VW ID.5

Automodell

Der VW ID.5 ist ein batterieelektrisch angetriebenes SUV von Volkswagen auf Basis des ID.4, mit dem er abgesehen von seiner Dachlinie fast identisch ist. Er wurde Anfang November 2021 als viertes Mitglied der ID.-Familie bzw. als drittes europäisches ID.-Modell von Volkswagen in seiner Serienversion vorgestellt und wird zusammen mit anderen Elektroautos des VW-Konzerns, im VW-Werk Zwickau in Sachsen produziert. Ab Anfang 2022 soll der ID.5 ausgeliefert werden. Er führt u. a. die neue Softwaregeneration 3.0 sowie die Funktion des bidirektionalen Ladens für die Marke Volkswagen ein.[1][2]

Volkswagen
Front des noch getarnten ID.5 auf der IAA 2021
Front des noch getarnten ID.5 auf der IAA 2021
ID.5
Produktionszeitraum: seit 2021
Klasse: SUV
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Elektromotoren:
128–220 kW
Länge: 4599 mm
Breite: 1852 mm
Höhe: 1615 mm
Radstand: 2771 mm
Leergewicht: 2117–2242 kg
Heckansicht

EntstehungBearbeiten

Die StudieBearbeiten

 
Volkswagen I.D. Crozz auf der IAA 2019

Das Auto geht zusammen mit dem ID.4 auf die VW-Studie ID.Crozz zurück, die auf der Shanghai Auto Show im April 2017 als drittes Mitglied der ID.-Konzeptfahrzeuge präsentiert wurde. Die Studie war insgesamt länger und auch stärker motorisiert. Das änderte sich auch auf der IAA im September 2017 bei der Präsentation einer weiterentwickelten und seriennäheren Version des ID.Crozz nicht.[3]

MarkteinführungBearbeiten

Das Serienmodell wurde am 3. November 2021 offiziell vorgestellt und soll ab Anfang 2022 in drei verschiedenen Motorisierungen ausgeliefert werden. Direkte Kontrahenten aus dem Konzern mit der gleichen technische Basis sind der Audi Q4 Sportback e-tron, der vor dem ID.5 auf dem Markt verfügbar war, und die Coupé-Version des Škoda Enyaqs, die sich zu diesem Zeitpunkt noch im Test-Stadium befand, sowie die jeweiligen konventionellen Varianten ohne abfallende Dachlinie, die schon vor der Präsentation des ID.5 ausgeliefert wurden.

Technische DatenBearbeiten

Die Batterie und LadegeschwindigkeitBearbeiten

Das Fahrzeug basiert auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) und hat eine Reichweite von etwa 500 km, dank einer 77-kW-Batterie, die mit bis zu 135 kW Gleichstrom oder mit 11 kW Wechselstrom geladen werden kann.[4][5]

AbmessungenBearbeiten

Vom ID.4 unterscheidet sich der ID.5 fast nur durch seine abfallende Dachlinie. Dies spiegelt sich in den Maßen aber auch im Luftwiderstandsbeiwert wider, so hat der ID.5 GTX einen Wert von 0,27, während die Pro-Versionen sogar einen Wert von 0,26 erreichen.[6] Das Elektroauto hat ein Kofferraumvolumen von 549 Liter bzw. 1575 Liter mit umgeklappten Rücksitzen, womit er den ID.4 in dieser Kategorie übertrifft.[4]

Technische DatenBearbeiten

Pro Pro Perfomance Upgrade GTX
Bauzeitraum seit 11/2021
Motorart Dreiphasenwechselstrom-Elektromaschine 2× Dreiphasenwechselstrom-Elektromaschine
Motorbauart, Vorderachse Asynchronmaschine
Motorbauart, Hinterachse permanentmagneterregte Synchronmaschine
max. Systemleistung 220 kW (299 PS)
Leistung, Vorderachse, Peak 70 kW (95 PS)
Leistung, Hinterachse, Peak 128 kW (174 PS) 150 kW (204 PS)
max. Systemdrehmoment 460 Nm
Drehmoment, Vorderachse, Peak 162 Nm
Drehmoment, Hinterachse, Peak 235 Nm 310 Nm
Antriebsart, Serie Heckantrieb Allradantrieb
Getriebe, Serie zweistufig übersetztes Eingang-Getriebe
Leergewicht mit Fahrer 2117 kg 2242 kg
zulässiges Gesamtgewicht 2650 kg 2750 kg
Beschleunigung, 0–100 km/h 10,4 s 8,4 s 6,3 s
Höchstgeschwindigkeit 160 km/h 180 km/h
Batteriekapazität, brutto / netto 82 kWh / 77 kWh
AC laden 11 kW
DC laden 125 kW
Energie­verbrauch nach NEFZ
auf 100 km, kombiniert
16,2 kWh 17,1 kWh
Reichweite nach WLTP 516 km 521 km 491 km
Strö­mungs­wi­der­stands­ko­ef­fi­zi­ent (cw) 0,26 0,27

WeblinksBearbeiten

Commons: VW ID.5 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die erfolgreiche ID. Familie wächst weiter: Der neue ID.5 ist das erste E-SUV-Coupé von Volkswagen. Abgerufen am 22. November 2021.
  2. Volkswagen ID.5: Der rollende Stromspeicher. Abgerufen am 23. November 2021.
  3. Heißt die Serienversion des VW ID. Crozz künftig ID.4? 13. September 2019, abgerufen am 22. November 2021.
  4. a b Volkswagen: Schräge Nummer – das kann der neue VW ID.5. Abgerufen am 23. November 2021.
  5. Volkswagen: Schräge Nummer – das kann der neue VW ID.5. Abgerufen am 23. November 2021.
  6. Die erfolgreiche ID. Familie wächst weiter: Der neue ID.5 ist das erste E-SUV-Coupé von Volkswagen. Abgerufen am 22. November 2021.
Zeitleiste der Volkswagen-Modelle seit 1945
Typ 1940er 1950er 1960er 1970er 1980er 1990er 2000er 2010er 2020er
5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2
Kleinstwagen Lupo Fox up!
Kleinwagen Polo I Polo II Polo III Polo IV Polo V Polo VI
Derby I Derby II
Untere Mittelklasse Typ 1 „Brezelkäfer“ Typ 1 „Ovali“ Typ 1 „Rechteckkäfer“ 1200/1300/1500 „Käfer“ 1302 „Käfer“ 1303 „Käfer“ 1200 „Käfer“ New Beetle Beetle
Kompaktklasse Golf I Golf II Golf III Golf IV Golf V Golf VI Golf VII Golf VIII
Golf Variant III Golf/Bora Variant IV Golf Variant V/VI Golf Variant VII Golf Variant VIII
Jetta I Jetta II Vento Bora Jetta V Jetta VI
ID.3
Mittelklasse 1500/1600 (Typ 3) Passat B1 Passat B2 Passat B3 Passat B4 Passat B5 Passat B6 Passat B7 Passat B8
411/412 (Typ 4) Santana
(Obere) Mittelklasse K 70 Passat CC / CC Arteon
Oberklasse Phaeton
Coupé / Cabrio Karmann-Ghia Typ 14 Scirocco I Scirocco II Scirocco III
Karmann-Ghia Typ 34 VW Porsche (914/4) Corrado Eos
Kompaktvan Golf Plus Golf Sportsvan
Touran I Touran II
Van/Kleinbus Sharan I Sharan II
Typ 2 „Bulli“ (T1) Bus/Transporter (T2) Bus/Transporter (T3) Caravelle/Multivan (T4) Caravelle/Multivan (T5/T6)
Multivan (T7)
Hochdachkombi Typ 147 „Fridolin“ Caddy I Caddy II (9KV) Caddy III Caddy IV Caddy V
Pick-up Caddy II (9U)
Taro Amarok
Geländewagen / SUV T-Cross
Taigo
Typ 181
„Kurierwagen“
Typ 183
„Iltis“
Golf Country T-Roc
Tiguan I Tiguan II
Touareg I Touareg II Touareg III
ID.4
ID.5
  • von Audi entwickelte PKW, die auch als Audi 50 bzw. Audi 80 vermarktet wurden.
  • von NSU entwickelt, aber nur als VW vermarktet
  • gemeinsam mit Porsche entwickelt; als Sportwagen (VW Porsche, Porsche 914), bzw. Plattform für SUV (Touareg, Cayenne)
  • Lizenzbau von Toyota
  • gemeinsam mit Ford entwickelte Plattform