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Die Verfolgung der Jesiden bezeichnet die Gewalttaten in der Geschichte an den Jesiden, wobei die Verfolgungen in jüngster Zeit mit dem Völkermord der terroristisch agierenden sunnitischen Miliz Islamischer Staat (IS) ihren Höhepunkt erreichten.

Jesidische Flüchtlinge erhalten in einem Lager Unterstützung vom International Rescue Committee

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

BeginnBearbeiten

Laut dem Jesiden-Forscher Philip G. Kreyenbroek begannen die ersten Verfolgungen durch Muslime, als die Jesiden nicht mehr als eine muslimische Sekte wahrgenommen wurden. Damit einher ging ihr Ausschluss aus der Umma.[1] Ein Bericht zu den frühesten Verfolgungen 1415 findet sich in al-Maqrīzīs Werk „Die Führung zum Wissen über die mamlukischen Länder“ (as-Sulūk li-Maʿrifat Duwal al-Mulūk), einer Chronik der Mamluken.[2] Der Orientalist Rudolf Frank übersetzte den relevanten Teil 1911 ins Deutsche.[3]

Al-Maqrīzī schrieb, dass nach einer gewissen Zeit die Anhänger von ʿAdī ibn Musāfir dessen Grab zu ihrer Qibla erhoben und bald soweit gingen zu sagen, dass alles, was sie besitzen, von ihm kommt. Das Beten sei für Jesiden obsolet, da dies ʿAdī ibn Musāfir für sie bei Gott schon erledige.[4] Aufgrund solcher Berichte rief der schafiʿitische Gelehrte Dschalāl ad-Dīn Muhammad ibn ʿIzz ad-Dīn Yūsuf al-Hulwānī zu ihrer Verfolgung auf. Dem schenkten einige kurdische Stämme Gehör und griffen die „Anhänger des Scheich ʿAdī“ an. Dabei begingen sie ein Massaker an den Jesiden und verwüsteten ʿAdī ibn Musāfirs Grab. Indem sie seine Gebeine herausholten und verbrannten, verspotteten sie die Gläubigen. Viele Jesiden gingen in die Gefangenschaft. Diejenigen, die bleiben konnten, verfolgten dem Bericht nach von nun an islamische Rechtsgelehrte (fāqih) und töteten sie.[5] Der Kurden-Forscher John S. Guest schreibt in seinem Buch zu den Jesiden, dass der Auslöser für diesen Feldzug die Machtfülle war, die die Jesiden aufbauen konnten.[6]

Osmanisches ReichBearbeiten

Zu Beginn des Osmanischen Reiches waren die Jesiden noch mächtig. So wurde ein Jeside zum „Emir der Kurden“ ernannt. Der Einfluss nahm mit der Zeit ab, insbesondere durch die vielen Konversionen zum Islam. Dennoch war der jesidische Anteil in Stämmen und Konföderationen noch immer beträchtlich.[7] Im 19. Jahrhundert berichtete der britische Archäologe und Diplomat Austen Henry Layard dann von „Treibjagden“, die von Seiten der Muslime auf die Jesiden veranstaltet wurden.[8] Oft waren kurdische Stämme das treibende Element.[9] Bei den Jesiden wurde der Begriff Farmān für sämtliche Massaker ab dem Osmanischen Reich gängig. Im osmanischen Sprachgebrauch bezeichnete Farmān ein Dekret des Sultans. Diejenigen Jesiden, die während solcher Angriffe dem Druck nachgaben und zum Islam konvertierten, wurden für immer aus der jesidischen Gemeinde ausgeschlossen.[10]

Obwohl muslimische Kurden bei den Massakern an den Jesiden oft eine tragende Rolle innehatten, gab es auch Zeiten, in welchen muslimische und jesidische Kurden zusammenarbeiteten, um ein eigenes Emirat zu gründen. Die Folge davon waren Strafexpeditionen der Osmanen, die oft in Massakern an den Jesiden mündeten. Dies geschah zum ersten Mal unter Süleyman l im 16. Jahrhundert. Zu dieser Zeit bekämpften kurdische Stämme das Osmanische Reich. Unter dem kurdischen Stammesführer Hasan Beg ad-Dāsnī standen die Kurden in Kämpfen mit den Osmanen. Als diese ad-Dāsnīs habhaft wurden, richteten sie ihn deshalb hin. Die Jesiden antworteten mit Aufruhren. Süleymans höchster Gelehrter Muhammad Abū s-Suʿūd al-ʿImādī publizierte daraufhin 1566 eine Fatwā, in welcher er den Kampf gegen Jesiden gut hieß.[11] Gemäß mancher jesidischer Geschichtsschreibung markierte diese Fatwā den Ausgangspunkt für die ersten sechs Farmān an den Jesiden.[12][13] Andere jesidische Seiten zählen diese Fatwā erst an achter Stelle auf.[14] Siehe dazu auch Kapitel 3.1.

1832 dann hatte ʿAlī Beg, der jesidische Mir in Schaichān aus dem Daseni-Stamm, schon länger in einer Fehde mit dem kurdischen-sunnitischen Anführer ʿAlī Aga, einem Verwandten eines wichtigen kurdischen Mullahs gelegen. ʿAlī Beg lud ihn ein, um karif (ein jesidischer Brauch im Nordirak, bei welchem ein Sohn auf dem Schoss eines Muslims beschnitten wird und dadurch ein lebenslanges Band zwischen beiden entsteht[15]) seines Sohnes zu werden. Von diesem Angebot tief geehrt machte sich ʿAlī Aga mit wenigen Beschützern auf den Weg. Bei ʿAlī Beg angekommen, wurde er getötet. Ein Mullah, verwandt mit dem Ermordeten, beschwerte sich deshalb beim osmanischen Konsul ʿAlī Ridā Pascha in Bagdad. Dieser beauftrage Kör Mohammed mit der Sache.[16] Jener Kör Mohammed war Anführer der Soran-Kurden, die dem jesidischen Stamm der Daseni historisch feindlich gegenüberstanden. Kör Mohammed war darüber hinaus streng gläubiger sunnitischer Muslim.[17]

Als der Jeside ʿAlī Beg davon Nachricht erhielt, ritt er ohne Eskorte zu Kör Mohammed. Den Vorschlag, zum Islam zu konvertieren, schlug ʿAlī Beg aus. Daraufhin enthauptete ihn Kör Mohammed und verfolgte die Jesiden. Teilweise fielen ihm auch Christen und Juden zum Opfer. Viele Jesiden versuchten deshalb von Schaichān nach Mosul zu fliehen. Da der Tigris jedoch Hochwasser hatte, gelang nur wenigen die Ankunft in der Stadt. Der große Rest wurde am Ufer von Kör Mohammeds Männern umgebracht. Diese Verfolgung ging als "Soran-Massaker" in die Geschichte ein.[18]

Nachdem die Osmanen 1849 das Jesidentum als Religion anerkannt hatten, setzten sie den Jesiden 1890 wieder ein Ultimatum, um zum Islam zu konvertieren. Als die Jesiden sich weigerten, wurden die Gebiete Sindschar und Schaichān besetzt und ein Massaker unter den Bewohnern begangen.[19]

Saddam HusseinBearbeiten

Während der Arabisierungskampagne in den 1970ern ließ der damalige irakische Diktator Saddam Hussein jesidische Städte – vor allem solche in der Nähe von Bergen – räumen und zerstören und wollte die ansässigen Menschen zum Islam zwangsbekehren.[20] Die Bevölkerung wurde dann in künstlichen Städten in Ebenen neu angesiedelt. Dadurch wollte er zum einen Peshmerga-Kämpfern eine Möglichkeit zum Unterschlupf nehmen,[21] zum anderen wurden teilweise auch Dörfer zwangsumgesiedelt, um den Bau der Mosul-Talsperre voranzutreiben. Durch diese Umsiedelung verloren die Jesiden größtenteils ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit. Wer gegen die Pläne der damaligen irakischen Regierung aufbegehrte, wurde verschleppt, gefoltert und verschwand in vielen Fällen sogar.[20]

Eine weitere Folge dieser Kampagne war die systematische Diskriminierung der Jesiden. An öffentlichen Schulen erhielten sie weder Unterricht in ihrer Sprache Kurmandschi, noch in ihrer Religion. Gesellschaftlich litten sie aufgrund ihrer Religion unter Übergriffen und Anfeindungen durch Muslime. Amnesty International weist in einem Bericht darauf hin, dass viele Muslime die Jesiden als Ungläubige ansehen und somit als nicht schützenswert. Radikalere Muslime sehen demnach sogar die Tötung eines Jesiden als heilige Tat an.[22]

Anschlag von Sindschar 2007Bearbeiten

Hauptartikel: Anschlag von Sindschar

Am 14. August 2007 verübten vier Selbstmordattentäter der Terrororganisation al-Qaida im Süden Sindschars ein Massaker an der Zivilbevölkerung. Mit vier mit Sprengstoff beladenen Lastwagen zerstörten die Terroristen die zwei Dörfer Siba Sheikh Khidir und al-Qahtaniya (Til Ezer) fast vollständig. Über 500 Menschen wurden getötet und über 1.500 verletzt, viele davon schwer. Es war der verheerendste Terrorakt von al-Qaida nach dem 11. September 2001.[23] Bereits nach diesem Anschlag befürchteten viele Jesiden, dass Extremisten sie „ausrotten wollen“.[24]

Völkermord 2014Bearbeiten

 
Jesidisches Gedenken zum Völkermord am 3. August 2015 in der türkischen Stadt Diyarbakır

Am 3. August 2014 überfiel die Terrormiliz Islamischer Staat das Hauptsiedlungsgebiet der Jesiden in Sindschar und verübte einen Völkermord an der Bevölkerung. Über 5.000 Männer und Jungen wurden ermordet, mehr als 7.000 Frauen und Kinder entführt, über 400.000 aus ihrer Heimat vertrieben und weitere tausend werden bis heute vermisst. Zudem verübt die Terrormiliz IS noch immer sexuelle und geschlechterspezifische Gewalt an jesidischen Frauen.[25]

Vorausgegangen war diesem Völkermord der Abzug kurdischer Peschmerga aus der Stadt Baschiqa. Als die Peschmerga noch vor der Zivilbevölkerung geflohen waren und damit die Jesiden schutzlos und ohne Waffen zurückgelassen hatten, begann die IS-Organisation in der Stadt den Völkermord an den Jesiden.[26][27] Den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), dem syrischen Arm der PKK, gelang es hingegen, 30.000 Jesiden das Leben zu retten, indem sie einen Korridor zum Sindschar-Gebirge freikämpften.[28]

Wie die IS-Organisation in eigenen Publikationen schrieb, sollten Muslime die Existenz des Jesidentums hinterfragen, da Gott die Muslime am Jüngsten Tag diese Frage stellen werde.[29] Um dem Morden zu entgehen, zwangskonvertierten viele Jesiden zum Islam. Entgegen früherer Praxis bei solchen Massakern wurde den Betroffenen vonseiten der Jesiden die Rückkehr in das Jesidentum gestattet. In Anlehnung an ähnliche Erlebnisse aus dem Osmanischen Reich nennen die Jesiden auch die Massaker der IS-Organisation Farmān.[10]

Die Vereinten Nationen und das Europäische Parlament erkennen den Völkermord an den Jesiden als solchen an.[30][31][32]

Ideologische GrundlagenBearbeiten

Sämtliche Massaker an den Jesiden wurden von muslimischer Seite begangen. Deshalb folgen hier einige islamische Einordnungen des Jesidentums, beginnend mit der ersten Fatwā über die Jesiden.

Abū s-Suʿūds Fatwā von 1566Bearbeiten

Die erste Fatwā, die über die Jesiden erlassen wurde, stammt wohl aus der Feder des Gelehrten Abū s-Suʿūd, des höchsten Muftīs unter Süleyman I. Zwar ist die Zuschreibung dieser Fatwā zu Abū s-Suʿūd nicht eindeutig geklärt, allerdings sprechen viele Indizien dafür. Daher gibt es zuerst einen Überblick über die Diskussion um die Autorenschaft der Fatwā und erst dann folgt der Inhalt.

Einordnung und Historizität der FatwāBearbeiten

Der Jesiden-Forscher Ṣadīq ad-Damlūdschī bezeichnet diese Fatwā als die erste, die sich mit den Jesiden beschäftigt. Durch den Rang des höchsten Gelehrten seiner Zeit und in seiner Position als oberster Muftī hätte die Fatwā Abū s-Suʿūds genauso großen Wert (qīma kabīra) wie als historisch Dokument, um die Abweichung der jesidischen Gemeinschaft vom Islam im ersten Jahrhundert ihres Auftretens zu beurteilen, so ad-Damlūdschī weiter. Allerdings sei das Problem dabei, dass ad-Damlūdschī diese Fatwā von Abū s-Suʿūd bis auf eine Version in der Bibliothek eines gewissen Amīn Bek al-Dschalīlī (Maktabat al-marḥūm al-ḥāǧī amīn bik al-ǧalīlī) nicht finden konnte. Eben jene Fatwā strotze jedoch nur so von mangelnder Kenntnis des islamischen Rechts, weshalb sie nicht aus der Feder eines so großen Gelehrten wie Abū s-Suʿūds stammen könne.[33]

Der Forscher ʿAdnān Zaiyān Farhān hingegen beurteilt die Historizität der Fatwā anders. Dabei beruft er sich auf ad-Damlūdschīs Buch und auf eine Handschrift mit dem Titel „Drei Blätter über die Verketzerung der Jesiden“ (Ṯalāṯ aurāq fī takfīr al-yazīdīya) eines unbekannten Autors aus dem „Haus Saddams für Handschriften“ (Dār Ṣadām li-l-maḥṭūṭāt),[34] einer Bibliothek für Handschriften, die nach dem Sturz von Saddam Hussein in „Haus der irakischen Handschriften“ (Dār al-maḥṭūṭāt al-ʿirāqīya), umbenannt wurde. Der Inhalt der Versionen ist bei Farhān und ad-Damlūdschī derselbe.

Gemäß seiner Einschätzung gibt es eine Vielzahl von Gründen, die für Abū s-Suʿūds Autorenschaft sprechen. Die wichtigsten führt er in seinem Buch al-Kurd al-aizidīn fī iqlīm Kurdistān (deutsch: Die jesidischen Kurden in der Region Kurdistan) auf:

  1. Die Fatwā sei im Jahr 1566 geschrieben worden. Dieses Datum fällt in den Zeitraum, in welchem Abū s-Suʿūd das Amt des höchsten osmanischen Muftī innehatte.
  2. Wie viele andere Forscher schrieb ad-Damlūdschī die Fatwā dem Gelehrten ʿAbd Allāh ar-Rabtakī zu. Allerdings hat ar-Rabtakī zum Zeitpunkt der Herausgabe der Fatwā nicht gelebt.
  3. Ad-Damlūdschī schreibt, dass die Fatwā mit einer wissenschaftlichen Methode verfasst wurde. Für Farhān ist dies ein weiterer Grund anzunehmen, dass Abū s-Suʿūd der Autor ist.
  4. Dass die Anbetung Satans nicht in der Fatwā erwähnt wird, lasse sie nicht die Reiseberichte von Şerefhan und Evliya Çelebi widerlegen.[35]

Die kurdische Website genodicekurd.com wirft Abū as-Suʿūd vor, dass er die Glaubenslehre (ʿaqīda) der Jesiden nicht gekannt habe und deshalb in seiner Fatwā zu einem solchen Ergebnis kam.[36] Auf der jesidischen Website bazhani.net hingegen bezeichnet der Forscher ʿAdnān Zaiyān Farhān diese Fatwā dagegen als „religiöse Waffe“ (as-silāḥ ad-dīnī) in einer sonst politischen Arena.[11]

Inhalt der FatwāBearbeiten

Der Autor der Fatwā listet mehrere Punkte aus der jesidischen Glaubenslehre auf, die seiner Ansicht nach als Unglaube klassifiziert werden:

  • Sie leugneten den Koran und behaupteten, dass er nichts weiter als eine Lüge ist. Ein wahrer Gläubiger müsse sich lediglich auf Scheich Fahr (einer von ʿAdī ibn Musāfirs Hauptschülern) stützen und sich an sie halten. Dies sei der Grund dafür, dass die Jesiden islamische Gelehrte anfeinden und sie hassen würden, ja sie sogar auf schreckliche Art und Weise töteten, wenn sie ihrer habhaft werden. Die Bücher des Islams (kutub al-Islām) zerreißen die Jesiden.
  • Außerehelichen Geschlechtsverkehr (zinā) hießen sie gut, insofern er im gegenseitigen Einvernehmen geschehe. Der Autor der Fatwā verweist auf eine weiter nicht näher genannte Person, welche diese Information an den Autor herangetragen habe. Diese Person habe dies im Buch Dschilwa der Jesiden gelesen.
  • ʿAdī ibn Musāfir zögen sie um Stufen Muhammad vor uns behaupteten sogar, dass es keinerlei Beziehung zwischen diesen beiden gäbe.
  • Die Jesiden schrieben Gott körperliche Attribute wie Essen, Trinken, Stehen und Sitzen zu.
  • Sie erlaubten ihren Scheichen mit ihren Frauen Geschlechtsverkehr zu haben und hießen dies sogar für gut.
  • Sie behaupteten, dass es keinen Nutzen im Gebet gibt und dass es keine Pflicht (wāǧiba) ist. Pflicht sei für die Jesiden vielmehr die Reinheit des Herzens.
  • Die Jesiden werfen sich vor Lalisch und jedem anderen Ort, der nach ihrer Auffassung ein heiliger Ort ist, nieder (yasǧudūn). Dazu zähle auch ʿAdī ibn Musāfirs Banner. Derjenige, der sich vor ihm nicht niederwirft, gelte bei ihnen als Ungläubiger (kāfir). Und es ist bekannt, dass dieses Niederwerfen dem Niederwerfen vor Götzenbildern und der Sonne, nicht dem Niederwerfen vor Emiren, Gelehrten und Scheichs gleichkomme.
  • Sie glaubten, dass ʿAdī ibn Musāfir am Tag der Auferstehung seine Gemeinschaft auf einen Teller setzt und mit diesem auf seinem Kopf in das Paradies einzieht – Gott und den Engeln zum Trotz.

All dies seien nur einige ihrer schändlichen Aussagen und hässlichen Taten. Der Autor der vorliegenden Fatwā behauptet, dass diese Informationen ihm jemand zugetragen hat, der sich den Jesiden zugesellt und sich über ihre Umstände erkundigt hatte. Ein anderer habe berichtet, dass sie sich in drei Gruppen unterteilten:

  1. Ihre Übertreiber, die behaupten, dass ʿAdī ibn Musāfir Gott ist.
  2. Diejenigen, die behaupten, dass ʿAdī ibn Musāfir ein Teil von Gottes Einheit ist. Gott urteile dabei über den Himmel, ʿAdī ibn Musāfir über weltliche Angelegenheiten.
  3. Zuletzt die Gruppe, die ʿAdī ibn Musāfir weder als Gott noch als Teil Gottes betrachtet. Ihrer Meinung nach hat ʿAdī ibn Musāfir jedoch den Rang eines großen Wezirs vor Gott, weshalb Gott keine Entscheidung treffe, ohne zuvor ʿAdī ibn Musāfir konsultiert zu haben.

Der Verfasster der Fatwā schließt diese Zusammenfassung mit dem Resultat, dass alle Jesiden sich heftigen Unglaubens (al-kufr aš-šadīd) schuldig machten. Deshalb würden die Jesiden mit den Christen sympathisieren und einige ihrer Glaubensgrundsätze gutheißten. Dabei sei es ganz deutlich, dass all dieses soeben Erwähnte den abscheulichsten Unglauben notwendig machten.[37]

Was nun folgt, ist eine ausführliche Beschreibung der praktischen Implikationen, die diese Verurteilung der Jesiden als Ungläubige nach sich zieht. Laut den Schafiiten und den Hanbaliten dürfe man nach diesem Urteil die Besitztümer der Jesiden erbeuten. Als Ausweg käme für die Jesiden lediglich das Sprechen der Schahāda sowie die Abschwur von sämtlichen bisherigen Glaubensinhalten infrage. Nur wenn sie bekennen, dass es außer Gott keinen Gott gebe (Lā ilāha illā ʾllāh) und sich von ihrem Glauben hinsichtlich ʿAdī ibn Musāfirs, Yazid I., Lalisch und ihren anderen Scheichen lossagen, können sie (wieder) Muslime werden.[38]

Derweil bestünde die Pflicht, die Jesiden zu töten. Ihr Hab und Gut sei dabei als Kriegsbeute zu betrachten. Allerdings gelte dies nur für den Fall, dass sich der einzelne Jeside nicht doch wieder dem Islam zuwendet und dem Jesidentum abschwört. Denn dann habe er weiterhin das Recht auf seinen Besitz. Tut er das nicht oder fällt nach seiner Tauba wieder in seinen jesidischen Glauben zurück, dann sei nichts dagegen einzuwenden, wenn ein Muslim seinen Besitz an sich reißt.[39]

Stellung als MuslimeBearbeiten

Der islamische Gelehrte Ibn Taimīya schrieb in einer Fatwā, dass wer immer zur Gemeinschaft der Muslime (as-sunna wa-l-ǧamāʿa) gehört, auch zur Gemeinschaft von „Abū l-Barakāt ʿAdī ibn Musāfir al-Umawī“ gehört. Zudem beschrieb er ʿAdī ibn Musāfir als von Gott geleitet.[40] Zu seiner Zeit im frühen 14. Jahrhundert nahm man die Jesiden offenbar noch als Muslime wahr.

Stellung als Ahl al-kitābBearbeiten

Im Osmanischem Reich bekamen die Jesiden 1849 den Status als Ahl al-kitāb (arabisch: أهل الكتاب) anerkannt. Dennoch gab es wenig später wieder eine Strafexpedition der Osmanen, um die Jesiden zum Islam zu konvertieren.[41]

Nach den Massakern der IS-Organisation an den Jesiden 2014 gab es wieder Bestrebungen seitens islamischer Gelehrter, die Jesiden als Ahl al-kitāb anzuerkennen. In einem offenen Brief gegen die Ausrufung des Kalifats durch die IS-Miliz forderten über 120 islamische Gelehrte die Anerkennung des Jesidentums. Sie kritisierten den Völkermord durch die IS-Terroristen als „abscheuliche Verbrechen“ und verwiesen in ihrer Argumentation auf ein Hadīth sowie die Positionen al-Qurtubīs und Mālik ibn Anas: Die Dschizīya sei von allen nichtislamischen Gruppen zu erheben. Zudem verweisen sie auf die Tradition der Umayyaden, auch Hindus und Buddhisten als Dhimmīs anzuerkennen. Die Unterzeichner des offenen Briefes bezeichnen die Jesiden schlussendlich als Madschūs.[42]

Stellung als UngläubigeBearbeiten

Die Jesiden standen während ihrer Geschichte oft unter dem Druck ihrer muslimischen Nachbarn, der sich zuweilen in Gewalt entlud und zu Massakern führte. Anhänger des Jesidentums galten nicht immer, wie beispielsweise die Christen oder Juden, als Anhänger einer Buchreligion. Die Folge war, dass, wenn sie weder als Muslime noch als Ahl al-kitāb angesehen wurden und sie somit nach islamischem Recht keinen Schutz ihres Lebens und ihres Eigentums sowie die Erlaubnis, ihre Religion auszuüben, bekamen. Vor allem die Beschreibung der Jesiden in diversen Fatwās, in welchen das Jesidentum teils falsch beschrieben wird, geben bis heute Anlass, sie als Ungläubige zu betrachten. Daher folgend einige Beispiele.

ʿAbīd Allāh at-TablaghīBearbeiten

Die beiden irakischen Salafisten Hamadī ʿAbd al-Madschīd as-Salafī und Ibrāhīm ad-Dūskī publizierten am 11. Oktober 2010 die Schrift ar-radd ʿalā ar-rāfiḍa wa-l-yazīdīya al-muḫālifain li-l-umma al-islamīya al-muḥammadīya (Die Widerlegung der Rāfidten und Jesiden, die im Widerspruch zur islamischen Umma Muhammads stehen) von ʿAbīd Allāh ibn Schabal ibn Abū Firās al-Dschabī at-Tablaghī aus dem Jahr 658 Hidschra (1268/9 gregorianischer Kalender). Darin steht beispielsweise, dass der Teufel sich des Verstandes der Jesiden bemächtigt und ihnen die Liebe zu Muʿawīya eingeflüstert habe. Sie beschreiben jenen als jemanden, der Wein trank und mit der Scharʿīa brach.[43] Muʿawīya, in dessen Tradition die Jesiden in diesem Werk gestellt werden, wird weiterhin als derjenige charakterisiert, der Mekka belagerte, die Kaʿba mit Katapulten beschoss, einige von den Ansār und Husain tötete sowie alle Muslime zwang, seiner Familie zu huldigen.[44] Trotz alledem hätten die Jesiden die Liebe zu Yazīd – Muʿawīyas Sohn – angenommen und würden nun sagen, dass sie von jedem, der Yazīd nicht liebt, das Blut und das Vermögen an sich reißen. Derjenige, der diese Neuerungen zu ihnen brachte, war demnach Hasan ibn ʿAdī, ein Nachkomme ʿAdī ibn Musāfirs in dritter Generation. Hasan ibn ʿAdī habe anschließend noch viele Menschen mit seiner Lehre in die Irre geführt. Die Folge sei, dass die Jesiden gegen den Islam verstoßen würden.[45]

Muhammad al-MunaddschidBearbeiten

Auf islamqa.info, einer Website, welche von Muhammad al-Munaddschid betrieben wird, werden die Jesiden als Ungläubige bezeichnet. Vorausgegangen war dieser Titulierung die Frage eines Muslims, ob man eine Jesidin heiraten dürfe. Da jedoch die Jesiden in der folgenden Fatwā als „aus dem Islam ausgetreten“ (ḫaraǧa bi-him ʿan dīn al-islām) beschrieben werden und es somit keinen Zweifel am Unglaube eines jeden Anhängers gebe, sei es einem Muslim verboten, eine Jesidin zu heiraten.[46]

Diese Fatwā beschreibt das Jesidentum zunächst als politische Bewegung, die im Jahre 750 (132 Hidschra) zur Unterstützung der Umayyaden entstanden ist, sich dann aber in Richtung Häresie entwickelten und schlussendlich die Religion des Islams hinter sich ließen. Der Autor der Fatwā sieht den Beginn dieser Entwicklung in der Schlacht von Kerbela, in Folge dessen die Schiiten begannen, Yazid I. zu verfluchen. Für die Unterstützung Yazid I. gründeten die Jesiden deshalb eine politische Bewegung, die jegliches Verfluchen – sogar das Verfluchen Satans (ḥattā istankarū laʿn iblīs) ablehnte. Sie widmeten sich ganz dem Koran und wollten alle Wörter, die das Verfluchen, Satan oder Missbilligung beschreibt, daraus tilgen, da es ihrer Meinung nach diese Wörter im ursprünglichen Koran nicht gegeben hat. So begannen sie Satan, der im Koran noch verflucht wird, zu verehren.[46]

Zu den jesidischen Glaubensinhalten zählen laut dieser Fatwā:

  • Die Verehrung Satans in Gestalt von Melek Taus. Um Bronzestatuen von Melek Taus in Form eines Hahns würden sie zudem den Tawāf vollziehen.
  • Als Schahāda verwendeten sie folgenden Satz: „Ich bezeuge, dass Gott einer ist und Sultan Yazid der Freund Gottes ist.“
  • Im Dezember (šahr kānūn al-auwal) fasteten sie drei Tage, was mit dem Geburtstag Yazids zusammenfalle.
  • Den Zakāt sammelten sie mittels Melek Taus und stellten ihn der Führung ihrer Sekte (aṭ-ṭāʾifa) zur Verfügung.
  • Zu ihrem Haddsch kämen sie jedes Jahr zum zehnten Tag des Monats Dhū l-Hiddscha in Lalisch zusammen.
  • In der Nacht vom 14. auf den 15. Schaʿbān beteten sie und behaupteten, dass dies für das ganze Jahr reiche.
  • Am Jüngsten Tag nehme ʿAdī ibn Musāfir seine Gemeinde und ziehe mit ihr ins Paradies ein.
  • Sie pilgern zu den Grabstätten ihrer Scheiche wie ʿAdī ibn Musāfir und zündeten dort Kerzen an.
  • Sie verbieten die Heirat zwischen verschiedenen Kasten und gestünden jedem Jesiden bis zu sechs Frauen zu.
  • Bei den Jesiden sei die Farbe Blau verboten, da diese die Farbe Melek Taus sei.
  • Salat, Kohl, Kürbis, Bohnen und das Fleisch eines Hahns – und damit das Fleisch von Melek Taus –, einer Henne, eines Fisches, einer Gazelle und eines Schweines verböten sie zu essen, weil sie darin das Pendant von Melek Taus sähen.
  • Als der Islam in Kurdistan Einzug erhielt, nahmen die Jesiden einige Glaubensinhalt der damals noch verbreiteten Religion des Zoroastrismus auf.

Aufgrund all dieser Punkte gebe es keinen Zweifel am Unglauben desjenigen, der sich zum Jesidentum bekennt und dass diese Person gegen den Islam verstößt. Sie seien nicht wie Juden und Christen eine Buchreligion (Ahl al-kitāb), sondern besitzen kein Buch. Daher sei das Jesidentum eine abtrünnige Sekte (aṭ-ṭāʾifa al-murtadda), in der sich Farben des Unglaubens zu einer Religion (milla) mischen.[46]

Katarisches ReligionsministeriumBearbeiten

Das katarische Religionsministerium beschreibt in einer Fatwā den Glauben der Jesiden als „nicht zum Islam gehörig“ (fa-lā ṣila la-hu bi-l-islām). Der jesidische Gläubige sei demnach ein Kāfir (Ungläubiger).[47] In einer weiteren Fatwā beschreibt das Religionsministerium die Genese des Jesidentums aus seiner Sicht. Wie schon bei Muhammad al-Munaddschid heißt es, dass das Jesidentum sich als eine politische Bewegung in der Liebe zu Yazid I. herausbildete. Später sei daraus der Tarīqa ʿadawīya – benannt nach ʿAdī ibn Musāfir – entstanden. Dieser Tarīqa sei jedoch abgewichen und habe Yazid I. und Satan, welchem sie den Namen Melek Taus gaben, als heilig angesehen. Zu ihren wichtigsten Glaubensinhalten zähle demnach:

  • Das Ablehnen der Verfluchung von Yazid I., wobei sie jegliche Art von Verfluchung generell ablehnten – selbst wenn es um die Verfluchung Satans gehe, die der Koran vorschreibt. Diese Art der Verfluchung, Missbilligung oder das Wort Satans tilgten sie aus dem Koran.
  • Sie verehrten Satan, da sie ihn als ersten Monotheisten (al-muwaḥḥid al-auwal) ansehen.
  • Sie haben ein Buch mit dem Titel „Das schwarze Buch“ (al-kitāb al-aswad).
  • Ihre Schahāda laute wie folgt: „Ich bezeuge, dass Gott einer ist und Sultan Yazid der Freund Gottes ist.“
  • Sie fasteten drei Tage zum Geburtstag Yazid I.
  • In der Nacht vom 14. auf den 15. Schaʿbān beteten sie und behaupteten, dass dies für das ganze Jahr reiche.
  • Am Jüngsten Tag nehme ʿAdī ibn Musāfir seine Gemeinde und ziehe mit ihr ins Paradies ein.
  • Sie pilgern zu den Gräben wie zu dem des ʿAdī ibn Musāfir.
  • Glaubensinhalte des Zoroastrismus seien in ihre Religion eingegangen.
  • Sie heben ʿAdī ibn Musāfir auf die Stufe der Einheit Gottes (al-ulūhīya) an.

Da sie nicht den Ahl al-kitāb zuzurechnen seien, dürfe ein Muslim kein Mahl, welches von Jesiden zubereitet wurde, verzehren.[48]

Auf die Frage, ob man die Speisen und Getränke der Jesiden, die einen in ihr Haus einladen, verzehren dürfe, antwortete das Ministerium mit dem Vergleich zu den Ahl al-kitāb. Da die Jesiden keine Ahl al-kitāb seien, dürfe ein Muslim ihre Speisen und Getränke nicht konsumieren. Es sei einem Muslim lediglich dann erlaubt in ihr Haus einzutreten, falls man sie zum Islam einladen möchte.[49]

Jesidische Sichtweise auf die VerfolgungenBearbeiten

Wie weiter oben schon erwähnt wurde es bei den Jesiden gängig, die Verfolgungen ab der Zeit des Osmanischen Reiches mit dem osmanischen Begriff Farmān, welcher ein Dekret des Sultans bezeichnet, gleichzusetzen. Bei der genauen Zählung der Farmān besteht keine einheitliche Linie. Manche sprechen beispielsweise von 73 Farmān, manche von 67. Gemein ist ihnen jedoch, dass sie die Verfolgung der Jesiden bis heute beschreiben.

Die ersten sechs Farmān waren laut einer Liste die Folge von Abū s-Suʿūds Fatwā. Süleyman I. habe diese zum Anlass genommen, um die Jesiden zu verfolgen.[13] Eine andere Website nennt Abū s-Suʿūds Fatwā dagegen erst als Nummer acht und beginnt mit der Verfolgung 1246 durch den letzten Atabeg der Zengiden in Mosul, Badr ad-Dīn Luʾluʾ.[14]

Die Verfolgung durch Kör Mohammed von 1832 datieren manche Jesiden zwar auf 1831, sprechen jedoch auch davon, dass ihr Anführer ʿAlī Beg getötet wurde und sie verfolgt wurden. Auch dies bezeichnen die Jesiden als Farmān 43.[13] Andere schließen sich dieser Datierung an, sprechen jedoch von Farmān 49.[14]

Die Farmān 59 bis 73 seien diverse Fatwās von Extremisten, die es erlaubten, das Blut von Jesiden zu verschwenden. Zudem zähle darunter auch die Katastrophe (nakba) von 2007 – eine Anspielung auf den Anschlag durch al-Qaida.[13]

Das letzte Farmān sei Nummer 74 und bezeichne den Völkermord an den Jesiden durch die IS-Terroristen.[14]

LiteraturBearbeiten

  • Christine Allison: Yazidis i. General. In Encyclopædia Iranica. Online aufrufbar.
  • Amnesty International: Jesiden im Irak. Digitalisat.
  • Ṣadīq ad-Damlūǧī:  al-Yazīdīya. Maṭbaʿa al-ittiḥād, al-Mūṣul 1949. Digitalisat
  • ʿAdnān Zaiyān Farḥān: al-Kurd al-aizidīn fī iqlīm Kurdistān — Dirāsa sīyāsīya, iqtiṣādīya wa-iǧtimāʿīya min bidāyat al-qarn at-tāsiʿ ʿašar ḥatā nihāyat al-ḥarb al-ʿālamīya al-ūlā (1800 —1917). Sulaimānīya, Markaz Kurdistān li-d-dirāsāt al-istrātīǧīya 2004. Digitalisat
  • Rudolf Frank: Scheich ʿAdî, der grosse Heilige der Jezîdîs. Türkische Bibliothek, Bd. 14. Berlin, 1911. Digitalisat
  • John S. Guest: Survival Among the Kurds - A History of the Yezidis. London und New York, Kegan Paul International, 1993.
  • Phillip G. Kreyenbroek: Yezidism: its background, observances and textual tradition. Lewiston [u. a.], Mellen, 1995.
  • Taqī ad-Dīn Abū l-ʿAbbās Aḥmad ibn ʿAlī al-Maqrīzī: as-Sulūk li-Maʿrifat Duwal al-Mulūk. Dār al-kitāb al-ʿilmīya, Beirut 1997. Digitalisat
  • Khalil J. Rashow: Yezidi - Rassenwahn und Religionsfanatismus. Online aufrufbar.
  • ʿAbīd Allāh ibn Šabal ibn Abū Firās al-Ǧabī at-Taġlabī: ar-radd ʿalā ar-rāfiḍa wa-l-yazīdīya al-muḫālifain li-l-umma al-islamīya al-muḥammadīya (Die Widerlegung der Rāfidten und Jesiden, die im Widerspruch zur islamischen Umma Muhammads stehen). Hg. Ibrāhīm ad-Dūskī und Hamadī ʿAbd al-Madschīd as-Salafī (11. Oktober 2010). Digitalisat, sowie archiviertes PDF

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kreyenbroek: Yezidism: its background, observances and textual tradition. 1995, S. 34.
  2. al-Maqrīzī : as-Sulūk li-Maʿrifat Duwal al-Mulūk. 1997, S. 369–370. Digitalisat.
  3. Frank: Scheich ʿAdî, der grosse Heilige der Jezîdîs. 1911, S. 87–91. Digitalisat
  4. Frank: Scheich ʿAdī, der grosse Heilige der Jezîdîs. 1911, S. 88f. Digitalisat
  5. Frank: Scheich ʿAdī, der grosse Heilige der Jezîdîs. 1911, S. 90f. Digitalisat
  6. Guest: Survival Among the Kurds. 1995, S. 27.
  7. Allison, Christine: Yazidis i. General. In Encyclopædia Iranica. Online aufrufbar.
  8. Lerch, Wolfgang Günter: Verleumdet, vertrieben, von Dschihadisten bedroht. Online aufrufbar.
  9. Allison, Christine: Yazidis i. General. In Encyclopædia Iranica. Online aufrufbar.
  10. a b Vicken Cheterian: Yazidis  Life after Genocide. In: Global Geneva, 20. Oktober 2016, abgerufen am 22. Juni 2017.
  11. a b ʿAdnān Zaiyān Farḥān: Tarīḫ al-imārāt al-kurdīya al-īzīdīya. In: bazhani.net, Mai 2010, abgerufen am 31. Mai 2017.
  12. Autor unbekannt: al-Farmānāt (ḥamalāt al-ibāda al-ǧamāʿīya) al-lattī waqaʿat ʿalā š-šaʿb al-īzādīya. In: ekurds.com, Datum unbekannt, abgerufen am 31. Mai 2018.
  13. a b c d Farmānāt (ḥamlāt al-ibāda al-ǧamāʿīya) al-lattī waqaʿat ʿalā š-šaʿb al-aizīdī. In: sidosat.yoo7.com, 03. Januar 2012, abgerufen am 05. Februar 2018.
  14. a b c d Ḥamlāt al-ibāda al-ǧamāʿīya (al-farmānāt) al-lattī taʿruḍ la-hā aš-šaʿb al-aizīdī. In: singalonline.wordpress.com, abgerufen am 05. Februar 2018.
  15. Guest: Survival Among the Kurds. 1995, S. 37.
  16. Guest: Survival Among the Kurds. 1995, S. 68.
  17. Guest: Survival Among the Kurds. 1995, S. 67.
  18. Guest: Survival Among the Kurds. 1995, S. 68–69.
  19. Ulrich Schwerin: Verteufelt und ewig missverstanden. In: Qantara.de, 27. Oktober 2014, abgerufen am 20. Mai 2018.
  20. a b Khalil J. Rashow: Yezidi - Rassenwahn und Religionsfanatismus. In: Gesellschaft für bedrohte Völker, 2002, abgerufen am 30. Mai 2017.
  21. Matthew Barber: Sinjar was only the beginning. In: Syria Comment, 08. August 2014, abgerufen am 30. Mai 2017.
  22. Ruth Jüttner und Wolfgang Grenz: Jesiden im Irak. In: Amnesty International, 16. August 2005, abgerufen am 30. Mai 2017.
  23. Damien Cave und James Glanz: Toll in Iraq Bombings Is Raised to More Than 500. In: New York Times, 22. August 2007, abgerufen am 30. Mai 2017.
  24. Wieland Schneider: Yeziden fürchten nach Attentaten ihre Ausrottung. In: Die Presse, 16. August 2007, abgerufen am 31. Mai 2017.
  25. John Beck: Iraq's Yazidis living in fear on Mount Sinjar.. In: Al Jazeera, Datum unbekannt, abgerufen am 05. Januar 2017.
  26. Kirsten Ripper: Auch die Kurden sind gegen die Jesiden. In: Euronews, 05. Oktober 2014, abgerufen am 30. September 2016.
  27. Marc Engelhardt: Unabhängigkeit! — Separatisten verändern die Welt. Ch. Links Verlag, Berlin Oktober 2015. Abgerufen am 30. September 2016.
  28. Michael Wrase: PKK rettet Jesiden aus dem Sindschar-Gebirge. In: Badische Zeitung, 15. August 2014, abgerufen am 24. November 2016.
  29. Dabiq 4., S. 14. Abgerufen am 30. Mai 2017.
  30. Alexandra Leistner: UN werfen IS-Miliz Völkermord im Irak vor. In: Euronews, 19. März 2015, abgerufen am 21. Juni 2016.
  31. Angenommene Texte - Donnerstag, 4. Februar 2016 - Systematischer Massenmord an religiösen Minderheiten durch den IS - P8_TA-PROV(2016)0051. Website des Europäischen Parlaments. Abgerufen am 06. Juni 2016.
  32. Report of the Office of the United Nations High Commissioner for Human Rights on the human rights situation in Iraq in the light of abuses committed by the so- called Islamic State in Iraq and the Levant and associated groups. Website des United Nations High Commissioner for Human Rights. Abgerufen am 13. März 2016.
  33. Ṣadīq ad-Damlūǧī: al-Yazīdīya’’. Maṭbaʿa al-ittiḥād, al-Mūṣul, 1949. S. 428–429. Digitalisat
  34. ʿAdnān Zaiyān Farḥān: al-Kurd al-aizidīn fī iqlīm Kurdistān — Dirāsa sīyāsīya, iqtiṣādīya wa-iǧtimāʿīya min bidāyat al-qarn at-tāsiʿ ʿašar ḥatā nihāyat al-ḥarb al-ʿālamīya al-ūlā (1800 —1917). Sulaimānīya, Markaz Kurdistān li-d-dirāsāt al-istrātīǧīya 2004. S. 283. Digitalisat
  35. Farḥān: al-Kurd al-aizidīn fī iqlīm Kurdistān. 2004, S. 277–278. Digitalisat
  36. Autor unbekannt: Li-māḏā aṣdarat auwal fatwā bi-qatl al-īzadīya?! Wafq al-wafāʾiq al-ʿuṯmānīya. In: genocidekurd.com, 01. April 2015, abgerufen am 31. Mai 2017.
  37. Farḥān: al-Kurd al-aizidīn fī iqlīm Kurdistān. 2004, S. 278–280. Digitalisat
  38. Farḥān: al-Kurd al-aizidīn fī iqlīm Kurdistān. 2004, S. 280–281.Digitalisat
  39. Farḥān: al-Kurd al-aizidīn fī iqlīm Kurdistān. 2004, S. 281. Digitalisat
  40. Taqī d-Dīn Aḥmad Ibn Taimīya: Maǧmūʿ al-Fatāwā, Band III, S. 363. Digitalisat.
  41. Allison, Christine: Yazidis i. General. In Encyclopædia Iranica. Online aufrufbar.
  42. Offener Brief An Dr. Ibrāhīm ʿAwwād al-Badrī alias „Abū Bakr al-Baġdādī“ und An die Kämpfer und Anhänger des selbsternannten „Islamischen Staates“.. Online aufrufbar. In: madrasah.de, 27. September 2014, abgerufen am 02. Juni 2017.
  43. at-Taġlabī: ar-radd ʿalā ar-rāfiḍa wa-l-yazīdīya al-muḫālifain li-l-umma al-islamīya al-muḥammadīya, S. 243. Digitalisat
  44. at-Taġlabī, S. 245f. Digitalisat
  45. at-Taġlabī, S. 246–248. Digitalisat
  46. a b c Hal yuǧauwiz az-Zawāǧ min Imrā "Yazīdīya"?. In: islamqa.info, 26. Oktober 2013, abgerufen am 04. Juni 2018.
  47. Ḥudūd al-Muʿāmala al-Mubāḥa maʿa-l-Yazīdīyīn. In: fatwa.islamweb.net, 23. April 2006, abgerufen am 06. Februar 2018.
  48. al-Yazīdīya.. našaʾtu-hā.. muʾassasu-hā.. muʿtaqadātu-hā. In: fatwa.islamweb.net, 15. Dezember 2004, abgerufen am 06. Februar 2018.
  49. Ḥukm al-Akl wa-š-šurb ʿand al-Yazīdīya.. In: fatwa.islamweb.net, 09. November 2008, abgerufen am 06. Februar 2018.