitleidenschaft. Auch von Kriegen blieb der Ort nicht verschont. 1628 grassierte im Ort die Pest.

Viele Leute waren an Malaria erkrankt – davon zeugt der Flurname «En Palud». Von 1863 bis 1879 wurde ein Deich gebaut, um rund 9.000 Hektar Land trockenzulegen. Der von 1879 bis 1882 erstellte Staudamm Saint Jean Villeurbanne schützt Vaulx-en-Velin vor Überschwemmungen.

1979 kommt es in der Cité Olivier-de-Serres von Vaulx-en-Velin zu den ersten Vorstadt-Jugendunruhen in Frankreich.[1]

Bevölkerungsentwicklung

1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
12.118 20.726 37.866 44.160 44.176 39.154 40.300

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

1900 wurde eine Straßenbahn gebaut und 1906 elektrifiziert.

Heute existieren weit über 2000 eigenständige Betriebe, vor allem im Industrie-, im Handels- und im Dienstleistungssektor. Sie profitieren von einer gut ausgebauten Verkehrslage, da Vaulx-en-Velin an ein Autobahnnetz angeschlossen ist. Bedeutend sind unter anderem ein Planetarium, eine 1987 etablierte Architekturschule, eine seit 1975 bestehende Schule für Öffentlichkeitsarbeit beim Staat und der Freizeitpark «Grand Parc de Miribel-Jonage».

Außerorts befinden sich auf den Gemüseanbau spezialisierte Landwirtschaftsbetriebe. Südlich der Stadt liegt an der Rhone ein Flusskraftwerk.

Personen die vor Ort gewirkt habenBearbeiten

Nathalie Arthaud (* 1970), Stadträtin für Jugendfragen[2], wurde auf einer Liste unter der Führung der Parti communiste français (PCF, dt. Kommunistische Partei Frankreichs) für eine Bürgerinitiative und die Alternativen Liste gewählt.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Trente ans de violences urbaines. In: Libération.fr. (liberation.fr [abgerufen am 8. Oktober 2017]).
  2. Liste des conseillers municipaux

WeblinksBearbeiten