Völzberg ist ein Ortsteil der Gemeinde Birstein im hessischen Main-Kinzig-Kreis.

Völzberg
Gemeinde Birstein
Koordinaten: 50° 27′ N, 9° 18′ OKoordinaten: 50° 27′ 8″ N, 9° 17′ 56″ O
Höhe: 469 (465–483) m ü. NHN
Fläche: 4,06 km²[1]
Einwohner: 127 (31. Dez. 2021) HW[2]
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1971
Eingemeindet nach: Oberland
Postleitzahl: 63633
Vorwahl: 06668
Blick von der Anlage Nr. 7
im Windenergiepark Vogelsberg auf Völzberg
Blick von der Anlage Nr. 7
im Windenergiepark Vogelsberg auf Völzberg

Geographie Bearbeiten

Der Ort liegt im unteren Vogelsberg nördlich von Birstein an der Salz. In Ortsnähe erhebt sich das Völzberger Köpfchen, die zweithöchste Erhebung im Main-Kinzig-Kreis mit 570,8 m über NHN.

Entlang des Ortes verlief die 1967 stillgelegte Vogelsberger Südbahn. Auf Teilen ihrer Trasse wurde der Vogelsberger Südbahnradweg gebaut. Dieser ist inzwischen Teil des BahnRadweg Hessen, der auf ehemaligen Bahntrassen ca. 250 km durch den Vogelsberg und die Rhön führt.

Geschichte Bearbeiten

Die älteste bekannte Erwähnung von Völzberg erfolgte um das Jahr 810 unter dem Namen „Fugelesburc“.[1] In späteren historischen Dokumenten ist der Ort unter folgenden Ortsnamen belegt (in Klammern das Jahr der Erwähnung):[1] Folsperg und Folspurg (1489) sowie Voltzberg (1551).

Das Dorf kam 1816 nach dem Wiener Kongress vom Fürstentum Isenburg-Birstein zum Kurfürstentum Hessen und mit der preußischen Annexion Kurhessens 1866 an Preußen.

Im Jahre 1939 gehörte der Ort zum Landkreis Gelnhausen und hatte 161 Einwohner.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten zum 1. Juli 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Lichenroth, Mauswinkel, Wüstwillenroth, Wettges und Völzberg freiwillig zur neuen Gemeinde Oberland.[3] Bereits im Mai 1972 wurde von Seiten der hessischen Landesregierung ein Anhörungsverfahren eingeleitet mit dem Ziel, den Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Birstein (mit Ortsteilen), Katholisch-Willenroth und Oberland zu einer neuen Großgemeinde herbeizuführen. Die Eingliederung der Gemeinde Oberland in die Gemeinde Birstein erfolgte schließlich kraft Landesgesetz mit Wirkung vom 1. Juli 1974.[4][5] Für Völzberg, wie für alle eingegliederten ehemals eigenständigen Gemeinden von Birstein, wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.[6]

Bevölkerung Bearbeiten

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Völzberg 123 Einwohner. Darunter waren 9 (7,3 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 27 Einwohner unter 18 Jahren, 48 zwischen 18 und 49, 27 zwischen 50 und 64 und 21 Einwohner waren älter.[7] Die Einwohner lebten in 48 Haushalten. Davon waren 9 Singlehaushalte, 15 Paare ohne Kinder und 15 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 9 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 27 Haushaltungen lebten keine Senioren.[7]

Einwohnerentwicklung  Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

Völzberg: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2021
Jahr  Einwohner
1834
  
232
1840
  
224
1846
  
206
1852
  
181
1858
  
184
1864
  
177
1871
  
163
1875
  
171
1885
  
179
1895
  
175
1905
  
155
1910
  
172
1925
  
179
1939
  
161
1946
  
253
1950
  
238
1956
  
182
1961
  
160
1967
  
173
1970
  
180
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
123
2021
  
127
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]; Gemeinde Birstein:[2]; Zensus 2011[7]

Historische Religionszugehörigkeit

• 1885: 179 evangelische (= 100 %) Einwohner[1]
• 1961: 158 evangelische (= 98,75 %), zwei katholische (= 1,25 %) Einwohner[1]
 
Altes Backhaus in Völzberg

Kulturdenkmäler Bearbeiten

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Völzberg

Vereine Bearbeiten

  • Freiwillige Feuerwehr Völzberg
  • Jagdgenossenschaft Völzberg
  • KSC Volkartshain – Völzberg

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. a b c d e f g Völzberg, Main-Kinzig-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2019). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. a b Zahlen, Einwohnerzahl HW. In: Webauftritt. Gemeinde Birstein, abgerufen im März 2022.
  3. Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen von Gemeinden vom 21. Juni 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 28, S. 1117, Punkt 988; Abs. 10. (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,0 MB]).
  4. Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Gelnhausen, Hanau und Schlüchtern und der Stadt Hanau sowie die Rückkreisung der Städte Fulda, Hanau und Marburg (Lahn) betreffende Fragen (GVBl. 330–26) vom 12. März 1974. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 149, § 7 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 3,0 MB]).
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 362–363.
  6. Hauptsatzung. (PDF; 49 kB) § 4. In: Webauftritt. Stadt Felsberg, abgerufen im Oktober 2020.
  7. a b c Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 24 und 78, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021;.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/statistik.hessen.de

Literatur Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Commons: Völzberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien